Fabio Andina - Tage mit Felice

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Ein Bergdorf im Tessin. Das frisch gestrichene Gemeindehaus, die Bar, wo der Alkohol fließt, der Schulbus aus Acquarossa, der Bauer Sosto, der letzte, der Kühe hat. Das Dorf von Felice. Vor dem ersten Hahnenschrei bricht er auf, der alte Kauz, der meistens barfuß läuft, um in einer Gumpe weit oben hinter dem Kiefernwald zu baden. Auch bei Regen, auch bei Schnee. Danach hackt er Holz, pflückt im Garten Kakis, und wenn er im Wald Pilze findet, kommt er mit Käse zurück. Der junge Mann aus der Stadt, der mit ihm geht, entdeckt eine nie gesehene Dunkelheit, eine Stille, die hörbar, eine Kälte, die Hitze wird – und so manches Geheimnis um den neunzig Jahre alten Mann. Ihm wird klar: Wir dürfen uns Felice als glücklichen Menschen vorstellen.
Tage mit Felice ist ein minimalistisch erzählter Roman über die Kunst des einfachen Lebens und zugleich das Porträt eines Dorfs im Bleniotal. Dort oben, den Härten der Jahreszeiten ausgesetzt, wo niemand ein leichtes Auskommen hat, sind die Menschen rau und wortkarg und lieber mit den Tieren zusammen. Und doch ist da eine starke Gemeinschaft, die Leben und Tod und den Einbruch des technischen Zeitalters ganz selbstverständlich teilt. Eine ergreifende, entschleunigende Lektüre.

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In der Tüte sind zwei Zucchini wie die, die ich auf Felices Küchenschrank gesehen habe. Vittorina wird sie mir gebracht haben. Ich gehe ins Haus und setze einen Topf mit Wasser auf. Dann suche ich im Küchenschrank nach etwas, das ich Vittorina für weiteres Gemüse geben kann, auch wenn Felice mir von seinem geben würde. Ich entscheide mich für ein Glas mit getrockneten Pilzen, die ich oben bei Cassina im Kiefernwald am Nara gesammelt habe. Damit gehe ich zu Vittorina zum Tauschen. Sie dankt mir, mèrsi, und lässt mich ernten, was ich möchte. Ich nehme zwei oder drei Mangoldstangen, eine Gemüsezwiebel, Spinat und einen kleinen Blumenkohl. Dabei sehe ich zu Felice hinüber, der immer noch so dasitzt wie vorhin.

Ich gehe wieder zu mir nach Hause. Das Wasser brodelt schon. Im Nu habe ich das Gemüse geschnitten, lasse es für die Dauer eines Telefongesprächs kochen, tue dann den Deckel drauf, mache den Herd aus und kehre zu Felice zurück.

Er lässt sich auf der Granitbank von der lauen Sonne wärmen, reglos und starr wie eine Aspisviper, die Augen geschlossen, den einen Brief in die Hemdtasche gesteckt, den anderen in der Hand. Mir bleibt keine Zeit, mich zu setzen, denn er steht auf, steckt auch den zweiten Umschlag ein und sagt, auf.

Im Auto verharrt er zunächst gedankenverloren, die linke Hand am Lenkrad, den gezückten Zündschlüssel in der rechten. Dann steckt er ihn ins Schloss, um den Suzuki anzulassen, der jedoch kein Lebenszeichen von sich gibt. Da kommt er wieder zu sich, sieht mich an und sagt, schiebst du? Ich steige aus, er rollt heraus, ich helfe ihm beim Manövrieren, kurz anschieben und los gehts.

Wir fahren über den halb verlassenen Platz. Vor dem Gemeindehaus steht der Haflinger von Sosto mit dem kleinen Anhänger, die leeren und schon gespülten Milchkannen auf der Ladefläche. Die Tür zum Milchdepot steht offen. Ich sehe ihn drinnen, wie er gerade den Fliesenboden abspritzt, den riesigen Kühltank hinter sich. Gummistiefel, Parisienne im Mund, die Augen auf den Gully gerichtet.

Am Dorfausgang, auf Höhe der ersten Kehre talwärts, gießt die Stumme, dreiundneunzig Jahre alt, ein Alpenveilchen vor der Wegkapelle des heiligen Christophorus, Schutzheiliger der Wanderer. Ein langer Riss, das Bild abgeblättert und ein brennendes Grablicht. Felice bremst ab und hupt, doch sie sieht uns nach, ohne den Gruß zu erwidern. Wirft uns vielmehr einen finsteren Blick zu, mit ihrem vom grauen Star getrübten Auge.

Ciao, Stumme, sagt Felice, obwohl sie ihn nicht hören kann. Auch alles nur so ein Humbug, wenn du mich fragst.

Was ist Humbug?

Zu meiner Zeit waren sie alle so ein bisschen die Frömmler, reden wir nicht drumrum. Rannten immer in die Kirche, sobald der Pfarrer am Glockenseil zog. Hupen, Kurve.

Ja, früher, sage ich. Heute sind es nur noch die paar wenigen, die hingehen.

