Alexandre Dumas der Ältere - Der Frauenkrieg

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»Weil er Euer Liebhaber ist; das ist nicht, schwer zu errathen.«

»Weil er,« fuhr Nanon mit einer dramatischen Bewegung, den zitternden Herzog beim Arm ergreifend, fort, »weil er mein Bruder ist.«

Der Arm des Herzogs fiel an seiner Lende herab.

»Eure Bruder!« sprach er.

Nanon machte ein Zeichen mit dem Kopfe, begleitet von einem triumphierenden Lächeln.

Nach einem kurzen Augenblicke rief der Herzoge:

»Das erfordert Erläuterung.«

»Ich will sie Euch geben,« versetzte Nanon. »Um welche Zeit ist mein, Vater gestorben?«

»Vor ungefähr acht Monaten.«

»Um welche Zeit habt Ihr das Kapitänspatent für Herrn den Canolles unterzeichnet?«

»Ich denke, um dieselbe Zeit,« fuhr der Herzog fort.

»Vierzehn Tage hernach,« sagte Nanon.

»Vierzehn Tage hernach . . . es ist möglich.«

»Es ist traurig für mich,« fuhr Nanon fort, »die Schande einer andern Frau zu enthüllen, dieses Geheimniß aufzudecken, das unser Geheimnis ist, versteht Ihr wohl? Aber Eure seltsame Eifersucht treibt mich an, Euer grausamen Benehmen zwingt mich dazu. Ich ahme Euer Beispiel nach, Herr Herzog ich begehe eine Sünde gegen die Großmuth.«

»Fahrt fort, fahrt fort!« rief der Herzog, welcher bereits sich an die Phantasieen zu halten anfing, welche die schöne Gascognerin schmiedete.

»Nun wohl, mein Vater war ein Advokat, dem es nicht an einer gewissen Berühmtheit fehlte. Vor achtundzwanzig Jahren war mein Vater noch jung; mein Vater war stets schön gewesen. Er liebte schon vor seiner Verheirathung die Mutter von Herrn von Canolles, deren Hand man ihm verweigert hatte, weil sie adelig und er bürgerlich war. Die Liebe übernahm es, wie dies so oft geschieht, den Fehler der Natur gut zu machen, und während einer Reise von Herrn von Canolles . . . Begreift Ihr nun?«

»Ja, aber wie kommt es, daß diese Freundschaft für Herrn von Canolles Euch so spät erfaßt hat?«

»Weil ich erst bei dem Tode meines Vaters das Band erfuhr, das uns vereinigte; weil dieses Geheimniß in einem Briefe enthalten war, den mir der Baron selbst, mich seine Schwester nennend, überreichte.«

»Und wo ist dieser Brief?« fragte der Herzog.

»Vergeßt Ihr den Brand, der Alles bei mir verzehrt hat, meine kostbarsten Juwelen, meine geheimsten Papiere?«

»Das ist wahr.«

»Zwanzigmal wollte ich Euch diese Geschichte erzählen, überzeugt, Ihr würdet Alles für denjenigen thun, welchen ich ganz leise meinen Bruder nenne; aber er hat mich stets zurückgehalten, stets gebeten den Zins seiner noch lebenden Mutter zu schonen. Ich achtete seine Bedenklichkeiten, weil ich sie verstand.«

»Ah! Wirklich?« sprach der Herzog beinahe gerührt. »Armer Canolles!«

»Und dennoch war es sein Glück, daß er sich weigerte,« fuhr Nanon fort.

»Es zeugt von einem zarten Geheimniß,« versetzte der Herzog, »und sein Skrupel macht ihm Ehre.«

»Ich hatte noch mehr gethan, ich hatte ihm einen Eid geleistet, diesen Geheimniß niemals irgend jemand in der Welt zu enthüllen. Aber Euer Verdacht machte den Becher überströmen. Wehe mir! ich habe meinen Eid vergessen; wehe mir! ich habe das Geheimniß meinen Bruders verrathen.«

Und Nanon zerfloß in Thränen.

Der Herzog fiel vor ihr auf die Kniee und küßte ihre schönen Hände, die sie ganz niedergeschlagen hängen ließ, während ihre Augen, zum Himmel emporgerichtet, Gott um Vergebung wegen ihren Meineiden zu bitten schienen.

»Ihr sagte Wehe mir!« rief der Herzog, »Sagt doch: Glück für Alle! Die verlorene Zeit soll dem lieben Canolles wieder eingebracht werden. Ich kenne ihn nicht, aber ich will ihn kennen lernen. Ihr stellt Canolles vor, und ich werde ihn lieben, wie einen Sohn.«

»Sagt, wie einen Bruder,« versetzte Nanon lächelnd.

