Artur Landsberger - Teufel Marietta

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»Bitte! bitte! darf ich die mit nach Haus nehmen?«

bestürmte sie Helenen. Und ehe Günther, der an diesem wertvollen Erbstück mit besonderer Liebe hing, noch widersprechen konnte, half Helene dem Kinde schon in die Rüstung.

»Selbstverständlich! du kannst alles haben, was dir gefällt!«

Und als Günther, gegen diese Freigiebigkeit, die ihm bei seiner Frau neu war und von der Elisabeth ausgiebigsten Gebrauch zu machen begann, Einspruch erhob, erklärte Helene:

»Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich kann diesem Kinde nichts abschlagen.«

Und um zu verhindern, daß sie dem Grunde dieser nur zu natürlichen Sympathie weiter nachhing, schwieg Günther.

»Wie hübsch sie in der Rüstung aussieht!« sagte Helene – »findest du nicht, Günther? sieh nur dies feine Profil!«

»Gewiß! gewiß!« bestätigte er.

Und Helene, die sich zu Günthers wachsender Unruhe immer mehr in den Anblick des Kindes vertiefte, meinte:

»Überhaupt – unverkennbar!«

»Waaas?« platzte Günthers schlechtes Gewissen heraus.

»Ja siehst du denn nicht?« fragte sie.

»Nichts sehe ich!« erwiderte Günther, der in Schweiß geriet und entschlossen war, alles zu leugnen.

»Ja, hast du denn keine Augen?«

»Nein!«

Das war reichlich dumm, aber Helene achtete nicht darauf.

»Diese Ähnlichkeit mit dem Vater!« rief sie, »genau das Profil, dieselbe feine Nase wie Dr. Siewers.«

»Na also!« atmete Günther erlöst auf und hatte sofort seine Sicherheit wieder.

»Und überhaupt,« sagte er, »dieselben Ohren, die selben Hände, dieselben Beine – das heißt,« – und er sah sich das Kind zum ersten Male richtig an – »die Beine, die hat sie mehr von der Mutter!«

»Kennst du die Mutter denn?« fragte Helene erstaunt.

»Ich? wieso?« erwiderte Günther, »ach so, wegen der Beine. Natürlich kenne ich sie. Warum soll ich denn die Freundin von Dr. Siewers nicht kennen? Ich bitte dich, da ist doch nichts bei. Das lag doch längst vor seiner Ehe.«

»Aber du sagst doch, daß er selbst keine Ahnung hat?«

Und diesmal half ihm unbemerkt Agate, die um Rücksicht auf das Kind in der Unterhaltung bat.

Helene sah das ein und brach ab. Und um das Gespräch auf andre Dinge zu bringen, sagte Günther zu Agate:

»Es ist überhaupt besser, wenn Sie jetzt gehen, damit Dr. Siewers Sie hier nicht mehr trifft. – Der Schreck wäre zu groß; wir müssen es ihm allmählich beibringen.«

Und da Agate widersprechen wollte und um eine Erklärung bat, so trat Günther nahe an sie heran, sah ihr fest in die Augen und sagte:

»Folgen Sie mir! es geschieht alles im Interesse des Kindes.«

Damit gab Agate sich zufrieden. Nicht aber Elisabeth, die zu Günthers Entsetzen damit beschäftigt war, die ganze Stube umzukrämpeln.

»Nein, nein!« rief sie, »ich bleibe hier!« und als Agate sie an den Arm nahm, stampfte sie mit den Füßen auf und wiederholte: »Ich will hierbleiben!« was Helene entzückte; weniger Günther, der ihr zuzureden suchte und sagte:

»Du kannst ja wiederkommen, aber jetzt mußt du fort.«

Und Elisabeth gab die unbequeme Antwort: »Wozu hat man mich denn erst hierher gebracht?«

Helene und Günther sahen sich an.

»Da hat sie eigentlich recht,« meinte Helene – »sonderbar ist das wirklich.« Und sie bat Agate um eine Erklärung.

»Ich bitte dich, das ist doch ganz natürlich,« meinte Günther.

Und Helene sann nach und sagte:

»Du meinst . . .«

»Natürlich meine ich.«

»Aus Rücksicht etwa auf Frau Siewers?«

»Selbstredend!« rief Günther, dem Helene wieder auf die Beine geholfen hatte. »Schwester Agate hatte eben soviel Takt, sich zunächst an uns zu wenden. Nun, und nicht wahr, Helene, bei uns ist die Angelegenheit ja auch in besten Händen.«

Helene bestätigte das mit vielen Worten. Agate kramte inzwischen Elisabeths Taschen aus und forderte sie auf, sich zu verabschieden. Als Elisabeth an Helene herantrat, sagte die:

»Ich kann mir nicht helfen Günther, in jeder Bewegung ganz der Papa.«

Und Günther war so verblüfft, daß er fragte:

»Wa? – welcher Papa?«

»Na, Siewers natürlich! wer denn sonst?«

»Eben! eben!« sagte Günther. »Ich kann mich noch immer nicht an den Gedanken gewöhnen.«

»Wir Frauen empfinden darin doch viel menschlicher,« sagte Helene.

