Artur Landsberger - Teufel Marietta
Здесь есть возможность читать онлайн «Artur Landsberger - Teufel Marietta» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Teufel Marietta
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Teufel Marietta: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Teufel Marietta»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Teufel Marietta — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Teufel Marietta», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Das geht leider nicht.«
»Aha!« rief er, »das habe ich mir gedacht!«
»Weil kein Mensch weiß, wo in der Welt sie sich augenblicklich herumtreibt; – vielleicht sieht man sie nie wieder. Ich hoffe das im Interesse des Kindes sogar von Herzen.«
»Sie scheinen Ihrer Sache also nicht ganz sicher zu sein« sagte Günther.
»Wieso?«
»Nun, weil Sie sich die einzige klassische Zeugin aus der Welt wünschen. – Ihnen müßte doch grade daran liegen, sie hier zu haben, sie mir gegenüberzustellen. Oder glauben Sie etwa, daß auch nur ein Richter der Welt lediglich auf Ihre Angaben hin das Kind mir aufbürdet?«
»Aber Sie werden doch nicht den Versuch machen zu leugnen?«
»O ja! das werde ich allerdings tun! – Darauf können Sie sich verlassen! – Da könnte ja sonst alle Tage jemand kommen und mir ein Kind einreden.«
»Und wenn ich Ihnen nun beweise, daß das Kind Ihnen gehört?« sagte Agate.
Günther schüttelte den Kopf:
»Derartiges läßt sich mit Bestimmtheit überhaupt nicht beweisen.«
»Aber ich bitte Sie . . .«
»Das einzige wäre der Eid der Mutter. In unserm Falle ist die Frau Mama nicht da – wird hoffentlich – und darin begegnen sich unsre Wünsche – nie da sein; – ich wüßte also wirklich nicht, auf welche Weise Sie den Nachweis für meine . . .«
Agate, die immer erregter wurde, fiel ihm ins Wort:
»So lassen Sie sich doch wenigstens den Hergang erzählen,« sagte sie.
»Die Schöpfungsgeschichte kenne ich,« sagte Günther, »wenn meine Ehe auch kinderlos geblieben ist.«
Aber Agate ging auf den Scherz nicht ein.
»Herr Doktor, das Leben und die Zukunft eines Kindes ist doch zu ernst . . .«
»Gewiß« unterbrach sie Günther »und eben darum will ich auch nicht leichtfertig die Stellung eines Vaters übernehmen.«
»So hören Sie doch endlich, wer die Mutter ist. Es war im März neunzehnhundert.«
Günther biß die Lippen aufeinander, kniff die Augen zusammen und überlegte:
»Lassen Sie mich raten!« sagte er. »Das ist ganz lustig! . . . März neunzehnhundert . . . vor elf Jahren, wo war ich da? – richtig! in München! natürlich! das tolle Jahr! – Weiß der Himmel . . . gar die schwarze Lina, die Kellnerin aus dem Café Plendel?
»Nein!« erwiderte Agate.
»Hm!« meinte Günther – »schade!« – und dachte, daß das am Ende eine ganz nette Art gegeben hätte.
Er sann weiter und sagte: »Dann kann es nur – wie hieß sie doch gleich . . . die blasse Wirtstochter mit den großen schwarzen Augen, die immer »gel, du tust mir nix?« sagte, wenn ich sie auszog.«
Agate war entsetzt; aber sie ließ es nicht merken und sagte nur:
»Die war es auch nicht!« und als Günther einen dritten Namen nannte, der auch nicht der rechte war, da schlug sie die Hände zusammen und rief:
»Allmächtiger! waren es denn so viele?«
»Fragen Sie garnicht!« erwiderte Günther – »noch mehr!«
»Ja, aber kann man denn gleichzeitig so viele Frauen lieben?«
»Ach ja!« erwiderte Günther treuherzig. »Ich wenigstens kann’s.«
Agate sah beschämt zur Erde.
»Ich habe zwar noch nie einen Mann geliebt,« sagte sie, »aber das sagt mir doch mein Gefühl, daß ich unmöglich zur selben Zeit mehrere Männer lieben könnte.«
»Das habe ich auch gedacht im Anfang,« erwiderte Günther – »aber das lernt sich« – und plötzlich sprang er auf und rief vergnügt: »Ich hab’s!«
»Was haben Sie?« fragte Agate.
»Jetzt weiß ich! März neunzehnhundert! Natürlich! Marietta! Marietta Oceana!! die schöne Zirkusreiterin.«
»Ja!« sagte Agate »Sie ists! – und Sie hatten sie lieb damals, nicht wahr? und werden daher auch ihr Kind lieb haben.«
Aber Günther, der jetzt in der Erinnerung an Marietta lebte, hatte keinen Gedanken mehr für das Kind.
