Sina Seeland - Mel macht´s anders

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Ist «Mr. Right» ein Mythos? Wird Sex nicht grandios überbewertet? Ist das BDSM oder kann das weg? Und warum zum Teufel kriegen alle Frauen über 30 die große Nummer hin, nur ich nicht?
Mel ist 34 und fragt sich allmählich, ob das Konzept «Liebe» für sie einfach nicht funktioniert. Vielleicht sollte sie sich falsche Fingernägel und Strähnchen zulegen? Für andere Frauen scheint das der Schlüssel zum Erfolg zu sein. Vielleicht sollte sie aber auch einfach aufhören, auf DEN EINEN zu warten, den Traumprinzen der ihr Leben zu einem Hollywoodfilm werden lässt. Experimentierfreudig beschließt sie, alle Konzepte von «Happy Ever After» in den Wind zu schießen und eine neue Lebensphase ohne faule Kompromisse und ohne schlechten Sex einzuläuten. Entschlossen legt sie sich ein Online-Profil bei einer Erotik-Kontaktbörse zu, mietet sich einen Callboy und trifft «Volker mit dem Köfferchen.» Doch leider gibt es da noch Tom. Ebenfalls auf der Suche, ebenfalls Kompromisslos und leider Gottes der Traumprinz – der sie aber einfach nicht um ein Date bittet ..

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Aber zurück zu den Party-Abscannerinnen. Wenn solche Damen mich sehen, dann schauen sie erst einmal in mein Gesicht, dann wandern ihre Blicke von oben nach unten und wieder nach oben. Dann ziehen sie eine Augenbraue in die Höhe und um ihre Lippen spielt ein kleines, mitleidiges Lächeln. Dann weiß ich, jetzt haben sie mich in die Schublade für kleine graue Mäuse gesteckt, die keine Konkurrenz darstellen, und der Moment ist vorbei. Das Ganze dauert vielleicht drei Sekunden, aber ich hasse jede dieser drei Sekunden mit Leidenschaft, weil sie mir a) immer endlos lang vorkommen und weil sie b) immer das Wenige zerstören, was ich an Selbstbewusstsein überhaupt habe. Ich mag mich so, wie ich bin, verdammt noch eins. Und ich würde nicht ums Verrecken mit einer dieser Proseccotussis tauschen wollen. So sehr kann ich mich nicht verstellen und wenn ich mich noch so anstrenge! Ich bin ok so, wie ich bin. Das Gefühl habe ich eigentlich immer. Also, meistens. Oft. Außer halt in diesen drei Sekunden.

Ich bin trotzdem zu Jule. Sie hätte mir sonst wieder wochenlang ihren »Tja, wenn du glaubst, dass dir die gebratenen Tauben einfach so entgegenfliegen, wenn du nur mit aufgesperrtem Mund dastehst … darauf kannst du lange warten. Die moderne Frau von heute erlegt sich ihre Beute selbst«-Vortrag gehalten. Und weil wir zwei echte Freundinnen sind und Tussikonkurrenz und Stutenbissigkeit bei uns zum Glück keine Rolle spielen, hat sie ihre Beute an dem Abend sogar mit mir geteilt bzw. mir ein paar besonders gute Stücke selbstlos vor die Füße gelegt. Also, was sie so für gute Stücke hielt. Sie schien alles eingeladen zu haben, was bei ihr im Verlag arbeitet, männlich und Single war. Aber weder Karsten aus dem Controlling (Karohemd und Nerdbrille) noch Guido aus dem Lektorat (Rollkragenpulli und Seitenscheitel) noch Stefan aus dem Marketing (T-Shirt mit Atari-Logo, Skinny Jeans und bunte Turnschuhe) fanden an diesem Abend unter meinen Augen Gnade. Karsten hatte sich letzte Woche erst von seiner Freundin getrennt, Guido sprach mit mir so ausführlich über zeitgenössische Literatur, dass ich irgendwann das Gähnen kaum noch unterdrücken konnte (und das, obwohl ich Bücher mag … ich mag es nur nicht, wenn jemand bei einem lockeren Kennenlernen sein ganzes angelesenes Wissen über mir ausschüttet und erwartet, dass ich davon beeindruckt bin) und Stefan war so offensichtlich auf einen One-Night-Stand aus, dass es schon wieder unsexy rüberkam.

Ich bin kein Typ für One-Night-Stands. Ich habe mich schon oft gefragt, wieso das so ist. Nicht, dass ich es nie ausprobiert hätte … aber daher weiß ich eben auch, dass ich das Gefühl danach nicht mag. Selbst wenn es von vornherein klar ist, dass es eine einmalige Sache ist und darum keinerlei Erwartungshaltungen im Spiel sind, geht es mir hinterher schlecht. Das liegt nicht daran, dass ich Sex und Gefühl nicht trennen kann oder will. Ich kann schon sehr spontan Lust auf jemanden entwickeln, auch wenn ich ihn gerade erst kennen gelernt habe. Und Sex mit jemand ziemlich Fremdem ist unbestritten etwas besonders Aufregendes. Fremde Hände, die einen auf eine fremde Art anfassen, fremde Küsse, fremder Atem, fremde Haut. Das ist sexy. Absolut.

