A. V. Frank - Waldlichter
Здесь есть возможность читать онлайн «A. V. Frank - Waldlichter» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Waldlichter
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Waldlichter: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Waldlichter»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Waldlichter — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Waldlichter», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Da erinnerte ich mich an etwas: In der vierten Klasse hatte auf einmal ein Brief auf meiner Schulbank gelegen und ich hatte ihn vorsichtig geöffnet. Darin war ein Liebesbrief mit der Bitte um ein Treffen gewesen. Voller Zuversicht war ich zum Treffpunkt gekommen und hatte gewartet ... bis ich die Menschenmasse bemerkt hatte, die mich lachend aus einem Fenster beobachtet hatte. Anschließend war ich tief gekränkt zu Vetana gelaufen und hatte mich ihr anvertraut. Und sie hatte mir geraten, mir nichts anmerken zu lassen, einfach über dieser Sache zu stehen und so weiterzumachen wie bisher. Sie meinte damals, dass sie persönlich selbst beim hundertsten Brief noch nachgeben würde, denn man wüsste ja nie, ob nicht doch der heimliche Schwarm oder ein echter Liebhaber wartete.
So fühlte ich mich. Als hätte ich einen Liebesbrief bekommen und müsste nun überlegen, ob ich zu dem Treffpunkt gehen sollte oder nicht. Nur dass dies hier eine Nummer größer war. Der Verdacht in mir, dass Tran und ihre Freundin Kath uns einen perfiden Streich spielten, erhärtete sich immer mehr. Bestimmt war auch Ana eingeweiht, dieses blonde, arrogante Flittchen! Inzwischen war ich mir sicher, dass es sich nur um einen Streich handeln konnte, und stürmte zur Tür. Auch wenn Vetana mir gesagt hatte, ich solle mich immer wieder darauf einlassen. Man konnte ja sehen, was sie davon gehabt hatte ... Nun war sie vermutlich tot und irgendwo verscharrt, wahrscheinlich in demselben Wald, in den diese Provinzratten mich nun locken wollten. Vielleicht wollten sie mich auf die gleiche Weise verschwinden lassen wie meine Schwester!
Ich öffnete die Tür nicht, sondern lehnte mich schwer dagegen. „Was mach ich nur, was mach ich nur?“, fragte ich mich immer wieder und musterte die Maserung des Holzes vor mir. Das beinahe schwarze Astloch erinnerte mich verschwommen an einen Traum ... einen Raben ... „Das ist nur passiert, weil du dich auf Vorurteile verlassen hast“, hallte es in meinem Kopf wider.
Und ich verstand endlich den Rat meiner Schwester. „Lass dich darauf ein, denn das Schlimmste, das passieren kann, ist, dass du selbst zu Schaden kommst. Doch das ist nicht so wichtig. Wenn du allerdings fernbleibst, um dich selbst zu schonen, weißt du nicht, wer sonst darunter leiden könnte.“
Seufzend setzte ich mich aufs Bett. Vetana hatte auf ebendiese Weise gelebt. Sämtlichen Schmerz in sich hineingesogen, um als Puffer zu dienen. Doch an ihr selbst war nie etwas hängen geblieben, es hatte ihr überhaupt nichts ausgemacht, weil sie wusste, dass sie anderen damit half.
„Aber ich kann das nicht!“, klagte ich im Stillen, obwohl ich wusste, dass ich keine andere Wahl hatte. Wenn ich mich nicht sofort ablenkte, würde ich in Tränen ausbrechen, also dachte ich über Musik nach, darüber, was ich über Mendelssohn-Bartholdy gelesen hatte. Ich fragte mich, warum er so besonders war, dass er in einem Ritual von ... irgendetwas eine solche Rolle spielte. Sein Leben war nicht sonderlich aufregend gewesen. Er war an mehreren Schlaganfällen gestorben. Wirklich nichts Besonderes. Aber wieso war er dann so wichtig?
Ich hatte auch in den Sommernachtstraum reingehört und es hatte mir ziemlich gut gefallen. Was Musik betraf, so war ich multifunktional, wenn man das so sagen konnte. Ich mochte eigentlich alles, konnte sowohl Rap als auch Klassik hören. Aber diese Melodie machte auf mich ebenfalls keinen besonderen Eindruck. Wieso war sie es?
Ich wusste keine Antwort darauf, verstand immer noch nicht wirklich, was das Ganze sollte. Was wäre, wenn diese Toúta eine menschenfressende Bakteriensorte war? Oder Rieseninsekten?
Ein Schauer kroch über meinen Rücken. Wenn ich etwas hasste, dann waren es Insekten. Wie sie herumkrabbelten mit ihren gruseligen Körpern, die so künstlich und leblos aussahen. Ich fing unwillkürlich an zu zappeln, als wollte ich etwas vertreiben.
