Gregor Eisenhauer - Führerin

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Der amerikanische Verschwörungstheoretiker und Bestsellerautor Charles Klimt kommt nach Berlin, um sein neues Buch vorzustellen, in dem er die Existenz des international operierenden Geheimbundes »Barabas« belegt. Dieser soll, so Klimt, den Fortbestand der NS­Ideologie und den »Endsieg über das Judentum« sichern. Eine Woche später will er Namen nennen. Zeit, die er seinen Feinden gibt, ihn zum Schweigen zu bringen. Den angekündigten Mord soll die Journalistin Martina Claasen auf Klimts Wunsch exklusiv dokumentieren. Doch er will über sie nur den Kontakt zu seiner Tochter und seiner Enkelin Lotta wiederherstellen, um deren Leben er eigentlich fürchtet. Denn seit Klimt in einem Buch die Existenz Gottes geleugnet hat, werden er und alle, die ihm nahe sind, von Ayn Goldhouse, christliche Fundamentalistin und Gründerin des Ordens »New Virgins«, mit unversöhnlichem Hass verfolgt. Deren Vision ist das neue Matriarchat, und da auch ihre Zeit begrenzt ist, sucht sie eine Nachfolgerin: die Führerin. Und plötzlich trägt Lotta das Erkennungszeichen des Ordens – eine kleine schwarze Rose – als Tätowierung …

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«Dann könnten wir auch ein wenig über Sie reden! Ich hoffe, Sie haben die Therapien gut überstanden und fühlen sich fit für die anstehenden Aufgaben?! Also abgemacht? Neunzehn Uhr vor dem Bode-Museum? Ach ja, eine kleine Bitte noch. Kontaktieren Sie morgen diese Frau hier, Klimts Tochter. Er legt großen Wert darauf. Und es wird, wie es so schön heißt, Ihr Schaden nicht sein. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Rückseite des Fotos. Ein schönen Tag noch!»

Martina war so überwältigt von einem Gefühl der tiefen Abneigung gegen Wilson, dass sie instinktiv den Kopf schüttelte – und zustimmte. Wilson nickte ihr höflich zu und ging, natürlich nicht ohne vorher dezent die Rechnung beglichen zu haben. Ein Heranwinken, ein diskretes Hinüberreichen eines viel zu großen Scheins, ganz schlechtes Hollywood. Fehlte nur noch, dass der Kellner an ihren Tisch trat und nach weiteren Wünschen fragte.

«Nein, danke, keinen Appetit!»

Er war tatsächlich gekommen und hatte ihr die Speisekarte vorlegen wollen. Was für eine gute Show, schade nur, dass sie wirklich nicht ihre beste Leistung abgerufen hatte. Wilson war ihr überlegen, noch. Mit dem Hinweis auf Klimt als Privatmann hatte er ihr den Kopf ganz schön zurechtgestutzt. Es war klar, dass es hier nicht nur um eine Marketingkampagne für ein neues Buch ging. Klimt hatte ein Anliegen, etwas, was ihm sehr wichtig war, eine Herzenssache. Um das Wohl der Menschheit sorgte der sich nicht, aber auch nicht um Geld oder Ruhm. Es musste irgendetwas anderes sein, aber was? Sie hatte einfach zu wenig Infos. Sie zog das Dossier aus ihrer Tasche, das ihr Kehrtmann in die Hand gedrückt hatte. Zwanzig magere Seiten über Klimts Karriere als Wissenschaftler und gefeierter Buchautor. Kaum drei Zeilen über ihn als Privatmann. Verheiratet, geschieden, ein Kind. ‹Das arme Kind›, dachte sie unwillkürlich. Seine Frau war bereits vor zehn Jahren gestorben, kein Wort über die Todesursache. Wahrscheinlich beschäftigte Klimt eine Heerschar von Anwälten, um sein Privatleben zu schützen – aber warum dann die Anfrage an sie?!

Martina rieb sich die Fäuste gegen die Stirn. Da war sie wieder, die Angst, dass sie ihr Talent einfach so verloren hatte. Mit dem Krebs war auch ihre Intuition verschwunden, verstrahlt, vergiftet durch die Chemo, sie fühlte sich krank und schwach.

«Verdammt, ich brauch einen guten Kaffee!»

Die Kellner drehten sich zu ihr um, als hätten sie den stummen Aufschrei tatsächlich gehört. Eigentlich wollten sie ihr nur in den Mantel helfen, zu dritt. Sie wehrte lachend ab und machte sich auf den Weg in Andrews Café.

Das Café war in den letzten Monaten so etwas wie ihr ganz privater Schutzraum geworden. Andrew war Australier. Sie hatte keine Ahnung, wie er es schaffte, aber wann immer er sie anlächelte, fühlte sie sich wie ein Bondi-Beach-Girl.

Mit zwanzig war sie dort gewesen. Damals hatte sie die Australier überhaupt nicht gemocht. Sie erinnerte sich an jede Menge tote Kängurus, die in unterschiedlichen Verwesungsgraden die Fernstraßen säumten. An schrecklich heiße Tage, an feuchte Regenwälder, träge Koalas und natürlich an die Wasserwunder des Great-Barrier-Riffs. Aber sie war kein Fan geworden. Seit Andrew sein kleines Café direkt an der Spree aufgemacht hatte, war alles anderes. Sie mochte seinen Akzent, seine beharrliche Weigerung, deutsch zu sprechen, und seinen Espresso. Den anderen Gästen erging es ähnlich. Es war immer viel zu eng, aber die Leute drängten sich gern herein, auch wenn selten ein Platz auf den kleinen harten Stühlen frei war. An dem kleineren der zwei Tische saß wie immer Tom und starrte angestrengt auf den Bildschirm seines Laptops.

