Julia Moira Radtke - Sich einen Namen machen

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Die Arbeit widmet sich einer bisher übersehenen, im öffentlichen Raum gleichwohl hochpräsenten Namenart: Sie untersucht die Namen im Szenegraffiti. Namen sind für die Graffitiszene von zentraler Bedeutung, weil es im Szenegraffiti darum geht, ein Pseudonym zu wählen und dieses möglichst oft und auf individuelle, qualitativ hochwertige Weise im öffentlichen Raum anzubringen. Die Mitglieder der Graffitiszene, die Writer, müssen sich daher im wörtlichen und im übertragenen Sinne «einen Namen machen».
Mit ihrer empirisch basierten Arbeit, deren Datengrundlage 11.000 Aufnahmen von Graffitis aus Mannheim bilden, legt die Autorin die erste umfassende wissenschaftliche Beschreibung dieser Namenart vor. Da die Graffitinamen im Fokus stehen, ist die Arbeit in erster Linie der Onomastik zuzuordnen. Um die Pseudonyme angemessen beschreiben zu können, werden in der Untersuchung aber auch Ansätze der Multimodalitäts- und Schriftbildlichkeitsforschung sowie der Linguistic-Landscape-Forschung verarbeitet.

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Auch bei der onymischen Genitivmarkierung hat sich die Vielfalt der Flexive, die im Alt- und Mittelhochdeutschen bestand, auf das -s reduziert ( Florian s Mütze, das Haus der Brune s, Laura s Auto ). Durchgesetzt hat sich damit das Flexiv der starken maskulinen Flexionsklasse.11 Wie die Beispiele zeigen, bilden bei den Namen auch Feminina den s-Genitiv, der bei den Appellativen endungslos ist ( die Farbe der Vase, das Knallen der Tür ). Endet ein Name im Nominativ allerdings bereits auf den Laut [s], wird der Genitiv – anders als in der Appellativik – nicht mit -es gebildet ( die Farbe des Haus es , das Gewicht des Klotz es), sondern mit dem Nullallomorph ( Klaus’ Auto, Hans’ Wohnung ).

Namen blockieren im Gegensatz zu Appellativen auch den Umlaut (NÜBLING 2005: 36). Der Stammvokal bleibt beispielsweise bei der Bildung der Diminutivform unverändert. Während Appellative mit den Stammvokalen ihre Verkleinerungsform häufig mit dem Umlaut bilden ( Pfännchen, Büchlein, Döschen ), ist dieser bei Namen nicht mehr produktiv ( Julchen, Hannchen ).12 Der Namenkörper bleibt also nach Möglichkeit auch dann in seiner Form erhalten, wenn er mit Suffixen wie -chen oder -lein erweitert wird.

Die onymische Markierung erfolgt auch auf syntaktischer Ebene, wobei sie sich in diesem Fall nicht auf den Wortkörper selbst bezieht, sondern auf dessen Kombinierbarkeit mit anderen Bestandteilen des Syntagmas (NÜBLING 2005: 47). Ebenjene Merkmale werden etwa besonders relevant, wenn es um die Unterscheidung von vollständig transparenten Namen und Appellativen geht. So kann bei Namen die Genitivform vor das Bezugswort gestellt werden wie in Müllers Buch . Laut DUDEN – „Die Grammatik“ besteht „eine starke Tendenz, vorangestellte Genitivattribute auf artikellose Eigennamen zu beschränken“ (2016: 839). Ländernamen wie Die Schweiz sind von der pränominalen Stellung damit ausgeschlossen und werden stattdessen postnominal positioniert ( Die Größe der Schweiz ). Auf diese Stellung sind auch Appellative festgelegt, sie stehen heute nicht mehr vor ihrem Bezugswort ( Das Dach des Hauses gegenüber * Des Hauses Dach ).

Auch der unterschiedliche Artikelgebrauch wird in Publikationen häufig zur Abgrenzung von Name und Appellativ herangezogen.13 Namen gelten prinzipiell als „ inhärent definit “, weil sie durch ihre Monoreferenz aus sich selbst heraus bestimmt sind (NÜBLING ET AL. 2015: 17, Hervorh. i.O.).14 Sie benötigen daher typischerweise keinen Artikel. Die Artikellosigkeit ist allerdings kein generelles onymisches Merkmal. Sie gilt zwar weitestgehend für Personennamen, Städtenamen ( Edinburgh, Dresden, Prag ), viele Firmen- und Institutionsnamen ( Nestlé, Maggi, Apple ) sowie den Großteil der Ländernamen ( Neuseeland, England, Australien ) (DUDEN – „Die Grammatik“ 2016: 299f.), andere Namen sind allerdings fest mit ihrem Artikel verbunden. Dazu gehören Ländernamen wie die Schweiz und die Mongolei , Gewässernamen ( die Pader und der Rhein ) und Straßennamen ( die Steinheimer Straße ) (DUDEN – „Die Grammatik“ 2016: 300f.). In DUDEN – „Die Grammatik“ werden außerdem Namen einzelner Bauwerke ( der Kölner Dom ), Namen von Werken der Kunst ( die Mona Lisa ) und Namen historischer Epochen und Ereignisse ( die Neuzeit, die römischen Verträge ) in die Kategorie „primärer Artikelgebrauch“ eingeordnet (2016: 301). In diesen Fällen hat der bestimmte Artikel eine eigene Funktionalität: Er kann nicht durch Null- oder Indefinitartikel ersetzt werden und hat auch nicht die Funktion, das Objekt als hinreichend identifiziert auszuweisen. Stattdessen kann er als „namenklassenkonstituierend“ aufgefasst werden, weil er – wie in Ø Mühlbach (Siedlung) und der Mühlbach (Gewässer) – zur Unterscheidbarkeit der Referenzobjekte beiträgt (NÜBLING ET AL. 2015: 80). NÜBLING ET AL. vermuten auch, dass der Artikel vor Namen wie Türkei oder Irak die Funktion hat, Kasus und Genus anzuzeigen: „Auffälligerweise sind artikellose Eigennamen meist Neutra“, während feminine und maskuline Namen eher mit Artikel stehen, wobei der Artikel dann die Genus- und Kasusanzeige leistet (NÜBLING ET AL. 2015: 83).

