Nataly von Eschstruth - Potpourri

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Der Band umfasst sechs längere Erzählungen aus der Hand der großen deutschen Unterhaltungsschriftstellerin Nataly von Eschstruth: «Das Feuer auf dem Berge», «Die Gauklerin», «Eine Laune», «Die Marquise von Montrivière», «Kairi Jassta» und «Edelweiß». Es sind Geschichten um Liebe und Verrat, um Freundschaft und Intrigen, von den Salons der Reichen und den Leiden der Armen, von enttäuschten Hoffnungen und erfüllten Verheißungen – und in ihnen allen spiegelt sich die Meisterschaft der Autorin, die mit leichter Hand die Fänden ihrer Erzählungen webt und Leserin und Leser mitnimmt in die Geschicke ihrer so liebevoll gezeichneten Protagonisten, bis sie oder er das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann …-

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Wie von einem Dolch getroffen, schrak Natasche empor. „Undenkbar!“ rief sie empört, und dennoch war es, als leuchte ihr Auge auf. „Wer wäre einer solch sinnlosen That fähig! Es kann nur ein Neider gewesen sein, und darum soll seine Absicht nicht gelingen; Herr von Melnick hat sein Instrument bei sich, ich werde ihn bitten, dasselbe für eine Viertelstunde zu leihen!“

„Melnick?“ Sarasne lachte hell auf. „Wohlan, Baronin, versuchen Sie es, ob Melnick mir seine Geige leiht!“

Natasche erhob sich und schritt schweigend in den mondhellen Park hinaus.

Sie ging langsam den Abhang hernieder, der Bach rieselte übermütig durch die blühenden Gebüsche, und hell vom Mond beschienen sah sie Melnick allein auf einer Bank unter den alten Eichen sitzen, von einem Nebenweg herüber schallte die Stimme der Madame Wreffsky, welche von der Fürstin K. zurückgerufen war, um Sarasne spielen zu hören.

Lautlos schritt Natasche näher. Mit eigentümlich forschendem Blick schaute ihr Eugène entgegen.

„Gut, dass ich Sie allein treffe, Melnick,“ sagte sie hastig, „ich komme mit einer Bitte zu Ihnen.“

Der Kammerherr hatte sich erhoben, er stützte sich schwer auf die Bank. „Sprechen Sie!“ sagte er gepresst.

„Man hat Sarasnes Geigenbogen zerbrochen, ich habe mich erboten, Ihr Instrument für seinen kurzen Vortrag zu leihen!“

Melnick lachte, ein bitteres Lachen. „Meine Geige? Scherzen Sie, Natasche? Sie wissen, dass ich Sarasne hasse!“

„Gerade darum, nicht allein ich, die ganze Welt weiss es, und weil jeder sagen wird, Melnick liess sich von seinem Hasse zu dem kleinlichsten Bubenstreich hinreissen, darum hielt ich es für meine Pflicht, einem solchen Gerede vorzubeugen!“

„Wie klug Sie sind, Natasche! so klug, dass Sie ganz genau wissen, dass ich den Bogen in der That zerbrach, weil ich nicht will, dass Sarasne Ihnen sein Notturno vorspielt, weil ich weiss, dass es mich Ihr Herz kostet!“ Eugènes Hand ballte sich, seine Stimme klang heiser vor Erregung.

„Es kann wohl dem Sklaven der Madame Wreffsky gleichgültig sein, an wen Natasche Kalnaffskoi ihr Herz verliert!“ Die Sprecherin wich voll eisigen Stolzes zurück. „Frage ich etwa danach, in welchen Staub Herr von Melnick das seine getreten hat? Auch die Freundschaft hat ihre Grenze, Eugène.“

„Ich liebe Madame Wreffsky nicht!“

„Ich hielt Sie für ein feiges Leugnen zu stolz!“

„Wollen Sie Beweise? Fordern Sie?!“ brauste der Kammerherr auf.

Natasche lächelte schnell. „Beweise! Ich verschmähe sie nicht. Sagen Sie die Wahrheit: Dachten Sie je an mich, wenn Sie in die Augen der Wreffsky sahen?“

„Ja!“ klang es fest und laut von seinen Lippen. „Die Wreffsky war nur der Funken, welchen ich Narr, nach Sarasnes teuflischem Rezept, auf Ihr kaltes Herz streuen wollte, Natasche, und dessen sollen Sie sich überzeugen. Madame Wreffsky erbat sich für morgen abend meine Begleitung zu einem Ritt auf jene Bergesspitze, um die zauberischste aller Landschaften im Mondschein zu sehen. Ich weiss, welcher Gefahr ich mich aussetze, Prinzess Ilse wird an meiner Seite reiten und alle Künste der Bezauberung aufbieten, um ihren Kaiser Heinrich mit weissem Arm gefangen zu halten, die Wreffsky wünscht eine gute Partie zu thun. Dennoch wird Ihr Bild unwankbar in meinem Herzen leben, Natasche! Treten Sie bei anbrechender Dunkelheit auf den Balkon, blicken Sie empor zu jener Bergkuppe, und wenn Sie ein helles Feuer lodern sehen, dann seien Sie überzeugt, dass heiss wie seine Flamme auch meine Liebe treu und ewiglich für Sie im Herzen glüht!“

Er hatte ihre Hände ungestüm an seine Brust gezogen, Natasche entzog sie ihm leise, zitternd.

