Karl Lukan - Ein Stück vom Himmel

Здесь есть возможность читать онлайн «Karl Lukan - Ein Stück vom Himmel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ein Stück vom Himmel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ein Stück vom Himmel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der alpine Karl May – so wurde der bekannte Wiener Bergsteiger und Schriftsteller Karl Lukan oft genannt. Seine Abenteuer sind allerdings wahre Geschichten. Sie erzählen von einer Zeit, als das Klettern noch als wild und gefährlich galt.
In der damals noch überschaubaren Bergsteigerszene kannte bald jeder den «Charly»: einen humorvollen, geistreichen Vogel, der am Wiener Stephansturm bis zum Turmkreuz hochkletterte, barfuß am «Mäuerl» zwischen Kobenzl und Kahlenberg entlang kraxelte – als man das Wort Bouldern noch gar nicht kannte – und mit bekannten Seilpartnern wie Hans Schwanda, Hubert Peterka, Hermann Buhl oder Heinrich Harrer bald nach 1945 viele der damals schwierigsten Felswände der Alpen durchstieg.
"Ein Stück vom Himmel" war ihm das Klettern sein ganzes langes, erlebnis- und begegnungsreiches Leben lang. Und davon erzählt der «Charly» wie immer so unnachahmlich und unverwechselbar auch in diesem Buch: Es ist eine unterhaltsame Sammlung von mit augenzwinkernder Selbstironie, Sinn für Situationskomik und Wiener Schmäh erzählten Klettergeschichten, in der sich eine ganze Bergsteigergeneration wieder finden wird.

Ein Stück vom Himmel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ein Stück vom Himmel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Wenn er den Krieg überlebte – so sagte Hermann damals –, wollte er gerne einmal etwas ganz Großes in den Bergen machen. Jeder von uns hatte damals seine Wunschträume und keiner wusste, ob er den Krieg überleben wird.

Im Karwendel hatte ich 1946 und 1947 die ersten Frieden-Bergsommer nach dem Krieg erlebt. 1946 waren wir noch die einzigen Übernachtungsgäste in der Falkenhütte.

Wenn es regnete, stiegen wir zur Ladizalm ab. Das war unser Schlaraffenland – dort gab es Milch, Butter und Käse. Wir erzählten den Hirten vom Leben im zerstörten Wien, sie erzählten uns Geschichten aus ihrer (wie es uns schien) heil gebliebenen paradiesischen Welt.

1947 waren wir nicht mehr die einzigen Übernachtungsgäste. Vor dem Schlafengehen ging ich jeden Abend vor die Hütte und schaute hinauf zur Lalidererwand, in der wir vor einem Jahr um unser Leben gekämpft und ein ganz wundersames Erlebnis gehabt hatten.

Plötzlich hörten wir Stimmen in der Wand, eine helle Stimme war zu hören und eine dunkle. Wir waren aber an diesem Tag die einzigen Menschen in der Hütte.

Bald kamen die Stimmen von unten, dann wiederum von oben. Irgendwie war es unheimlich. Obwohl wir wussten, dass es keine Berggeister waren, sondern Menschen, die irgendwo redeten und deren Stimmen von den Lüften in die Wand getragen wurden. Trotzdem war es unheimlich.

Die Lalidererwand war für mich keine Wand wie jede andere. Zweimal hatte ich mich in ihr weitab von allen anderen Menschen gefühlt. Als einsame Wand wollte ich sie in Erinnerung behalten. Seit ich 1947 am letzten Abend vor unserer Heimfahrt vor der Hüttentür zu der Lalidererwand hinaufgeschaut hatte, bin ich nie wieder ins Karwendel gefahren.

ANDERE LEUTE

Der Schwanda ist der Schwanda!

Hans Schwanda (1904–1983) war mein alpiner Lehrmeister, mein Kletterpartner, mein Freund. »Die größte Kunst beim Bergsteigen ist, dass man auch alt wird dabei!«, hatte er uns Jungen immer wieder gesagt. In seiner Zeit war das Bergsteigen noch wesentlich gefährlicher, als es heute ist.

