Martin Peichl - Wie man Dinge repariert

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Das Leben eines Großstädters in seinen Dreißigern. Eigentlich will er nur seinen Roman fertigschreiben, doch das Leben kommt ihm ständig dazwischen. Sein Beziehungsstatus ist mehr als kompliziert, der tote Vater hinterlässt ihm ein Waldstück, mit dem er nichts anzufangen weiß, und das nächste Bier ist immer etwas zu schnell offen. Aber unterkriegen lässt er sich deshalb noch lange nicht …
Martin Peichls Roman ist das sympathische Porträt einer Generation, die sich weigert, den gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. Leider steht ihr die Sehnsucht nach Normalität dabei manchmal im Weg.

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BEZIEHUNGSSTATUS:

Seit ich rausgefunden habe, dass man eine eigene Seilbahn-Gondel bekommt, wenn man den Rauriser Literaturwettbewerb gewinnt, schlafe ich schlecht. Ich wache mitten in der Nacht auf und höre den Wind, der talwärts den Hang entlangfegt, alle meine Sätze mitreißt, die Gondel hin- und herwirft und aus den Seilen springen lässt, mich und meine Sprache hinabreißt, ins Tal ohne Schluss.

ZUM FEIERN HABEN WIR NICHTS

Zum Feiern haben wir nichts, aber eine Flasche können wir trotzdem aufmachen. Zum Feiern haben wir wirklich nichts, aber deinen BH können wir trotzdem aufmachen. Zum Feiern haben wir nichts, egal, meine Hose können wir trotzdem, nein: deshalb aufmachen. DACHGESCHOSSSTIMMUNG.

Hör auf in meine Richtung zu äschern, hör auf mit dem Wind. Der Wind auf deiner Zunge, wenn wir uns küssen, der Wind und deine Asche, wenn wir an morgen denken. Ich wollte deine Einsamkeit sein, aber der Winter ist in uns hineingekrochen, und der Winter wird bleiben, unsere Lippen aufreißen, unsere Sprache aufreißen. LAWINENSTIMMUNG.

Pünktlich um Mitternacht verrutschen, kurz nach Mitternacht versagen die Organe. Zum Feiern haben wir nichts, zum Beerdigen genug. Ich wühle in dem, was noch übrig ist von dir am Morgen. Du hast mein Bett verwüstet. LATTENROSTSTIMMUNG.

Ich schreibe dir einen Liebesbrief, du klemmst ihn dir zwischen die Schenkel, da ist Platz, da ist Platz für zwei. Mit jedem Schluck Wein werden meine Sätze glitschiger, meine Blicke schlittern in deine Richtung. Lass uns um die Wette, lass uns. Was hast du mir nur. Was hast du mir nur unter die Zunge. Unter die Zunge und hinein in meine Sprache geschoben, dass ich so hänge, in deinen Ästen hänge und raschle im Fallen, so laut. PLATZREGENSTIMMUNG.

Ein Koordinatenursprung, wo du aufhörst und ich beginne. Zum Feiern haben wir nichts. Dein Lippenstift bröckelt in meine Grammatik hinein. Mir sind die Possessivpronomen ausgegangen. Alles, was du sagst, kann und wird, alles, was du sagst, ist eine Startrampe. Mein Körper ist kein Tempel. Mein Körper ist ein Raumschiff. Du bist mein Houston. Wir haben ein Problem. ERDROTATIONSSTIMMUNG.

Ich schenke ein. Da ist ein Loch. Ich trinke. Da ist ein Loch. Ich trinke aus. Da ist ein Loch. Der Wein versickert in meinen Nebensätzen. Wenn ich dich jetzt am Hals berühre, zerspringst du mir in zwei Teile, und ich weiß nicht, will ich deinen Kopf oder will ich den Rest. KLEBSTOFFSTIMMUNG.

Zum Feiern haben wir nichts, aber eine Flasche zwischen Nicht-schlafen-Wollen und Nicht-schlafen-Können geht sich noch aus. Ich erzähle von dir, mit meinen Fingerspitzen, dein Blues ist mein Rhythmus, ich erzähle von dir, ganz langsam nimmst du meine harte Prosa in den Mund. Schon lange widme ich dir alle meine Hangover. Dein Herz schickt mich zum Friseur. LUNGENZUGSTIMMUNG.

Wir schenken uns ein halbes Leben, schenken uns ein halbes Leben nach. Ich will, dass du mich verwechselst, aus Versehen mit Liebe verwechselst, aber mein Eintrittswinkel ist zu spitz, mein Eintrittswinkel ist zu stumpf, wir haben uns verrechnet. In meinen Sätzen treiben, in deinen Sätzen schmelzen Eisberge. Zum Feiern haben wir nichts. COUNTDOWNSTIMMUNG.

BEZIEHUNGSSTATUS:

Wir sind Mitte dreißig und haben noch nie etwas repariert.

