Anthony Weston - Die Kunst des guten Arguments

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Ständig versuchen wir, andere durch Argumente zu überzeugen, ob im Privatleben, im Beruf oder Studium, in Politik oder Gesellschaft. Aber wie gelingt uns das?
Anthony Weston, amerikanischer Philosoph und Essayist, hilft uns auf die Sprünge. Mit anschaulichen Regeln und Beispielen aus dem Alltag erläutert er, was gute und was schlechte Argumente sind und wie man erfolgreich argumentiert: Wie setzt man Beispiele oder Analogien wirksam ein? Wie erkennt man vertrauenswürdige Quellen? Wie prüft man ein Argument auf seine Stichhaltigkeit?
Griffige Tipps, wie man in Texten argumentieren oder sich in öffentlichen Debatten verhalten soll, runden das E-Book ab.

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GUT:

Wer lernt, sich um ein Haustier zu kümmern, lernt, auf die Bedürfnisse eines abhängigen Wesens einzugehen. Wer lernt, auf die Bedürfnisse eines abhängigen Wesens einzugehen, lernt, ein besserer Vater oder eine bessere Mutter zu sein. Wer also lernt, sich um ein Haustier zu kümmern, lernt, ein besserer Vater oder eine bessere Mutter zu sein.

Die »Gut«-Version mag nicht gerade in blumiger Weise elegant sein, doch das macht sie dadurch mehr als wett, dass sie absolut glasklar ist. Ein einfaches Merkmal macht den Unterschied: Die »Schlecht«-Version verwendet für jeden Kerngedanken einen neuen Satz, sobald der Gedanke wieder auftaucht. – Zum Beispiel wird »Wer lernt, sich um ein Haustier zu kümmern« in der Konklusion der »Schlecht«-Version als »Indem man ein responsiverer Haustierhalter wird« erneut beschrieben – wohingegen das »Gut«-Argument sorgfältig und präzise seine Schlüsselbegriffe wiederholt.

Sollten Sie sich Gedanken über den Stil machen – was Sie natürlich bisweilen durchaus tun sollten –, so entscheiden Sie sich für das straffste, nicht das blumigste Argument.

Am kürzesten und prägnantesten:

Wer lernt, sich um ein Haustier zu kümmern, lernt, auf die Bedürfnisse eines abhängigen Wesens einzugehen, und lernt also wiederum, ein besserer Vater oder eine bessere Mutter zu sein.

II. Beispielargumente

Einige Argumente führen ein oder mehrere Beispiele an, um eine Verallgemeinerung zu untermauern.

Frauen wurden in früheren Zeiten sehr jung verheiratet. Julia in Shakespeares Romeo und Julia war nicht einmal 14 Jahre alt. Im Mittelalter war 13 das normale Heiratsalter für eine jüdische Frau. Und während des Römischen Reichs wurden viele römische Frauen im Alter von 13 oder jünger verheiratet.

Dieses Argument verallgemeinert von drei Beispielen – Julia, jüdische Frauen im Mittelalter und römische Frauen während des Römischen Reiches – auf »viele« oder die meisten Frauen in früheren Zeiten. Um die Form dieses Arguments möglichst klar zu zeigen, können wir die Prämissen einzeln auflisten, mit der Konklusion als unterster Zeile bzw. Fazit:

Julia in Shakespeares Theaterstück war nicht einmal 14 Jahre alt.

Jüdische Frauen im Mittelalter wurden normalerweise mit 13 verheiratet.

Viele römische Frauen wurden während des Römischen Reichs im Alter von 13 oder jünger verheiratet.

Also wurden Frauen in früheren Zeiten sehr jung verheiratet.

Es ist hilfreich, kurze Argumente so aufzuschreiben, wenn wir verstehen wollen, wie sie genau funktionieren.

Wann stützen Prämissen wie diese in angemessener Weise eine Verallgemeinerung?

