Johannes Wilkes - Der Fall Gloriosa

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Ostersonntag in Erfurt. Alles wartet darauf, dass die Gloriosa erklingt, die altehrwürdige Glocke des Erfurter Doms. Doch anstelle des klaren Klangs ertönt nur ein klägliches Scheppern: Ein toter Mann hängt kopfüber in der Glocke. Kommissar Mütze, der Liebe wegen nach Erfurt gezogen, ermittelt in seinem neuen Revier. Als eine weitere Leiche in einer Puffbohnenkiste auf dem Markt auftaucht, ist klar: Mütze hat es mit einem Serientäter zu tun, der weitermorden wird …

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»Nun aber raus mit der Sprache, Braunkärsch, wer vermisst seinen Schlüssel?« Mütze konnte seine Neugier nicht länger verbergen.

»Monsignore van Ackeren.«

»Wer, zum Teufel?«

»Mütze!« Karl-Dieter legte tadelnd die Stirn in Falten.

»Einer der Domgeistlichen«, sagte Braunkärsch rasch. »Ich bin noch vor der Frühmesse in die Sakristei, der Monsignore war gerade dabei, sich sein Messgewand überzustreifen, da hab ich ihn nach seinem Turmschlüssel gefragt. Verblüfft hat er in seine Manteltasche gegriffen, seinen Schlüsselbund herausgezogen und nachgesehen. Dann wurde er ganz blass. Es ist seiner, sein Turmschlüssel fehlt!«

»Wann hat er ihn denn zum letzten Mal benutzt?«

»Das hab ich ihn natürlich auch gefragt, das wusste er nicht mehr genau. Ewig lang sei er nicht mehr auf den Türmen gewesen, wegen seines Rheumas meide er jede Anstrengung. Wann er den Schlüssel denn zuletzt an seinem Schlüsselbund bemerkt hat, hab ich ihn gefragt, auch das konnte er mir nicht beantworten. Jemand muss ihn gestohlen haben.«

»Und dieser Jemand ist …«

»Der Täter!«

Karl-Dieter sah ihnen aus dem Fenster hinterher, beobachtete, wie sie zusammen in Mützes Manta stiegen. Vielleicht sollte er selbst mal jemanden einladen, jemand aus dem Theater am besten. Wie wäre es mit Eduardo, dem begabten Tänzer? Er könnte ja gerne auch eine Freundin mitbringen oder einen Freund, wenngleich nichts danach aussah, dass der junge Spanier verpartnert war. Nach den Proben, wenn die anderen noch gemeinsam loszogen, um etwas in der Stadt zu erleben, ging Eduardo stets allein nach Haus. Vielleicht war er einsam. Ein besonderes Talent konnte leicht in die Einsamkeit führen. Der Junge brauchte jemanden, der sich um ihn kümmerte. Karl-Dieter spürte das.

Ronny Kapsack war kein Mann der großen Worte. Auf Mützes Bitte hatte er die ganze Mannschaft zusammengetrommelt, Feiertag hin oder her. Schließlich galt es, der Polizei dabei zu helfen, den Tod von Adam aufzuklären. Man traf sich oben auf dem Petersberg, im hinteren Teil der Defensionskaserne, eine der Hauptbauten aus Erfurts preußischer Zeit. Der Raum diente als Sozialraum für die Gärtner vor und während der Bundesgartenschau.

»Der Schurke gehört für immer weggesperrt«, begrüßte der Chef der Gartenbrigade die Kriminalkommissare, »legen Sie los mit Ihren Fragen, meine Mannschaft steht zu Ihrer Verfügung!«

An der Biertischgarnitur saßen fünf Männer und drei Frauen unterschiedlichen Alters. Alle trugen sie grüne Arbeitslatzhosen und Gummistiefel, auch wenn heute nur wenige im Einsatz sein konnten. Offensichtlich hatte ihr Chef ihnen das professionelle Outfit befohlen. Auch Kevin Wieland war mit dabei. Mütze hatte ausdrücklich darauf bestanden. Der junge Mann saß ganz außen, neben einer hennaroten Kollegin mit jeder Menge Piercings in den Ohren. Mütze nahm Wieland immer wieder in den Blick. Täuschte er sich oder wirkte es nur so, dass er nicht ganz dazugehörte?

Ronny Kapsack, der Obergärtner, hatte sich in einen Plastikstuhl fallen lassen. Mütze überließ Braunkärsch das Wort. Etwas Thüringisch konnte nicht schaden, das lockerte die sichtlich angespannte Atmosphäre vielleicht etwas auf.

»Nun, ich will mich kurzfassen«, begann Braunkärsch, der kein großer Redner war, »wie ihr wisst, ermitteln wir in Sachen Tod von Adam Sternberg. Wer von euch hat eine verdächtige Beobachtung gemacht?«

Schweigen. Die versammelte Gärtnermannschaft sah Braunkärsch nur regungslos an.

»Hat Adam Sternberg vielleicht jemandem erzählt, was er Ostern vorhatte? Es gibt Hinweise, dass er zu einem Rendezvous unterwegs war.«

Einige der Gärtner schauten Richtung Kevin Wieland, was diesem offensichtlich unangenehm war.

