Madeline Miller - Das Lied des Achill

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Das Lied des Achill: краткое содержание, описание и аннотация

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Der junge Prinz Patroklos wird ins Exil nach Phthia geschickt, wo er gemeinsam mit Achill aufwächst, dem Sohn des Königs Peleus. Zwischen den Jungen entwickelt sich eine zarte Liebe. Seite an Seite wachsen die beiden zu Männern heran.Ihr Friede wird jedoch jäh zerstört, als Paris Helena aus Sparta entführt und sich die Männer Griechenlands zum Kampf gegen Troja versammeln. Achill schließt sich ihnen an; Patroklos, zwischen Angst und Liebe hin- und hergerissen, folgt ihm in den Krieg - nicht ahnend, dass er das Schicksal seines Freundes in die Hände der Götter geben muss.
Die Originalausgabe erschien 2011 unter dem Titel
 bei Bloomsbury, London 
© 2011 Madeline Miller
Aus dem Amerikanischen von Michael Windgassen.

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Dreißigstes Kapitel

Achill sieht mich kommen. Ich renne so schnell, dass ich Blut auf der Zunge schmecke. Ich weine, meine Brust bebt, und die Kehle brennt. Er würde nun gehasst werden. Niemand würde sich an seinen Ruhm, seinen Edelmut oder seine Schönheit erinnern und alles, was ihn auszeichnet, würde in den Schmutz gezogen werden.

»Was ist passiert?«, fragt er, die Brauen besorgt zusammengezogen. Weiß er es wirklich nicht?

»Sie sterben«, stoße ich hervor. »Alle. Die Trojaner sind im Lager, sie brennen die Schiffe nieder. Ajax ist verwundet, und es gibt jetzt außer dir keinen mehr, der sie retten könnte.«

Seine Miene verhärtet sich. »Wenn sie sterben, trägt Agamemnon die Schuld daran. Ich habe ihn gewarnt.«

»Aber er hat dir doch gestern ein Friedensangebot gemacht –«

Er schnaubt verächtlich. »Ja, ein Paar Dreifüße und Rüstzeug, aber nichts, was seine Beleidigung wiedergutmachen könnte, ebenso wenig hat er eingestanden, Unrecht an mir getan zu haben.« Seine Stimme zittert vor Wut. »Odysseus, Diomedes und all die anderen mögen ihm die Stiefel lecken, ich aber werde es nicht tun.«

»Er ist ein Scheusal.« Ich klammere mich wie ein kleines Kind an ihm fest. »So empfinden alle. Du darfst nicht länger an ihn denken. Er wird, wie du schon gesagt hast, sich selbst vernichten. Aber lass die anderen nicht für seine Fehler büßen. Lass sie nicht sterben wegen seinem Wahn. Sie haben dich geliebt und hoch geachtet.«

»Mich hoch geachtet? Keiner hat mir im Streit mit Agamemnon den Rücken gestärkt oder Partei für mich ergriffen.« Die Bitterkeit seiner Stimme quält mich. »Sie haben schweigend seine Beleidigungen mit angehört und ihm damit das Gefühl gegeben, im Recht zu sein. Zehn Jahre lang habe ich für sie gekämpft. Und was ist der Lohn? Sie lassen mich fallen. Sie haben ihre Wahl getroffen, und ich weine ihnen keine Träne nach.«

Unten am Strand stürzt krachend ein Mast. Der Rauch wird dichter. Immer mehr Schiffe stehen in Flammen. Weitere Griechen sterben. Man würde ihn jetzt verfluchen und in die dunkelsten Winkel unserer Unterwelt verbannen wollen.

»Ja, sie waren töricht, aber sie sind immer noch unser Volk.«

»Die Myrmidonen sind unser Volk. Alle anderen sollen sich selbst helfen.« Er schickt sich an, zu gehen, doch ich halte ihn fest.

»Du schadest dir selbst und wirst für deine Weigerung gehasst werden. Bitte, wenn du –«

»Patroklos.« In dieser Schärfe hat er mich noch nie bei meinem Namen genannt. Er durchbohrt mich mit seinen Blicken und spricht wie ein Richter, der sein Urteil verkündet. »Ich werde es nicht tun. Verlange es nicht noch einmal von mir.«

Ich starre ihn an und finde keine Worte mehr, die ihn hätten erreichen können. Vielleicht gibt es sie nicht. Mein Mund ist trocken wie der graue Sand. Ich sehe das Ende vor Augen. Die Männer würden sterben und mit ihnen seine Ehre. Gnadenlos. Und doch suche ich verzweifelt weiter nach einer Möglichkeit, ihn zu besänftigen und umzustimmen.

Ich knie vor ihm nieder und presse seine Hände auf mein Gesicht. Noch immer strömen mir Tränen über die Wangen. »Tu’s für mich«, bitte ich. »Schone sie mir zuliebe. Ich weiß, was ich dir damit abverlange, und bitte dich trotzdem. Tu es für mich.«

Er schaut auf mich herab, und ich sehe den inneren Kampf in seinen Augen. Er schluckt.

