Gregor Eisenhauer - Führerin

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Der amerikanische Verschwörungstheoretiker und Bestsellerautor Charles Klimt kommt nach Berlin, um sein neues Buch vorzustellen, in dem er die Existenz des international operierenden Geheimbundes »Barabas« belegt. Dieser soll, so Klimt, den Fortbestand der NS­Ideologie und den »Endsieg über das Judentum« sichern. Eine Woche später will er Namen nennen. Zeit, die er seinen Feinden gibt, ihn zum Schweigen zu bringen. Den angekündigten Mord soll die Journalistin Martina Claasen auf Klimts Wunsch exklusiv dokumentieren. Doch er will über sie nur den Kontakt zu seiner Tochter und seiner Enkelin Lotta wiederherstellen, um deren Leben er eigentlich fürchtet. Denn seit Klimt in einem Buch die Existenz Gottes geleugnet hat, werden er und alle, die ihm nahe sind, von Ayn Goldhouse, christliche Fundamentalistin und Gründerin des Ordens »New Virgins«, mit unversöhnlichem Hass verfolgt. Deren Vision ist das neue Matriarchat, und da auch ihre Zeit begrenzt ist, sucht sie eine Nachfolgerin: die Führerin. Und plötzlich trägt Lotta das Erkennungszeichen des Ordens – eine kleine schwarze Rose – als Tätowierung …

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Auch deswegen hatte er sie auf den Fall angesetzt. Nicht dass es da wirklich etwas zu lachen gab, aber er wollte ihre Leidenschaft wieder wecken. Wenn er sie so in ihrem Büro sitzen sah, ganz in sich gekehrt, nur auf eins fokussiert, auf die Krankheit, und auf den Sieg über ihre Krankheit, dann überkam ihn ein so grausames Mitleid, dass er fast glaubte, dieses Mitleid würde seine Liebe gänzlich ersticken.

Wenn sie ihn dabei ertappte, wie er sie beobachtete, drohte sie immer mit dem Zeigefinger und lächelte spöttisch. Aber dieses spöttische Lächeln war nur noch ein schwacher Reflex jener unbändigen Abneigung, die sie ihm anfangs entgegengebracht hatte.

Als sie damals in sein Büro getreten war, hatte er sich auf der Stelle in sie verliebt. «Das ist die Frau deines Lebens, die Mutter deiner Kinder, die Herrin deines Heims.» Kein Lovesong, der ihm nicht durch den Kopf gegangen wäre. Fünf Jahre war das her. Keine Minute hatte es damals gedauert, seine Träume in der alleruntersten Schublade zu verschließen. Er hatte sie einfach nur noch angestarrt. So war es ihm zumindest vorgekommen. Sie war schlank, schön, vorlaut und unglaublich ehrgeizig. Das Erste, was ihm auffiel, waren ihre Hände, unmerklich gepflegt, kein aufdringlicher Nagellack, keine überlangen Fingernägel, aber ein ganz feiner Geruch nach einer ziemlich teuren Handcreme, die sie sich als kleinen Luxus gönnte.

Er liebte diesen Geruch. Wenn man ihr fest die Hand schüttelte, blieb ein wenig davon in der eigenen Hand. Brigitte hatte die gleiche Creme benutzt, jeden Morgen, selbst an dem Morgen, als sie gestorben war. Brigitte, seine Verlobte. Die er genau in dem Moment vergaß, als Martina in sein Büro trat. Eine schreckliche Minute lang. Mehr brauchte es nicht, um ein Leben auf den Kopf zu stellen. Danach nährte sich seine Liebe zu ihr nur noch von Schuldgefühlen. Brigitte. Das klang nach einem anderen Leben. Das war ein anderes Leben. Ihre Hand hatte einen kurzen Moment an seiner Wange gelegen, wie sie es immer tat zum Abschied. «Dreizehn Uhr, Lutter und Wegner», hatte sie beim Hinausgehen gerufen, obwohl sie genau wusste, dass er lieber zum Italiener gegenüber gegangen wäre. Lächeln musste er trotzdem. Lächeln musste er auch, als er das seltsame Bild sah, das sich ihm wenige Stunden später bot. Er hatte die Eingangstür seines Bürogebäudes geöffnet, trat vorsichtig auf den Gehweg, aus Angst vor einem der wahnsinnigen Fahrradkuriere, die gelegentlich hier langrasten, und starrte geradeswegs auf den Unfallort. Dieser riesige Audi quattro Q6, umringt von Polizisten und Sanitätern. Dennoch erhaschte er einen Blick auf das Opfer. Auf die Hand des Opfers. Sie war wohl, ohne sich umzusehen, auf die Straße gerannt. Weil sie nicht zu spät kommen wollte. Sie wusste, er hasste Unpünktlichkeit. Er hatte auf die Uhr gesehen damals, 13 Uhr, sie wäre nicht zu spät gekommen.

Das war zwei Jahre her. Nur zwei Jahre. Eine Ewigkeit. Und noch immer hatte er ein schlechtes Gewissen. Die eine Minute des Verrats. Als wäre seine plötzliche Liebe für Martina der Grund für Brigittes Tod gewesen. Als hätte er ihr den Tod gewünscht.

