Artur Landsberger - Teufel Marietta

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»Hören Sie auf!« rief Dr. Siewers.

»Sie wissen ja, wie es weiter geht,« sagte Helene. »Vier Seiten lang ist allein von der Schuld und Verantwortung des Vaters die Rede; dann erst kommt die Sühne, die, wie Sie so zwingend und erschütternd ausführen, nur darum zu einem wahren Glücke führt, weil sie freiwillig und aus frohem Herzen erfolgt.«

»Ich bitte Sie, legen Sie das Buch fort!« bettelte Siewers.

»Sie ermächtigen mich also, mit Ihrer Frau zu sprechen?« fragte Helene.

»Warten Sie wenigstens bis morgen,« bat Siewers.

»Bis morgen kannst du ja schließlich warten!« vermittelte Günther.

Helene versprach’s und sagte:

»Ich bin von der Aufregung ganz matt.«

»Ich auch!« versicherte Siewers, während Günther feststellte, daß er sich schon bedeutend besser fühlte. Helene entschuldigte sich bei Siewers, gab ihm die Hand und sagte:

»Ich muß mich hinlegen! Sie leisten wohl Günther noch ein wenig Gesellschaft? Bis morgen also. Sie werden doch zu Haus sein?«

»Das glaube ich kaum!« erwiderte Siewers.

Ganz gegen ihre Gewohnheit legte Helene jetzt ihre Arme um Günthers Hals und bat:

»Komm bald! Du weißt, was du mir versprochen hast.«

»Gewiß!« sagte er und drückte sie zärtlich an sich.

Und Siewers sah in Erwartung des morgigen Tages nicht ohne Neid auf diese idyllische Ehe.

Dann ging Helene hinaus.

Siewers stand mit gesenktem Kopfe in der Mitte des Zimmers und rührte sich nicht.

Erich trat an ihn heran, legte liebevoll die Hand auf seine Schulter und sagte:

»Armer Franz! Kein Mensch auf der Welt kann dir dein Pech so nachfühlen wie ich.«

»Ich danke dir!« erwiderte Siewers und war gerührt; dann sah er zu ihm auf und sagte:

»Wenn ich dich nicht hätte!«

Günther empfand ähnlich; und so klang es denn auch aufrichtig, als er sagte:

»Ja, wenn du mich nicht hättest! Aber du hast mich ja.«

Zweites Kapitel

Günther hatte eine in jeder Beziehung unruhige Nacht. Als Helene sehr viel später als sonst das Licht löschte, fand Günther noch lange keinen Schlaf.

Wenn er gewiß auch ein Egoist war, so war er darum doch ein guter Mensch. Und da er in seiner höchsten Not das Unglück verschuldet hatte, das über seinen Freund Siewers hereingebrochen war, so fühlte er nun auch die Pflicht, ihn zu retten.

Wie schon an jenem denkwürdigen Nachmittag, an dem man ihm unvermittelt das Kind versetzte, so sah er auch jetzt die einzige Möglichkeit einer Rettung in Frau von Villiers. Von allen Frauen, die ihn je geliebt hatten, war sie die selbstloseste und zuverlässigste gewesen. Und wenn er sich auch, wie bei jeder, so auch bei ihr, nicht grade einen besonders glänzenden Abgang verschafft hatte, so wußte er doch, daß sie, die seine Eigenschaften besser als andre kannte, ihm darum nicht gram war. Es sei denn – und darin lag allein eine Gefahr – daß ihre Ehe mit diesem Herrn von Villiers, von dem er nichts als den Namen kannte, glücklich war.

Aber mit solchen Unwahrscheinlichkeiten zu rechnen, fiel ihm nicht ein. Welche Ehe ist denn glücklich? fragte er sich. Und nun gar bei einer Frau, die er drei Jahre lang fast ohne Unterbrechung angebetet hatte! Also, folgerte er, würde es nicht schwer fallen, das Fünkchen, das gewiß noch immer unter der Asche glomm, wieder zur Flamme zu entfachen.

In dieser Zuversicht schlief er ein. Und neben ihm träumte Helene von batistenen Hemdchen und Jäckchen und von hellem Kinderlachen. —

Früh morgens zog Günther seinen neuen Cutaway an, holte den Zylinder aus dem Schrank und riß ein Paar neuer Schweden an. Und als Helene ihn noch halb verträumt fragte:

»Wohin gehst du denn?« und er keine Ausrede fand, da legte er geheimnisvoll den Zeigefinger auf den Mund und ging auf den Zehen zur Tür hinaus.

