Auch die traditionelle indische Heilkunst (Ayurveda) kennt Liebesmittel und -gerichte, die aphrodisierend wirken sollen. Hier werden oft Feigen, Sumach, Pistazien, Süßwurz oder Sesam angeführt.
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Liebe geht durch den Magen
Viele Lebensmittel, Produkte oder Düfte stehen im Ruf, die Leidenschaft zu steigern. Bei einigen von ihnen ist es der Hauch von Luxus, das Ungewöhnliche, das sie zu etwas Besonderem macht – und die die Lust auf mehr wecken. Bei anderen sind es allerdings wissenschaftlich belegte Fakten zu den Inhaltsstoffen.
Champagner, Hummer und Kaviar zählen sicherlich zu den ungewöhnlicheren Dingen, denen, die man seltener isst und die für Exklusivität und Sinnlichkeit stehen. Immerhin kann man beim Champagner arguementieren, dass die prickelnde Kohlensäure die Nerven im Mundraum und die der Zunge anregt. Zudem wirkt Alkohol enthemmend. Beides in Kombination macht Lust auf mehr.
Dahingegen kommt eine Banane beinahe schon plump und gewöhnlich daher. Zu phallusartig ist die Form und zu sehr hat die Werbeindustrie damit lange Jahre gespielt. Völlig zu Unrecht, denn die Banane ist wirklich ein aphrodisierendes Gewächs, denn sie ist reicht an Serotonin, einem Hormon, das Glück bewirkt und unsere Laune effektiv verbessert.
Auch beim Spargel ist man kein Schuft, wenn man »Böses« denkt. Und auch bei ihm liegt es nicht ausschließlich an der phallusartigen Form, sondern an dem hohen Gehalt an Vitamin E, das zu einer Steigerung der Libido führen kann. Zudem hat Spargel eine entwässernde Wirkung und steigert den Blasendruck. Der positive Effekt: Die Nerven im Genitalbereich werden sensibilisiert.
Als negativer Effekt sei – hauptsächlich für die Damen – erwähnt, dass Spargel das Sperma bitter macht. Etwas, was der Erdbeere nicht passieren kann. Sie sind süß und enthalten viel Zink, das für die Produktion von Testosteron nötig ist. Die Kombination von Champagner und Erdbeeren oder Erdbeeren in flüssiger Schokolade (oder Sprühsahne) ruft förmlich nach sinnlichen Stunden.
Ähnlich sieht es bei der Feige aus. Bringt man diese zu einer Verabredung als (Gast)geschenk mit, verrät man seine Hoffnung auf eine Liebesnacht. Feigen enthalten nämlich viel Eisen und Kalzium und genug Energie für eine durchgeliebte Nacht. Sie waren schon im Orient und später in Rom und Griechenland ein Symbol der Fruchtbarkeit. Auch heute noch steht die Feige häufig metaphorisch für das weibliche Geschlechtsorgan und Adam und Eva verhüllten sich, nachdem sie vom Baum der Erkenntnis (Granatapfel) gegessen hatten und ihrer Nacktheit gewahr wurden, mit Feigenblättern. So wurden auch in der Kunst häufig Feigenblätter benutzt, um die Genitalien von Skulpturen zu bedecken. (z.B. »David« von Michelangelo)
Durch dieselbe Geschichte zählt auch der Granatapfel zu den »sinnlichen Früchten« und auch Goji-Beeren, Kaffee, Schokolade, Vanille, Zimt, Eier, Kardamon, Muskat und Safran gelten zu Recht als Scharfmacher.
Aber richtig scharf wird es natürlich bei Knoblauch, Rettich, Ingwer oder der Chili – und ich rede hier nicht von der Verwendung bei SM-Tunnelspielen.
Denn sie sind auch ansonsten anregend und ihre Schärfe fördert die Durchblutung. Uns wird heiß, die Haut sensibler. Durch die Kombination aus Endorphin-Bildung (Glücksgefühle!) und Sensiblisierung, regieren wir empfindlicher auf Berührungen. Bei der Chili kommt noch hinzu, dass der enthaltene Stoff Capsaicin die Schleimhäute reizt und ebenfalls deren Durchblutung fördert – auch im Genitalbereich.
