Peter Pirker - Codename Brooklyn.

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Eine Geschichte von Widerstand, Verfolgung und Befreiung
In der Nacht auf den 26. Februar 1945 landen ein holländischer und ein deutscher Jude mit einem Tiroler Wehrmachtsdeserteur per Fallschirm in Tirol. Sie sollen dem US-Geheimdienst Informationen aus der Alpenfestung der Nazis liefern. Frauen aus Oberperfuss helfen ihnen. Die Gestapo foltert und tötet, um sie zu enttarnen. Über zwei Monate entspannt sich ein Drama, das in die kampflose Befreiung Innsbrucks mündet. Das Buch schildert die Beteiligten, die Ereignisse und das Vermächtnis der Geschichte, die Quentin Tarantino zu «Inglourious Basterds» inspiriert hat.

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Berliner Zielbestimmung Dyno Loewenstein erinnerte sich am 29 Oktober 1976 - фото 45

Berliner Zielbestimmung

Dyno Loewenstein erinnerte sich am 29. Oktober 1976 in einem Gespräch mit Joseph Persico an den ersten Eindruck, den er an diesem Tag, 32 Jahre früher, von Fred Mayer gewonnen hatte: Er ist sehr direkt. Er ist sehr angenehm. Er ist sehr hartnäckig und willensstark. Es ist ihm ernst. Er würde alles tun. Er würde sich opfern – ohne es anzustreben –, aber er würde, wenn nötig, nicht weniger als alles tun, wenn es hilft. 139

Dass es ihnen mit der Sache ernst war, um die es ging, verband Dyno Loewenstein mit Fred Mayer, Hans Wijnberg, Alfred Rosenthal, George Gerbner und Robert Steinitz. Als Loewenstein im Mai 1943 das Bewerbungsformular für das OSS ausfüllte – er war 29 Jahre alt –, kam er zu Punkt 26c: »Führen Sie alle Sportarten und Hobbys an, die Sie interessieren.« Loewenstein schrieb in dieser Reihenfolge: Ökonomische Forschung, Arbeiterorganisation, soziale Gesetzgebung, Bildung, Jugendprobleme. Mit diesen Themen setzte er sich mit einer Ernsthaftigkeit auseinander, die ein in Arbeit und Freizeit, in Beruf und Hobby eingeteiltes Leben nicht kannte. 140Man denkt unweigerlich an Adornos Feststellung »Ich habe kein Hobby« und seine Erklärung, es sei ihm ohne Ausnahme mit allem, mit dem er sich außerhalb des offiziellen Berufs abgebe, so ernst, dass es kein Extra gebe. 141

Adorno sprach den Satz 1969 in einem Vortrag im Deutschlandfunk zu einem Zeitpunkt, als die Arbeiterbewegung zum integralen Funktionsgetriebe der kapitalistischen Produktions- und Konsumationsprozesse geworden war und die Freizeit zwar streng von der Arbeitszeit getrennt wurde, aber ebenso wie diese zur Warenwelt gehörte. Sich seinen tatsächlichen Interessen mit aller Aufmerksamkeit widmen zu können war in der durchökonimisierten Gesellschaft der späten 1960er-Jahre ein Luxus für wenige.

