Alexandre Dumas der Ältere - Pauline
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Ich mochte ungefähr zwei Stunden geschlafen haben, als ich durch das Geräusch einer Türe geweckt wurde, die in ihren Angeln knarrte und an die Wand schlug. Ich riß die Augen groß auf, wie man zu tun pflegt, wenn man aus einem unruhigen Schlafe gestört wird, erhob mich schnell und versteckte mich instinktmäßig hinter einen Pfeiler. Aber, so viel ich mich auch umsah, ich sah und hörte nichts. Indessen blieb ich nichts desto weniger auf meiner Hut, überzeugt, daß das Geräusch, welches mich geweckt hatte, keine Täuschung eines Traumes sei,.
III
Der Sturm hatte sich gelegt, und obgleich der Himmel noch mit schwarzen Wolken bedeckt war, so erglänzte doch bisweilen ein Mondstrahl durch dieselben. Während eines solchen hellen Zwischenraums, den die Finsternis jedoch bald wieder verdrängte, wandte ich meine Augen von der Türe ab, deren Knarren ich gehört zu haben glaubte, um meine nächsten Umgebungen zu betrachten. So viel ich trotz der Finsternis bemerken konnte, befand ich mich in einer alten verfallenen Abtei und zwar, den noch stehenden Resten nach zu urteilen, in der Kapelle derselben. Zu meiner Rechten und Linken liefen die beiden Korridore des Klosters hin, durch niedrige gewölbte Bogen gestützt, während vor mir einige zerbrochene, platt auf der Erde liegende, von Gras überwachsene Steine den kleinen Friedhof bezeichneten, auf welchem die früheren Bewohner des Klosters, am Fuße eines alten, wandelbaren, seines Christusbildes beraubten Kreuzes, von den Mühen, des Lebens ausruhten.
Du weißt es, fuhr Alfred fort, und Jeder, auch der Kühnste, wird zugeben, daß die äußeren Zustände des Körpers einen bedeutenden Einfluß auf die Seelentätigkeit ausüben. Kaum dem fürchterlichen Sturme entronnen, war ich halb erstarrt in diese mir gänzlich unbekannte Ruine gekommen und endlich, von Müdigkeit überwältigt, in einen unruhigen Schlaf gefallen, aus welchem mich ein in dieser Einsamkeit ungewöhnliches Geräusch erweckte. Bei meinem Erwachen endlich sah ich mich auf dem Schauplatze des Raubens und Mordens, wodurch seit zwei Monaten die ganze Normandie in Schrecken gesetzt wurde; ich war allein, ohne Waffen und, wie ich dir sagte, in einer Gemütsstimmung, welche, durch die vorhergegangenen Anstrengungen des Körpers hervorgerufen, die erschlaffte geistige Tätigkeit behinderte, ihre gewöhnliche Energie wieder zu gewinnen. Du wirst es daher auch gar nicht ungewöhnlich finden, daß alle die Erzählungen, die ich am Kamine meiner Wirtin gehört hatte, in meinem Gedächtnisse wieder erwachten, und daß ich unbeweglich hinter meinem Pfeiler stehen blieb, anstatt mich niederzulegen und wieder zu schlafen. Über dem war ich überzeugt, daß ein von Menschen ausgehendes Geräusch mich aus dem Schlafe gestört hatte. Meine Augen wandten sich unwillkürlich von den langen finstren Korridoren immer wieder nach jener in die Mauer eingefügten Türe durch welche, meiner Überzeugung nach, Jemand gegangen sein mußte. Wohl zwanzig Mal war ich Willens, hinzugehen und an dieser Türe zu horchen, ob nicht irgend ein Geräusch meine Vermutung bestätige, allein ich mußte, um dahin zu gelangen, einen Raum überschreiten, den der Mond ganz erhellte. Dann konnten ja aber auch Andere, so gut wie ich, in dieser Klosterruine eine Zuflucht gesucht haben und sich vor meinen Blicken ebenso wohl verborgen halten wollen, als ich mich vor den ihrigen, indem sie im Dunkeln blieben und sich ruhig verhielten. Gleichwohl verbreitete sich in der folgenden Viertelstunde eine solche Ruhe und Stille über die Einöde, daß ich mich entschloß, den nächsten Augenblick, in welchem eine Wolke den Mond bedecken würde, zu benutzen, um den mich von jener Vertiefung trennenden Raum von 15 – 20 Schritten zu überschreiten und an der Türe zu horchen. Dieser Augenblick ließ sich nicht lange erwarten. Der Mond verbarg sich alsbald und es trat eine so tiefe Finsternis ein, daß ich ohne Gefahr meinen Entschluß ausführen zu können glaubte. Ich entfernte mich also von meinem Pfeiler, an dem ich bis jetzt, gleich einer gotischen Verzierung, wie angeheftet gelehnt hatte, und mit verhaltenem Atem, von Pfeiler zu Pfeiler schleichend und bei jedem Schritte horchend, gelangte ich zur Mauer des Korridors. Ich ging einen Augenblick in diesen hin, mich an seiner Wand haltend, gelangte so an die Treppe, welche in die Wölbung führte, stieg drei Stufen hinab und befand mich an der Türe.