„Wohlan, Eugène, ich warte auf das Feuer am Berge und ich werde ihm glauben!“

Schritte näherten sich, Comtesse Delly eilte durch die Anlagen.

„Natasche!“ rief sie schon von weitem, „komm schnell, Sarasnes Bogen ist ersetzt, er wird spielen!“

Eine Wolke flog über Melnicks Stirn. „Der Verhasste!“ murmelte er, „ich ertrage es nicht, wenn Sie ihn bewundern, Natasche! Ich bitte Sie, ich flehe Sie an, nicht dieses verklärte, begeisterte Lächeln, wenn er spielt, es frisst an meinem Herzen!“

„Wie kann ein Mann mit Eifersuchtsfunken spielen, Melnick, wenn er selber von ihnen verzehrt wird!“ schüttelte die Russin ernst das Haupt. „Sie quälen sich so unnötig! Ich liebe Sarasnes Kunst, seine Geige bezaubert mich. Spielen Sie wie er, und ich werde Sie bewundern wie ihn!“ —

Eugène presste ihre Hand an die Lippen und schwieg. —

Mattes Lampenlicht dämmerte in dem langen Korridor. Natasche stieg langsam die Treppe empor. Ihr Auge blickte strahlender wie sonst, und die Lippen waren geöffnet, als atme sie in süssem Traum; leise knirschend schleifte der dunkle Seidenstoff auf dem Boden in langer Schleppe, welche die schlanke Gestalt noch stolzer, noch majestätischer denn gewöhnlich emporwachsen liess. Da löste sich ein Schatten aus der Wandnische, Melnick stand vor ihr, bleich, verstört, mit flackerndem Blick.

„Natasche!“ murmelte er zwischen den Zähnen, „hören Sie mich!“

Mit zornigem Laut der Überraschung wich sie zurück, Eugène aber fuhr mit fliegendem Atem fort, ihre Hände mit eisernem Druck umklammernd: „Ich habe alles gesehen, Natasche, Ihren flammenden Blick des Entzückens, Ihren Händedruck, Ihren beredten Dank — o, er ist zu beneiden, der göttliche Sarasne, wie er spielt kein zweiter mehr! Und nun lassen Sie sich sagen, Natasche, dass Ihre Liebe wohl ein Hohes zu erringen, dass mir Ihre Bewunderung aber noch begehrlicher ist! Den höchsten Preis haben Sie noch nicht gegeben, die Rose glüht noch unberührt an Ihrer Brust, und der kühne Sarasne trachtet nach dieser Rose aus Ihrer Hand! Ich gehe, Natasche; jenes Eifersuchts-Notturno wagt wohl keiner dem Sarasne nachzuspielen, ich aber werfe den Handschuh hin, ich will ihn sogar noch übertreffen darin! Und bis ich mein Wort einlösen kann, leben Sie wohl! Das Feuer auf dem Berge soll mein letzter Gruss sein, der Gruss des todwunden Kaiser Heinrich, dem ein Lorbeerreis höher gilt, als der Kuss der Ilse!“ und Melnick presste Natasches Hände in den seinen, schleuderte sie leidenschaftlich zurück und stürmte an ihr vorüber in die Dunkelheit hinein.

Natasche starrte ihm regungslos nach, ihr Herz zitterte in der Vorahnung eines herben Verlustes, und es war ihr zu Sinnen, als müsse sie die Arme öffnen und rufen: „Bleib’ hier, sonst sehe ich Dich niemals wieder!“ Ihre Lippe aber blieb stumm, und sie wandte das Haupt und schritt, wie von schwerem Traum befangen, weiter. —

Wie langsam ward es heute dunkel! Natasche Kalnaffskoi sass auf der einsamen Terrasse, versteckt fast unter den tiefhängenden Klematisranken und Kletterrosen, welche mit zartduftigen Blüten um ihre weisse Stirn schmeichelten. Die Hände im Schoss gefaltet, starrte die Russin hinüber zu dem dunklen Berggipfel, auf welchem noch immer kein grüssendes Feuer aufflammen wollte, und wie Minute um Minute mit bleiernen Flügeln dahinzog, ohne die ersehnte Kunde zu bringen, das zuckte das stolze Frauenherz unter brennenden Qualen, und ihr glanzloser Blick hing in beschwörendem Flehen an den düstern Bergmassen: „Kaiser Heinrich, vergiss mich nicht um einer Ilse willen!“

Aber dunkel blieb es droben, schwarz wie ein Grab, selbst der Mond verbarg sich hinter den aufsteigenden Wolkenmassen, und aus dem Gebirgsthal wehte es wie schwüle, seufzende Gewitterluft.

Da knirschte der Sand der Terrasse hinter der regungslosen Gestalt Natasches, sie wandte aufschreckend das Haupt, Sarasne trat langsam näher.

„Sie sind allein?“ fragte er leise.

Sie stützte die Wange wieder tief in die Hand. „Ja, Sarasne, ich warte auf Madame Wreffsky!“ es zitterte wie ein Hoffnungsschimmer durch ihre Stimme, ach, vielleicht hörte sie, dass er sie gar nicht begleitet! —

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