Dann zu einem andern Gedanken übergehend, rief sie den Brief zerknitternd, den sie in das Feuer zu werfen sich stellte, während sie ihn sorgfältig in die Tasche steckte, um später den Urheber damit zu fassen:

»Ungeheuer von Anzeigern!«

»Aber ich bedenke,« sagte der Herzog, »warum kommt denn der Junge nicht? Warum sollte ich warten, um ihn zu sehen? Ich werde ihn sogleich im Goldenen Kalbe holen lassen.«

»Ah! ja, damit er erfährt, daß ich nichts zu verbergen vermag, und daß ich Euch mit Hintansetzung meines Eides Alles gesagt habe.«

»Ich werde diskret sein.«

»Ah! mein Herr Herzog. nun muß ich Euch den Krieg ankündigen,« versetzte Nanon mit jenem Lächeln, das die Teufel von den Engeln entlehnt haben.

»Und warum denn, meine teure Schöne?«

»Weil Ihr einst lüsterner nach einem-Zusammensein unter vier Augen waret, als jetzt. Glaubt mir, wir wollen zu Nacht speisen, und morgen früh ist es noch Zeit, Canolles holen zu lassen.« (Von jetzt bis morgen kann ich Canolles benachrichtigen, dachte Nanon.)

»Es sei,« sprach der Herzog, »setzen wir uns zu Tische.«

Und von einem Reste von Zweifel gepeinigt, fügte er ganz leise bei:

»Von jetzt bis morgen werde ich sie nicht verlassen, und wenn sie nicht eine Zauberin ist, wird sie kein Mittel finden, ihn zu unterrichten.«

»Also,« sprach Nanon und legte ihren Arm auf die Schulter den Herzogs, »also ist es mir erlaubt, meinem Freunde eine Bitte für meinen Bruder vorzutragen?«

»Wie!« Versetzte Epernon, »Alles, was Ihr wollt, Geld . . .«

»Oh! Geld,« sagte Nanon, »dessen bedarf er nicht; er hat mir den prächtigen Ring gegeben, den Ihr bemerkt habt, und der von seiner Mutter kommt.«

»Avancement also?«

»Ja, Avancement. Wir machen ihn zum Obersten, nicht wahr?«

»Teufel! zum Obersten; wie rasch Ihr verfahrt, meine Geliebte! Er müßte zu diesem Behufe der Sache des Königs einen Dienst geleistet haben.«

»Er ist bereit, alle Dienste zu leisten, die man ihm nennen wird.«

»Oh!« sprach der Herzog, Nanon aus einem Winkel seines Auges betrachtend, »oh! ich hätte wohl einen Vertrauensauftrag für den Hof.«

»Einen Auftrag für den Hof!« rief Nanon.

»Ja,« versetzte der alte Hofmann, »aber das würde Euch trennen.«

Nanon sah, hast sie diesen Ueberrest von Mißtrauen vollends vernichten mußte.

»Oh! fürchtet dieß nicht, mein lieber Herzog. Was liegt in her Trennung, wenn diese von Vortheil für ihn sein kann. Verbannt ihn, schickt ihn aus dem Vaterlande, wenn es zu seinem Besten gereicht, und kümmert Euch nicht mehr um mich. Bleibt mir nur die Liebe meines teuren Herzogs, ist das nicht mehr, als ich brauche, um glücklich zu sein?«

»Gut, es ist abgemacht,« erwiederte der Herzog, »morgen früh lasse ich ihn holen und gehe ihm seine Instruktionen. Und nun, wie Ihr gesagt habt,« fügte er mit einem sehr besänftigten Blick auf die zwei Fauteuils, auf die zwei Gedecke und die zwei Kopfkissen beim »und nun wollen wir zu Nacht speisen, meine Schönste.«

Und jedes von ihnen setzte sich zu Tisch, das Gesicht so lächelnd, daß selbst Francinette, so genau sie auch als vertraute Kammerfrau hie Art und Weise des Herzogs und den Charakter ihrer Gebieterin kannte, glaubte, ihre Gebieterin wäre vollkommen ruhig und der Herzog völlig beruhigt.

IV

Der Reiter, welchen Canolles mit dem Namen Richon begrüßt hatte, war in den ersten Stock des Gasthofes zum Goldenen Kalb hinaufgestiegen und speiste in Gesellschaft des Vicomte zu Nacht.

Er war es, den der Vicomte ungeduldig erwartete, als ihn her Zufall zum Zeugen der feindseligen Vorkehrungen des Herrn von Epernon machte und ihn in den Stand setzte, dem Baron von Canolles den von uns bezeichneten Dienst zu leisten.

Er hatte Paris acht Tage vorher und Bordeaux an demselben Tage verlassen, und brachte also die neusten Nachrichten über die Wirren, die von Paris bis Bordeaux entstanden und ein immer mehr beunruhigendes Ansehen gewannen. Während er bald von der Einkerkerung der Prinzen, der Angelegenheit den Tages, bald von dem Parlament von Bordeaux, der Macht den Ortes, bald von Mazarin, dem König des Augenblicks, sprach, betrachtete der junge Mann stillschweigend sein männliches, gebräuntes Antlitz, sein sicheres, durchdringendes Auge, seine weißen, scharfen, unter dem langen schwarzen Schnurrbart schimmernden Zähne, und alle die verschiedenen Zeichen, welche aus Richon das Musterbild des wahren Glücksritters machten.

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