Artur Landsberger - Teufel Marietta

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Günther tat gerührt:

»Teuerste!« sagte er – »Beste!« – und machte den Versuch, sie zu umarmen. Aber sie wehrte ab und fuhr fort:

»Rechtzeitig noch erfuhr ich . . .«

Und Günther machte ein langes Gesicht und fragte ängstlich:

»Was erfuhren Sie?«

»Daß Sie sich alle Abende mit Margot, der Tochter des Präsidenten von Rinner, auf der Hirschgasse trafen.«

»Ich schwöre Ihnen . . .« versicherte Günther und wollte den Arm erheben; aber Anni hielt ihn zurück.

»Schwören Sie nicht!« rief sie.

»Doch! doch!« erwiderte Günther. »Es geschah ausschließlich mit Rücksicht auf mein diplomatisches Examen.« – Und als Anni das nicht verstand, fuhr er fort: »Ihr Vater leitete die Prüfung; sie sollte ihn günstig für mich stimmen. Ich war zum Äußersten entschlossen damals: Ich hatte die feste Absicht, mich für die Dauer des Examens mit ihr zu verloben.«

»Günther, wenn das wahr ist!« rief Anni freudig.

Und Günther versicherte:

»Mein Wort darauf!«

»So war sie Ihnen also nur . . .?«

». . . Mittel zum Zweck,« ergänzte Günther – »Und ich liebe Sie – nur Sie! Wie ich Sie noch heute liebe!«

Damit war Annis Widerstand gebrochen. Mit zitternder Stimme sagte sie:

»Es ist noch dieselbe Stimme, derselbe sieghafte Blick, mit dem Sie mich damals immer wieder zurück gewannen.«

Und Günther, seines Sieges sicher, bekannte leidenschaftlich:

»Und es ist noch dasselbe Herz, Anni . . .«

». . . das so oft aussetzte und für andre schlug,« unterbrach sie ihn.

»Dabei aber nie vergaß,« sagte er zärtlich, »wohin es gehörte und reumütig immer wieder zu Ihnen zurückkehrte.«

»So haben Sie mich also wirklich nicht vergessen, Günther?«

Günther trat gekränkt.

»Die erste Liebe, die ins Herz einzieht, ist die letzte, die aus dem Gedächtnisse schwindet! – und Sie konnten glauben, daß ich Sie vergesse? – ich dich?« sagte er zärtlich und schloß sie in seine Arme.

»Nein!« erwiderte Anni, »ich wußte ja, daß du eines Tages kommen würdest.«

Und Günther setzte einen Trumpf darauf und sagte:

»Und ich habe von dieser Hoffnung gelebt – die ganzen Jahre.«

»Und doch hast du dich verheiratet,« warf sie ihm vor.

»Erst als ich wußte, daß du für mich verloren warst.«

»Komm!« sagte sie, nahm seine Hand und ging mit ihm zum Sofa: »Setz dich zu mir!«

Erich setzte sich, sie lehnte sich an ihn und sagte:

»Ich kann dir ja gar nicht sagen, wie ich mich freue!« —

Eine Zeitlang saßen sie so dicht beieinander und feierten Wiedersehn, ohne daß sie viel sprachen.

Nach einer Weile fragte Günther, was unvermittelt schien, und doch in der Luft lag:

»Und dein Mann?«

»Er ist in der Reitbahn,« erwiderte Anni und sah nach der Uhr, »in einer halben Stunde etwa ist er zurück.«

»Du reitest nicht mehr?« fragte Günther.

»Nachmittags, wenn mein Mann zu Haus ist.«

Günther dachte an das Bild und nickte verständnisvoll.

»Wir sehen uns wenig,« bestätigte Anni.

»Ich möchte dich etwas fragen,« sagte Günther.

»Bitte!«

»Hast du Familie?«

»Danke, nein!« erwiderte sie – »ich sagte dir ja schon, wir sehen uns kaum.«

»Ihr scheint ja sehr glücklich miteinander zu leben.«

»Wir stören uns wenig – aber sage, hast du Kinder?«

»Nein! – das heißt . . .« – sagte er zögernd, »wie man’s nimmt – ich habe eins, aber meine Frau hat keins.«

»Das verstehe ich nicht.«

»Das glaube ich gern.«

»Willst du es mir nicht erzählen?« bat Anni.

»Hm! – Offen gesagt – darum bin ich eigentlich hier – ich hätte sonst kaum gewagt – aber ich sagte mir, – du verstehst vielleicht . . .?«

»Keine Silbe!« erwiderte Anni.

