Eugene H. Peterson - Nimm und iss ...

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"Nimm und iss dieses Buch" lautet die Aufforderung, die Johannes im biblischen Buch der Offenbarung von einem Engel erhält.
Eugene H. Peterson lädt ein, sich von der Bibel formen zu lassen, Teil der biblischen Geschichten zu werden. Er macht Mut, dieses Buch «zu essen», in sich aufzunehmen, es zu leben und nicht nur zu lesen – und zwar erfrischend unkonventionell!
Peterson ist überzeugt: Gott lädt uns heute noch ein, sein Wort in uns aufzunehmen: «Nimm und iss …»

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Barth veröffentlichte später seine Leutwiler Ansprache unter dem Titel „Die neue Welt in der Bibel.“ 5In einer Zeit und Kultur, in der die Bibel von Generationen von Totengräber-Theologen einbalsamiert und begraben worden war, bestand er leidenschaftlich und unnachgiebig darauf: „Das Mädchen ist nicht tot, es schläft nur“; nahm sie bei der Hand und sagte „Steh auf“. Über die nächsten fünfzig Jahre offenbarte Barth die unglaubliche Lebenskraft und Energie, die aus den Sätzen und Geschichten der Bibel strömt und er zeigte uns, wie man sie liest.

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Barth besteht darauf, dass wir dieses Buch und die von ihm geprägten nachfolgenden Schriften nicht lesen, um herauszufinden, wie wir Gott in unser Leben bekommen und um ihn dazu zu bringen, Teil unseres Lebens zu sein. Nein. Wir schlagen dieses Buch auf und stellen fest, dass es uns auf jeder Seite überrumpelt und überrascht und uns in seine Realität hineinnimmt, uns hinzieht zur Gemeinschaft mit Gott, zu seinen Bedingungen.

Er hat dies mit einem berühmten Bild verdeutlicht. Ich benutze den Kern seiner Anekdote und gestalte ihn mit meinen eigenen Details und mit der Hilfe von Walker Percy 6aus. Stellen Sie sich eine Gruppe von Männern und Frauen in einem großen Lagerhaus vor. Alle wurden in diesem Lagerhaus geboren, sind darin aufgewachsen und alles, was sie zum Leben benötigen, finden sie dort. Dieses Gebäude hat zwar keine Ausgänge, dafür aber Fenster. Doch die Fenster sind dick mit Staub überzogen, sie werden nie gereinigt und darum macht sich niemand die Mühe hinauszusehen. Wieso auch? Sie kennen nur das Lagerhaus, und dort gibt es alles, was sie brauchen. Doch eines Tages zieht ein Kind eine Trittleiter zu einem der Fenster, kratzt den Dreck weg und schaut hinaus. Es sieht Menschen auf der Straße gehen. Es ruft seine Freunde herbei. Sie drängeln sich um das Fenster – sie hatten ja keine Ahnung, dass es außerhalb dieses Lagerhauses eine ganze Welt gibt. Und dann sehen sie auf der Straße jemanden, der nach oben schaut und hinaufzeigt. Bald hat sich eine kleine Gruppe gebildet, die hinaufschaut und aufgeregt durcheinanderredet. Die Kinder schauen nach oben, doch alles, was sie sehen, ist das Dach ihres Lagerhauses. Schließlich wird es ihnen langweilig, diesen verrückten Leuten auf der Straße zuzusehen, die ständig nach oben ins Leere zeigen und darüber ganz aufgeregt werden. Weshalb sollte man ohne Grund stehen bleiben, ins Leere deuten und sich wegen nichts verrückt machen?

Die Leute auf der Straße hatten allerdings ein Flugzeug (oder Wildgänse oder einen riesigen Berg Kumuluswolken) gesehen. Die Leute auf der Straße sehen nach oben und sehen den Himmel und alles, was dort unterwegs ist. Die Lagerhaus-Menschen haben keinen Himmel über sich, nur ein Dach.

Was würde allerdings passieren, wenn plötzlich eines der Kinder eine Tür in die Wand des Lagerhauses bricht, seine Freunde dazu überredet mitzukommen und die Gruppe draußen den riesigen Himmel über ihren Köpfen entdeckt, den großartigen Horizont in der Ferne? Genau das passiert, wenn wir die Bibel öffnen, meint Barth. Wir betreten die völlig unbekannte Welt Gottes, eine Welt voller Schöpfungskraft und Erlösung, die sich über und neben uns endlos ausbreitet. Das Leben im Lagerhaus hat uns darauf nicht vorbereitet.

