Wilkie Collins - Blinde Liebe

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»Die Kost ist hier,« sagte dieser weise Mann, »womöglich noch schlechter als die Kost, die ich auf der See bekam, damals, als ich an Bord eines Passagierdampfers als Arzt angestellt war. Soll ich Ihnen erzählen, wie ich meine Stellung verlor? O, sagen Sie es nur offen, wenn Sie glauben, daß meine kleine Geschichte nicht wert ist, angehört zu werden.«

»Aber, mein bester Doktor, ich bin ja, wie Sie sehen, ganz gespannt darauf, sie zu vernehmen.«

»Sehr wohl – Sie sind doch nicht beleidigt? – Nun, das ist recht! Also der Kapitän des Schiffes beklagte sich über mich bei den Eigentümern; ich wollte nicht jeden Morgen herumgehen und an den Thüren der Frauenkabinen klopfen und mich erkundigen, wie sich die Damen nach einer Nacht, während der sie seekrank gewesen waren, befänden. Wer in aller Welt weiß denn nicht, wie ihnen zu Mute ist, auch ohne daß er vorher an ihren Thüren angeklopft hat? Sie sollen den Doktor einfach holen lassen, wenn sie ihn brauchen. So faßte ich damals mein Amt auf, und das kostete mich meine Stelle. Geben Sie mir den Wein her. Da wir einmal von Damen sprechen, wie denken Sie über meine Frau? Haben Sie jemals so ausgezeichnete Manieren gesehen? Mein lieber Freund, ich habe eine aufrichtige Zuneigung zu Ihnen gefaßt; reichen Sie mir Ihre Hand. Ich werde Ihnen noch eine andere kleine Geschichte erzählen. Woher glauben Sie wohl, daß meine Frau diese noblen Manieren und ihre graziösen Bewegungen hat? – Ha, ha, von der Bühne! Das nobelste Fach in diesem Beruf, Sir, eine tragische Schauspielerin. Wenn Sie Mrs. Vimpany als Lady Macbeth gesehen hätten, es würde Sie kalt überlaufen haben. Sehen Sie mich an, heften Sie Ihre Augen fest auf einen Mann, der erhaben ist über alle die heuchlerischen Vorurteile gegen das Theater. Habe ich es nicht deutlich bewiesen dadurch, daß ich eine Schauspielerin heiratete? Aber wir sprechen hier nicht davon! Die rohe Gesellschaft in diesem elenden Nest würde gar nicht mehr zu mir kommen, wenn sie wüßten, daß ich eine Schauspielerin geheiratet hätte. Holla, die Flasche ist schon wieder leer! Ha, da steht ja eine andere, volle! Ich lobe mir den Mann, der immer eine volle Flasche bereit hat, um sie seinem Freund anbieten zu können. Geben Sie mir Ihre Hand, Mountjoy, versichern Sie mir auf Ihr heiliges Ehrenwort, daß Sie ein Geheimnis für sich behalten können: das Geheimnis meiner Frau, Sir! Halt, lassen Sie mich Sie zuerst noch einmal ansehen. Mir war es, als sähe ich Sie lachen; wenn ein Mann über mich lacht, gerade wo ich eben im Begriff stehe, ihm mein ganzes Herz auszuschütten, so könnte ich ihn wahrhaftig gleich an seinem eigenen Tisch niederschlagen! – Wie, Sie haben nicht gelacht? Dann entschuldigen Sie und reichen Sie mir noch einmal Ihre Hand; ich trinke auf Ihr Wohl in Ihrem eigenen Wein. Wo war ich denn stehen geblieben, von was wollte ich eigentlich sprechen?«

Mountjoy war eifrigst bemüht, seinen für ihn so außerordentlich interessanten Gast bei guter Laune zu erhalten.

»Sie wollten mir die Ehre erweisen,« sagte er, »mich in Ihr Vertrauen zu ziehen.

Mr. Vimpany starrte in seinem Rausch ganz verwirrt vor sich hin. Mountjoy versuchte noch einmal mit deutlicheren Worten, ihn an das zu erinnern, was er hatte sagen wollen:

»Sie standen im Begriff, mir ein Geheimnis anzuvertrauen.«

Diesmal verstand ihn der Doktor und fand seine Gedanken wieder. Er sah sich listig nach der Thür um und fragte seinen Wirt:

»Hier gibt es doch keine Horcher und keine geheimen Thüren? Wir wollen lieber leise flüstern, leise, denn was ich Ihnen zu sagen habe, ist wichtig und ernst. Ja, was war es denn nun gleich wieder, was ich erzählen wollte? Was für ein Geheimnis war es denn, alter Junge?«

Mountjoy antwortete hierauf etwas zu rasch: »Ich glaube, es stand in Beziehung zu Mrs. Vimpany.«

Der Gatte von Mrs. Vimpany warf sich in seinen Stuhl zurück, dann zog er ein sehr unsauberes Taschentuch aus seiner Tasche und fing an zu weinen. Nach einer Weile sagte der betrunkene Mann in kläglich wimmerndem Ton:

»Da sitzt ein falscher Freund! Er ladet mich ein, mit ihm zu speisen, und benützt meine hilflose Lage, wo ich nicht mehr Herr meiner Sinne bin, um meine Frau zu beleidigen – die liebenswerteste der Frauen! Die süßeste der Frauen! Die unschuldigste der Frauen! O mein Weib, mein liebes Weib!«

Dann warf er plötzlich sein Taschentuch in die entgegengesetzte Ecke des Zimmers und brach in ein schallendes Gelächter aus.

