Rudolf Stratz - Der graue Herr

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In der gemütlichen Wohnstube des Staatsanwalts Johannes Sigrist können er und seine Frau Klara den Zeitungsverkäufer gut hören. «Margot Sandners letzte Stunden». Jedem in der Stadt verkündet die Schlagzeile die Vollstreckung des Todesurteils der Frau, die in einer Nacht ihren Mann erschoss und seitdem eisern schweigt. Die Beweise sprechen eindeutig gegen sie: nur sie und ihr Mann in der Villa, die die Schutzleute direkt nach dem Schuss kurz nach elf Uhr betraten, der Revolver auf dem Teppich, die Schusswunde im Rücken und ein Geständnis. Aber Klara, die Frau des Staatsanwalts, ist trotzdem fest von der Unschuld ihrer Freundin überzeugt. Und sie ist nicht die Einzige, die die bescheidene, leise Frau vor dem sicheren Tod retten will. Noch an diesem Abend lässt der Staatspräsident den Staatsanwalt und den Verteidiger Margots zu sich kommen, um sich Rat zu holen, ob ein Begnadigungsrecht ausgeübt werden soll. Aber es gibt an den Vorgängen keinen Zweifel – oder doch? Um sich ganz sicher zu sein, bittet der Präsident auch die Frau des Verteidigers Morell zu sich. Sie soll die letzten Stunden vor dem Mordabend, die sie zufällig bei Margot verbracht hat, noch einmal schildern. Und tatsächlich fällt in der inoffiziellen Atmosphäre des Arbeitszimmers Lisbeth Morell etwas ein, was sie im Prozess nicht erwähnt hatte – eine hauchdünne Spur, während die Zeit abläuft …-

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„Von Trübung kann man da wohl nicht redden, Herr Präsident, wenn ich das untertänigst sagen darf. Nur von den regelmässigen Gewittern!“

„Gewittern?“

„Ja doch, Herr Präsident! Ich meine die Eifersuchtsszenen. Darin war die Margot gross. Sie hat ihren Mann wahnsinnig geliebt. Gerade darum war sie noch wahnsinniger eifersüchtig. Das kam von ihrer Überspanntheit. Rein verdreht war sie dann — nicht?“

„So ... so ...“

„Sie hatte dann einen reinen Todeskummer im Gesicht. Halb hat man lachen müssen und halb tat sie einem leid. Ich hab’ immer getan, was ich konnte, um die nervöse Frau zu beruhigen! Ich bin doch mehr auf das Praktische angelegt — nicht? Da wurde sie dann allmählich wieder Mensch.“

„Gab ihr Sandner denn wirklich Grund zur Eifersucht?“

„Gott — Herr Präsident: Ein bisschen leichtlebig — ja — das war er ja wohl. Das lag in seiner Art. Er hat den Frauen gefallen und war ja selber auch kein Unmensch. Er war ja auch oft auf weiten Geschäftsreisen. Aber trotzdem, Herr Präsident: Ich bin heute noch felsenfest davon überzeugt: Die Margot hat in ihrer Phantastik immer nur Gespenster gesehen!“

„Von wirklichen — hm — sagen wir Seitensprüngen Sandners ist Ihnen nichts bekannt?“

„Nicht das geringste! Die Margot darf man da nicht ernstnehmen. Die ist viel zu exaltiert. Die macht immer gleich aus einer Mücke einen Elefanten. So war es ja auch an dem Unglückstag!“

„Bitte — erzählen Sie, gnädige Frau, was sich da ereignete.“

„Also ich bin daheim und putze gerade Handschuhe mit Benzin und denke mir nichts Böses — nicht wahr? —, da klingelt’s und die Margot schickt ihren Chauffeur und ihren Wagen und einen Zettel — in der Aufregung ganz schief gekritzelt: ,Komm sofort zu mir!‘ Na — ich kenne doch meine Margot! Also ich telephoniere nur schleunigst meinem Mann ins Büro: ,Du — Schatz — ich muss fort! Die Margot hat wieder einmal ihren Anfall!‘ — und dann spornstreichs hin zu ihr. Natürlich — das kannt’ ich doch schon —, da liegt die Margot auf dem Sofa, blass wie eine Leiche, mit ganz starren, verzweifelten Augen und in der geballten Faust einen zerknitterten Brief! Mit denen werden wir ja seit Jahr und Tag in der Stadt behelligt. Ich weiss nicht, wozu die Polizei eigentlich da ist. Es gibt doch Schreibsachverständige. Freilich: Heutzutage tippen sie die anonymen Briefe auf der Schreibmaschine. So der auch!

Ich hab’ nun wirklich eine strafende Miene aufgesetzt, Herr Präsident, als die gesetzte und vernünftige Freundin, und zu der Margot gesagt: ,Schäm’ dich! Auf der Stelle zerreisst du das Ding und schmeissst es in den Papierkorb. So was liest ein anständiger Mensch gar nicht erst!‘ Aber sie gibt mir den Wisch wortlos zu lesen. Ich weiss noch genau, was darin stand: ,Liebe arme gnädige Frau! Heute abend um elf Uhr sind Herr Sandner und seine Freundin Luise Heidebluth draussen in Ihrer leeren Villa. Vielleicht überzeugen Sie sich selbst! Eine, die es gut mit Ihnen meint!‘ “

„Hm ... hm ... Ja ... Sie kennen dies Fräulein Heidebluth, gnädige Frau?“

„Na — die kennt jeder! Ich meine: Alle Damen kennen sie. Sie hat doch den elegantesten Modesalon der Stadt. Sie räubert einen aus mit ihren Preisen. Die halbe Stadt sitzt bei ihr in der Kreide. Aber sie hat einen Schick ...“

