Wilkie Collins - Blinde Liebe

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Er starrte sie ganz verständnislos an. Sie versuchte jetzt, sein Gedächtnis zu erwecken, indem sie durch Fragen nachhalf. Es war nutzlos. Er klagte nur in einem fort, daß er Durst habe. Seine Frau ließ Sodawasser und Brandy kommen. Die einzige Möglichkeit, etwas aus ihm herauszubringen, war, seiner schlimmen Leidenschaft zu willfahren. Sie reichte ihm daher selbst das begehrte Getränk.

Und wirklich machte dieses sein benebeltes Gehirn in einem gewissen Grade wieder klar. Mrs. Vimpany versuchte es nun noch einmal, seine Erinnerung zu wecken. Hatte er dies gesagt? Hatte er jenes gesagt? Ja, er glaube es gewiß. Hatte er oder Mr. Mountjoy Lord Harrys Namen erwähnt? Ein Strahl der Erleuchtung glänzte in seinen blöden Augen. Ja, und sie waren darüber in Streit geraten; so viel er sich erinnere, habe er sogar Mr. Mountjoy eine Flasche an den Kopf geworfen. Hatten sie auch von Miß Henley gesprochen? O, natürlich! Was denn? Er war nicht im stande, sich darauf zu besinnen. Weswegen hatte ihn seine Frau jetzt so zu plagen?

»Das thu' ich gar nicht,« antwortete sie. »Gib Dir nur Mühe, das zu verstehen, was ich Dir sagen will. Wenn Lord Harry zu uns kommt, so lange Miß Henley in unserem Hause ist –«

Er unterbrach sie.

»Das ist Deine Sache, das geht mich nichts an.«

»Warte einen Augenblick. Das ist allerdings mein Geschäft,« sagte sie, »und ich werde es auch allein besorgen, wenn ich vorher erfahre, daß der Lord kommt. Er ist jedoch rücksichtslos genug, uns zu überraschen. In diesem Falle möchte ich, daß Du Dich nützlich machtest. Wenn Du zufällig zu Hause bist, so suche es zu verhindern, daß er Miß Henley früher zu sehen bekommt, als bis ich mit ihr gesprochen habe.«

»Warum?«

»Ich möchte die Gelegenheit benützen, ihr meinen Betrug einzugestehen, bevor sie selbst dahinter kommt. Ich hoffe, daß sie mir verzeihen wird, wenn ich ihr alles beichte.«

Der Doktor lachte.

»Was zum Teufel kommt denn darauf an, ob sie Dir verzeiht oder nicht?«

»Es kommt sehr viel darauf an.«

»Du sprichst ja wahrhaftig, als ob Du in sie verliebt wärest!«

»Das bin ich auch.«

Das getrübte Begriffsvermögen des Doktors fing jetzt endlich an, sich aufzuhellen. Er antwortete ihr boshaft:

»In sie verliebt sein und sie dabei betrügen – ha, ha, das ist wirklich sehr gut!«

»Ja,« versetzte sie ruhig, »es ist genau so, wie Du sagst. Es ist nach und nach immer mehr bei mir gewachsen, dieses Gefühl. Ich kann es nicht ändern, daß ich Miß Henley gern habe.«

»Ach,« entgegnete Mr. Vimpany, »Du bist eine Närrin!« Er blickte sie verschmitzt an. »Nun angenommen, ich machte mich nützlich in der Weise, wie Du es verlangst, was kann ich dabei gewinnen?«

»Wir wollen jetzt wieder,« entgegnete sie, ohne seine Frage zu beantworten, »von dem Manne sprechen, der Dich zum Mittagessen eingeladen und Dich für seine Zwecke betrunken gemacht hat.«

»Ich werde ihm alle Knochen im Leibe zerbrechen!«

»Sprich doch keinen Unsinn. Ueberlaß Mr. Mountjoy nur mir ganz allein.«

»Nimmst Du für ihn Partei? Ich kann Dir nur das sagen, wenn ich zu viel von diesem verdammten, vergifteten, französischen Weine getrunken habe, so ging mir Mr. Mountjoy mit gutem Beispiele voran. Er war betrunken, schmählich betrunken. Ich gebe Dir mein Ehrenwort darauf.«

Seine Frau, die bis dahin vollständig ruhig und kalt geblieben war, wurde plötzlich sehr aufgeregt. An dem, was der Doktor soeben von Hugh gesagt hatte, war sicher nicht ein Fünkchen Wahrheit, und Mrs. Vimpany ließ sich auch keinen Augenblick dadurch täuschen. Aber diese Lüge hatte diesmal zufälligerweise ein Verdienst – sie brachte sie nämlich auf den Weg, den sie vorhin vergeblich gesucht hatte, während sie ihren Thee trank.

»Wenn ich nun Dir die Möglichkeit verschaffen würde, Dich an Mr. Mountjoy zu rächen?« fragte sie.