Eher ein unbekannter Außenseiter unter den aphrodisierenden Lebensmitteln ist das Sellerie. Und das, obwohl es doch schon lange den Ruf eines Lustbringers aufweist, heißt es doch auch »Geilwurz« oder »Stehwurz«. Völlig zu Recht, denn es enthält Adrostenol. Ein Pheromon, das auch in Männerschweiß vorkommt und direkt auf das weibliche Hirn wirkt … äh … Frauen anregt.
Ihr seht also, liebe Leser, mit geeigneten Lebensmitteln oder schönen Speisen kann man hervorragend eine tolle Liebesnacht einleiten. Allein die Vorbereitung, das eventuell stattfindende Zusammen-Kochen ist sinnlich. Genau wie das Speisen und die zahlreichen Möglichkeiten des gemeinsamen Genießens. Man sagt schließlich nicht umsonst, Liebe geht durch den Magen.
Und um euch ein wenig mehr in Stimmung zu bringen, haben wir einige Geschichten zusammengestellt, die man nicht nur gut als Inspiration nutzen kann, sondern auch als Einstieg in einen lustvollen Abend – zum Vorlesen, mitkochen und mitlieben.
Jennifer Schreiner
Meine Gefühle waren echt und ursprünglich. Ich hatte nicht einmal ganze fünf Minuten gebraucht, um das Hotel zu hassen, die Anlage, das angebotene, angeblich aphoridisierende Bonbon und den Animateur. Ganz besonders meinen persönlichen Animateur. Einen Typen, der so intensiv nach verführerischer Caramelschokolade roch, dass man ihn am liebsten sofort aufknuspern wollte – oder vernaschen.
Aber jetzt einmal ehrlich und unter uns: Wenn das hier ein superduperintensiver Erotikurlaub werden sollte, wieso hatte ich dann nach all den Fragebögen, Tests und Gesprächen ausgerechnet Mister Superschnösel als Dauerspielpartner bekommen? Partner … da konnte ich ja nur lachen!
Im besten Falle konnte der gut riechende Lackaffe als Spielzeug herhalten. Aber auch nur dann, wenn er anständig um Gnade betteln konnte. Etwas, was ich mir kaum vorzustellen wagte. Sollte er aber besser. Zumindest, wenn er mich noch einmal »Skar« nannte. Dann würde ich das mit dem Betteln ausprobieren. Schließlich benutzte selbst meine kleine, rotzfreche Schwester diesen schrecklichsten aller möglichen Spitznamen nur, wenn sie wütend auf mich war. Schließlich war mein echter Name, Skarina, schon schlimm genug.
Ich seufzte tief und versuchte zu ignorieren, wie sehr mich die Sonne lockte und der Strand rief und wie sehr ich es hasste, in einer förmlichen Rezeption festzuhängen, weil irgendetwas mit den Buchungen nicht so stimmte, wie geplant. Mein Blick glitt zu Mister Superschnösel, der sich zu voller Größe – imposant – ein gutes Stück vor mir aufgebaut hatte und förmlich über der Empfangsdame aufragte. Immerhin … um meine Termine und mein leibliches Wohlbefinden kämpfte mein sogenannter Partner wie ein Löwe und schien jedes Detail, jeden Wunsch meiner zahlreichen Listen und Ideen verinnerlicht zu haben. Gott sei Dank, denn Urlaub statt Kampf hatte ich wirklich nötig!
Wenn ich nur daran dachte – oder daran, dass ausgerechnet jetzt, wo ich endlich einmal die Möglichkeit hatte, mich zu entspannen, etwas nicht stimmte – wurde ich wütend: Seit Monaten musste ich ja förmlich um meine eigenen Eltern einen Bogen machen – und um den Typen, mit dem sie mich verkuppeln wollten. Essenseinladungen, Familiennachmittage, spontane Treffen mit Freunden … Alles schien zu einer mehr oder weniger vorsichtigen Herzblatt-Show mutiert zu sein. Und das nur, weil Mama und Papa der Meinung waren, eine Heirat wäre ausgerechnet jetzt eine tolle Idee. Also eine Heirat mit dem Kerl, den sie mir ausgesucht hatten.
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