Anthony Weston - Die Kunst des guten Arguments

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Ständig versuchen wir, andere durch Argumente zu überzeugen, ob im Privatleben, im Beruf oder Studium, in Politik oder Gesellschaft. Aber wie gelingt uns das?
Anthony Weston, amerikanischer Philosoph und Essayist, hilft uns auf die Sprünge. Mit anschaulichen Regeln und Beispielen aus dem Alltag erläutert er, was gute und was schlechte Argumente sind und wie man erfolgreich argumentiert: Wie setzt man Beispiele oder Analogien wirksam ein? Wie erkennt man vertrauenswürdige Quellen? Wie prüft man ein Argument auf seine Stichhaltigkeit?
Griffige Tipps, wie man in Texten argumentieren oder sich in öffentlichen Debatten verhalten soll, runden das E-Book ab.

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3. Gehen Sie von verlässlichen Prämissen aus

Sie können noch so gut von Prämissen zur Konklusion argumentieren: Sind Ihre Prämissen schwach, wird auch Ihre Konklusion schwach sein.

Niemand auf der Welt ist heute wirklich glücklich. Also scheint es, dass Menschen einfach nicht dafür geschaffen sind, glücklich zu sein. Warum sollten wir etwas erwarten, das wir niemals erreichen können?

Die Prämisse dieses Arguments besteht in der Aussage, dass niemand auf der Welt heute wirklich glücklich ist. Manchmal, an bestimmten verregneten Nachmittagen oder in bestimmten Stimmungslagen, mag das beinahe wahr erscheinen. Doch fragen Sie sich selbst, ob diese Prämisse wirklich plausibel ist. Ist niemand auf der Welt heute wirklich glücklich? Nie? Was ist mit der alljährlichen kostenlosen Fahrt um die Sonne?

Diese Prämisse benötigt allermindestens eine sehr gute Verteidigung, und höchstwahrscheinlich ist sie schlicht nicht wahr. Dieses Argument kann daher nicht zeigen, dass Menschen nicht dafür geschaffen sind, glücklich zu sein oder dass Sie oder ich nicht erwarten sollten, glücklich zu sein.

Manchmal ist es einfach, von verlässlichen Prämissen auszugehen. Sie haben vielleicht bekannte Beispiele zur Hand oder verlässliche Quellen, die sich eindeutig miteinander decken. Andere Male ist es schwieriger. Wenn Sie sich hinsichtlich der Verlässlichkeit einer Prämisse nicht sicher sind, müssen Sie unter Umständen etwas recherchieren und/oder ein Argument für die Prämisse selbst vorbringen (vgl. mehr zu diesem Punkt unter Regel 31 ). Sollten Sie feststellen, dass Sie nicht angemessen für Ihre Prämisse(n) argumentieren können, müssen Sie natürlich eine andere Prämisse ausprobieren!

4. Seien Sie konkret, kurz und prägnant

Vermeiden Sie abstrakte, vage und allgemeine Begriffe. »Wir sind stundenlang in der prallen Sonne gewandert« ist tausendmal besser als »Es handelte sich um eine längere Zeitspanne der mühevollen Anstrengungen«. Seien Sie auch kurz und prägnant. Durch aufgeblasene Ausführungen verliert man einfach jeden in einem Schleier von Worten.

SCHLECHT:

Sich abends regelmäßig zu einer Stunde schlafen zu legen, die der Zeit voraufgeht, zu der die meisten Ihrer Landsleute sich zu Bett begeben, gepaart mit der Gepflogenheit, zu früherer Stunde zu erwachen als jener, zu der die meisten anderen sich erheben, wird tendenziell zum Erwerb so wünschenswerter persönlicher Eigenschaften wie einer robusten körperlichen Verfassung, einer angenehm wohletablierten finanziellen Lage sowie intellektuellen Fähigkeiten und Vermögen der scharfsinnigen Einsicht und des Urteils führen, die der Erlangung des Respekts der anderen dienlich zu sein pflegen.

GUT:

Früh ins Bett und früh wieder auf, bringt Gesundheit, Wohlstand und Weisheit zuhauf! [Early to bed and early to rise makes a man healthy, wealthy, and wise.]

Die »Schlecht«-Version übertreibt es vielleicht ein kleines bisschen (finden Sie nicht?), doch Sie verstehen, was gemeint ist. Benjamin Franklins Reim und Rhythmus helfen ebenfalls, doch das Wichtigste ist, dass er wenige, klare und einfache Worte verwendet.

5. Setzen Sie auf Inhalt statt auf emotionale Untertöne

Führen Sie echte Gründe an. Spielen Sie nicht nur mit den Untertönen von Wörtern.

SCHLECHT:

Die USA haben es schändlicherweise zugelassen, dass ihr einst so stolzer Personenschienenverkehr in der Versenkung verschwunden ist. Nun ist es eine Frage der Ehre, ihn wiederaufzubauen!