Er hätte es nie für möglich gehalten, dass ein Mensch von einem Tag auf den anderen so erkalten kann. Wenn er morgens vor den Spiegel trat, glaubte er, einem schlechten Darsteller seiner selbst gegenüberzustehen. Anfangs hatte er daran gedacht, alles hinzuschmeißen, aber er führte sein altes Leben weiter, einfach so aus Gewohnheit. Seine Eltern lebten auf Mallorca, und wenn er ehrlich war, fand er diese Lösung brillant. Er sah sie im Frühjahr zur Mandelblüte und im Winter an den Weihnachtsfeiertagen. Mehr Familie musste nicht sein. Er hatte keine Freunde, was er nicht weiter bedauerte, denn in diesem Geschäft gab es nur News-Junkies oder Narzissten. Er hatte sich an diesen Typus gewöhnt, alle anderen Menschen fand er langweilig. Altmodisch. Schallplatten, die zu langsam abgespielt wurden. Er mochte Tempo. Deswegen hatte er mit Golf angefangen. Es war die perfekte Mischung zwischen Beschleunigung und Verlangsamung. Anfangs hatte er geflucht über die weiten Wege zwischen Abschlagpunkt und Loch, und er hatte sich zum Spott der guten Golfer einen Elektrocart gemietet, um schneller von A nach B zu kommen. Aber das hatte die Vorfreude geraubt. Nach einer Weile verstand er – Heranpirschen gehört zur Jagd.

Er hatte Brigitte allmählich vergessen, so wie man seinen ersten Kuss vergisst, und irgendwann stellt man erstaunt fest, dass es große Mühe kostet, sich zu erinnern, wann und wo es geschehen war.

Eins wusste er allerdings ganz sicher, er wollte endlich wieder ein Zusammenleben. Er wusste auch mit wem. Es gab nur ein Problem, Martina ahnte nichts von seinen Plänen. Und vermutlich wäre sie in Ohnmacht gefallen, hätte er ihr davon erzählt. Sie würde ihn lieben, dessen war er sich sicher, Martina würde ihn eines Tages lieben. Sonst wäre das alles ohne Sinn. Der Tod Brigittes. Seine Einsamkeit. Dieser idiotische Job.

Er packte das Dossier in seine Aktentasche. Ohne einen wirklichen Risiko-Job wie diesen würde sie nie wieder zu ihrer alten Stärke zurückfinden, sondern einfach nur Dienst nach Vorschrift leisten. Allerdings gab es im Fall Klimt so viele Risiken, dass er es fast schon wieder bereute, ihr den Fall übertragen zu haben.

Er kannte von Hausen, den Mafia-Anwalt, er war ihm mehrfach persönlich begegnet, und er hatte noch seine Ankündigung im Ohr, dass er ihn in nicht allzu ferner Zeit mit brisantem Material über einige Prominente der A-Liga versorgen würde. Von Hausen war ein rationaler Mensch. Ein Mord war ihm ohne Weiteres zuzutrauen, er hätte wie Abraham seinen eigenen Sohn geopfert, wenn die Organisation es verlangt hätte. Er nannte den Verein dieser Nazispinner immer nur die «Organisation», weil er einen professionellen Abstand wahren wollte. Aber diese Organisation hatte seit jeher ein oberstes Gesetz: im Hintergrund agieren. Sie würden niemals in den Verdacht kommen wollen, für den Mord an einer Unschuldigen verantwortlich zu sein.

Dennoch wusste er seit genau drei Stunden, dass Martina bereits observiert wurde. Das musste kein schlechtes Zeichen sein, es konnte auch eine Schutzwache sein. Was ihn nervös machte, war, dass diese Schutzwache nicht auf seiner Gehaltsliste stand. Er hatte keine Ahnung, wer dahintersteckte. Es konnte Klimt sein. Es konnte aber auch diese hochgradig verrückte Ayn Goldhouse sein. Die ging ihm allmählich wirklich auf die Nerven.

Das oberste Gesetz ihres Ordens war es von Anfang an gewesen, für Öffentlichkeit zu sorgen. Skandale zu initialisieren, wo immer es ging. Das war bislang ohne Blutvergießen vonstattengegangen – aber wie lange noch? Ayn Goldhouse hatte ein halbes Dutzend amerikanischer Politiker kaltgestellt, indem sie die Kerle mit herabgelassenen Hosen bloßstellte. Sie bediente die Presse mit Skandalgeschichten in Serie. Sein Verdacht war, sie produzierte die Skandale in eigener Regie. Das war für die Betroffenen peinlich, aber nicht tödlich. Zumindest hatte keiner den Mut gehabt, sich nach diesen Enthüllungsstorys selbst die Kugel zu geben. Klimt war da von einem anderen Format. Ihm traute er durchaus so einen Ehrentod von eigener Hand zu. Fragte sich nur, welche Leiche er im Keller liegen hatte. Dass da eine lag, dessen war er sich sicher.

Ayn Goldhouse wollte Klimt mit aller Gewalt zur Strecke bringen. Den Grund kannte er nicht. Aber ihr Jagdinstinkt hatte sie bislang noch nie in die Irre geführt. Das musste er anerkennen, auch wenn ihm diese Art von Fanatismus fremd war. Er spürte, dass sie es absolut ernst meinte. Und dass sie jeden liquidieren würde, der sich ihr bei diesem Vorhaben in den Weg stellte.

Kehrtmann kannte Martina, wenn sie einmal einen Fall übernahm, dann tat sie alles, um ihren Mandanten zu schützen, und zwar genau so lange, bis die Geschichte unter Dach und Fach war. Das konnte in diesem Fall verdammt viel zu lange sein. So jedenfalls würde sie sich ausdrücken. Und stur an der Sache weiterarbeiten.

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