»Oho, Mountjoy, was für ein furchtbarer Narr müssen Sie sein, daß Sie glauben, ich hätte das alles im Ernst gesagt! Ich bin noch vollständig bei Sinnen; denken Sie denn, ich kümmere mich viel um meine Frau? Sie war einstmals schön, aber jetzt ist sie nur ein Bündel von alten Lumpen. Aber sie hat auch jetzt noch ihre Vorzüge; ja, ja, ich möchte wohl etwas wissen. Haben Sie vielleicht einen Lord in dem Kreise Ihrer Bekannten?«

Die Erfahrung machte Mountjoy vorsichtiger, vielleicht etwas zu vorsichtig; er sagte nur:

»Ja.«

Der Doktor fühlte sich in seiner Würde gekränkt.

»Das ist eine sehr kurze Antwort für einen Mann in meiner Stellung, Sir!« bemerkte er scharf. »Wenn Sie wollen, daß ich Ihnen glauben soll, so müssen Sie mir schon den Namen Ihres Freundes nennen.«

So war denn endlich der langersehnte Augenblick gekommen.

»Sein Name ist,« begann Mountjoy, »Lord Harry.«

Mr. Vimpany verlor für einen Augenblick seine Fassung; er schlug mit seiner derben Faust so kräftig auf den Tisch, daß die Gläser wackelten.

»Was für ein merkwürdiges Zusammentreffen!« rief er aus. »Merkwürdig – nein, das ist nicht das richtige Wort – von der Vorsehung bestimmt, das ist das richtige. Ja, ja, wie ist doch meistens so ein Zusammentreffen von der Vorsehung bestimmt! Ich meine natürlich für einen Mann von Verstand. Niemand darf mir widersprechen! Wenn ich sage: ein Mann von Verstand, so sag' ich das im Ernst; und ein junger Mann, wie Sie sind, der ist zum Widerspruch gern geneigt. Mountjoy – guter Mountjoy – lieber Mountjoy – der Lord meiner Frau ist Ihr Lord – ist Lord Harry. Nein, nein, nichts von ›ihr‹! Unsinn – ich will keinen Wein mehr haben – doch! – ich will noch welchen haben! Es könnte Ihr Gefühl beleidigen, wenn ich nicht mehr mit Ihnen tränke. Geben Sie mir die Flasche her. O, was ist das für ein schöner Ring, den Sie da an Ihrem Finger tragen! Sie glauben wahrscheinlich, daß er wertvoll ist; das ist nicht wahr, das ist ganz wertloses Zeug, das ist Schund im Vergleich zu der Diamantnadel meiner Frau! Dies ist ein kostbares Juwel, wenn Sie nichts dagegen haben. Wenn wir sie verkaufen wollten, würden wir ein ganzes Vermögen dafür bekommen. Ein Geschenk, mein lieber Herr! – Ich fürchte, ich bin viel zu offenherzig gegen Sie. Da ich aber als ein geborener Ehrenmann zu Ihnen spreche, so bitte ich Sie, meiner vollständigen Hochachtung versichert zu sein. Habe ich nicht vorher gesagt, die Diamantnadel wäre ein Geschenk? – Das ist nicht wahr – sie ist nichts Derartiges, wir haben gegen keinen Menschen Verpflichtungen. Mein Weib, mein bewunderungswürdiges Weib hat sie verdient. Mit der Post kam sie in einem eingeschriebenen Paket und dabei ein Brief von Lord Harry, ich sage Ihnen ein Brief, der eines echten Mannes würdig war. Er ist meiner Frau sehr verpflichtet – ich teile Ihnen ungefähr den Sinn des Briefes mit – für alles das, was meine Frau für ihn gethan hat; bares Geld ist bei dem guten Lord immer rar; er sendet daher ein Familienschmuckstück mit seiner Verehrung. O, ich bin nicht eifersüchtig; er kann getrost Mrs. Vimpany in ihren alten Tagen verehren, wenn er Lust dazu hat. Sagten Sie das, Herr? Sagten Sie, daß Lord Harry oder irgend ein anderer Mann Mrs. Vimpany verehren dürfe? – Ich habe große Lust, Ihnen diese Flasche an den Kopf zu werfen. Nein, ich werde es nicht thun; es ist ein gefährlicher, guter Wein. Wie liebenswürdig von Ihnen, mir einen solch guten Wein vorzusetzen! Wer sind Sie denn eigentlich? – Ich liebe es nicht, mit einem Fremden zu speisen. Kennen Sie irgend einen meiner Freunde? Kennen Sie einen Mann Namens Mountjoy? Kennen Sie zwei Männer mit dem Namen Mountjoy? – Nein, das ist nicht möglich, denn einer von ihnen ist tot – von jenen schurkischen Mordgesellen umgebracht. Wie nennen Sie diese Leute? Nun, wie?«

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