Wilkie Collins - Armadale

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Mrs. Armadale raffte all ihren Muth zusammen und ging halbwegs nach dem Fenster zu an Mr. Neal heran. »Mein gütiger Freund, der Doctor, hat mir gesagt, Sir, daß Sie einzig und allein meinetwegen zu kommen gezaudert«, sagte sie, und während sie sprach, sank ihr Kopf ein wenig und die Farbe schwand aus ihrem Gesicht. »Ich bin Ihnen von Herzen dankbar, aber ich bitte Sie, nicht an mich zu denken. Das, was mein Gatte – « ihre Stimme bebte; sie wartete einen Augenblick und erholte sich wieder. »Das, was mein Gatte in seinen letzten Augenblicken wünscht, wünsche auch ich.«

Diesmal war Mr. Neal hinlänglich gefaßt, um zu antworten. Er bat sie mit leiser, ernster Stimme, kein Wort weiter darüber zu sagen. »Es lag mir nur vor allem daran, Ihnen jede Rücksicht zu zeigen«, sagte er, »und es liegt mir jetzt nur daran, Ihnen jeden Schmerz zu ersparen.« Während er sprach, stieg langsam ein Anflug von Farbe in sein gelbes Gesicht. Ihre Augen sahen mit sanfter Aufmerksamkeit zu ihm auf, und er gedachte mit einem Gefühle der Schuld seiner Gedanken am Fenster, ehe sie ins Zimmer gekommen war.

Der Doctor benutzte die Gelegenheit. Er öffnete die Thür, die in Mr. Armadale’s Zimmer führte, und blieb stumm wartend an derselben stehen Mrs. Armadale ging zuerst hinein. Eine Minute später schloß die Thür sich wieder, und Mr. Neal stand mit der Verantwortlichkeit, die man ihm aufgedrungen hatte,« unwiderruflich beladen auf der andern Seite derselben.

Das Zimmer war nach der prunkhaften Mode des Festlandes decorirt, und der warme Sonnenschein strömte wohlthuend durch die Fenster herein. Die Zimmerdecke war mit Blumen und Liebesgöttern bemalt; die weißen Fenstervorhänge wurden von bunten Bändern zurückgehalten; eine säubere vergoldete Stutzuhr tickte auf dem sammetüberzogenen Kaminsimse; die Wände waren mit glänzenden Spiegeln bedeckt und in dem Teppiche funkelten Blumen in allen Farben des Regenbogens. Inmitten all dieses Schmucks und Flitterstaats und Sonnenscheins lag der Gelähmte mit seinen unstäten Augen und seinem leblosen untern Gesicht, den Kopf vermittelst vieler Kissen emporgerichtet; die hilflosen Hände waren gleich denen eines Leichnams auf der Bettdecke ausgestreckt. Am Kopfende des Bettes stand grimmig ausschauend und schweigend die runzlige alte schwarze Kinderwärterin, und auf dem Bette, zwischen den ausgestreckten Händen des Vaters, saß das Kind in seinem kleinen weißen Kleidchen, in seine Freude an einem neuen Spielzeug versunken. Als die Thür sich öffnete und Mrs. Armadale ihre Begleiter hereinführte, war der Kleine eben damit beschäftigt, sein Spielzeug – einen Soldaten zu Pferde – über die hilflosen Hände seines Vaters hin und her zu fahren, und die unstäten Augen des Vaters folgten dem Spielzeuge mit einer verstohlenen unausgesetzten Wachsamkeit hin und her, einer Wachsamkeit, gleich der eines wilden Thieres, welche fürchterlich anzusehen war.

Sowie Mr. Neal in der Thür erschien, hielten jene rastlosen Augen in ihrem wilden Hin- und her schweifen inne, sahen empor und hefteten sich mit begierig forschendem Blick auf den Fremden. Die regungslosen Lippen rangen langsam nach Bewegung. Mit zögernder schwerfälliger, Artikulation formten sie die stumme Frage der Augen in Worte.

»Sind Sie der Mann?«

Mr. Neal trat an das Bett, während Mrs. Armadale, indem er sich näherte, zurücktrat und mit dem Doctor am andern Ende des Zimmers wartete. Das Kind blickte, mit dem Spielzeug in der Hand, auf, als der Fremde näher trat; es öffnete weit in momentanem Erstaunen die klaren braunen Augen und setzte dann sein Spiel fort.

