Gabriele Behrend - Salzgras & Lavendel

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Als Douglas den Tod eines Menschen verschuldet, stellt ihn die Strafverfolgung vor eine scheinbar einfache Wahl – entweder lebenslange Haft oder die Implantierung einer multiplen Persönlichkeit, so wie sie jeder andere um ihn herum bereits besitzt.
Diese Persönlichkeitssets ermöglichen es den Menschen, auf jede Situation angemessen zu reagieren. Das oberste Ziel? Effizienz.
Dass dieser Eingriff bei einem «Wilden» Risiken birgt, verdrängt Douglas und lässt sich auf die Therapie ein und damit auch auf seine medizinische Patin Kaynee.
Gabriele Behrend entwickelt ein faszinierendes Szenario, in dem die Weiterentwicklung psychischer Fähigkeiten industrielle Ausmaße angenommen hat.
Der gewohnt ausgefeilte Stil der Kurd-Laßwitz-Preisträgerin und ihr Einfallsreichtum packen den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.

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Das Ganze nahm solche Formen an, dass die Regierung reagieren musste. So wurde das Chippen der Neugeborenen zur Pflicht, ebenso wie die Basisabspaltung des allgemeinen Arbeits-Ichs. Alle sollten die gleichen Chancen bekommen. Wer dann mehr haben wollte – mehr Persönlichkeiten, mehr Kreativität, mehr Schutz, mehr Macht –, der sollte es sich selber verdienen.

Douglas will mehr. Er will vor allem mehr Macht über sich selber haben. Aber da er nur über die Basisausstattung verfügt, gibt es nichts, das ihn vor seinen Dämonen schützt. Sobald er aus dem Arbeitsmodus wechselt, sind sie wieder da. Manchmal, wenn es wirklich schlimm wird, kann er sie auch innerhalb seines Arbeits-Ichs hören. So wie heute Morgen. Als er wissentlich seinem Nachbarn in die Augen gestarrt und dessen Wachhund bis aufs Blut gereizt hat.

Douglas nimmt die Hand, die immer noch hinter dem Ohr ruht, wieder herunter. Er sollte vielleicht doch nicht länger den Kopf in den Sand stecken.

»Denk daran, du bist jetzt gut eingestellt. Aber vergiss nicht die Übungen. Sie werden deine Persönlichkeiten stabil halten.« Keira lächelt das warme professionelle Lächeln der medizinischen Patin, und umarmt die Frau vor ihr. »Ich wünsche dir alles Gute, Santana. Pass auf dich auf.« Sie löst die Arme von schmächtigen Schultern, dreht die schwarzhaarige, stocksteife junge Frau herum und winkt dem Taxifahrer zu. »Hey, Joe! Bring Mistress Cruz nach Suburbia, Quadrant II, 63 Elvenbrook, bitte.«

Joe verfrachtet erst das Gepäck und danach seinen Fahrgast in den Wagen, dann verschwindet er in einer Staubwolke und lässt die Patin in der Uniform des Instituts für angewandte Diversität und Stabilisierung am Bordstein zurück. Die kritzelt sich mechanisch einen Vermerk auf das E-Pad in ihrer Rechten und legt dann den Schalter hinter ihrem Ohr um.

Sie zittert in der warmen Sommerluft, einen Augenblick nur. Dann hat sie sich wieder gefangen. Löst den strengen Dutt und wirft dabei einen Blick auf das E-Pad.

»Santana ist weg. Weine jetzt, später hast du keine Zeit mehr dazu. K.«

Kaynee schlingt gehorsam die Arme um sich, wiegt sich hin, wiegt sich her. Nach ein, zwei Atemzügen kommen die Tränen. Einzeln zunächst, dann immer mehr, bis der ganze Mensch erschüttert wird von Kummer und Weh. »Ich habe sie gemocht. Katy und Santana. Beste Freundinnen. Forever! Was mach ich nur ohne sie?« Das Schluchzen kommt aus tiefstem Herzen. Die dunkelbraunen Locken fallen um das schmale Gesicht, verdecken es beinahe, nehmen Katy die Sicht auf den Highway, auf dem das Taxi schon lange hinter dem Horizont verschwunden ist.

Es sind exakt vierzehn Minuten, die Katy so verbringt. Doch sie ist nicht alleine in dieser Zeit. Im Hintergrund überwachen Karen, Kora und Karl die innere Schar, immer bereit, einzuspringen. Keira hat sich vollkommen in den Hintergrund zurückgezogen, denn keiner ihrer Anteile wird in diesem Moment gebraucht. Kerry und Keith pausieren, sind zwischengelagert im Upload. Dieser Augenblick des Abschieds gehört Kay – oder vielmehr Katy, dem jugendlichen Anteil des Privat-Ichs. Denn es ist Katy gewesen, die den Kontakt zu der eben verabschiedeten Patientin hergestellt hatte. Und Katy hat alles Anrecht, den Verlust zu betrauern. Sie darf – nein, sie muss weinen, um loszulassen. Denn erst wenn sie loslässt, ist sie bereit für den nächsten Besucher, dessen Patin sie werden wird. Katy steht an der Schwelle zur Hysterie. Karen ordnet den Gebrauch eines Taschentuches an, Kora lässt Katy das E-Pad zücken und einen Vermerk darauf schreiben.