»Wie?«

»Willst Du Dich an das erinnern, was ich Dich vorher bat, für mich zu thun, im Falle Lord Harry uns überrascht?«

Er zog sein Notizbuch aus der Tasche und sagte ihr, sie möge ihm einige Worte hineinschreiben, damit er die Sache nicht vergesse. Sie schrieb so kurz, als ob sie ein Telegramm abgefaßt hätte:

»Halte Lord Harry zurück, damit er nicht früher Miß Henley sieht, bevor ich mit ihr gesprochen habe.«

»Jetzt,« sagte sie, indem sie einen Stuhl an die Seite seines Bettes rückte, »sollst Du erkennen lernen, was für eine kluge Frau Du hast. Höre genau zu.«

Neunzehntes Kapitel

Nachdem Mountjoy wohl schon zehnmal aus dem Fenster des Empfangszimmers geschaut hatte, erblickte er endlich Iris auf der Straße, als sie nach Hause zurückkehrte.

Sie brachte ihr Kammermädchen mit in das Empfangszimmer und stellte Rhoda in heiterster Laune ihrem Freunde vor.

»Welch ein Vergnügen ist doch ein so weiter Spaziergang, man muß es nur erst kennen lernen!« rief sie aus. »Sehen Sie nur die frisch geröteten Wangen meiner kleinen Rhoda! Wer würde da glauben, daß sie mit trüben Augen und bleicher Gesichtsfarbe hierher gekommen wäre? Ausgenommen, daß sie sich jedesmal in der Stadt verirrt, so oft sie allein ausgeht, haben wir allen Grund, uns zu unserem Aufenthalte in Honeybuzzard Glück zu wünschen. Der Doktor ist Rhodas guter Genius und seine Frau ihre Patin, wie die Fee im Märchen.«

Mountjoy sprach mit seiner gewohnten Höflichkeit dem Mädchen seine Glückwünsche aus. Darauf durfte Rhoda auf ihr Zimmer gehen.

Iris kam sofort auf sein gemeinsames Mittagessen mit dem Doktor zu sprechen.

»Ich hätte dabei sein mögen,« sagte sie, »um zu sehen, wie sich Ihr Gast an den Herrlichkeiten aus der Speisekammer des Hotels gütlich that. Im Ernst gesprochen, Hugh, Ihre gesellschaftlichen Sympathien haben eine Richtung angenommen, auf die ich nicht vorbereitet war. Nach dem Beispiel, das Sie mir gegeben haben, fühle ich mich wirklich wegen meiner Zweifel, ob Mr. Vimpany einer so liebenswürdigen Frau würdig sei, sehr beschämt. Glauben Sie nicht etwa, daß ich gegen den Doktor undankbar bin; er hat durch das, was er an Rhoda gethan, sich meine Achtung zu erringen verstanden. Ich bin mir nur darüber nicht klar, wie er sich Ihre Sympathien erworben hat.«

In der Weise fuhr sie noch weiter zu reden fort und freute sich ihrer eigenen guten Laune in unschuldigere Unkenntnis der ernsten Dinge, über die sie lachte.

Mountjoy versuchte, sie etwas zu mäßigen, aber es war umsonst.

»Nein, nein,« beharrte sie so mutwillig wie zuvor, »der Gegenstand ist zu interessant, als daß ich ihn so schnell fallen ließe. Ich bin furchtbar neugierig, zu hören, wie Sie und Ihr Gast das Mittagessen gefunden haben. Hatte er mehr Wein getrunken, als gut für ihn war? Wenn er sich manchmal selbst vergißt, so bringt er alles doch immer gleich wieder in Ordnung, indem er sagt: ›Bitte, nicht beleidigt sein!‹ und sich die Flasche von neuem reichen läßt.«

Jetzt konnte Hugh nicht länger ruhig zuhören.

»Bitte, mäßigen Sie für einen Augenblick Ihre Lebhaftigkeit!« sagte er; »ich bringe für Sie Nachrichten von zu Hause.«

Diese Worte machten dem Ausbruch ihrer Fröhlichkeit sofort ein Ende.

»Nachrichten von meinem Vater?« fragte sie.

»Ja.«

»Ist er hierher gekommen?«

»Nein, ich habe nur Mitteilungen von ihm erhalten.«

»Einen Brief?«

»Ein Telegramm,« erklärte Mountjoy, »als Beantwortung auf einen Brief von mir. Ich that mein möglichstes, um ihm Ihre Wünsche verständlich zu machen, und ich freue mich, Ihnen sagen zu können, daß meine Mühe nicht umsonst gewesen ist.«

»Hugh, lieber Hugh, Sie haben es also wirklich fertig gebracht, uns zu versöhnen?«

Mountjoy zog das Telegramm aus der Tasche.

»Ich bat Mr. Henley,« sagte er, »mich sofort wissen zu lassen, ob er Sie wieder aufnehmen wollte, er solle einfach mit Ja oder Nein antworten. Die Antwort hätte nun zwar liebenswürdiger ausgedrückt werden können, es ist indessen doch wenigstens eine günstige Antwort.«

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