Dreißig Jahre früher war es für Dyno Loewenstein kein Luxus, sondern dringlich und notwendig gewesen, kein Hobby zu haben. In mehrfacher Hinsicht. Sein Vater, der Berliner Sozialdemokrat und Pädagoge Kurt Löwenstein, widmete sein Leben (1885–1939) vollständig der Frage, wie in der kapitalistischen Gesellschaft Freiräume geschaffen werden können, um Arbeiterkindern die Entwicklung zu freien Menschen zu ermöglichen, zu Menschen, die so weit wie möglich sinnentleerten Tätigkeiten ökonomischer Reproduktion entsagen können, um Zeit zu haben, eine friedliche Gesellschaft ohne Ausbeutung und Ungleichheit praktisch zu erproben. Das hatte Kurt Löwenstein im Sinn, als er 1924 die größte freipädagogische Organisation der Weimarer Republik, die ›Kinderfreunde‹, gründete, als er als Stadtrat für die Einführung einer reformpädagogischen, weltlichen Gesamtschule ohne Religionsunterricht eintrat und von 1920 bis 1933 als sozialdemokratischer Abgeordneter im deutschen Reichsrat saß. Wenn die Kinder den bürgerlichen ›Drillschulen‹ nicht entkamen, sollten sie zumindest am Nachmittag bei den Kinderfreunden und in den Ferien in ›Kinderrepubliken‹, Sommerlagern, die er noch im Exil in Frankreich und Belgien organisierte, Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Kritikfähigkeit, demokratische Umgangsformen, genossenschaftliche Arbeit und internationale Solidarität erlernen. Jede Art von Kriegsspielen und militärischem Spielzeug war verpönt, Friedensgelöbnisse und Antikriegskundgebungen gehörten stattdessen zu den Ritualen der Kinderfreunde. Die Verwirklichung dieser Visionen in der Gegenwart beschäftigte Kurt Löwenstein rund um die Uhr, wie Dyno, der selbst bei den Kinderfreunden und der Arbeiterjugend aktiv war, in einer biografischen Skizze über seinen Vater schrieb. »Jeder anständige Mensch ist müde!«, soll er einem Mitarbeiter gesagt haben, der über zu wenig Schlaf klagte. 142Das war das eine, Emanzipation, um das es umfassend zu kämpfen galt.

033 Dyno Mara und Kurt Löwenstein 1934 Das andere das abzuwehren war der - фото 46

033 Dyno, Mara und Kurt Löwenstein, 1934.

Das andere, das abzuwehren war, der Hass der Antisemiten, trat Kurt Löwenstein entgegen, seit er sich öffentlich engagierte. Er hatte eine Rabbinerschule für die Ausbildung zum jüdischen Theologen besucht, diese aber abgebrochen, weil ihm Zweifel an seinem religiösen Weltbild gekommen waren, blieb aber seinem Studienfreund Immanuel Lewy zufolge stark beeinflusst von der humanitären und sozialen Ethik des biblisch-rabbinischen Judentums. 143Der ›rote Jude Löwenstein‹ war ein beliebtes Ziel der bürgerlichen und katholischen Presse, und als die Nationalsozialisten im Jänner 1933 an die Macht kamen, zerfiel der staatliche Schutz für die Familie schnell. Am 27. Februar 1933 drangen uniformierte SA-Männer gewaltsam in ihre Wohnung in Neukölln ein und demolierten sie. Kurt Löwenstein konnte sich mit seiner Frau Mara und Dyno im Schlafzimmer verbarrikadieren. Die Angreifer schossen mehrfach durch die geschlossene Tür in den Raum. Als die Polizei erschien, ließen sie ab. Das Leben von Kurt Löwenstein war in Gefahr. Er flüchtete in die Tschechoslowakei, seine Familie folgte ihm einige Wochen später.

Kurt Löwenstein hatte für den Sommer 1933 eine internationale Kinderrepublik in Ostende in Belgien organisiert, das war die nächste Station der Familie. Alle drei, auch Dyno, arbeiteten dann im Exil in Paris am Aufbau einer sozialdemokratischen Internationale für Kinder- und Erziehungsorganisationen weiter. Dyno konnte an der Sorbonne studieren und schloss mit einem Diplom in Statistik ab, danach arbeitete er im Auftrag einer internationalen Lehrerföderation als Bildungsforscher für den Völkerbund. In dieser Zeit lernte er neben deutschen Sozialisten im Exil führende Funktionäre der Arbeiterbewegung in Frankreich, der Schweiz, Dänemark, Belgien und England kennen. Anfang August 1939 starb Kurt Löwenstein mit 54 Jahren an einem Herzinfarkt. Wenige Wochen später, mit Kriegsbeginn, wurde Dyno wie die meisten Deutschen in Frankreich zunächst interniert und trat dann als Arbeitssoldat der französischen Armee bei. Nach der deutschen Invasion flüchtete er nach Südfrankreich, wo er in Montauban mit seiner Mutter Unterschlupf fand – der sozialistische Bürgermeister der Stadt bot tausenden durch Südfrankreich irrenden Flüchtlingen zumindest ein Dach über dem Kopf.