Danach schaltet sich Kassy ein, schickt Katy in den Schlaf und übernimmt die Führung. Sie bindet sich das Haar zu einem schlichten Pferdeschwanz auf, dreht sich herum und geht mit federndem Schritt die lang gezogene Auffahrt hinauf. Auf halber Strecke bleibt sie stehen, hebt die Hand, um ihre Augen vor der gleißenden Sonne zu schützen, und blickt auf das Gebäude, das sich auf einer leichten Anhöhe duckt.

Das Dach zieht sich bis zum Boden hinab, dünne Kunststoffbahnen mit integrierten Sonnenkollektoren, die den Hunger nach Energie decken, den das Institut Tag für Tag entwickelt. Es ist ein Kokon, denkt Kassy. Wir sind Raupen, wenn wir ihn betreten, und verlassen ihn als Schmetterlinge. Ein Energiegespinst, vollgepackt mit Technik, und die Menschen mitten darinnen. Wir entwickeln uns immer weiter.

Sie lächelt. Ein letztes Mal schnupft sie in das Taschentuch, dann steckt sie es weg, streicht sich die letzten Tränen aus den Augenwinkeln und nimmt ihren Weg wieder auf.

Als sie unter das Vordach tritt, gleiten die Türen automatisch auf und eine angenehme Kühle richtet ihr jedes einzelne Härchen an den Unterarmen auf. Kassy geht hinein, lauscht auf das hydraulische Seufzen hinter ihr und schlendert dann zum Empfangstresen.

Sie legt ihr E-Pad auf die Theke. »Hi, Barb, hast du Lust, meine Handschrift zu entziffern?«

Die Empfangsdame erhebt sich, zwinkert Kassy dabei zu und beugt sich über den elektronischen Notizblock. Sie liest laut vor. »Santana ist auf dem Weg in die Stadt, Keira nimmt sich für den restlichen Tag frei. Katy braucht noch Zeit.« Danach schmunzelt sie kurz. »Der Handschrift nach ist Kora mindestens ein Oberarzt«, stellt die Empfangsdame trocken fest, während sie das E-Pad zu Kassy zurückschiebt. »Danke für die Infos, ich werde Professorin Paulson in Kenntnis setzen.« Sie hält inne. »Katy hat wirklich einen fantastischen Job gemacht. Das konnte sogar ich hier sehen, und du weißt, ich habe nicht viel Ahnung von den Dingen, die ihr so treibt. Aber Santana war so … zerrissen, als sie ankam.« Barbara schüttelt den Kopf. »Ich schwatze zu viel. Sag Katy einfach nur, dass ich stolz bin auf sie. Machst du das?«

»Schreib es ihr doch. Das wird sie freuen.« Kassy schiebt Barbara wieder das E-Pad zu und hält ihr den Stift hin. »Aber bitte mit Unterschrift, sonst verwirrst du uns.«

Kassy grinst frech, dreht sich dann schwungvoll herum und sieht sich in der Halle um. Ihr Blick fällt auf einen kleinen Flachbildfernseher, der stumm in der Besucherlounge an der Wand hängt. Es läuft ein Nachrichtenkanal. Normalerweise notiert er auf dem Laufband Aktienkurse, doch heute scheint es nicht um trockene Wirtschaftsdaten zu gehen. Kassy löst sich vom Tresen und geht näher ran.

Auf einmal füllt ein großer Smiley das Bild aus. Es ist ein Plakat, wie man es hundertfach an öffentlichen Plätzen vorfindet, überall dort, wo sich viele Menschen wenig Platz teilen müssen. Das Bild wechselt. Jetzt sind es die Aufnahmen einer Überwachungskamera, die auf irgendeinem chromblitzenden U-Bahnhof installiert ist. Sie zeigen einen Mann, der einen anderen zusammenschlägt. Der Angriff kommt aus dem Nichts. Eben noch stehen sie friedlich hintereinander, eingepasst in die privaten Distanzen. Dann, völlig unmotiviert, tritt der eine dem anderen in die Kniekehlen. Der lässt seine Tasche fallen und sackt in sich zusammen. Der Angreifer lässt ihn nicht in Ruhe, attackiert ihn mit Handkantenschlägen in den Nacken, tritt ihm in Rippen und Nieren. Schließlich zerrt er sein Opfer an den Haaren in eine aufrechte Position, nimmt es in den Schwitzkasten und schlägt mit der rechten Faust auf den Kopf ein.

Kassy hat so einen Ausbruch von Gewalt noch nicht mit angesehen. Sie hebt verschreckt die Hände vor das Gesicht, verfolgt das Geschehen durch das Geflecht ihrer Finger. Als sie es nicht mehr aushalten kann, verändert sich das stumme Ballett des Grauens. Zwei Mitglieder der Medical Control bahnen sich einen Weg durch die Menge, die sich, so weit es geht, von dem Schläger und seinem Opfer entfernt haben, dorthin, wo sie sich in Sicherheit wähnen. Die MedCons setzen den Angreifer mit ein paar gezielten Handgriffen außer Gefecht. Die Hände hinter dem Rücken zusammengezurrt, wird er aus dem Bild geführt. Zwei weitere MedCons kommen mit einer Bahre und transportieren das Opfer ab. Die Menschenmenge fließt danach wieder auf den Bahnsteig, als ob nichts geschehen wäre.

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