»Alles«, erwidert er. »Alles, nur das nicht. Es ist mir unmöglich.«

Ich blicke in sein schönes, versteinertes Gesicht und verzweifle. »Wenn du mich liebst –«

»Nein!«, presst er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. »Ich kann es nicht. Wenn ich nachgebe, kann mich Agamemnon nach Belieben zurücksetzen. Keiner der anderen Könige wird mich respektieren, die Soldaten ebenso wenig.« Er ringt nach Luft, als hätte er sich im Wettlauf verausgabt. »Glaubst du etwa, es wäre mir egal, dass so viele sterben? Aber ich kann es nicht. Ich kann und werde nicht zulassen, dass er mich zum Narren hält!«

»Dann schick wenigstens die Myrmidonen ins Feld. Lass mich deinen Platz einnehmen. Gib mir deine Rüstung, und ich werde unsere Männer anführen.« Meine Worte schockieren uns beide gleichermaßen. Sie kommen nicht von mir, sondern scheinen von einem Gott durch meinen Mund ausgesprochen worden zu sein. Trotzdem halte ich daran fest; es ist wie der letzte Atemzug eines Ertrinkenden. »Verstehst du? Du musst deinen Eid nicht brechen und kannst doch die Griechen retten.«

Er starrt mich an. »Aber du kannst nicht kämpfen«, sagt er.

»Das wird nicht nötig sein. Man wird mich für dich halten und vor Angst die Flucht ergreifen.«

»Nein«, entgegnet er. »Das ist zu gefährlich.«

»Bitte.« Ich zerre an ihm. »Es ist nicht gefährlich. Ich werde Abstand halten zum Feind und geschützt sein von Automedon und unseren Kriegern. Ich verstehe, dass du selbst nicht kämpfen kannst, aber rette, was zu retten ist, auf diese Weise. Lass es mich tun. Du hast doch gesagt, mir alles gewähren zu wollen.«

»Aber –«

Ich lasse ihn nicht zu Wort kommen. »Bedenke, Agamemnon wird wissen, dass du dich ihm weiter verweigerst, aber die Männer werden dich lieben. Es gibt keinen größeren Ruhm als diesen – du wirst allen beweisen, dass selbst dein Phantom mächtiger ist als das ganze Heer Agamemnons.«

Er merkt auf.

»Nicht deine Kampfkraft, sondern allein dein großer Name wird sie retten, und umso größer wird Agamemnons Niederlage sein. Verstehst du?«

Ich sehe seiner Miene an, dass sein Widerwille allmählich abnimmt. Er stellt sich vor, wie die Trojaner vor seinem Schatten fliehen würden. Wie ihm die Männer auf Knien danken würden.

Er hebt seine Hand. »Schwöre«, sagt er. »Schwör mir, nicht selbst zu kämpfen, wenn du hinausziehst. Dass du bei Automedon im Streitwagen bleibst und die Myrmidonen vor dir marschieren lässt.«

»Ja.« Ich drücke meine Hand auf seine. »Etwas anderes käme mir nicht in den Sinn. Ich werde dem Feind Angst einjagen, das ist alles.« Mir schwindelt. Habe ich doch endlich einen Weg gefunden, vorbei an seinem Stolz und seiner Wut. Ich würde die Männer retten und nicht zuletzt ihn vor sich selbst schützen. »Du bist also einverstanden?«

Er zögert noch einen Moment und erforscht mich mit seinen grünen Augen. Dann aber nickt er bedächtig mit dem Kopf.

Im Knien gürtet er mich, so schnell, dass ich seinen Bewegungen kaum folgen kann, und ich spüre nur den zunehmenden Druck der Schnallen und Riemen. Stück für Stück legt er mir die Rüstung an, den bronzenen Brustpanzer, die Beinschienen und den Lederschurz. Währenddessen gibt er mir Ratschläge und Anweisungen, mit leiser Stimme, aber doch präzise. Ich dürfe unter keinen Umständen von Automedons Seite weichen oder gar auf eigene Faust handeln. Denen, die fliehen, könne ich zwar nachsetzen, aber nie selbst in den Kampf eingreifen, und vor allen Dingen solle ich mich von den Bogenschützen auf den Mauern Trojas fernhalten.

»Es wird anders sein als in den Tagen, als ich unsere Reihen angeführt habe«, sagt er.

»Ich weiß.« Ich versuche, meine Schultern anzuheben. Die Rüstung ist steif und schwer. Ich sage ihm, dass ich mir vorkäme wie Daphne, gefangen in ihrer Lorbeerhaut. Er lächelt nicht, sondern reicht mir zwei Speere mit glänzenden Spitzen. Als ich sie entgegennehme, rauscht mir das Blut in den Ohren. Er gibt mir weitere Ratschläge, doch ich achte nicht darauf, weil ich nur mein ungeduldiges Herz pochen höre. »Beeil dich«, erinnere ich mich, gesagt zu haben.

Nachdem er mir auch den Helm aufgesetzt hat, der meine dunklen Haare verbirgt, hält er mir einen Spiegel aus polierter Bronze hin. Ich starre mich in der Rüstung an, die ich so gut kenne wie meine eigenen Hände, den Helmbusch, das silberne Schwert am Gurt und das aus Gold getriebene Wehrgehenk. All dies sind unverwechselbar die Attribute Achills. Ich erkenne mich nur an den Augen wieder, die dunkel und größer sind als seine. Er küsst mich, seine süße Wärme füllt meine Kehle, er nimmt meine Hand und führt mich nach draußen.

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