Da er über sehr gute Kontakte verfügte, fließend Französisch sprach und es verstand, sich unter restriktiven Bedingungen im Land zu bewegen, konnte Dyno 1940 dem amerikanischen Journalisten Varian Fry bei dessen Arbeit für die Fluchthilfeorganisation ›Emergency Rescue Committee‹ (ERC) wertvolle Hilfe leisten. Das ERC hatte Fry nach Frankreich geschickt, um die Flucht prominenter Politiker und Künstler in die USA zu organisieren, nachdem die französische Regierung im Waffenstillstandsabkommen mit Deutschland der Aufhebung des Asylrechts zugestimmt hatte. Damit oblag es der Willkür der französischen Polizei, ob sie Flüchtlinge an die Gestapo auslieferte. Umgekehrt bedeutete es, dass die Fluchthelfer sich zum Teil illegaler Techniken und Methoden bedienen mussten, um bedrohte Personen außer Landes zu bringen. Entlassene Polizisten, Schmuggler, Fälscher, Geldwäscher und Gangster wie Raymond Couraud, später eine wichtige Figur im französischen Widerstand, beherrschten das Nötige, um Leben zu retten. Auch Dyno Loewenstein tat, was er konnte, etwa beim Schleusen von Flüchtlingen über die französisch-spanische Grenze. 144

Viele scheiterten an der Abriegelung der Grenze am Festland und in den Häfen, die bereits von der Gestapo kontrolliert wurden. Nicht nur Juden waren betroffen, auch politische Gegner der Nationalsozialisten. An der Grenze bei Sain-Jean-de-Luz, einer kleinen Stadt am Atlantik, war Ende Juni 1940 Endstation für den 22-jährigen Tiroler Monarchisten Karl Niederwanger. Zwei Jahre zuvor war es ihm gelungen, der Innsbrucker Gestapo zu entkommen. In Paris nahmen ihn Otto Habsburg und der Diplomat Ernst Fuchs, welche die Exilorganisation ›Ligue Autrichienne‹ betrieben, unter ihre Fittiche. Niederwanger übernahm die Sektion für Tirol, Vorarlberg und Salzburg sowie die Jugendgruppe. 145Nach dem deutschen Einmarsch 1940 gelang ihm noch einmal die Flucht aus einem Internierungslager. Den Razzien der deutschen Polizei in der baskischen Hafenstadt entkam er nicht mehr. Konkret ging er der Geheimen Feldpolizei (GFP) 611 in die Fänge, deren Aufgabe die Unterdrückung von Widerstand in den besetzten Ländern war. Dazu gehörten die Verfolgung des politischen Exils und die Jagd auf Saboteure und Spione der Alliierten. Bei einem Verhör in Bordeaux traf er auf einen Landsmann, der ihm väterlich begegnete. Die GFP 611 leitete in Bordeaux nämlich der Südtiroler Otto Begus, der in Innsbruck Jura studiert und bereits eine bewegte Polizei- und Geheimdienstkarriere hinter sich gebracht hatte. Im österreichischen Polizeidienst arbeitete er zunächst offiziell für die demokratische Republik, zugleich verdeckt für die Nationalsozialisten, dann für die Austrofaschisten und die Nationalsozialisten, schließlich in Abessinien für Kaiser Haile Selassie und dann für das NS-Regime in Österreich, Deutschland, Holland und Frankreich; Jugoslawien, Griechenland und Italien sollten noch folgen, bis er im Juli 1945 vom amerikanischen Counter Intelligence Corps (CIC) in Nordtirol verhaftet wurde. 146Er vermittelte Karl Niederwanger den Eindruck, dass er selbst ein Regimegegner sei und ihm das Leben retten könne. Wenn er mit ihm kooperiere, könnte er eine Gerichtsverhandlung wegen Hochverrats und damit die sichere Todesstrafe abwenden. Niederwanger griff nach dem Strohhalm und gab preis, was Begus wissen wollte: Ottos Beziehungen zu französischen und britischen Geheimdiensten, Ottos österreichische Mitarbeiter in Paris, englische Agenten, die er in Paris getroffen hatte. Begus war zufrieden und verwendete Niederwanger als Mitarbeiter zur Aufrollung des legitimistischen Exils in Paris, wo umfangreiche Akten beschlagnahmt worden waren. 147

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