Konstanze Marx - Internetlinguistik

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Rasante technologische Entwicklungen, die Ausweitung der digitalen Kommunikation und deren Auswirkungen auf Sprache und Interaktion kreieren einen dynamischen Datenpool für eines der spannendsten Teilgebiete der modernen Sprachwissenschaft: die Internetlinguistik. Ziel dieses Lehr- und Arbeitsbuches ist es, umfassend über diesen lebendigen Forschungsbereich zu informieren und zu zeigen, wie sprach- und kommunikationswissenschaftliche Methoden sinnvoll kombiniert werden können, um die Eigenheiten sprachlich-kommunikativen Handelns im Internet zu analysieren. Auf leserfreundliche Weise werden aktuelle Forschungsergebnisse mit zahlreichen Anwendungsbeispielen und Übungen didaktisch aufbereitet. Das Buch ist als Einführung konzipiert und eignet sich gleichermaßen für die Seminargestaltung und das Selbststudium.
Über die 1. Auflage:
"Beschreibung und Analyse internetbasierter Formen der Sprachverwendung werden jeweils rückgebunden an konkretes Anschauungsmaterial, sodass auch hier Begriffliches und Illustrierendes eine gelungene Synthese eingehen." – Weiterbildung 3/2015

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1.4.5 Digitale Ethnographie

Für umfassende qualitative Analysen, die auch Netzwerkeffekte (etwa die Dynamik in potenziellen Echokammern, vgl. Sunstein 2001), situative (kontextuelle) Gegebenheiten oder andere Common Ground bildende und damit relevante Aspekte integrieren, sollten Online-Kommunikate in ihrer multimodalen Komplexität erfasst werden.

Elementarer Bestandteil von Online-Kommunikaten (Kommunikationselementen bzw. Kommunikationsbeiträgen, vgl. auch Jakobs 2011, Adamzik 22016) sind Informationen über deren Ursprungsort und deren Verbreitungshistorie, die Angaben zu den Urheber*innen ebenso mit einschließen wie Social-Media-Funktionen (etwa Reaktionen wie Likes, Teilen oder Kommentare).

Geleitet durch das Bestreben, sich ein umfassendes Bild von Praktiken in der Onlinekommunikation (und darüber hinaus) machen zu können, hat sich die sogenannte Digitale Ethnographie etabliert. Als online-ethnographische Daten versteht Androutsopoulos (2008:2) Angaben darüber,

welche Motivation Personen haben, spezifische sprachliche Verwendungsweisen zu nutzen und was diese bedeuten;

inwieweit sich Personen darüber bewusst sind, wie vielgestaltig die Online-Kommunikation ist und wie sie dies bewerten;

welches Wissen sie über den Ursprung und die Verbreitung von sprachlichen Innovationen im Web haben sowie über

die Verknüpfung zwischen den Interpretationen der Kommunikationsteilnehmer*innen und der Forscher*innen.

Es sind Informationen wie diese (und die oben genannten Kommunikatkonstituierenden), die sich nicht einfach von einem Bildschirm ablesen lassen, sondern über eine Methodenkombination erschlossen werden können, die Androutsopoulos „discourse-centred online ethnography“ (kurz: DCOE) nennt. Das bedeutet, dass die systematische Online-Beobachtung von spezifischen Webseiten (darunter fallen natürlich auch Soziale-Netzwerk-Seiten) in direktem Kontakt mit den sozialen Akteur*innen erfolgen sollte.

1.4.5.1 Online-Beobachtung

Wir wenden uns hier zunächst der Online-Beobachtung zu, deren Vorteile natürlich nicht von der Hand zu weisen sind. Forscher*innen können im Web schließlich unbemerkt mitlesen. Dabei beeinflussen sie die laufende Interaktionssituation nicht. Das Labovsche Beobachter-Paradoxon spielt – wie oben bereits erwähnt – keine Rolle.

Zu bedenken ist jedoch, dass die Kommunikation in einem (semi-)öffentlichen Raum, wie dem World Wide Web, für ein Publikum entsteht, dessen Konstitution ungewiss ist. So ist schlicht nicht festlegbar, wer und wie viele Menschen die Interaktion mitverfolgen, ohne sich je aktiv zu beteiligen. Darüber hinaus ist Kommunikation insbesondere auf Sozialen-Netzwerk-Seiten darauf ausgelegt, anschlussfähig zu sein.

Dass die Interagierenden die Beobachtungssituation mitdenken und/oder ihre Beiträge so formulieren, dass sie in der täglich produzierten Textmasse sichtbar werden, ist also durchaus denkbar und relativiert die Freude darüber, dass das Beobachter-Paradoxon wahrscheinlich nicht greift. Andererseits wird damit sichtbar, wie Menschen unter bestimmten Bedingungen digital kommunizieren und so ist die Kommunikation auch beschreibbar. Vermutlich haben wir zudem einen Effekt, der auch bei Datenerhebungen mit Kamera-Aufnahmen eintritt – Gewöhnung an die Kommunikationssituation und mehr und mehr zunehmendes Zulassen von Alltagsinteraktion.