«Hey, Babe!» Er sah kaum hoch, sondern tänzelte weiter über die Tastatur. Eigentlich hatte er Musiker werden wollen, aber der eklatante Mangel an Talent war selbst ihm nicht entgangen. Das wenige Geld, das er brauchte, verdiente er durch Kellnern, ansonsten multiplizierte er seine Existenz in Dutzenden Chatrooms und seinem privaten Blog.

Das Erfreulichste an Tom war seine absolute Asexualität. Das machte den Umgang mit ihm so entspannt. Zudem hatte Martina in den Monaten ihrer Krankheit selbst eine Art multiple Persönlichkeit entwickelt, sodass sie sich an Toms beharrlichen Schizophrenien nicht weiter störte. Für ihn gab es keine feste Zeit mehr, keinen festen Raum, er surfte im Universum wie ein Zeitreisender ohne Kilometerlimit.

«Master of the Universe, ich hab ein Problem!»

«Süße, erzähl mir was Neues!»

«Blick mich an, wenn ich mit dir rede!»

«Aber subito, meine Schönheit, einen kleinen Augenblick noch!»

Sie wusste genau, dass ein kleiner Augenblick bei Tom ganz schön lange sein konnte, und schlürfte bedächtig ihren Espresso.

«So!» Er blickte konzentriert auf. «Jetzt bin ich ganz für dich da!»

«Schön, mein Lieber, ich hab nämlich eine dringende Bitte!»

«Eine, die honoriert wird?»

«Bei Erfolg, sehr gut honoriert sogar!»

Das Schöne bei diesen kreativ Freischaffenden in Berlin war, dass sie alle ständig Geld brauchten, das machte sie so verfügbar. ‹Irgendwie seid ihr doch alle Stricher›, dachte sie ein wenig amüsiert, als sie in Toms aufmerksames Gesicht sah.

«Hier», sie schrieb Klimts und Wilsons Namen auf einen herumliegenden Kellnerblock.

«Alles, was ich wissen will, ist das, was nicht in Wikipedia oder sonstigen offiziellen Lebensläufen steht. Ich will den Klatsch, den Tratsch, die Essenz des Chats!»

«Die Essenz des Chats», er schüttelte den Kopf, «irgendwie bist du nicht von dieser Welt, meine blasse Schönheit.» Er wedelte wie wild mit dem Zettel vor ihren Augen, um ihr Frischluft zuzuführen. «Bis heute Abend bitte. Honorierung morgen um die gleich Zeit hier!»

«D’accord, Mademoiselle!»

Er hatte den Kopf schon wieder über die Tasten gebeugt. Seine Finger waren so unglaublich flink. Das war das Letzte, was sie von ihm im Gedächtnis behalten sollte.

Diese unglaublich flinken Finger.

Freitag, 9. März, 12 Uhr

Kehrtmanns Büro

Ihm war nicht wohl bei der Sache. Vor ihm lag das Dossier «Klimt», das vollständige Dossier, nicht nur die Auszüge, die er Martina überlassen hatte.

Er hatte den Fall nicht ablehnen können, aber je länger er darüber nachdachte, desto lieber wäre es ihm gewesen, die Konkurrenz hätte sich darum gekümmert.

Das Risiko stand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Klimt mochte noch so spektakulär liquidiert werden, drei Tage später würde kein Hahn mehr danach krähen. Ein toter Wissenschaftler – wen interessierte das?! Und ob er wirklich das Opfer einer Naziverschwörung war oder nur Zielscheibe eines paranoiden Amokläufers – kein Leser würde sich die Zeit nehmen, darüber groß nachzudenken. Das war nicht Thema. Jedenfalls kein Thema, mit dem er seine Zielgruppe locken konnte.

Ludger Kehrtmann stand auf und trat an den Wandschrank. Er griff sich den Putter, legte den Golfball ans Ende des langen Grünstreifens, den er in seinem Büro hatte auslegen lassen, und spielte den Ball ruhig in Richtung Loch. Wieder und wieder. Er erinnerte sich an Martinas Gesicht, als sie diese Putting Mat das erste Mal gesehen hatte.

«Sie spielen Golf?!»

Als ob sie das nicht gewusst hätte! Sie hatte ihn oft genug spöttisch gemustert, wenn er mit seinem Golfbag direkt vom Büro auf den Platz fuhr.

«Sie spielen Golf jetzt auch im Büro?!», verbesserte sie sich.

«Ja, ich übe, und sparen Sie sich jede weitere Bemerkung, insbesondere was die Wechselbeziehung Golf und Libido anbelangt!»

«Wechselbeziehung Golf – Libido! Was für eine Schlagzeile! Woran hatten Sie gedacht, ans Apothekerblatt?!»

«Raus!», hatte er damals gebrüllt, und sie war lachend geflohen. Das war vor ihrer Krankheit, als sie oft und gern gelacht hatte.

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