»Diese entzückende, tolle Marietta!« rief er. »Ich sehe sie noch vor mir, als wenn es heute wäre! Ich lernte sie in der Odeonbar nach einem Kostümfest kennen; sie saß in einem prachtvollen Rokokokostüm auf dem Schoße ihres Anbeters, eines Grafen Schönborn – das heißt, in Wahrheit lag sie mehr.«
»Entsetzlich!« rief Agate und hielt sich die Hände vor die Ohren – »aber das sieht ihr ähnlich!«
Günther widersprach:
»Nee, nee, lassen Sie nur, es war eine reizende Puppe; die Röckchen reichten ihr kaum bis an die Knie! und die Beine! sie hatte die schönsten Beine, die ich je gesehen habe, diese Marietta!«
Agate wandte sich ab:
»Ich bitte Sie, Herr Doktor, es bedarf dieser detaillierten Schilderungen nicht!«
»Doch, doch, das bin ich ihr schuldig! wahrhaftig, ich glaube, wenn ich sie heute wiedersähe, ich fänge gleich wieder von neuem an.«
»Aber Herr Doktor!« rief Agate entsetzt. »Sie sind doch verheiratet.«
»Gewiß! Aber diese Frau hat ein Kind von mir.«
»Ein reizendes Kind!« bestätigte Agate.
Aber Günther war längst schon wieder bei Marietta. Die Augen halb geschlossen, brabbelte er vor sich hin:
»Ich weiß noch, wie ich um sie rang, – es war nicht einfach – Schönborn war Graf, reich und dumm; kurzum, er besaß alle Eigenschaften, die einen Mann bei Frauen begehrenswert machen. Aber es gelang mir doch! Und schon am nächsten Mittag traten wir beide unsere Hochzeitsreise nach dem Rhein an.«
»Wie?« rief Agate beglückt. »Sie haben sie geheiratet?«
»Wen? – die Marietta? – wie kommen Sie darauf?« erwiderte Günther.
»Sie sprachen doch eben von Ihrer Hochzeitsreise.«
»Ach so!« erwiderte Günther. »I bewahre. Derartige Hochzeitsreisen habe ich öfters gemacht.«
Agate wandte sich ab:
»Entsetzlich!«
»Sagen Sie das nicht,« widersprach Günther. »Ich werde diese zwei Monate, so lange ich lebe, nicht vergessen! Die Frau besaß ein Temperament! – Und Sie haben keinen Schimmer, wo sie augenblicklich ist?« Agate sagte ohne aufzusehen:
»Nein!«
Günther lebte sich mehr und mehr in die Vergangenheit hinein:
»Gewiß ist sie noch immer schön!« meinte er.
»Möglich!« erwiderte Agate.
»Ich muß sie wiedersehen!« rief er leidenschaftlich. »Sie müssen dafür sorgen, Schwester!«
»Ich bin nicht der Mutter, sondern des Kindes wegen hier,« gab sie zur Antwort.
»Richtig! ich entsinne mich, Sie sprachen ja von einem Kinde – ja was macht man da?« – Einen Augenblick lang überlegte er und schien bedenklich. Aber schon war er wieder obenauf. »Und wieso wissen Sie nun so bestimmt, daß ich der Vater bin und nicht Schönborn?«
»Graf Schönborn wies an Gründen, die überzeugend waren, nach, daß er unmöglich der Vater sein konnte.«
»Und warum hat sich Marietta damals nicht an mich gewandt?«
»Seit dem Tage, an dem Graf Schönborn das Kind abgeschworen hatte, ist sie nicht mehr zu uns zurückgekehrt – hat überhaupt nichts mehr von sich hören lassen – nicht ein einziges Mal, auch nur durch einen Dritten nach dem Kinde gefragt – sie soll die ganze Zeit über in Amerika gewesen sein, sagt man.« Und verächtlich fügte sie hinzu: »Eine nette Mutter das!«
Und Günther, der noch immer in Gedanken war und nur halb hörte, was Agate sprach, sagte:
»Aber ein Temperament hatte sie!«
Agate tat, als überhörte sie’s.
»Das Kind haben wir Schwestern dann mit großer Liebe und Sorgfalt aufgezogen,« fuhr sie fort – »wir lieben es, als wenn es unser eigenes wäre.«
»Das ist sehr lieb von Ihnen,« erwiderte Günther.
»Aber was veranlaßt Sie, dies große Geheimnis, das Sie merkwürdigerweise elf Jahre für sich behalten haben, jetzt plötzlich preiszugeben?«
»Das hat seine guten Gründe,« sagte Agate. »Je älter sie wird, um so mehr kostet ihre Erziehung. Sie ist sehr musikalisch, – hat teure Stunden, – sie spielt Bach und Haydn vom Blatt. Wir wollen Sie also bitten, uns die schweren Opfer zu erleichtern.«
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Teufel Marietta»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Teufel Marietta» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Teufel Marietta» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.