Artur Landsberger - Teufel Marietta
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»Kommen Sie!« und zog ihn, der bereits anfing, sich zu wundern, auf die Chaiselongue.
»So! hier setzen Sie sich hin!« bestimmte sie; und Siewers, dem bereits unbehaglich wurde, fühlte sich sanft auf die Chaiselongue gedrückt. – »Und ich, ich setze mich zu Ihnen,« fuhr sie fort und saß im selben Augenblicke auch schon neben ihm.
»Die Sitzung ist eröffnet,« sagte Günther vor sich hin. Und obschon er an dem Verlauf dieser Sitzung stark interessiert war, so konnte er sich doch der Komik dieser Gruppe, die Helene und sein Freund jetzt bildeten, nicht entziehen.
Helene legte ihren Arm auf Siewers Schultern, so daß der ängstlich zu Günther aufsah, blickte ihn teilnahmsvoll an und sagte:
»Armer Freund! Tragen Sie’s wie ein Mann!«
»Ja! um Gottes willen!« rief Siewers, »was ist denn geschehen?«
»Vor allem aber,« fuhr Helene mit feierlicher Stimme fort, »handeln Sie so, wie ich und Ihr Freund Günther es in dieser Lage von Ihnen erwarten.«
Aus dem heiteren, behaglichen Siewers wurde innerhalb weniger Sekunden ein Bild des Jammers. Und Günther, der diese Wandlung sah, schlug zum ersten Mal das Gewissen.
»So foltern Sie mich nicht länger!« stieß er wortweis hervor, »sagen Sie mir endlich, was ist?«
Aber Helene setzte, gewissenhaft wie Frauen nun mal sind, ihre Sezierarbeit fort.
»Nicht wahr« – fragte sie – »Sie haben Ihre Kinder lieb?«
»Welche Frage!« erwiderte Siewers. »Jedes von ihnen ist mir lieber als mein Leben.«
»Jedes!« erwiderte Helene – »und nicht wahr, sie machen keine Ausnahme?«
»Ich liebe eins genau so wie das andre,« sagte Siewers, der schon ruhiger wurde und dem plötzlich ein Gedanke aufstieg, der ihn ganz beruhigte. »Ach so!« rief er, »jetzt verstehe ich – weil Ihr selbst keine Kinder habt, so wollt Ihr, daß ich euch eins von den meinen . . .«
Da warf Günther beinahe die Stimmung und war nahe daran, laut aufzulachen.
»Danke!« sagte er, »ich verzichte.«
Helene fuhr in demselben Tone fort:
»Also, lieber Freund – wenn Sie nun plötzlich erführen, daß Sie . . . von früher her . . . gleichviel von wem . . . ich meine, es könnte doch sein – — welcher Mann kann das Gegenteil behaupten . . .«
»Das kann niemand!« bestätigte Günther.
»Sie brauchen die Frau ja nicht einmal geliebt zu haben – — ja, Sie brauchen noch nicht einmal ihren Namen zu kennen, aber plötzlich – nach Jahren vielleicht, – träte ein hübsches, gesundes, wohlerzogenes Mädchen vor Sie hin und sagte zu Ihnen: Ich bin dein Kind, da du mein Vater bist! – was würden Sie tun?«
Dr. Siewers sprang auf. Er hatte dieser Eröffnung gegenüber nur einen Gedanken.
»Sie kennen meine Frau nicht!« rief er entsetzt:
Aber Helene ließ sich nicht verwirren, auch sie stand auf, trat vor ihn hin und erklärte feierlich:
»Her Doktor, mein Mann und ich haben Ihnen die Eröffnung zu machen, daß Sie der Vater eines elfjährigen Mädchens sind.«
Dr. Siewers blöder Ausdruck sagte mehr als viele Worte.
Helene achtete nicht darauf.
»Vor fünf Minuten noch stand es da, wo Sie jetzt stehen,« sagte sie. »Ein allerliebstes Kind, zu dem ich Sie nur beglückwünschen kann.«
»Ich danke ergebenst,« wehrte Siewers ab.
Aber Günther bestätigte:
»Wirklich, das muß man sagen: ein allerliebstes Kind!«
»Gütige Hände haben es groß gezogen,« sagte Helene.
»Das hätten die gütigen Hände lieber bleiben lassen sollen,« erwiderte Siewers.
»Franz, wie kann man!« rief Günther.
»Und jetzt erwartet es,« fuhr Helene fort, »von Ihnen anerkannt und aufgenommen zu werden.«
»Dann lassen Sie es nur warten,« erwiderte er, »daraus wird nichts!«
Günther suchte zu vermitteln.