Das soll ein Argument für den Wiederaufbau des Personenschienenverkehrs sein. Doch es liefert keinerlei Belege für diese Konklusion, sondern nur einige emotional aufgeladene – und auch abgegriffene – Wörter, wie von Politiker*innen auf Autopilot. »Verschwanden« die Personenzüge aufgrund von Dingen, die die »USA« taten oder unterließen? Was war »schändlich« daran? Schließlich gelten viele »einst so stolze« Einrichtungen mittlerweile als überholt – wir sind nicht dazu verpflichtet, sie alle wiederaufzubauen. Und was soll es heißen, es sei eine »Frage der Ehre« für die USA, dies zu tun? Wurden Versprechen gegeben und dann gebrochen? Von wem?

Es lässt sich vieles zugunsten des Wiederaufbaus des Personenschienenverkehrs sagen, besonders in der heutigen Zeit, in der die ökologischen und ökonomischen Kosten von Autobahnen gewaltig steigen. Das Problem ist, dass nichts davon in diesem Argument steht. Es vertraut ganz auf die emotionale Aufladung der Wörter und leistet in Wirklichkeit selbst überhaupt nichts. Wir stehen immer noch dort, wo wir am Anfang standen. Natürlich können Untertöne manchmal selbst dann überzeugen, wenn sie es nicht sollten – doch vergessen Sie nicht: Wir suchen hier nach tatsächlichen, konkreten Belegen.

Ebenso wenig sollten Sie versuchen, Ihr Argument gut aussehen zu lassen, indem Sie die Gegenposition mit emotional aufgeladenen Wörtern abstempeln. Im Allgemeinen vertreten Menschen aus ernsthaften und aufrichtigen Gründen eine Position. Versuchen Sie, sich über ihre Ansicht klarzuwerden – versuchen Sie, ihre Gründe zu verstehen –, auch wenn Sie gänzlich anderer Meinung sind. Zum Beispiel sind Leute, die eine neue Technologie in Frage stellen, wahrscheinlich nicht für ein »Zurück zur Steinzeit«. (Wofür sind sie? Vielleicht müssen Sie sie danach fragen.) Ebenso wenig behauptet eine Person, die an die Evolution glaubt, dass ihre Großeltern Affen waren. (Und wiederum: Was denkt sie genau ?) Im Allgemeinen gilt: Wenn Sie sich nicht vorstellen können, wie jemand überhaupt die Ansicht vertreten kann, die Sie angreifen, haben Sie sie wahrscheinlich einfach noch nicht verstanden.

6. Verwenden Sie einheitliche Begriffe

Kurze Argumente haben normalerweise ein einziges Thema oder einen einzigen Themenstrang. Sie führen einen bestimmten Gedanken über mehrere Schritte zu seinem Abschluss. Fassen Sie daher diesen Gedanken in klare und sorgfältig ausgewählte Begriffe, und markieren Sie jeden neuen Schritt, indem Sie genau diese Begriffe wiederverwenden.

In ihrem klassischen Handbuch des Schreibens The Elements of Style führen William Strunk und E. B. White die berühmten Seligpreisungen Jesu als ein überzeugendes Beispiel für das an, was sie als »parallele Fügung« oder als »Ausdruck aufeinander abgestimmter Gedanken in gleicher Form« bezeichnen.

Selig, die arm sind vor Gott; / denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden.

Selig die Sanftmütigen; / denn sie werden das Land erben. (Mt 5, 3–5) [dt. zit. nach: Die Bibel , Einheitsübersetzung, Stuttgart, 2. Aufl., 2017]

Die Formel lautet »Selig sind die X: denn Y«. Sie wird nicht jedes Mal neu formuliert wie etwa: »Auch jene, die X sind, werden gesegnet sein, weil Y.« Stattdessen weist jeder Satz exakt dieselbe Struktur und exakt dieselbe Formulierung auf.

Machen Sie dasselbe mit Ihren Argumenten.

SCHLECHT:

Wer lernt, sich um ein Haustier zu kümmern, lernt, auf die Bedürfnisse eines abhängigen Wesens einzugehen. Durch aufmerksames Beobachten und Reagieren, wenn eine Katze oder ein Hund einen braucht, kann man auch die eigene Fähigkeit, Bedürfnisse zu erkennen und das eigene Verhalten entsprechend anzupassen, gegenüber kleinen Kindern verbessern. Indem man ein responsiverer Haustierhalter wird, kann man also auch seine familiären Pflegekompetenzen verbessern.

Wie bitte? Jeder Satz mag für sich genommen ziemlich klar sein, doch die Zusammenhänge zwischen den Sätzen gehen völlig im Dickicht verloren – das vielleicht sogar interessant ist, doch viel zu dicht, um effektiv voranzuschreiten. (Vergessen Sie nicht: Argumente müssen in Bewegung sein , sie müssen sich entwickeln !)

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