„Was ist das nun für eine Persönlichkeit?“

„Na — wie eben die Inhaberinnen von solchen ganz feinen Modesalons sind. Sie ist selbst sehr elegant und weltsicher ... Sie hat eine Liebenswürdigkeit, einem die Sachen aufzuschwatzen ... Schmeicheln kann sie — na, ich danke! ... Ganz jung ist sie nicht mehr — so Anfang dreissig — auffallend hübsch und distinguiert und fabelhaft gewachsen. Eine grosse schlanke Person. Sie hat ja wohl auch als Mannequin angefangen!“

„Die Luise Heidebluth hat bei ihrer Vernehmung angegeben, dass sie von der ganzen Sache nichts wisse und an dem fraglichen Abend ihre Wohnung überhaupt nicht verlassen habe. Diese Aussage hat sie vor Gericht beschworen. Sie scheidet also aus dem Fall aus. Aber wie ist denn sonst ihr Ruf?“

„Ja — da kann man mich totschlagen, aber ich habe nie etwas Nachteiliges von ihr gehört. Ich habe es auch gleich der Margot gesagt: ,Nun stelle dir doch bloss die Heidebluth vor! Die ist doch viel zu gerissen! die ist doch viel zu vorsichtig für so wilde Sachen! Die wird doch nicht wegen solcher Abenteuer ihr schönes Geschäft und ihre feine Damenkundschaft aufs Spiel setzen!‘ Aber die Margot war nicht umzustimmen. Wenn sie in ihrer blinden Eifersucht einmal etwas im Kopf hatte, dann war sie unzurechnungsfähig! Nicht?

Sie ahne das schon lange, sagte sie. Letzte Weihnachten — da habe ihr Mann ihr bei der Heidebluth einen pompösen Sealskinmantel gekauft, und die Heidebluth habe solche guten Kunden wie sie persönlich bedient — ja — und da habe sie, die Margot, wohl bemerkt, dass diese gewandte, liebenswürdige, bildhübsche Heidebluth alle Minen springen liess und dass Blicke hin und her Feuer fingen. Sie habe damals schon in einer verzweifelten Stimmung den Laden verlassen und sich erst allmählich im Lauf der Zeit beruhigt. Aber nun sei es ja sonnenklar: Damals habe es angefangen, und nun sei es glücklich so weit.“

„Luise Heidebluth hat unter Eid erklärt, sie habe Herrn Sandner als gelegentlichen Kunden in ihrem Laden gekannt, sonst gar nicht!“

„Ja — aber erzählen Sie doch mal das der Margot, Herr Präsident! Die war gar nicht zu beruhigen. Sie blieb dabei: Nun müsse sie Gewissheit haben! Sie werde heute nacht nach der Villa hinausfahren. Und ich, ihre beste Freundin, müsse sie begleiten!... Herr Präsident: Sehen Sie mich an! Ich bin, weiss Gott, keine abenteuerliche Natur! Mir war es direkt graulich — nicht? —, dass wir zwei jungen Frauen allein bei Nacht und Nebel in die verlassene Vorstadt hinausfahren sollten! Ich konnte der Margot dort auch wenig helfen. Denn ich kannte mich in der Villa gar nicht aus. Ich war sehr selten da draussen gewesen. Die Villa liegt ja am Ende der Welt. Viel zu weit von unserer Wohnung in der Altstadt, wo mein Mann sein Büro hat. Man braucht förmlich eine Tagereise dorthin, wenn man nicht einen eigenen Wagen hat. Und den haben wir doch nicht. Mein Mann hat doch keine Zeit, viel herumzufahren. In den Sommermonaten, wenn die Margot da draussen war, ist sie doch jeden Tag in die Stadt gekommen zu Einkäufen und zur Schneiderin und ins Kino und so, und da haben wir uns dann immer getroffen!“

„Also Sie rieten Frau Sandner ab?“

„ ,Draussen stehst du dann glücklich vor einem verschlossenen, stockdunklen und totenstillen Haus, in dem natürlich keine Menschenseele ist‘, habe ich der Margot gepredigt, ,und wir können froh sein, wenn wir nicht noch tot daheim wieder ankommen!‘ Bei der Margot nur ein eigensinniges Kopfschütteln! Sie bleibt nun mal dabei! Eine andere als mich, ihre nächste Freundin, nahm sie auf diese Expedition nicht mit! Das wusste ich. Allein konnte ich die aufgeregte Frau doch die Fahrt ins Schwarze nicht machen lassen. Also fuhr ich am Abend in Gottes Namen mit. Wohl war mir dabei von vornherein nicht zumute! Das darf ich wohl sagen, Herr Präsident! Es war überhaupt noch ein Glück, dass ich mich ohne weiteres für die späte Nachtstunde frei machen konnte. Mein Mann war nämlich mit dem Abendzug nach Berlin gefahren, um dort am nächsten Morgen einen gerichtlichen Termin wahrzunehmen. Auf dem Kreuzplatz, ein paar Minuten von der Villa, liess die Margot ihren Wagen halten und stieg aus. Ihr Chauffeur ist solch ein neugieriger Peter. Der braucht nicht alles zu wissen. Wir mummten uns in unsere Pelze und gingen zu Fuss weiter. Es war eine kalte, taghelle Vollmondnacht. Alles um uns war ausgestorben. Im Winter wohnt kein Mensch draussen. Da kamen wir nun an Ort und Stelle.

Ich bitte um Verzeihung! Ich rede immer so umständlich. Aber das liegt nun einmal in meiner Art. Mein Mann ist auch manchmal verzweifelt. Aber es ist doch wichtig, dass Herr Präsident die Örtlichkeit genau kennen — nicht? —, wo Sie doch nicht selber dort waren?“

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