Eine Bedingung ist natürlich, dass die Beispiele korrekt sind. Denken Sie an Regel 3 3. Gehen Sie von verlässlichen Prämissen aus Sie können noch so gut von Prämissen zur Konklusion argumentieren: Sind Ihre Prämissen schwach, wird auch Ihre Konklusion schwach sein. Niemand auf der Welt ist heute wirklich glücklich. Also scheint es, dass Menschen einfach nicht dafür geschaffen sind, glücklich zu sein. Warum sollten wir etwas erwarten, das wir niemals erreichen können? Die Prämisse dieses Arguments besteht in der Aussage, dass niemand auf der Welt heute wirklich glücklich ist. Manchmal, an bestimmten verregneten Nachmittagen oder in bestimmten Stimmungslagen, mag das beinahe wahr erscheinen. Doch fragen Sie sich selbst, ob diese Prämisse wirklich plausibel ist. Ist niemand auf der Welt heute wirklich glücklich? Nie? Was ist mit der alljährlichen kostenlosen Fahrt um die Sonne? Diese Prämisse benötigt allermindestens eine sehr gute Verteidigung, und höchstwahrscheinlich ist sie schlicht nicht wahr. Dieses Argument kann daher nicht zeigen, dass Menschen nicht dafür geschaffen sind, glücklich zu sein oder dass Sie oder ich nicht erwarten sollten, glücklich zu sein. Manchmal ist es einfach, von verlässlichen Prämissen auszugehen. Sie haben vielleicht bekannte Beispiele zur Hand oder verlässliche Quellen, die sich eindeutig miteinander decken. Andere Male ist es schwieriger. Wenn Sie sich hinsichtlich der Verlässlichkeit einer Prämisse nicht sicher sind, müssen Sie unter Umständen etwas recherchieren und/oder ein Argument für die Prämisse selbst vorbringen (vgl. mehr zu diesem Punkt unter Regel 31 ). Sollten Sie feststellen, dass Sie nicht angemessen für Ihre Prämisse(n) argumentieren können, müssen Sie natürlich eine andere Prämisse ausprobieren! : Gehen Sie von verlässlichen Prämissen aus! Wenn Julia nicht um die 14 Jahre alt war oder wenn die meisten römischen oder jüdischen Frauen nicht mit 13 oder jünger verheiratet wurden, dann ist das Argument sehr viel schwächer. Wenn keine der Prämissen trägt, gibt es überhaupt kein Argument. Um die Beispiele eines Arguments zu überprüfen oder um gute Beispiele für Ihre eigenen Argumente zu finden, müssen Sie vielleicht ein wenig recherchieren.

Angenommen aber, die Beispiele sind korrekt. Selbst dann ist ihre Verallgemeinerung nicht unproblematisch. Die Regeln in diesem Kapitel bieten eine kurze Checkliste für die Bewertung von Beispielargumenten.

7. Verwenden Sie mehr als ein Beispiel

Ein einzelnes Beispiel kann manchmal zu Illustrationszwecken verwendet werden. Allein das Beispiel von Julia könnte die Frühehe veranschaulichen. Doch ein einzelnes Beispiel liefert so gut wie keine Unterstützung für eine Verallgemeinerung. Julia allein könnte auch einfach nur eine Ausnahme darstellen. Ein einzelner spektakulär unglücklicher Milliardär beweist nicht, dass Reiche allgemein unglücklich sind. Eine tolle Mahlzeit in einem neuen Restaurant der Stadt bedeutet nicht notwendig, dass die gesamte Speisekarte erstklassig ist. Dafür bedarf es mehr als eines Beispiels.

SCHLECHT:

Solarenergie ist weit verbreitet.

Also sind erneuerbare Energien weit verbreitet.

Solarenergie ist eine Form der erneuerbaren Energien, aber eben nur eine. Was ist mit den anderen?

GUT:

Solarenergie ist weit verbreitet.

Wasserkraft ist seit langem weit verbreitet.

Windkraft war früher weit verbreitet und ist heute wieder weit verbreitet.

Also sind erneuerbare Energien weit verbreitet.

Die »Gut«-Version mag nicht perfekt sein ( Regel 11kommt darauf zurück), doch sie ist sicherlich schwungvoller, um es mal so zu sagen, als die »Schlecht«-Version.

Bei einer Verallgemeinerung, die sich auf eine kleine Reihe von Dingen bezieht, sollte das stärkste Argument alle oder zumindest viele der Beispiele berücksichtigen. Eine Verallgemeinerung, die sich auf Ihre Geschwister bezieht, sollte sie beispielsweise alle nacheinander berücksichtigen; dasselbe wäre bei einer Verallgemeinerung möglich, die sich auf alle Planeten des Sonnensystems bezieht.

Verallgemeinerungen, die sich auf umfangreichere Reihen von Dingen beziehen, erfordern, dass man eine Auswahl von Beispielen trifft . Wir können nicht alle Frauen in früheren Zeiten aufzählen, die früh geheiratet haben. Stattdessen müssen wir in unserem Argument einige Frauen in früheren Zeiten beispielhaft für alle Frauen in früheren Zeiten anführen. Wie viele Beispiele notwendig sind, hängt zum Teil davon ab, wie repräsentativ sie sind: ein Punkt, den die nächste Regel aufgreift. Zum Teil hängt es auch davon ab, wie groß die Menge ist, über die man Verallgemeinerungen treffen möchte. Große Mengen erfordern normalerweise mehr Beispiele. Die Behauptung, dass in Ihrem Ort lauter außergewöhnliche Menschen leben, erfordert mehr Belege als die Behauptung, dass, sagen wir mal, Ihre Freunde außergewöhnliche Menschen sind. Je nach dem, wie viele Freunde Sie haben, könnten schon zwei oder drei Beispiele ausreichen, um zu belegen, dass Ihre Freunde außergewöhnliche Menschen sind. Solange jedoch der Ort, in dem Sie leben, nicht winzig ist, sind viele weitere Beispiele erforderlich, um zu beweisen, dass in Ihrem Ort lauter außergewöhnliche Menschen leben.

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