Als Freikletterer war Schwanda der Star unter den Wiener Bergsteigern. »Maestro« nannte ihn der Erstbegeher der Großen-Zinne-Nordwand, Emilio Comici. Schwanda hatte viele der höchsten Alpenberge erstiegen und schwierigste Felswände durchstiegen, war auch auf den Bergen Afrikas und Asiens unterwegs, hatte Erstbegehungen und Ski-Erstbefahrungen gemacht, Bergbücher geschrieben – hatte das Bergsteigen als etwas Herrliches, aber doch nur als eine Nebensache in seinem Leben gesehen. »Weil i muss ja net auf die Berg aufi. Könnt ja auch was anderes machen!« Schwanda war ein Original. »Der Schwanda ist der Schwanda!«, sagten alle, die ihn kannten.

Wie war der Schwanda?

Schwanda war ein echtes Wiener Kind ... bei ihm musste alles »mit leichter Hand gehen« (was aus dem Wienerischen übersetzt etwa »ohne Mühe« bedeutet). »Wenn’s leicht geht!«, sagte er bei allem, bevor er es anpackte.

Mit leichter Hand wurde er auch nach dem Besuch des Konservatoriums ein bekannter Gitarresolist, der mit einem klassischen Programm in vielen Städten gastierte und in den Schutzhütten, kaum dass er sie betreten hatte, eine Gitarre in die Hand gedrückt bekam.

Mit der Gitarre zog er einmal durch Norwegen und Schweden bis hinauf zum Nordkap, spielte da und dort und verdiente sich so das Reisegeld.

In einer Stadt in Schweden sollte ein russischer Balalaikaspieler auftreten, musste aber plötzlich absagen. Schwanda sprang für ihn ein.

Man setzte ihm eine russische Pelzmütze auf – und er spielte ganz locker auf seiner Gitarre Landler und Walzer und sang: »I bin a Steirerbua und hab a Kernnatur!«

Das Publikum war begeistert.

»Jetzt eröffne ich ein Sporthaus!«, sagte Schwanda eines Tages.

»Mit einem Stemmeisen?«, fragte ich.

»Mach keine blöden Witze! Das Sporthaus Schwanda wird die Sensation von Wien werden!«

Das Sporthaus war zuallererst ein Hofraum im Hause des Österreichischen Touristenklubs. Noch einen Tag vor der Eröffnung konnte man darin vor allem nur leere Regale bewundern. »Das schaut ein bisserl sparsam aus!«, grübelte Schwanda. »Wenn ich wenigstens einige leere Kartons hätte, mit denen ich die Regale füllen könnte!«

»Leere Kartons? Die kannst du von mir haben!«, sagte einer der Freunde. Und schon einige Stunden später wurde ein Auto voll leerer Kartons beim Sporthaus Schwanda abgeladen. Diese verstaute er in die Regale, versah sie mit sauberen Schildchen.

Wenn nun ein Kunde kam und nach einem lilagelbblauen Anorak Größe 99 für seine Braut fragte, erklärte Schwanda voll Eifer, dass er diesen selbstverständlich lagernd habe, kletterte zu irgendeinem der leeren Kartons hinauf, kramte darin ein wenig in der Luft herum und sagte dann: »Leider, leider! Ich sehe gerade, dass die Größe 99 ausverkauft ist! Diese lilagelbblauen Anoraks gehen weg wie die warmen Semmeln! Aber heute Nachmittag kommt schon wieder eine neue Lieferung!« Und wenn der Kunde versprach, am Nachmittag wiederzukommen, setzte sich Schwanda aufs Fahrradl, holte vom Erzeuger schnell einen lilagelbblauen Anorak Größe 99.