1.4.5.2 Partizipation

Umso wichtiger ist es, dass sich Forscher*innen mit den Online-Kommunikationsbedingungen vertraut machen. Eine Datenerhebung ohne eigenen Account auf der jeweils untersuchten Plattform erscheint uns schwierig. Beim Überwinden dieser kleinen technischen Hürde – ein Account ist schnell angelegt – sollte es aber nicht bleiben. Es ist unerlässlich, das zu untersuchende Netzwerk auch kennenzulernen (vgl. Marx 2019b). Wer nicht selbst auf Sozialen-Netzwerk-Seiten aktiv ist, wird die Interaktion in diesen Umgebungen nicht analysieren respektive einschätzen können. Jede Plattform hat eine eigene Kommunikationskultur und eigene kommunikative Regeln, die von den Teilnehmer*innen tradiert, thematisiert und aktiv ausgehandelt werden und die man nur kennenlernen kann, wenn man selbst präsent ist. Aktiv und präsent sein involviert natürlich auch, dass Forscher*innen selbst Daten generieren. Diese und die dadurch erzeugte Anschlusskommunikation sollen nicht in die zu untersuchende Datengrundlage einfließen. Sie helfen lediglich dabei, Wissen über die jeweilige Plattform und typische Prozesse zu etablieren.

1.4.6 Auch Umwege führen zu digitalen Daten

Es gibt sprachwissenschaftliche Fragestellungen, die zwar digitale Interaktionsphänomene aufgreifen, für deren Untersuchung dennoch auf keinem der oben skizzierten Wege Daten in zufriedenstellender Menge und Qualität online erhoben werden können. Gerade Belege für sehr persönliche, emotionale Kommunikation sind kaum zugänglich, weil sie in geschützten Bereichen des WWW stattfindet oder auch auf Sozialen-Netzwerk-Seiten für Fremde verborgen bleibt. Liegt das Forschungsinteresse in diesem Bereich, gelingt die Datenerhebung oft nur mit Hilfe der Datenurheber*innen, die erreicht und persönlich angesprochen werden müssen, deren Vertrauen gewonnen werden muss. Der erste Schritt zur Kontaktaufnahme können FlyerFlyer sein. Diese sollten die folgenden Fragen beantworten:

Worum geht es?

Wie heißt die Studie?

Welches Ziel hat sie?

Wer führt die Studie durch?

In welchem Zeitraum findet sie statt?

Welche Daten werden erhoben und bleiben sie anonym?

Welche Anforderungen müssen Studienteilnehmer erfüllen?

Wird die Teilnahme vergütet?

Können die Ergebnisse eingesehen werden und wann?

Eine ansprechende Gestaltung lässt sich beispielsweise mit Anwendungen wie istudio-Publisher oder dem Microsoft Publisher problemlos vornehmen.

Attraktiv sind natürlich auch kurze Videosequenzen, in denen das Forschungsvorhaben verständlich skizziert wird. Ein schönes Beispiel hierfür ist der Erklärfilm für die Datengewinnung zum Aufbau der MoCoDa2. Er kann nicht nur auf der Seite db.mocoda2.de eingesehen werden, sondern auch auf Vimeo ( https://vimeo.com/268035169), was dazu beiträgt, dass ein größerer Kreis potenzieller Datenspender*innen erreicht werden kann.

Je nach Fragestellung können auch Gespräche vor Ort und/oder Vorträge zum Forschungsprojekt Möglichkeiten sein, Personen zu erreichen, die sprachliche Belege (sogenannte Datenspenden ) zu Forschungszwecken zur Verfügung stellen würden.

Aufgabe 110 Sie möchten eine Hausarbeit zum Thema Das NaddelPrinzip - фото 40 Aufgabe 1-10

Sie möchten eine Hausarbeit zum Thema „Das Naddel-Prinzip – Schluss per SMS. Sprachliche Strategien zum Beenden von Beziehungen über Kurzbotschaften“ schreiben. Bei Ihrer Recherche im Internet haben Sie zwar zahlreiche Berichte über das Phänomen gefunden, aber nur einen sprachlichen Beleg, der von Nadja Abdel Farrag stammt: „Ich habe dich gern, aber ich habe es mir noch mal überlegt. Es geht nicht. Ich wünsche dir alles Gute“. Gestalten Sie einen Flyer, um Personen zu finden, die Erfahrungen mit diesem Thema gemacht haben und bereit sind, sprachliche Belege zur Verfügung zu stellen.

1.5 In der Bibliographie soll es dann so aussehen

1.5.1 Die Online-Publikation im Literaturverzeichnis

Es gibt diverse Möglichkeiten, ein Literaturverzeichnis zu erstellen. Manche nutzen eine Software wie Zotero, Citavi, EndNote oder Mendeley. Andere erstellen das Literaturverzeichnis „per Hand“ oftmals erst im Anschluss an den kreativen Schreibprozess. Früher oder später steht jedoch jede*r einem Problem gegenüber: In welcher Form sind Internetquellen ins Literaturverzeichnis aufzunehmen?

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