»Also kurz heraus, Anni!« sagte Günther, stand auf und trat vor sie hin: »Da wir beide uns doch einmal nicht mehr angehören können – so traurig das an und für sich ist, da ich doch weiß, wie sehr wir noch mit dem Herzen aneinander hängen . . .«

»Leider! leider! tue ich das!« sagte Anni.

»Also, kurz heraus: Wie wäre es, wenn du mein Kind adoptiertest?«

Anni sprang auf.

»Günther, du hast ein Kind,« rief sie – »von dem deine Frau nichts weiß?«

Günther fuhr in aller Ruhe fort:

»Wenn das natürlich auch kein vollwertiger Ersatz für mich wäre, so ist es doch immerhin Blut von meinem Blut.«

»Wer ist die Mutter?« fragte Anni erregt.

»Zur Zeit das Schwesternheim Caritas.«

Anni verstand ihn nicht.

»Die haben das Kind elf Jahre lang groß gezogen und es mir gestern nachmittag, fünf Uhr zehn Minuten, durch ihre Oberin überreichen lassen.«

»Und deine Frau – was sagt die dazu?«

»Nichts! denn der habe ich eingeredet, daß es meinem Freunde Siewers gehört.«

»Wenn der das nun erfährt?«

»Dem habe ich es auch eingeredet.«

»Nicht möglich!« rief Anni verblüfft – »und er?«

»Er schwört bereits darauf, daß es sein Kind ist.«

»Du! das ist himmlisch!« rief Anni belustigt. »Du bist noch immer derselbe, der du damals warst.«

Aber Günther war in Gedanken an Siewers im Grunde doch recht ernst zu Mute.

»Der arme Kerl zittert nur,« fuhr er fort, »daß seine Frau etwas davon erfährt. Meine Frau brennt natürlich darauf, es seiner zu erzählen.«

»Das kann ich mir denken!« sagte Anni.

»Ich habe ihr alles Mögliche versprechen müssen, nur, damit sie bis morgen damit wartet. Aber du wirst selbst einsehen, daß bis dahin irgend etwas mit dem Kinde geschehen muß.«

»Ja und . . .?« fragte Anni.

»Da dachte ich mir eben, wenn du vielleicht das Kind zu dir nähmst – damit wäre doch allen geholfen – dem Kind und mir und Dr. Siewers und schließlich auch dir.«

»Wieso mir?« fragte Anni erstaunt.

»Nun, du hättest doch eine bleibende Erinnerung an mich! Denke doch, ein Kind von mir! und ähnlich sieht es mir! sprechend!« – dabei holte er ein Bild aus der Tasche, das Agate ihm gestern gegeben hatte: »Bitte, überzeug’ dich selbst!«

»Wahrhaftig!« rief Anni und war ganz in den Anblick des Bildes vertieft – »das bist ja du in jedem Zuge! deine guten blauen Augen und der goldige Zug um den feinen schmalen Mund, den ich immer so lieb hatte! – und dein schönes volles Haar!« – Und leidenschaftlicher als zuvor ihn, drückte sie jetzt das Bild an sich.

»Du!« bat sie – »laß das mir!«

»Was?« fragte Günther.

»Das Bild.«

»Und das Kind?« erwiderte Günther – »das Bild wird nur mit dem Kinde zusammen abgegeben.«

»Also gut!« rief Anni freudig, »bring es mir! – auf der Stelle! Es soll nicht mehr von meiner Seite gehen!« – Dann wurde sie ernst, fiel ihm gerührt um den Hals und sagte unter Tränen:

»Dein Kind! Ach Günther, wenn du wüßtest, wie glücklich du mich mit diesem Kinde machst.«

Und Günther, der das Glück teilte, erwiderte feierlich:

»Ich kann dir gar nicht sagen, Anni, wie froh ich bin, daß du nun die Mutter meines Kindes wirst.«

»Sie soll es so gut bei mir haben,« versprach Anni, »daß sie keinen Tag und keine Stunde ihre Mutter entbehrt. – Ja, wer ist denn nun eigentlich ihre Mutter? – Ich meine natürlich, ihre leibliche Mutter?« fragte sie.

»Das ist es eben,« sagte Günther verlegen, der schon geglaubt hatte, über den Berg zu sein. »Die hat sich elf Jahre lang nicht um das Kind gekümmert. Sie war, glaube ich, die ganze Zeit über in einem fremden Weltteil. Jetzt plötzlich taucht sie auf – als Zirkusreiterin oder so was Ähnliches – in irgend einem Varieté.«

»Entsetzlich!« rief Anni und hielt sich das Spitzentuch vors Gesicht – »entsetzlich!«

»Nicht wahr? du kannst mir nachfühlen, was ich als Vater darunter leide.«

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