»Ich bin von Ihrer traurigen Lage unterrichtet worden, Sir«, sagte Mr. Neal. »Und ich komme, um meine Dienste zu Ihrer Verfügung zu stellen, Dienste, die, wie Ihr Arzt mir sagt, Niemand anders in diesem fremden Orte Ihnen zu leisten im Stande ist. Mein Name ist Neal, ich schreibe für das Signet-Journal in Edinburg und darf wohl sagen, daß ich das Zutrauen, welches Sie in mich zusetzen wünschen, zu mißbrauchen unfähig bin.«

Die Augen der schönen Gattin verwirrten ihn jetzt nicht. Er sprach ernst und ruhig und ohne seine gewohnte Barschheit zu dem Gatten, und dazu mit einem ernsten Mitleid in seinem Wesen, das ihn in seinem vortheilhaftesten Lichte erscheinen ließ. Der Anblick des Sterbelagers hatte seinen Eindruck nicht verfehlt.

»Sie wünschen, daß ich etwas für Sie schreibe?« fuhr er fort, nachdem er vergebens auf eine Erwiderung gewartet hatte.

»Ja!« sagte der Sterbende, indem die überwältigende Ungeduld, die seine Zunge auszusprechen machtlos war, sich zornig in seinen Augen ausdrückte. »Meine Hand versagt mir den Dienst, und meine Zunge wird bald sprachlos sein. Schreiben Sie!«

Ehe er noch etwas erwidern konnte, hörte Mr. Neal das Rauschen eines Frauenkleides und ein rollendes Geräusch hinter sich auf dem Teppiche Mrs. Armadale schob den Schreibtisch vom entgegengesetzten Ende des Zimmers an das Fußende des Bettes. Falls er von den Maßregeln Gebrauch machen wollte, die er ersonnen, um sich gegen Tadel zu sichern, wenn sein Verfahren mißliche Folgen haben sollte, so mußte er dies jetzt thun oder nie. Er blieb, Mrs. Armadale den Rücken zugewendet, ruhig stehen und stellte seine Frage in den deutlichsten Worten.

»Darf ich, ehe ich die Feder ergreife, fragen, Sir, was ich für Sie schreiben soll?«

Die Zornigen Augen des gelähmten Mannes blitzten ihn wild an. Seine Lippen öffneten und schlossen sich wieder. Er gab keine Antwort.

Mr. Neal versuchte eine andere Frage in einer neuen Richtung.

»Was«, fragte er, »soll mit dem Geschriebenen geschehen, wenn ich es beendet haben werde?«

Diesmal ließ sich die Antwort vernehmen:

»Sie werden es in meiner Gegenwart versiegeln und an meinen Testamentsvoll —«

Die Zunge versagte ihm hier den Dienst und er sah dem Fragenden mit jammervoller Miene ins Gesicht.

»Meinen Sie, es soll an Ihren Testamentsvollstrecker abgesandt werden?«

Ja.

»Es ist also vermuthlich ein Brief, den ich auf die Post geben soll?«

Keine Antwort.

»Darf ich fragen, ob es ein Brief ist, der eine Aenderung in Ihrem Testamente trifft?«

»Ganz gewiß nicht.«

– Mr. Neal überlegte ein wenig. Das Geheimniß fing immer undurchdringlicher zu werden an. Das einzige Licht, das sich über dasselbe verbreitete, war dasjenige, welches durch die seltsame Geschichte von dem unbeendeten Briefe schimmerte, die der Doctor ihm in Mrs. Armadales Worten mitgetheilt hatte. Je näher diese unbekannte Verantwortlichkeit ihm rückte, desto drohender erschien ihm dieselbe in ihren Folgen. Sollte er, bevor er sich unwiderruflich verbindlich machte, noch eine Frage wagen? Als er mit diesem Zweifel beschäftigt war, fühlte er, wie Mrs. Armadales Kleid ihn an derjenigen Seite berührte, die am fernsten von ihrem Gatten war. Ihre zarte Hand ruhte sanft auf seinem Arm, und ihre dunklen afrikanischen Augen schauten ihn mit unterwürfigem Flehen an. »Mein Mann brennt vor Verlangen, daß Sie anfangen, Sir; wollen Sie ihn beruhigen, indem Sie sich an den Schreibtisch setzen?«

Die Bitte kam von ihren Lippen, von den Lippen derjenigen Person, die das größte Recht hatte zu zögern, der Gattin, die aus dem Geheimniß ausgeschlossen ward! Die meisten Leute an Mr. Neal’s Stelle würden sofort alle Vorsichtsmaßregeln aufgegeben haben. Der Schotte gab alle außer einer einzigen auf.

»Ich will schreiben, was Sie mir zu diktiken wünschen, Sir«, sagte er zu Mr. Armadale. »Ich will es in Ihrer Gegenwart versiegeln und selbst an Ihre Testamentsvollstrecker aus die Post geben. Doch indem ich dies thue, muß ich Sie daran zu erinnern mir erlauben, daß ich völlig im Dunkeln handle, und Sie um Entschuldigung bitten, wenn ich mir, nachdem ich Ihre Wünsche in Bezug auf das Schreiben und Absenden Ihres Briefes erfüllt, volle Freiheit in Bezug auf meine eigene Handlungsweise Vorbehalte.«

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