»Kunststück!« erwiderte Günther, »wenn das Kind einem fremden Mann gehört. Ich möchte dich mal sehen, wenn ich der Vater wäre!«

»Ich bitte mir aus!« unterbrach ihn Helene, und ihr Blick sagte ihm, daß seine Geistesgegenwart ihn wieder mal vor einer schweren Katastrophe bewahrt hatte.

Kaum war Agate mit dem Kinde draußen, da brach Helene in lautes Schluchzen aus.

Sofort rührte sich in Günther wieder das schlechte Gewissen.

Sie hat alles durchschaut, sagte er sich, und vor dem Kinde nur die Komödie gespielt.

»Was ist dir?« fragte er pflichtgemäß und tat teilnahmsvoll, obgleich er lieber geschwiegen hätte. Aber Helene weinte so laut, daß er es unmöglich überhören konnte.

Und Helene, statt, wie er erwartet hatte, in Zorn zu geraten, schluchzte laut:

»Das süße kleine Wesen!«

Günther schöpfte wieder Mut.

»Tut es dir leid?« fragte er.

»Das Kind?« erwiderte Helene und trocknete ihre Tränen. »Nein! ich tue mir leid!«

Günther zitterten die Kniee.

Und unter einem neuen Strom von Tränen schluchzte sie:

»Warum können wir nicht – warum kannst du nicht?«

Das also war’s! Günther war nie in seinem Leben zärtlicher als jetzt. Er trat an sie heran, legte seinen Arm um sie, küßte sie auf Stirn und Mund und sagte voll Wärme:

»Was nicht ist, kann werden Helene.«

Aber Helene seufzte resigniert:

»Glaubst du? ich nicht! Solange du des Nachts an deinem Schreibtisch sitzt und dich damit begnügst, deine Romanheldinnen mit einer bewundernswerten Pünktlichkeit Mütter werden zu lassen, werde ich wohl darauf verzichten müssen.«

Und da versprach Günther, den das schlechte Gewissen plagte, feierlich Besserung.

»Das soll jetzt anders werden!« sagte er, »verlaß dich drauf.«

Und wenngleich Helene im stillen dachte: Wenn es nur nicht schon zu spät ist, so lächelte sie doch und tat, als wenn sie ihm glaubte.

Als draußen die Klingel ging, fuhr Günther erschreckt zusammen, zitterte und ließ sie los.

»Was ist dir?« fragte Helene. »Du bist ja entsetzlich nervös heute.«

»Hast du nicht gehört?« fragte Günther.

»Gewiß!« erwiderte Helene gleichgültig, »es hat geklingelt.«

»Das ist Franz Siewers, verlaß dich drauf!«

»Je früher, um so besser!« sagte Helene und stand auf. Und aus der Art, wie sie sich innerlich und äußerlich zurechtrückte, entnahm Günther, der jede ihrer Regungen und Bewegungen kannte, daß sie sich für einen feierlichen Akt vorbereitete.

»Du willst ihm doch nicht etwa . . .? – nein, Helene! das ist meine Sache! Bitte, geh du und lasse mich mit ihm allein.«

Helene widersprach leidenschaftlich:

»Glaube mir, Frauen haben dafür ein feineres Gefühl!« sagte sie. »Du wirst sehen, wie ich es ihm bestimmt und doch mit aller Schonung beibringe.«

»Nein!« erklärte Günther, der nahe zur Tür stand und schon die Schritte seines Freundes hörte, »das schickt sich nicht!«

Da lachte Helene, deren Augen noch naß von Tränen waren, laut auf und sagte:

»Nanu? seit wann fragt denn Ernst Günther Elsner danach, was schicklich ist?«

Darauf wußte selbst Günther keine Antwort. Sie blieb ihm auch erspart, da im selben Augenblick Siewers ins Zimmer trat, der in seiner breiten, behaglichen Art mehr einem peinlichen und gutgestellten Beamten glich als einem Dichter.

Helene beherrschte sofort die Situation. Sie setzte eine feierliche Miene auf – oder ihr war wohl wirklich so zu Mute – ging ihm mit würdevollem Schritt entgegen, nahm ihm, was immerhin ungewöhnlich war, noch ehe sie ihn begrüßt hatte, bei der Hand und sagte:

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