Nataly von Eschstruth - Potpourri

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Der Band umfasst sechs längere Erzählungen aus der Hand der großen deutschen Unterhaltungsschriftstellerin Nataly von Eschstruth: «Das Feuer auf dem Berge», «Die Gauklerin», «Eine Laune», «Die Marquise von Montrivière», «Kairi Jassta» und «Edelweiß». Es sind Geschichten um Liebe und Verrat, um Freundschaft und Intrigen, von den Salons der Reichen und den Leiden der Armen, von enttäuschten Hoffnungen und erfüllten Verheißungen – und in ihnen allen spiegelt sich die Meisterschaft der Autorin, die mit leichter Hand die Fänden ihrer Erzählungen webt und Leserin und Leser mitnimmt in die Geschicke ihrer so liebevoll gezeichneten Protagonisten, bis sie oder er das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann …-

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„Das wird vergeblich sein“, entgegnete der Künstler, näher tretend; er stand unter der matten Kugellampe und schaute mit rätselhaftem Blick fest in ihr Antlitz. „Madame Wreffsky ist mit dem Kammerherrn in die Berge hinansgeritten, eine einsame, romantische Tour, so allein mit dem schönen Weibe zwischen Himmel und Erde — ich glaube, man wird bei der Rückkehr gratulieren dürfen!“

„In der That? Es wäre ja nicht überraschend!“ Natasches Stimme klang halb erstickt, aber sie lächelte.

„Und Sie würden es billigen, Fräulein von Kalnaffskoi?“ flüsterte er nähertretend.

„Ein jeder ist seines Glückes Schmied!“ entgegnete sie hart; sie sah ihn nicht an, ihr Auge schweifte in verzweifeltem Blick über den dunklen Berg.

Da fasste er jäh ihre Hände, kniete vor ihr und hob die flammenden Augensterne, in welchen eine Welt verzehrender Leidenschaft glühte:

„Natasche“, rief er mit gedämpfter Stimme, „Sie haben recht, man muss sich sein Glück mit eignen Händen schmieden und erringen, und nun, da ich es hier mit kühnem Griff an mich gefesselt habe, nun, da das Eis gebrochen und meine Lippen beredt sind, nun soll mir Gott auch den Mut geben, es für alle Ewigkeit an diese Brust zu schliessen, in dem Geständnis, dass ich Sie liebe, Natasche!“

Wie eine Sterbende starrte die Russin in dieses dämonisch schöne Angesicht, sie wollte die Hände losringen und erhob sich wankend. „Schweigen Sie, Sarasne, reden Sie jetzt nicht von Liebe, wo meine ganze Seele droben auf den dunklen Bergen irrt!“ rang es sich gequält von ihren Lippen.

Fester noch umschloss er ihre Hände. „Droben auf den dunklen Bergen — ist dies nicht schon selbst die Entgegnung auf Ihre Worte? Glauben Sie, Natasche, ich wüsste nicht alles? Jenes Feuer auf dem Berge sollte ein Zeichen der Treue sein, diese schwarze Nacht ringsum ist die sicherste, die furchtbarste Zeugin seines — Vergessens! Schwank und haltlos wie ein Schilfrohr ist Melnick, unentschlossen und verzagt, mutlos in all seinem Handeln, wissen Sie das nicht selber, Natasche, können Sie es leugnen?“

„Nein, ich kann es nicht!“ rief die Russin in schmerzlichster Erregung.

„Und können Sie in der That einen Mann lieben, den Sie kaum achten können?“ fuhr Sarasne mit heissem Atem fort. „Nimmermehr! Ihre stolze, grosse, herrliche Seele kann sich nicht in den Staub knechten lassen, Natasche, kann nicht im Zweifel sein, wenn es gilt, mit dem Genius empor zur ewigen Sonne zu steigen! Sie müssen mir angehören und mein eigen sein, wollen Sie glücklich werden!“

In furchtbarem Kampfe stand Natasche, zitternd flehten ihre Lippen zu dem dunklen Berg empor. Da brach ein greller Blitz durch das düstere Gewölk, flammend wie Feuerwogen umglühte er das Bergeshaupt, ein blendendes, himmelaufzüngelndes Feuermeer tauchte sekundenlang den schwarzen Bergriesen in zauberische Helle, und mit einem jauchzenden Aufschrei, die Hände gegen die schweratmende Brust gepresst, starrte Natasche empor in das Licht, sekundenlang, dann hüllte sie abermals die schwarze Nacht, und der ferne Donner rollte wie majestätische Göttersprache über das Gebirge.

Begeisterte Entschlossenheit strahlte von der Stirn der Kalnaffskoi, sie hob die weisse Hand zum Himmel und wandte das Haupt langsam zu Sarasne.