Die Erwachsenen im Lagerhaus spotten über die Geschichten, die die Kinder von draußen mitbringen. Schließlich haben sie die Kontrolle über das Leben im Lagerhaus, nicht über die Welt da draußen. Und sie wollen, dass es so bleibt.

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Paulus war für Barth dieses kleine Kind, das als erstes den Schmutz von der Scheibe kratzte, eine Tür aufbrach und ihn dazu überredete, mit nach draußen zu kommen, in die große „fremdartige“ Welt, von der uns die biblischen Schreiber Zeugnis geben. Unter Anleitung dieser Schreiber, zuerst war es nur Paulus, doch bald schon die ganze Fakultät des Heiligen Geistes, wurde Barth zu einem christlichen Leser . Er las Worte, um sich vom Wort formen zu lassen. Erst dann wurde er ein christlicher Schriftsteller . Barth veröffentlichte seine Darstellung der Ereignisse später in „Das Wort Gottes und die Theologie“. Der Romanautor John Updike sagte über dieses Buch, es habe ihm „so etwas wie eine Philosophie, auf deren Grundlage ich leben und arbeiten konnte“ gegeben, „und insofern [hat es] mein Leben verändert“. Bei der Überreichung der Campion Medaille im Jahr 1997 gab Updike den christlichen Glauben, wie ihn Barth in seiner Wiederentdeckung der Bibel offenbarte, als Grund dafür an, dass er als Schriftsteller erkannt hatte: „… dass die Wahrheit heilig ist und das Verkünden der Wahrheit eine edle und nützliche Tätigkeit, dass die Wirklichkeit um uns herum geschaffen und würdig ist, gefeiert zu werden, dass Männer und Frauen radikal unvollkommen und radikal wertvoll sind.“ 7

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Die ersten Metaphern über das Schreiben und Lesen, die wirklich mein Interesse weckten, kamen von Kafka: „Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? … Ein Buch muss wie die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“ 8Zu dieser Zeit war ich Pastor und setzte mich deshalb beruflich damit auseinander, Menschen zum Bibellesen zu motivieren. Es erschreckte mich, dass sie die Bibel nicht anders lasen als den Sportteil oder einen Comic oder die Kleinanzeigen. Ich wollte die Menschen aufwecken und sie verändern. Ich wollte, dass sie die Bibel als einen Faustschlag sahen, einen Eispickel. Im Rückblick muss ich eingestehen, dass meine Strategie in erster Linie darin bestand, manchmal etwas lauter zu werden. Ich erkannte nicht, wie gewalttätig diese Metaphern waren. Ich wollte einfach etwas anstoßen. Doch dann brachte mich eine Frage von Wendell Berry zum Stutzen: „Bist du endlich fertig damit, alle umzubringen, die keinen Frieden wollten?“ 9Mir wurde klar, dass die Gewalt, die diese Metaphern unterstellten, nicht wirklich meinem Vorhaben dienlich waren, nämlich Christen anzuleiten, die Heilige Schrift als Nahrung für ihre Seelen wahrzunehmen. Zwangsernährung ist vermutlich nicht der beste Weg, um die Einzigartigkeit des Bibellesens, des geistlichen Lesens, zu vermitteln.

Schließlich stellte ich fest, dass das eindringlichste biblische Bild für das Lesen das von Johannes ist, der ein Buch isst:

Dann ging zu dem Engel und bat ihn um das kleine Buch. Er antwortete mir: „Nimm das Büchlein, und iss es auf! Es schmeckt süß wie Honig, aber du wirst Magenschmerzen davon bekommen.“ So nahm ich das kleine Buch aus seiner Hand und aß es. Es schmeckte wirklich süß wie Honig; aber dann lag es mir schwer im Magen (Offb 10,9–10).

Vor ihm hatten schon Jeremia und Hesekiel Bücher gegessen – scheinbar gute Nahrung für all jene, denen es wichtig ist, einen Text richtig zu verstehen.

Damit erregt man allemal so viel Aufsehen wie mit Kafka, doch als Bild ist es weitaus besser. Johannes, dieser endlos faszinierende frühkirchliche Apostel, Pastor und Schriftsteller, geht zu dem Engel und sagt: „Gib mir das Buch.“ Der Engel gibt es ihm: „Da hast du es. Iss es auf, iss das Buch auf.“ Johannes tut es. Er isst das Buch – er liest es nicht nur – es gelangte in seine Nervenzellen, seine Reflexe, seine Einbildungskraft. Er hatte die Heilige Schrift gegessen. Das Buch wurde Teil seiner Anbetung und seiner Gebete, seiner Vorstellungen und seines Schreibens. Das Buch, das er gegessen hatte, wurde zu dem Buch, das er verfasste, das erste große Gedicht in der christlichen Tradition und das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung.

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