Nach längerem Schweigen, als das Thema mit diesem kurzen Wortwechsel schon beendet scheint, räuspert er sich und sagt, aé, irgendeinen dummen Dorsch zum Ausnehmen finden sie immer noch. Aber jeder macht halt das, woran er glaubt. Und außerdem, fügt er hinzu und schaltet vor der nächsten Kurve in den Zweiten herunter, hupt. Und außerdem, wenn du mich fragst, glaube ich nur an gegenseitige Achtung. Die Leute achten und akzeptieren wie sie sind und basta.

Er sieht aus dem Augenwinkel, wie ich nicke. Wenn man mit Felice zusammen ist, kommt das Gespräch oft auf Scheinheilige, Schurken und Hochstapler, auf die Ungerechtigkeiten der Welt und den Tod.

Aber Felice. Wenn wir sterben, was wird dann aus uns?

Wenn wir krepieren, werden wir alle zu Kompost, alle miteinander, denn alle haben wir rotes Blut, Diener und Herren, Schöne und Hässliche, Dummköpfe, Doktoren, Bauern, Priester, alle in ein Loch, zwei Meter unter die Erde und amen, und das ist die reinste schönste Wahrheit, die es immer gegeben hat und an der sich nie was ändern wird, antwortet er in einem Atemzug und ohne eine Miene zu verziehen.

Stimmt Felice. Stimmt.

Er sieht mich kurz an, wie um sich zu vergewissern, dass ich wirklich seiner Meinung bin. Die einzigen Wahrheiten, fährt er fort und schaut wieder auf die Straße, sind Geburt und Tod, so seh ich es. Dazwischen ist der ganze Rest. Wie ein Fluss, der an uns vorbeifließt. Und wir verbringen unser Leben damit, ihm beim Fließen zuzusehen, bis unsere Batterie den Geist aufgibt.

Ich stelle ihn mir vor, den Felice. Friedlich in seinem Winkel an einem Ufer, wo er das Leben vorbeifließen sieht, still und allein.

Stimmt. Stimmt. Und du, willst du mal eine richtige Beerdigung?

Er nimmt den Fuß vom Gas, starrt lange auf die Straße, atmet dann tief durch und lässt das Fenster ein wenig herunter, tritt wieder aufs Gas und sagt, ach, wenn meine Batterie den Geist aufgibt, können sie mit mir machen, was sie wollen.

Nach zwei Serpentinen redet er weiter, Beerdigung, sagt er beinahe gleichmütig. Beerdigung … Wenn du mich fragst, ist es besser, wie manche Tiere es machen, die zum Sterben in den Wald gehen, dann fressen dich die Füchse auf und amen. Er lässt das Fenster noch ein Stück herunter, schaltet in den Zweiten, hupt, Kurve.

Denn sonst nämlich nehmen sie dich aus wie einen dummen Dorsch, sogar noch, wenn du tot bist, reden wir nicht drumrum. Sie rasieren dich und waschen dich mit einem Lappen ab und spritzen Parfüm auf dich, und dann kämmen sie dich und pudern dir auch noch das Gesicht wie bei einer Frau, und dann ziehen sie dir den Sonntagsanzug an. Den viele noch nicht mal haben, obendrein. Nächste Kehre, nächstes Hupen.

Sie richten dich blitzblank her wie sonst was, ist doch wahr. Lassen dich zwei- oder dreitausend Franken berappen, falls das reicht. Und dann werfen sie dich in ein Loch und amen. Hupe und Kehre. Er lässt das Fenster ganz herunter, sodass ich das Kinn im Rollkragen meines dicken Pullis vergraben und die Arme um die Brust verschränken muss.

Wir kommen zur Post von Acquarossa unten im Tal. Er zieht einen der Umschläge aus seiner Hemdtasche, sieht mich an, der Strom, sagt er, und aus der Hosentasche wieder dieses Bündel Scheine und geht die Stromrechnung bezahlen. Dabei hält er ein Schwätzchen mit dem Postbeamten, einem redseligen Typ, da hinter ihm niemand ansteht. Der ist seit Kurzem mit Maria verheiratet, einer dreißig Jahre jüngeren Kolumbianerin, die in einer Trattoria in der Nähe arbeitet.

Hola Felice, sagt der Pöstler.

Aé. Gut. Und selber?

Und selber was, Felice?

Bòn, na dann. Machs gut.

Wir gehen und lassen ihn mit verdutztem Gesicht zurück. Felice steigt in den Suzuki, ich schiebe an, und wir fahren los.

Wir lesen Zeitung in der Bar Posta in Castro. Ich schlage die Stellenanzeigen auf, sehe aber nichts. Falte die Zeitung wieder zusammen. Felice hat gerade erst die zweite Seite von hinten umgeblättert. Ich bewundere seine Ruhe, seine Gelassenheit. Er verzweifelt nie. Noch nie habe ich ihn laut werden, noch nie fluchen hören. Ich kenne ihn nur heiter und zufrieden.

Ich bestelle noch einen Espresso und gehe dann Euro-Millions spielen. Am Tresen stehen ein paar Bauern mittleren Alters, die Bier trinken und laut krakeelen. Es ist noch nicht einmal zehn Uhr. Auch in dieser Bar, wie im Gallo Cedrone von Leontica, beginnt der Alkohol früh zu fließen.

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