SEEUNGEHEUER

Aus den Augen verloren, dich ,

in ein Taschentuch gewischt, dich ,

auf einer ungefähren Landkarte eingezeichnet, dich ,

wo früher Seeungeheuer gewartet haben: ich .

Seit Wochen schon reden wir kein Wort. Wir sehen uns regelmäßig, es lässt sich nicht vermeiden, zu klein die Stadt, zu klein der Bezirk, wir schauen aneinander vorbei, schauen durch uns durch, manchmal passiert es auch, dass wir reinschauen, ich in dich und du in mich, dann bekommen wir Angst, weil da so viel ist, was wir nicht kennen, so viel ist, was wir nicht verstehen, so viel ist, was wir noch immer wollen, weil wir so nackt sind da drinnen.

In einem schwachen Moment Eichendorff zitiert, schon wieder, ich ,

wieder einmal ohne Rhythmus und Reim geküsst, dich ,

deine Augen verdreht bis zum Horizont und weiter ,

als hätt der Mond die Erde, im falschen Film, schon wieder, ich .

Irgendwann passiert es dann wieder, wahrscheinlich, weil drei Monate vergangen sind und wir einmal pro Quartal zusammenstoßen müssen, einmal pro Quartal kommt es zur Kollision, es beginnt immer ganz harmlos, wir nehmen dieselbe U-Bahn, wir wechseln ein paar Worte, alles noch relativ harmlos, du lachst über mich und meine Halbsätze, nicht mehr ganz so harmlos, dann kommt meine Station und ich frage dich, ab jetzt ist nichts mehr harmlos, ob du schon genug hast von mir, also steigst du auch aus, weil du hast noch nicht genug von mir oder willst zumindest wissen, was ich mit dieser Frage meine, du willst zumindest wissen, wie sehr ich dich will und warum.

Dein Herz: eine Sommerrodelbahn im Winter, und schau ,

deine Sprache: ein Getränkemarkt zu Silvester, und schau ,

deine Küsse: Reservierungsbestätigungen per E-Mail, und schau ,

LIEBEN HEISST, DAS EIGENE ICH RISKIEREN .

Keines unserer üblichen Lokale hat um diese Uhrzeit offen, also nehmen wir das nächstbeste, und du bestellst einen weißen Spritzer nach dem anderen und für mich immer ein großes Bier dazu, weil du mich nur aushältst, wenn du dich gleichzeitig betrinken kannst, nüchtern hältst du mich nicht aus, also betrinkst du dich, und nach dem fünften weißen Spritzer schiebst du deine Hand unter den Tisch, und du öffnest meinen Reißverschluss, ganz langsam, nach dem fünften weißen Spritzer unterstellst du mir, nur Sex zu wollen von dir, immer nur Sex, aber nicht deine Liebe. Was auch immer deine Liebe ist, wie auch immer deine Liebe funktioniert.

Ein paar Tage am Meer, ein paar Tage am See, wir ,

der Hotelpianist spielt nur für uns, er trinkt:

kleine Bier und zwischendurch Likör, er spielt:

ein Lied, zu dem wir uns gerne verliebt hätten, einmal .

Dann muss ich weg, ich habe einem Freund versprochen, noch auf seiner Geburtsparty vorbeizuschauen. In der Straßenbahn schreibe ich einen Text, eine lange Liste mit Gründen, warum wir es noch einmal probieren sollten miteinander. Und ich stelle mir vor, wie ich später zu dir komme, dir die Liste vorlese und du mich vielleicht umarmst oder zumindest mich nicht mehr ganz so schrecklich und unmöglich findest, nur, weil ich ein Trottel bin, der sich nicht entscheiden kann, sich schon jahrelang nicht für dich entscheiden kann, obwohl er immer wieder zurückkommt zu dir, nicht loskommt von dir. Und ich stelle mir vor, dass du vielleicht sagst: Komm her, du Trottel, bleib heute Nacht bei mir .

REALITY CHECK, sagst du, ich erhöhe, ALL-IN, sage ich, kein Umtauschrecht, sagst du, keine Garantie, und ob wir eine gute Idee sind, weil die Wirklichkeit taucht alles in ein schwindeliges Licht, taucht uns unter .

In der Zwischenzeit bestellst du noch einen sechsten weißen Spritzer und dann vielleicht einen siebten, lernst den Typen vom Nebentisch kennen, er wohnt bei mir im Haus. Und während ich an meiner Liste schreibe, während ich schon auf der Rückseite weiterschreibe, weil mir immer mehr Gründe einfallen, gehst du mit zu ihm. Und während ich mir überlege, wer du bist für mich, ziehst du dich ein Stockwerk unter meiner Wohnung aus. Und während ich an deine Haut denke und wie sehr ich will, dass sie nur mir gehört, drückt sich dein nackter Rücken hinein, immer fester hinein in die Matratze meines Nachbarn.

In Bauchnabeln angesammelt deine Zweifel, restfeucht, ein fremdes Haar, an dem du baumelst, das Revier markiert, der Wind beschädigt, dein Blick schreit Mord, meiner Totschlag .

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