»Es sieht dir zum Verwechseln ähnlich,« sagte er, »frag meine Frau! Ganz der Papa! Leugnen hilft nicht!«
»Sie werden das kleine Wesen doch nicht von sich stoßen!« sagte sie und war empört. »Es ist so gut Ihr Kind, wie jedes Ihrer anderen Kinder!«
»Das machen Sie gefälligst meiner Frau klar!« meinte Siewers.
Und Helene erwiderte eifrig:
»Das will ich gern tun; am liebsten noch heute.«
Erst jetzt, als er sich vor diese Möglichkeit gestellt sah, kam ihm die ganze Schwere seiner neuen Lage zum Bewußtsein.
»Tun Sie bloß das nicht!« rief er entsetzt. »Das gäbe ein Unglück!« und mit gebrochener Stimme wiederholte er: »Sie kennen ja meine Frau nicht!«
Und Günther, der sich nur zu gut in seine Lage versetzen konnte, sagte teilnahmsvoll: »Leicht ist das nicht!«
Siewers versuchte, sich zu orientieren.
»Elf Jahre ist das Kind alt?« fragte er. Helene nickte.
»Wer kann so weit zurückdenken!« stöhnte er.
»Das kann man nicht!« bestätigte Günther. »Gib dir also erst gar keine Mühe.«
Und Siewers, der in schweren Gedanken stand, fuhr fort:
»Wer kann da ja oder nein sagen?«
»Kein Mensch kann das!« entschied Günther und sagte leise vor sich hin: »Gott sei Dank!«
Aber Siewers, der sich in seiner Vergangenheit schneller zurechtfand als Günther, sagte nach einer kleinen Weile:
»Erlaub mal . . .«
»Aber so laß doch,« drängte Günther und suchte ihn aus seinen Gedanken zu reißen. »Quäl dich doch nicht unnütz.«
»Doch! doch!« widersprach Siewers und stellte zunächst fest:
»Vor elf Jahren – da war ich Soldat!«
»Also! also!« rief Günther. »Da haben wir’s ja! – Soldat warst du! das sagt alles.«
»Was beweist denn das?« fragte Siewers.
»Nun spiel uns aber bitte kein Theater vor!« bat Günther – »wenn du Soldat warst – womöglich fesche Uniform.«
»Ich war Rathenower Husar,« bestätigte Siewers.
»Husar warst du auch noch!« – rief Günther erfreut – »Na, Helene, kenn ich mich aus? Husar war er und wundert sich noch! Ich finde, du kannst froh sein, daß du so billig davongekommen bist!« – Und das Siewers noch in Gedanken stand, so fuhr er fort: »So gib es doch auf, Franz! ›Wer zählt die Völker, nennt die Damen!‹ Ob sie nun Grete hieß oder Lotte, das ändert ja an der Sache nichts: der Erfolg ist da – das ist die Hauptsache! Mit dem mußt du dich abfinden.«
Siewers war plötzlich ganz ruhig geworden.
»Du hast recht,« sagte er. »Ich sehe die Sache zu schwarz. Sie ist dabei ganz einfach! Ich zahle die Alimente! Fünfzehn Mark im Monat; und meine Frau braucht von der ganzen Geschichte auch nicht eine Silbe zu erfahren.«
»Das dulde ich nicht!« rief Helene empört. »Nie im Leben gebe ich das zu! – Das sagen Sie auch nur so hin. Innerlich, da denken Sie ja ganz anders.«
»Aber nein!« widersprach Siewers. »Durchaus nicht! Das ist mein vollkommster Ernst.«
»So!« schalt Helene. »Sie Heuchler! – warten Sie!« – und sie stürzte an die Bibliothek, nahm ein Buch heraus und hielt es Dr. Siewers unter die Nase: »Hier! kennen Sie das?« fragte sie ihn.
Und Dr. Siewers sah auf das Buch und las:
»Die Macht des Blutes, Roman von Franz Siewers, sechste Auflage.«
»Titel und Verfasser,« meinte Helene, »dürften Ihnen nicht ganz unbekannt sein. Da steht . . .« – und sie blätterte und las:
»Sie war das Kind seiner Liebe, irgendeiner Liebe aus frühen und frohen Tagen. Kaum, daß er sich noch der Mutter entsann. Aber dies Kind war sein Kind, und er hätte es herausgefunden unter Tausenden, ohne daß er es gesehen hätte.«
»Unter Tausenden hätte er es rausgefunden!« unterstrich Günther.
Und Helene las weiter:
»Er nahm es mit sich fort, von der schmutzigen Straße, auf der es mit armen Nachbarskindern spielte. ›Nimm es wie ein Geschenk der Vorsehung und hüte es wie eine Gabe des Himmels,‹ sagte er zu seiner Frau, als er nach Hause kam. »Wir wollen es mit doppelter Liebe und Sorgfalt hegen und pflegen! Nur so kann meine Schuld . . .«
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