Über Helenes Gesicht glitt ein glückliches Lächeln. Das steht wohl damit in Verbindung! dachte sie, schlief wieder ein und träumte weiter.

Günther aber beeilte sich beim Tee, trug dem Friseur besondre Sorgfalt auf, kaufte beim Gärtner eine Blume fürs Knopfloch, stieg in ein Auto und fuhr in die Hildebrandsche Privatstraße, in der Villiers ihre Wohnung hatten.

»Falls Madame noch bei der Toilette ist, so komme ich lieber in einer halben Stunde wieder,« sagte er zu dem Diener, der ihn von der Halle aus in den Salon führte.

»Durchaus nicht,« erwiderte der Diener, »Frau Baronin lassen bitten.«

Elsner übergab dem Diener mit einem kurzen Hinweis den Strauß und trat ins Zimmer.

Wie viele Jahre habe ich sie nicht gesehen, dachte er und sah sich im Zimmer um. Auf dem Schreibtisch stand eine Photographie, er nahm sie auf und betrachtete sie: Aha! dachte er – der Herr Gemahl! – verzog das Gesicht und entschied:

»Mäßig! sehr mäßig!« – Und er sagte sich sofort: das erhöht entschieden meine Chancen. – Er führte das Bild noch dichter vor die Nase und fand: so gar nicht ihr Typ! – so gar nicht das, was sie damals liebte! Und als er in dem Spiegel gegenüber jetzt sein eigenes Gesicht sah, verglich er sich mit dem Bilde. Der Vergleich fiel in allem zu seinen Gunsten aus. – Wenn das Bild auch nur sechs Monate alt ist, entschied er, dann hat er jetzt eine kahle Platte. Dabei fuhr er sich stolz und liebevoll durch sein volles Haar. – Und wie ihr solch ein starker voller Mund immer zuwider war! dachte er und führte unwillkürlich die Finger an die feinen, schmalen Lippen. – Bestimmt sind diese Augen schwarz! und er erinnerte sich, daß sie blaue, nur blaue Augen liebte. – Er stellte das Bild wieder auf seinen Platz, setzte sich und dachte an die Zeit zurück, als Frau Baronin von Villiers noch Anni Röder war. – Wäre ich damals Jurist geblieben, dachte er, statt Schriftsteller zu werden, dann steckte ich heute in diesem Rahmen und würde wohl eine andere Figur machen als dieser kahlköpfige Roué. – Na, mir kann’s recht sein! um so weniger wird sie mich vergessen haben. – Jetzt heißt es nur, gut Komödie spielen! glaubt sie noch an meine Liebe, dann, Siewers, bist du gerettet!

Im selben Augenblick rauschte Anni in elegantester Morgentoilette ins Zimmer. Sie hatte sich einen Tuff von Günthers Rosen angesteckt.

»Wahrhaftig! Sie sind’s!« sagte sie, errötete und sah zur Erde.

»Ja! – ich bin’s!« bestätigte Günther und nahm ihre Hand, »Ernst Günther, der kühne Referendar!«

»So nannten wir Sie damals,« sagte sie und wagte noch immer nicht zu ihm aufzusehen.

»Ja damals!« wiederholte Günther und tat, als wenn die Erinnerung ihn schwer bedrückte – »als ich noch jedem eine tiefe Quart in die Wange grub, der tiefer in diese blauen Augen sah, als meine Eifersucht es ertrug.«

»Und die ertrug so wenig damals,« sagte Anni, und Günther ergänzte:

»Und hat sich am Ende doch daran gewöhnen müssen, alles zu ertragen.«

»Wie lange ist das her? – All diese Wunden sind längst vernarbt.«

»Bis auf eine,« stöhnte Günther, »die niemals heilen wird.«

»Es waren schöne Tage,« seufzte Anni; und Günther ergänzte:

»Und könnten es heut noch sein!«

»Ja!« sagte Anni, – »wenn der kühne Referendar nicht eines Tages das Jus an den Nagel gehängt und unter die Dichter gegangen wäre.«

»An diesem Tage aber,« ergänzte Günther, »entdeckte das liebe Mädel, daß es ja gar nicht der Mensch war, den sie liebte, sondern der Herr Regierungsreferendar, der die große Carriere vor sich hatte.«

»Sie haben Unmögliches von mir verlangt damals!« widersprach Anni. »Ich sollte mit Ihnen auf und davon. Wohin, das wußten Sie selbst nicht – hinaus in die Welt! – Frag nicht, wenn du mich lieb hast, sagten Sie. Und ich wäre damals gegangen – trotz allem – ohne Rücksicht auf meine Eltern, auf meinen Ruf – so sehr hing ich an Ihnen.«

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