„Haben Sie das Feuer auf dem Berge gesehen, Sarasne?“ fragte sie laut. „Dieses Feuer, welches der Himmel selbst zur Rechtfertigung Melnicks entflammt hat? In einem Augenblick, da selbst das treueste Herz an ihm zweifeln wollte? Und dieses treue Herz ist das meine, Sarasne, welches Engène liebt trotz all seiner Fehler und Schwächen, und welches ihm zu eigen bleiben wird, ging auch mein ganzes Lebensglück darüber zu Grunde!“ — —

In ihrem Zimmer lag Natasche und weinte sich aus, dann trocknete sie gefasst die Augen, schellte ihrem Kammermädchen und befahl sofort sämtliche Koffer zu packen, da sie morgen mit dem frühesten reisen werde — Zeugin seiner Verlobung konnte sie nicht sein, und darum floh sie davon in die irre, wirre Welt hinein.

Die Zeit zog dahin, mit grauen, gleichgültigen Flügeln, freudlos und leer für Natasche Kalnaffskoi, welche in langem Wanderzug Deutschland, Frankreich und Italien durchschweifte, rastlos und unglücklich, mit sehnsuchtsvollem Herzen. Von Eugène hatte sie keinerlei Nachricht. Verlobt war er nicht, nach Petersburg war er nur für wenige Wochen zurückgekehrt, um alsdann weiter nach Stockholm zu reisen, wie ein flüchtiger Brief des jungen Grafen Paul S. ihr anzeigte, von da ab fehlte jedoch jede weitere Kunde, seine Spur schien völlig verloren. Der russische Krieg brach aus, Graf Paul errang unsterblichen Siegesruhm bei Plewna, und Natasches Seele flog ungestüm über Berg und Thal zu dem kühnen Feldherrn, an dessen Seite wohl einzig der Platz Melnicks war, den Lorbeer des treuen Freundes zu teilen! Ja, Melnick kämpfte für Fürst und Vaterland, und Natasche rang die weissen Hände im Gebet und flehte zum Himmel für sein teures Leben. Und der Krieg ward beendet und das weite russische Reich lag abermals im Frieden, aber von Melnick mangelte nach wie vor jegliche Kunde.

Am Rhein lag eine Villa, umgeben von parkartigem Garten, halb versteckt in blühendem Gebüsch, welches mit sehnsuchtsvollen Ranken zu dem lauschigen Balkon emporkletterte. Weit und silbern glänzte der heilige Strom direkt zu ihren Füssen, am jenseitigen Ufer von den Bergen begrenzt, welche die sanftlieblichen Konturen malerisch gegen das Himmelsblau abzeichneten.

Hierher hatte sich Natasche in wehmutsvolle Einsamkeit geflüchtet, und als der Vollmond so rein und silberschwebend heute durch die stille Juninacht herniederglänzte, da war sie mit krankem Herzen hinaus auf die Veranda getreten, hatte das Haupt in tiefem Traum in die Hand gestützt, und hinüber nach den dunklen Bergen geschaut, bis es in schmerzlicher Erinnerung feucht an den Wimpern zitterte — da plötzlich, ist es ein Traum, ein Wahn — jenseits auf der kahlen Bergesspitze blitzte ein Flämmchen auf, grösser und grösser wächst es empor zum lohenden Feuer, welches wie jubelnder Liebesgruss hellauf zum Himmel flackert. Mit starrem Blick steht Natasche und staunt jenes süsse Rätsel an, aber noch kann sie nicht den Schritt zur Treppe lenken, als dicht unter ihr, an dem Gitter der Terrasse, leise, wunderholde Klänge zu ihr emporzitterten, anschwellend zu brausendem Tempo, seufzend, flehend, wild und leidenschaftlich, das Eifersuchts-Notturno Sarasnes! Regungslos steht das bleiche Weib, die Hände gegen das Herz gepresst, das Haupt mit den geschlossenen Augen zurückgeneigt gegen die duftigen Blütenzweige, lauscht sie dem sinnbethörenden Spiel. Und die Töne ersterben in der weichen Luft, und eine traute, wohlbekannte Stimme klingt durch ihr Echo: „Natasche!“

Da neigte sich ein glücklächelndes Antlitz über die laubige Brüstung des Balkons, eine schlanke Hand bricht die Rose aus den Zweigen, drückt sie an die Lippen und lässt sie sanft zu dem Harrenden herniedergleiten.

Kein Wort sprach Natasche, sie redete auch nicht, als nach wenigen Minuten eine schlanke Männergestalt vor ihr kniete, um das brennende Antlitz auf ihre kühlen Hände zu pressen, aber sie neigte sich, schloss die Arme um den Künstler Melnick und küsste seine Lippen.

Da war sie sein eigen für Zeit und Ewigkeit. Und das Feuer auf dem Berge? Warum Natasche es in jener Nacht in Ischl nicht glühen sah? Wer ein Meisterwerk „Eifersuchts-Notturno“ schreibt, kann dem die Eifersucht wohl fremd sein? Und wer eifersüchtig ist, sollte es dem wohl so fern liegen, einen Führer zu bestechen, das Bündel Reisig, welches auf dem Berge entflammt werden sollte, fatalerweise in das Bergwasser hinabrollen zu lassen?

Sarasne aber war eine wilde, unbändige Künstlerseele, der Sohn eines klugen, gefährlichen Volkes, und er hatte das Eifersuchts-Notturno geschrieben.

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