Schon lauschte ich an derselben wenigstens zehn Minuten, ohne irgend Etwas zu hören und schon regten sich Zweifel gegen meine frühere Überzeugung. Ich kam zu dem Glauben zurück, daß mich ein Traum getäuscht habe und ich der einzige Bewohner dieser Ruinen sei, die mir als Asyl dienten. Ich entfernte mich daher von der Türe, um nach meinem Pfeiler zurückzukehren, als der Mond wieder erschien und den Raum erhellte, den ich, um auf meinen Posten zu gelangen, nochmals überschreiten mußte. Eben im Begriff, meinen Weg fortzusetzen, löste sich ein Stein vom Gewölbe und fiel herab. Ich hörte das Geräusch, welches das Herabrollen dieses Steins verursachte, und, obgleich ich die Ursachen desselben kannte, überlief mich doch ein Schauder, der mich noch einen Augenblick in dem Schatten des über mir hervorragenden Gewölbes und von der Ausführung meines Entschlusses zurückhielt. Da war es mir plötzlich, als hörte ich hinter mir ein entferntes, aber anhaltendes Geräusch, dem ähnlich, welches eine Tür in einem unterirdischen Gewölbe von sich giebt, wenn sie geschlossen wird. Dann vernahm ich entfernte Schritte, welche sich mehr und mehr näherten. Man stieg die tiefe Treppe herauf, zu welcher die drei Stufen gehörten, auf denen ich hinabgestiegen war. In diesem Augenblicke verschwand der Mond wieder. Mit einem Sprung stürzte ich mich in den Korridor und rückwärts gehend, die Hände hinter mich haltend, die Augen auf die Vertiefung gerichtet, welche ich eben verlassen hatte, erreichte ich jenen schützenden Pfeiler wieder und nahm meinen vorigen Platz ein. Kaum einen Augenblick dort angelangt, vernahm ich das nämliche Knarren, welches mich geweckt hatte. Die Türe wurde geöffnet und wieder verschlossen. Dann erschien ein Mann, trat aus dem Schatten hervor, blieb einige Augenblicke stehen, um zu horchen und sich umzusehen, begab sich darauf, nachdem er Alles ruhig gefunden, in den Korridor und wandte sich nach dem mir entgegengesetzten Ende desselben. Er war kaum zehn Schritte gegangen, so verlor ich ihn aus dem Gesicht, so dicht war die Finsternis. Der Mond erschien jedoch nach einer kleinen Weile wieder und ich erblickte den Geheimnisvollen am Ende des Friedhofes mit einem Spaten in der Hand. Er grub ein oder zwei Schaufeln Erde aus, warf einen Gegenstand, den ich nicht erkennen konnte, in das Loch, welches er gegraben hatte, und legte dann einen Grabstein auf die Stelle, dem er sein Depositum anvertraut hatte, jedenfalls um vor den Menschen jede Spur seiner Handlung zu verbergen. – Nachdem er so seine Vorsichtsmaßregeln genommen hatte, sah er sich von Neuem um. Da er aber nichts Bedenkliches hörte und sah, lehnte er seinen Spaten an einen Pfeiler und verschwand unter einer Wölbung.
Alles dieß geschah in ganz kurzer Zeit und in nur geringer Entfernung von mir. Allein trotz der Schnelligkeit dieses Nachtwandlers, hatte ich doch in ihm einen jungen Mann von 28 bis 30 Jahren erkannt, mit blonden Haaren und von mittlerer Größe. Er war mit einfachen Beinkleidern von blauem Tuche bekleidet, wie sie die Bauern gewöhnlich Sonntags tragen, doch deutete ein Jagdmesser an seinem Gürtel, dessen Griff ich im Mondscheine erglänzen sah, darauf hin, daß er einem andern Stande als dem, welchen sein übriges Äußere ihm anwies, angehöre. Von seiner Figur eine genauere Beschreibung zu geben, bin ich nicht im Stande, würde jedoch dessen ungeachtet ihn bei einem künftigen Zusammentreffen wieder zu erkennen im Stande sein.
Du wirst wohl glauben, daß das, was ich gesehen, mir für den Rest der Nacht jede Hoffnung, jeden Gedanken an Schlaf benahm. Ich blieb, ohne eine Spur von Müdigkeit zu fühlen, aufrecht stehen, ganz in Gedanken versunken über dieses Geheimnis, welches zu erforschen ich fest entschlössen war. Für den Augenblick war dieß unmöglich. Ich war, wie schon gesagt, ohne Waffen, hatte keinen Schlüssel zu jener Türe, und kein Brecheisen, sie zu öffnen. Über dem mußte ich wohl überlegen, ob es geratener sei, Anzeige davon zu machen, oder das Abenteuer allein zu bestehen, wobei ich am Ende, wie Don Quixotte, nichts fand, als Windmühlen. Sobald der Tag graute, verließ ich meinen Aufenthalt auf demselben Wege, welchen ich gekommen war und befand mich bald wieder am Abhange des Hügels. Ein starker Nebel bedeckte das Meer. Ich stieg an den Strand hinab und ließ mich dort, um das Schwinden desselben abzuwarten, nieder. Nach einer halben Stunde ging die Sonne auf und ihre ersten Strahlen zerstreuten den Nebel, der den noch vom Sturme des vorigen Abends bewegten, tobenden Ocean bedeckte.
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