»Was glotzt ihr mich denn so an? Ich hab den Herren Kommissaren schon erzählt, dass ich nichts weiß.«

»Okay«, sagte Braunkärsch, der sich zusehends unwohler in seiner Haut fühlte, »ich verteile jetzt unsere Autogrammkarten. Wem noch ein sachdienlicher Hinweis einfällt, der möge sich bitte an uns wenden.«

Ronny Kapsack entließ seine Mannschaft mit knappen Worten.

»Tja, tut mir leid, die Herren.«

»Kein Thema«, sagte Mütze, »Ihre Meinung würde mich noch interessieren. Was war Adam Sternberg für ein Mensch?«

»Für ein Mensch?« Die Frage schien Kapsack zu verblüffen. »Nun, Adam war ein guter Arbeiter, fleißiger Mann, vielleicht nicht mehr ganz so leistungsfähig wie früher, aber wer von uns ist das schon, nicht wahr, Herr Kommissar? Entschuldigung, verstehen Sie mich nicht falsch, ich meine, über Tote nur Gutes.«

»Über Tote nur die Wahrheit.«

»Wie bitte?«

»So lautet die tiefergründende Übersetzung des lateinischen Zitats. De mortuis nil nisi bene – Über Tote nichts als die Wahrheit, und das in fairer Weise.« In Latein machte Mütze so schnell keiner was vor.

»Gut, gut, Herr Kommissar, ich habe verstanden, also, ich will fair sein, an Adam Sternberg lässt sich nichts aussetzen.«

»Was wissen Sie über sein Privatleben?«

»Nichts, er war Single.«

»Auch ein Single hat ein Privatleben, gerade ein Single! Herr Kapsack, denken Sie noch mal nach. Adam Sternberg ist doch ein attraktiver Mann gewesen, da lief doch sicher mal was. Vielleicht mal eine Affäre mit einer Kollegin? Vielleicht mit der Rothaarigen?«

»Mit Rita? Nie im Leben! Rita ist lesbisch.«

»Okay, ich meine ja nur. Und was ist mit dem jungen Wieland, wie hat er sich mit dem verstanden?«

»Mit Kevin? Gut, sehr gut sogar. Die beiden waren befreundet.«

»Na also, Herr Kapsack, so was interessiert uns. Müssen wir Ihnen denn jeden Krümel aus der Nase kratzen?«

»Herr Kommissar!«

»Entschuldigung, aber ist doch wahr. Also gut, Wieland und Sternberg sind also eng befreundet gewesen. Auch Freunde können sich mal streiten. Hatten Kevin Wieland und Adam Sternberg vielleicht mal Stress miteinander?«

»Nicht, dass ich wüsste.«

»Und Sie? Hatten Sie vielleicht mal Stress mit Herrn Sternberg gehabt?«

»Ganz im Gegenteil. Wir haben uns immer blendend verstanden.«

Mützes Handy jodelte los. Es war Professor Hahnemann, der Rechtsmediziner.

»Mütze? Haben Sie Zeit vorbeizukommen? Ja, jetzt gleich. Es gibt interessante Neuigkeiten!«

Theaterleute sind abergläubischer als Hintervorarlberger Sennerinnen. Ein jeder hat seinen speziellen Tick vor einer Premiere. Bevor er das Theater betrat, drehte Karl-Dieter immer dreimal an seinem Verlobungsring, den ihm Mütze vor vielen Jahren einmal während eines Bodenseeurlaubs geschenkt hatte. Eigentlich ist es nur ein Freundschaftsring gewesen, Karl-Dieter aber betrachtete ihn gerne als Verlobungsring. Freundschaftsring oder Verlobungsring war ja im Grunde egal, der Ring jedenfalls war ein Zeichen ihrer Liebe, und darauf allein kam es doch an. Was hätte er darum gegeben, wenn Mütze heute im Publikum sitzen würde! Aber klar, Mordermittlungen gingen natürlich vor. Was würden die Leute auch denken, wenn sich der neue Kriminalhauptkommissar entspannt eine Ballettaufführung ansehen würde, noch dazu im Schatten des Domes, in dessen Glockenstube vor einem Tag eine grausam verstümmelte Leiche gebaumelt hatte.

Karl-Dieter betrat die Oper durch das Foyer. Es erfüllte ihn mit nicht geringem Stolz, für dieses schöne Haus arbeiten zu dürfen. Welche Transparenz, welche Leichtigkeit, welche Eleganz! Glas und schlanke Betonsäulen strahlten lichte Offenheit aus, wie eine Kapsel schien der Publikumsraum in dem klar strukturierten Gebäude zu schweben. Das Markgrafentheater in Erlangen war ebenfalls ein besonderes Haus, doch das Theater Erfurt öffnete sich mit seiner Schauseite zur Stadt und verströmte dadurch einen geradezu urbanen Glanz.

Karl-Dieter grüßte eine quirlige Garderobenfrau. Sie stammte aus Berlin, war aber schon ewig beim Erfurter Theater angestellt. Als sie den Bühnenbildner sah, kam sie eilig auf ihn zugestürmt.

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