Der Punkt ist bei mir aber: Wenn ich jemanden sexy genug finde, um ihn in mein Höschen zu lassen, dann finde ich ihn meistens auch sexy genug, um ihn wiedersehen zu wollen. Es sei denn natürlich, die Nummer war vollkommen gruselig, aber das ist mir irgendwie noch nicht passiert. Wenn ich loslege, dann weil ich denjenigen wirklich gut finde. Und das ist dann auch schon der Grund. Denn wenn ich jemanden gut finde, dann kann ich gar nicht anders, als mir mehr zu wünschen als ein wenig horizontalen Tango und dann ein verlegenes »Hm ja, war nett mit dir, man sieht sich …«. Dann will ich den wiedersehen und noch mehr davon haben. Und wenn das dann nicht passiert, habe ich grundsätzlich das Gefühl, mich zu billig hergegeben zu haben. Für etwas, das gar keine Bedeutung hatte. Nur rein-raus, das war’s. Für mich ist Sex aber grundsätzlich mehr als rein-raus, mehr als mechanische Reibung primärer Geschlechtsorgane zum Zwecke der Orgasmusgewinnung. Orgasmusgewinnung kann ich auch ohne Kerl. Mit meinem neuen dänisch-amerikanischen Designerstück geht das ratz-fatz. Eine Werbepause reicht. Aber wenn da ein anderer Mensch beteiligt ist, dann ist das für mich immer auch ein wenig seelisches Nacktmachen. Der sieht, wie ich ohne Kleidung aussehe. Der fühlt, wie sich meine Haut anfühlt. Überall. Der schaut mir in die Augen, während seine Finger und andere Teile von ihm in mir drinstecken und er hört und spürt, wie sich mein Atem und mein Puls beschleunigen. Der ist dabei, wenn ich komme. Herrjeh, so etwas ist ungeheuer intim! Also, für mich. Das mal eben so zu erledigen und dann trennt man sich und sieht sich im Leben nie wieder … das hat bei mir immer einen schalen Beigeschmack gehabt. Ich bin mir immer irgendwie benutzt vorgekommen. Was blödsinnig ist, denn ich hatte es ja immer gewollt und hatte auch immer Spaß dabei und meistens auch einen Orgasmus. Woher also dieses Benutztgefühl? Ich weiß es nicht. Es fühlt sich immer an, als hätte ich im Verhältnis sehr viel mehr von mir weggegeben als ich zurückbekommen hätte.

Und weil das so ist, hat Stefan mit den Skinny Jeans von mir auch einen Korb gekriegt, auch wenn er so eine schicke verwuschelte Frisur hatte, in der ich gern mal meine Finger versenkt hätte. Naja. Man kann nicht alles haben.

Jule meinte am nächsten Tag, ich wäre selbst schuld gewesen, dass da nichts gegangen wäre. Sie hätte wirklich für jeden Geschmack etwas gehabt, aber mir sei ja nicht zu helfen. Nee, ist mir vielleicht auch nicht. Aber ihre Würstchen im Schlafrock vom Buffet, die waren lecker.

Fr 210912 Tom ist verheiratet Gestern hat er es mir geschrieben Also - фото 10

Fr. 21.09.12

Tom ist verheiratet. Gestern hat er es mir geschrieben. Also, noch. Noch ist er verheiratet. Seine Frau will die Scheidung. Warum, das hat er mir nicht gesagt. Das erzählt er mir ein anderes Mal, hat er gesagt.

Ehemänner, die in ihrer Ehe nicht glücklich sind, die von ihren Frauen vernachlässigt werden und deshalb die dringend benötigte Zuwendung woanders suchen, sind ein übles Klischee. Deshalb wollte ich eigentlich auch spontan den Mailwechsel abbrechen, als ich das las. Aber ich dachte mir, was soll’s, ich kenne ihn eigentlich gar nicht, also kann er mir nicht weh tun. Mal sehen, was er noch so an Stereotypen raushaut.

Er schrieb, er wäre nie gern treu gewesen und hätte seine Frau mehrmals betrogen. Das wird ja immer besser, schoss es mir durch den Kopf. Na gut, wieso sollte der Typ auch anders sein als andere Typen. Ob Tilo mich auch heimlich betrogen hat? Irgendwie traute ich ihm das nicht zu. Gemein, ich weiß.

Tom sagt, er wisse letztlich nicht, was ihn dazu treibt. Er sagt, er sei irgendwie immer auf der Suche nach etwas. Innerlich. Das hätte nie aufgehört. Auch wenn er nach der Heirat gehofft hatte, es würde aufhören. Er hätte aus Liebe geheiratet und Liebe wäre auch nie das Problem gewesen. Er wäre das Problem gewesen und etwas, das er nicht benennen könne. Und seine Untreue sei auch nicht der Grund, wieso seine Frau die Trennung will. Sie wisse nichts von seinen Affären. Glaubt er, dachte ich bei mir und rollte mit den Augen.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ok, wir schreiben uns nur und ich bin nicht sein moralischer Zeigefinger, aber ständig fremd zu gehen …

Ich habe mir schon oft Gedanken gemacht über das Thema Treue. Es ist nicht so, als hätte ich in meinen Beziehungen nie daran gedacht, untreu zu sein … ich war oft unzufrieden, gerade in sexueller Hinsicht. Ich weiß nicht, ob da vielleicht etwas nicht stimmt mit mir … zumindest in der Hinsicht konnte ich Tom gut verstehen. Dieses Gefühl, dass da irgendwie noch mehr sein müsse … auch ich habe das schon oft gehabt. Bei mir hält diese erste Lust auf den neuen Partner, dieser erste Liebesrausch, eine Weile an und dann kommt da sehr schnell Langeweile auf. Fieses Wort, aber trifft leider zu. Einer meiner Exfreunde meinte mal, ich sei frigide und mit mir stimme etwas nicht, ich solle das mal behandeln lassen. Da hatten wir bereits mehrere Monate keinen Sex gehabt, weil meine Lust auf ihn vollkommen eingeschlafen war. Und herrjeh, was hatte ich mir Vorwürfe gemacht. Fast hätte ich ihm die Mär von der frigiden Frau schon abgekauft und mich in Therapie begeben. Aber da lernte ich dann Tilo kennen und hatte plötzlich wieder Lust und alles ging von vorne los.

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