Schnell wandte ich meine Gedanken einem anderen Thema zu. Hutmoden. Ich wusste überhaupt nicht, wie ich jetzt darauf kam, aber ich überlegte, dass es so viele Hüte gab und doch nie einer wirklich adäquat zu sein schien, entweder war er gerade unbeliebt, man hatte ihn nicht in der richtigen Farbe oder er passte nicht zum Outfit. Etwas war immer falsch. In welchem Bereich des Lebens war das überhaupt anders? Frustriert schüttelte ich den Kopf. Meine Fragen und Gedanken drehten sich im Kreis, ohne einen Sinn zu ergeben.
Ich wurde erlöst, als die Tür aufsprang und eine schnaufende Ana hereinkam. „Da bist du ja! Tran macht sich total Sorgen und schickt mich durch das ganze verdammte Kaff, um dich zu suchen. Dabei sitzt du hier und machst ... ja, was? Wieso kommst du nicht raus? Ist irgendwas?“ Sie setzte sich neben mich, warf einen Blick in den Rucksack und sah mich anschließend prüfend an. „Es ist wegen heute Abend, oder? Wir kommen auf jeden Fall wieder! Und wenn wir nicht zurückkommen, dann wird es aufgrund einer freien Entscheidung sein. Mach dir keine Sorgen.“
Erstaunt sah ich sie an. Seit wann war sie so einfühlsam? Seit wann verstand sie mich und war nett zu mir?
„Ich weiß einfach nicht, ob wir das Richtige machen. Wieso wir hier weggehen. Ich versuche mich die ganze Zeit davon abzuhalten, mich in meinem Bett zu verkriechen und nie wieder herauszukommen. Ich wollte doch einfach nur Urlaub machen!“ Ich schüttelte den Kopf, verdrängte den Gedanken an Pan und wurde dennoch allmählich richtig wütend. So ganz war ich immer noch nicht davon überzeugt, dass dies kein Scherz war. Eigentlich rechnete ich felsenfest damit, aber ich sollte mir wohl lieber nichts anmerken lassen. Dann richtete ich meinen wahrscheinlich vor Wut glühenden Blick auf Ana und sagte mit bemüht freundlicher Stimme: „Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast. Das Abwarten überfordert mich einfach. Komm, wir gehen ein bisschen raus, ich brauch etwas, an dem ich meine Wut ablassen kann.“
Sie nickte, musste offensichtlich ein Grinsen unterdrücken und begleitete mich nach draußen.
Als der Abend kam, war ich genauso ausgeglichen wie sonst auch. Wir hatten zuerst einen kleinen Wettkampf veranstaltet, zunächst nur die Clique, doch bald hatten sich andere angeschlossen und schlussendlich machte jeder mit. Es wurden Zweierteams aufgestellt ‒ gar keine leichte Aufgabe ‒, die dann um die Wette rannten. Dabei konnte ich meine überschüssige Energie endlich verbrauchen und mich so richtig auspowern, auch wenn ich nicht gewann. Sonderlich schnell war ich schließlich noch nie gewesen, dafür aber einigermaßen stark. Wir beendeten den Wettkampf, als die Sonne hinter dem Wald versank. Ich machte mit Tran und Ana einen Treffpunkt aus, von dem wir in einer halben Stunde aufbrechen wollten.
Zuvor kaufte ich in einem Geschäft – einem von dreien ‒ noch zwei Taschenlampen für alle Fälle, eine davon gab ich Ana, die andere packte ich in meinen Rucksack. Dann ging ich sehr lange und ausgiebig duschen und gönnte auch Ana diese Wonne, als es bereits Zeit war loszugehen. Das allerdings gestaltete sich schwierig, denn die anderen wollten unbedingt wissen, wo wir hingingen. Ana antwortete in ihrer hochnäsigsten Art, die ihr niemand mehr so wirklich abnahm, dass sie noch etwas mit Transca zu erledigen hätten. Daraufhin wollte Caro mitkommen. Ich erklärte, es würde nicht lange dauern und wir wären sicherlich bald wieder da.
Ana fügte noch an: „Und selbst wenn wir nicht so bald wiederkommen, macht euch nicht verrückt, dann pennen wir wahrscheinlich bei Tran oder so.“ Leider weckte das erst recht die Neugierde der anderen.
„Was müsst ihr denn so Wichtiges mit ihr besprechen, dass ihr mitten in der Nacht abhaut, ohne dass euch jemand sieht?“ Das kam von der scharfsinnigen Lisa, die sich uns tatsächlich in den Weg stellte. Zu meinem Leidwesen bemerkte ich viel zu spät, wie stur die junge Frau und wie uneins Ana und ich uns waren. Während Lisa uns also musterte und auf eine Erklärung wartete, wurde ich wütend und funkelte zurück.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Waldlichter»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Waldlichter» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Waldlichter» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.