Eine Besonderheit im Artikelgebrauch besteht bei den Personennamen. Diese werden zwar als „artikellos“ gelistet, sie können – je nach Region und Kontext – allerdings auch mit dem Definitartikel stehen. Laut DUDEN – „Die Grammatik“ breite sich der Artikelgebrauch vor Personennamen insgesamt aus (2016: 301). Er werde insbesondere in der gesprochenen Sprache verwendet, erhalte über Internetforen gleichwohl auch Einzug ins Medium der geschriebenen Sprache (DUDEN – „Die Grammatik“ 2016: 301). Nach NÜBLING ET AL. ist es jedoch vor allem regional bedingt, ob Personennamen – genauer der Rufname – mit oder ohne Definitartikel verwendet werden (2015: 123ff.). In Süddeutschland, der Schweiz, Österreich und auch in Luxemburg ist der Artikelgebrauch in der Umgangssprache ganz natürlich, eine Unterlassung dieser Regel kann sogar als „hochnäsig und bemüht standardintendiert“ interpretiert werden (NÜBLING ET AL. 2015: 124). In einer Mittelzone, die nördlich bis Dortmund, Kassel und Leipzig sowie südlich bis Koblenz, Gießen und Coburg reicht, werde der Artikel vor Rufnamen je nach Kontext akzeptiert, während er in nördlicheren Bereichen völlig abgelehnt werde (NÜBLING ET AL. 2015: 124f.). FLEISCHER betont auch die stilistische Funktion, die der Artikelgebrauch bei Personennamen aufweisen kann. Bei Rufnamen wirkt er

expressiv, charakterisiert alltäglich-vertraulichen Umgang. […] Der bestimmte Artikel beim bloßen Familiennamen hat – ausgehend wohl vom Gebrauch vor Gericht und in der Kanzleisprache – eine versachlichende, distanzierende und schließlich auch pejorative Wirkung; er ersetzt dann die Bezeichnungen Herr und Frau […]. (FLEISCHER 1992: 22)

Bei Rufnamen drückt der Artikelgebrauch dementsprechend eine emotionale Nähe zum Referenzobjekt aus, beim Familiennamen bewirkt er eine Abwertung. Auch in grammatischer Hinsicht ist der Artikelgebrauch funktional: Er verliert zwar die Funktion der Definitheitsanzeige, die Funktion der Numerus-, Kasus- und Genusanzeige bleibt jedoch erhalten – wobei die Numerusanzeige bei Rufnamen weniger relevant ist, da diese meist im Singular vorkommen. Auch die Genusanzeige wird in der Regel vom Namenkörper selbst geleistet, indem dieser für Frauen oder Männer typische Strukturen aufweist (z.B. höhere Silbenzahl, höhere Anzahl an Vokalen und häufiger heller Kernvokal) (NÜBLING ET AL. 2015: 131ff., OELKERS 2003). Nur bei Familiennamen (ohne vorangehenden Rufnamen) muss der Artikel mitunter die Genusanzeige leisten, weil der Wortkörper selbst dies im Deutschen nicht leistet ( der Fischer vs . die Fischer ). Was der Definitartikel jedoch sowohl bei Rufnamen als auch bei Familiennamen ganz deutlich markiert, ist der Kasus des Namens: Dieser wird bei Namen am Wortkörper selbst nur im Genitiv flexivisch markiert.

3.4.2 Graphematische Markierung der Namen

Wie im vorangehenden Kapitel erläutert, wirken im Deutschen unterschiedliche sprachliche Ebenen an der Differenzierung zwischen Name und Appellativ mit. Bei der onymischen Markierung kommen dementsprechend prosodische und phonologische, morphologische, morphosyntaktische, syntaktische und graphematische Strategien zum Tragen. Der Beitrag der Graphematik wird hier in einem gesonderten Abschnitt beschrieben, da die Schreibung in vielen Namenklassen einen besonders wichtigen Beitrag zur onymischen Markierung leistet (NÜBLING ET AL. 2015: 86).1 Auf die bedeutende Rolle der Graphie als onymischen Marker hat bislang in erster Linie NÜBLING aufmerksam gemacht, die dieses Thema in verschiedenen Publikationen aufgreift und beispielsweise auch beschreibt, inwiefern sich dadurch Kontraste zu anderen Sprachen ergeben (NÜBLING 1997a, 2000, 2005, NÜBLING UND MARYNISSEN 2010, NÜBLING ET AL. 2015).2 Im Folgenden werden daher insbesondere die Ergebnisse aus NÜBLINGS Untersuchungen zusammengefasst.

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