Die Wiener Bergsteiger genossen es mit Behagen, den alten Bergvagabunden Schwanda hinter einer Verkaufsbudel zu sehen. Und sehr oft läutete auch das Telefon ...

»Sagen Sie, Herr Schwanda, wie kommt man am besten in Ihr Sportgeschäft?«

»Da muss ich wissen, wo Sie sind!«

»Natürlich in der Irrenanstalt Steinhof. Ein normaler Mensch geht doch nicht zu Ihnen einkaufen!«

Schwanda wurde am Telefon gefragt, ob er schon den neuen Eispickel mit dem eingebauten Plattenspieler lagernd habe, ob es wahr sei, dass er endlich den sich selbst tragenden Rucksack erfunden hätte ...

Und dann rief einmal ein Mann an, der ein bisserl unklar redete. Worauf Schwanda ins Telefon brüllte: »Du deppeter Bua, rutsch mir den Buckel runter!«

Dieser Mann war aber tatsächlich ein Kunde, der nur eine Auskunft wollte!

Auch sein Sportgeschäft hatte Schwanda mit leichter Hand gegründet. In dieser Zeit entstanden auch noch andere neue Sportgeschäfte und das Wort Expandieren beherrschte die Geschäftswelt. Schwanda wollte klein bleiben ...

»Ich möcht doch auch mit jedem Kunden reden können!« (Viele von den damals schnell groß gewordenen Sportgeschäften haben bald Pleite gemacht, das kleine Sporthaus Schwanda gibt es als Familienbetrieb heute noch.)

In aller Stille hatte Schwanda sein Geschäft eröffnet, er wollte kein großes Trara. Aber einige Tage später erlebte er eine Überraschung.

Mit einer Marschskizze zum Sporthaus Schwanda wollte er den Wienern das Aufsuchen erleichtern ... Vom Stephansplatz aus, vom Schwedenplatz und vom Luegerplatz.

»Machen wir dem Schwanda a Freud. Markieren wir die Zustiege zu seinem Geschäft!« Der Freundeskreis um Schwanda war – so wie er – für eine Gaudi immer zu haben, und so waren wir etwa zwanzig Mann, die in finsterer Nacht an die Auslagen der vornehmen Stadtgeschäfte bunte Richtungspfeile mit der Aufschrift »Zum Sporthaus Schwanda« anbrachten. Sogar auf das hohe Denkmal vom alten Bürgermeister Karl Lueger am Luegerplatz sind wir (mit menschlichem Steigbaum) hinaufgeklettert und hatten ihm eine große Tafel umgehängt mit der Aufschrift: »Wiener! Kauft bei Schwanda!«

Als Schwanda am nächsten Morgen zu seinem Geschäft kam, wartete schon die Polizei auf ihn. Ob er nicht wisse, dass solche Werbemethoden verboten sind?

Schwanda sagte den Beamten, dass er an dieser Aktion unschuldig wie ein neugeborenes Lamm sei.

Ob er wisse, wer dahintersteckt? Er wusste es nicht.

Ob er Feinde habe?

»Ich habe nur liebe, gute Freunde!«, sagte Schwanda.

1958 führte Schwanda eine Bergsteiger-Expedition in den Kaukasus – es war die erste nach dem Zweiten Weltkrieg. (Skeptiker sagten damals, dass das Endziel der Expedition wahrscheinlich Sibirien sein werde!) Aber sie wurde – wie der Teilnehmer Erich Vanis berichtet – »nicht nur bergsteigerisch ein voller Erfolg, sondern vor allem auch in menschlicher Hinsicht. Hier harmonierte sowohl die eigene Mannschaft, was bei einer Expedition absolut keine Selbstverständlichkeit ist, als auch das Zusammenleben mit den russischen Gastgebern ganz hervorragend.«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ein Stück vom Himmel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ein Stück vom Himmel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ein Stück vom Himmel»

Обсуждение, отзывы о книге «Ein Stück vom Himmel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x