James V. Schall SJ - Der Islam

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Seit dem Angriff auf das World Trade Center im Jahr 2001 wurde die westliche Welt durch schockierende Terroranschläge erschüttert, die im Namen des Islam verübt wurden.
Pater James V. Schall SJ, ein renommierter politischer Philosoph, analysiert den fortdauernden Konflikt zwischen dem Islamismus und dem Westen. Für ihn steht fest, dass der Terrorismus keine Art unabhängiger Bewegung oder Geisteshaltung im Islam ist. Der politische Islam ist untrennbar mit dem religiösen Islam verbunden.
Der Islam ist deshalb einmalig, weil er zwei Standpunkte vertritt: Innerhalb der islamischen Welt gelten Frieden und gegenseitige Unterstützung. Andererseits sollen alle Andersgläubigen bekämpft werden, bis die ganze Welt Allah unterworfen ist.

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Die »neue« Waffe, die der Islam am 11. September 2001 präsentierte, ging mit einer Art fanatischer Entschlossenheit einher, jede nur denkbare Methode des Terrors einzusetzen – auch dann, wenn dabei Einzelne ihr Leben lassen, die, weil sie Ungläubige getötet haben, landläufig oft als »Märtyrer« betrachtet werden. Für diese Methode benötigt man nur wenig an Technologie. Und der Westen verfügt über eine allenfalls minimale moralische Ausrüstung, um auf derartige Taktiken zu reagieren. Denn wer nicht um sein eigenes Leben fürchtet, ist nur sehr schwer aufzuhalten – das wussten schon Aristoteles und Machiavelli. Doch keiner der beiden hatte dabei die Vorstellung im Sinn, dass jemand sein Leben zu diesem speziellen Zweck opfert. Genau genommen hat der Islam schon immer in der Geschichte des Westens in den Herzen derer, die unter seiner Herrschaft oder an seinen Grenzen lebten und für die unmittelbare Zukunft mit einem Angriff rechnen mussten, so etwas wie Terror ausgelöst. Belloc spielt auf dieses Phänomen an:

»Da diese Dinge so sind, scheint ein Wiederaufflackern des Islams, scheint die Vorstellung abwegig, dass dieser Terror, unter dem wir jahrhundertelang gelebt haben, wiederkehrt und unsere Zivilisation erneut gegen die Macht um ihr Leben kämpft, die tausend Jahre lang ihr schlimmster Feind gewesen ist. Wer in der heutigen muslimischen Welt wäre imstande, das komplizierte Gerät der modernen Kriegsführung herzustellen und zu warten? Wo ist die politische Maschinerie, auf die sich die islamische Religion stützen müsste, wenn sie in der modernen Welt eine gleichberechtigte Rolle spielen wollte?« 15

Heute scheint diese Frage weniger rhetorisch, denn am Ende zählen Zahlen und es zählt die Entschlossenheit von Menschen, beim Einsatz moderner Maschinen – zum Beispiel ganz gewöhnlicher Flugzeuge – und in Ausführung dessen zu sterben, was für sie ein verbriefter religiöser Auftrag ist, während wir uns alle Mühe geben, es als schlichten und grundlosen »Terrorismus« zu klassifizieren. Hinzu kommt, dass dieser Terrorismus oder die von ihm ausgehende Bedrohung inzwischen allgegenwärtig ist. Aufseiten des Islams selbst sind bislang keine großen Bemühungen zu beobachten, seine eigenen »Terroristen« unter Kontrolle zu bringen oder jenen ihre Sympathie zu bekunden, die unter ihnen zu leiden haben oder sich vor ihnen schützen müssen.

Die Unbekehrbarkeit des Islams führt uns zu mehreren, womöglich radikalen Überlegungen. Unter Christen ist das Diktum verbreitet, dass das Blut der Märtyrer die Saat des Glaubens sei. Es hat im Laufe der Jahrhunderte viele, viele Christen gegeben – und es gibt sie noch immer –, die von muslimischer Hand das Martyrium erlitten haben. Wie im Fall des türkischen Massakers an den Armeniern ist eine Rechtfertigung immer zur Hand: dass die Christen Allah gelästert hätten. Allein schon die Existenz des Christentums ist nach muslimischen Begriffen eine Lästerung, solange wir an der Wahrheit der Inkarnation – dass Gott Mensch geworden ist – festhalten. Diese historischen Martyrien scheinen – im Hinblick auf etwaige Konversionen oder auch nur im Hinblick auf eine gewisse Aufmerksamkeit unsererseits – wenig oder gar nichts bewirkt zu haben.

Überdies haben wir es mit dem Parallelphänomen des muslimischen Märtyrers zu tun: des Menschen, der im Namen Allahs tötet – ob er nun in einer Kirche auf den Philippinen einen Sprengstoffgürtel detonieren lässt, französische Trappistenmönche in Algerien enthauptet oder Flugzeuge ins World Trade Center steuert. Solche Mörder werden in einem irgendwie fundamentalen Sinn als Märtyrer dargestellt. Und auch die Vorstellung von einem »Heiligen Krieg« ist dem Islam nicht unvertraut. So sehr sich die Kirche auch bemüht und aufzuzeigen versucht, dass solche Taten durch nichts zu rechtfertigen sind, werden die, die solche Taten verüben, doch noch immer zumindest in einigen maßgeblichen muslimischen Kreisen als echte Märtyrer betrachtet, die Allahs würdig, weil bestrebt sind, die Religion zu verteidigen oder auszubreiten. Wenn wir versuchen, dieser Position auf, nun sagen wir, naturrechtlicher Basis zu widersprechen, dann stellen wir fest, dass dieser Diskurs dem Selbstverständnis des Islams in vieler Hinsicht völlig fremd ist. Die Grundlage unserer Argumentation wird gar nicht als gültig anerkannt.

Belloc war der Ansicht, dass der Islam als Irrlehre begonnen und sich später, als er Verantwortung übernehmen und seine Erfolge auf dem Schlachtfeld erklären musste, auf kultureller Ebene zu einer neuen Religion entwickelt habe. Die erstaunlichen Erfolge auf dem Schlachtfeld mussten verwaltet werden.

»Der Mohammedanismus war eine Irrlehre : Das ist der wesentliche Punkt, den wir festhalten müssen, ehe wir auch nur einen Schritt weitergehen. Er hat als Irrlehre begonnen, nicht als neue Religion. Er war kein heidnisches Gegenstück zur Kirche: Er war kein fremder Feind. Er war eine Verkehrung der christlichen Lehre. Seine Lebenskraft und Ausdauer ließen ihn schon bald als eine neue Religion erscheinen, doch die, die seinen Aufstieg miterlebten, sahen ihn als das, was er war – keine Leugnung, sondern eine Adaptation und Fehlanwendung des Christlichen.« 16

Wie die meisten Wissenschaftler anerkennen, stammt das, was der Islam aus der Offenbarung übernommen hat, großenteils eher aus dem Judentum als aus dem Christentum. Der Islam hat vieles von dem bewahrt, was Christentum und Judentum gemeinsam haben: die Transzendenz Jahwes, die Schöpfung, die göttliche Gerechtigkeit und Bestrafung, die besondere Beziehung des Volkes zu Gott.

Dennoch war der Islam anders als der Arianismus und andere frühe Irrlehren. Er entstand außerhalb der antiken christlichen Welt. Für ihn war Christus nicht Gott, sondern ein menschlicher Prophet. Damit leugnete er den wichtigsten Grundsatz des christlichen Glaubens.

»Mit dieser Leugnung der Menschwerdung war auch die gesamte sakramentale Struktur hinfällig. Er [der Muslim] wollte nichts von der Eucharistie mit ihrer Realpräsenz wissen; er setzte dem Messopfer und damit auch der Institution eines besonderen Priestertums ein Ende. Mit anderen Worten, er gründete seine Irrlehre wie so viele weniger bedeutende Irrlehrer auf Vereinfachung.« 17

In Saudi-Arabien ist es – auch wenn nicht oft darüber gesprochen wird – selbst im privaten Bereich verboten, die Messe zu lesen. In anderen muslimischen Ländern ist die Messfeier unter Einschränkungen erlaubt und wird ständig durch die verschiedensten formellen und informellen Praktiken erschwert. Die Religionsfreiheit ist kein Begriff, der gleichsam natürlich aus dem muslimischen Denken hervorginge, sondern eine westliche Vorstellung, ja eine weitgehend westliche Idee. Die Religionsfreiheit zu praktizieren gilt im Islam im Grunde als mangelnde Unterwerfung gegenüber Allah – und das auch dort, wo nicht muslimische Kultformen erlaubt sind.

Belloc war der Meinung, dass der Islam sich vor allem aus einem guten Grund so rasch ausbreitete: weil er Schlachten gewann. Dieser Erfolg sollte moderne Pazifisten nachdenklich stimmen, was jedoch meist nicht geschieht. Doch den Islam als eine Religion der Einfachheit zu bezeichnen, ist für Bellocs Begriffe eher ein Kompliment. Er weist darauf hin, dass er viele Menschen aus der Zwickmühle des Zinswuchers und vor dem Richter gerettet habe. Er befreite Sklaven, wenn sie konvertierten, und machte sie innerhalb des Systems zu Brüdern. Die Bruderschaft im Glauben hat Vorrang vor allen anderen Beziehungen. Belloc unterscheidet zwischen der anfänglichen Ausbreitung des Islams im Nahen Osten und seiner Expansion in persisches und mongolisches Gebiet – von Mesopotamien bis nach Indien und ins Oströmische Reich. »Der typische Gleichmut der asiatischen Gesellschaft fühlte sich sofort von dieser neuen Idee einer sehr einfachen, persönlichen Regierungsform angesprochen, die durch die Religion geheiligt war und mit theoretisch absoluter Macht von einem Zentrum aus regierte.« 18Durch diese Eroberungen lernte der Islam die griechische Philosophie und andere Kulturen kennen und legte so den Grundstein für einen Großteil seiner wissenschaftlichen und künstlerischen Errungenschaften. »Der Islam war die eine Irrlehre«, so Belloc, »die das Christentum durch seine frühe materielle und intellektuelle Überlegenheit um ein Haar vernichtet hätte.« 19

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