Eugene H. Peterson - Nimm und iss ...
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Eugene H. Peterson lädt ein, sich von der Bibel formen zu lassen, Teil der biblischen Geschichten zu werden. Er macht Mut, dieses Buch «zu essen», in sich aufzunehmen, es zu leben und nicht nur zu lesen – und zwar erfrischend unkonventionell!
Peterson ist überzeugt: Gott lädt uns heute noch ein, sein Wort in uns aufzunehmen: «Nimm und iss …»
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Es passierte im Verlauf der fantastischen Dichtung der Apokalypse, für die Johannes so bekannt ist – diese ungestüm wilde und feierliche Vision, die er auf der Gefängnisinsel Patmos während seiner Anbetung an einem Sonntagmorgen hatte. Er näherte sich gerade dem Mittelteil einer Reihe von visionären Botschaften, als er einen riesigen Engel sah, der mit einem Fuß im Ozean stand und mit dem anderen auf dem Festland und ein Buch in seiner Hand hielt. Von dieser riesigen, Land und Meer überspannenden Kanzel aus, predigte der Engel aus dem Buch. Die Predigt war explosiv, donnernd. Diese Predigt konnte niemand verschlafen! Johannes begann aufzuschreiben, was er hörte – er hatte noch nie eine solche Predigt gehört – doch dann wurde ihm gesagt, er solle aufhören. Eine Stimme befahl ihm, das Buch von diesem riesigen Engel entgegenzunehmen, diesem Gottesboten, der aus seiner weltumspannenden Kanzel predigte. Und das tat er. Er ging auf den Engel zu und sagte: „Gib mir das Buch“. Der Engel gab es ihm, sagte aber dann: „Da hast du es; iss es. Iss dieses Buch auf. Mach dir nicht nur Notizen von meiner Predigt. Iss das Buch auf.“ Und John tat genau das. Er steckte Stift und Block weg und nahm Messer und Gabel zur Hand. Er aß das Buch.
Die Bildhaftigkeit ist, wie alle Bilder in der Offenbarung des Johannes, komplex, eine Verschmelzung von Bildern ausgehend von Mose und den Propheten bis hin zu Jesus. Diese Vision vom predigenden Engel ist angefüllt mit dem Widerhall des Vertrauten. Doch was unmittelbar und offensichtlich auffällt, ist, dass der mächtige Engel aus der Bibel predigt, der Heiligen Schrift. Das Buch, das Johannes aß, war die Bibel oder der Teil, der damals bereits aufgeschrieben war. Das Wort „Buch“ (griechisch biblion , was bei uns zu „Bibel“ wurde), macht deutlich, dass die Botschaft Gottes an uns Bedeutung hat, Handlung und Absicht. Ein Buch schreiben bedeutet Wörter auf sinnvolle Weise anzuordnen. Diese Worte haben einen Sinn. Unser Weg zu Gott basiert nicht auf Vermutungen: Gott offenbart sich. Diese Worte der Bibel offenbaren das Wort, das Himmel und Erde geschaffen hat; sie offenbaren das Wort, das Mensch wurde, Jesus, zu unserer Erlösung. Gottes Wort wurde für uns aufgeschrieben, weitergegeben und übersetzt, sodass wir Teil der Handlung werden. Wir halten diese Bibel in Händen und lesen sie, damit wir die erschaffenden und rettenden Worte hören können, auf sie reagieren können und direkt teilhaben am Prozess der Erschaffung und Erlösung.
Das Buch zu essen bedeutet, dass hier das Lesen nicht nur eine objektive Handlung ist, nicht nur ein Erkennen von Wörtern und deren Bedeutung. Ein Buch zu essen steht im Widerspruch zu dem, wie die meisten von uns Lesen gelernt haben – eine distanzierte Objektivität entwickeln und dadurch wissenschaftliche oder theologische Wahrheiten erhalten und zu diesem Zweck so weit als möglich jede persönliche Anteilnahme vermeiden, die die Aussage des Textes verdrehen könnte. Doch niemand von uns liest zu Beginn wirklich so. Ich habe eine Enkelin, die im Moment Bücher isst. Wenn ich ihrem Bruder ein Buch vorlese, dann nimmt sie sich ein anderes vom Stapel und kaut darauf herum. Sie versucht, das Buch in sich hineinzubekommen und zwar auf dem schnellsten ihr bekannten Weg, nicht durch die Ohren, sondern durch den Mund. Sie macht nicht wirklich einen Unterschied zwischen Ohr und Mund – jede Körperöffnung ist ihr willkommen, um das Buch hineinzukriegen. Bald wird sie aber zur Schule gehen und sie wird lernen, dass dies nicht der richtige Weg ist. Man wird ihr beibringen, mithilfe des Buches Fragen zu beantworten. Sie wird lernen Bücher zu lesen, um dann Prüfungen zu bestehen, und sobald sie bestanden hat, das Buch ins Regal zu stellen und ein neues zu kaufen.
So, wie Johannes zum Lesen angeleitet wird, bestehen wir nicht bloß Prüfungen. Ein Buch essen bedeutet alles aufnehmen, es zum Teil des Gewebes unseres Lebens zu machen. Leser werden zu dem, was sie lesen. Sofern die Heilige Schrift etwas anderes beinhaltet als triviales Gerede über Gott, dann müssen wir sie verinnerlichen. Die meisten von uns haben eine Meinung über Gott, mit der wir für gewöhnlich nicht hinter dem Berg halten. Doch nur weil eine Unterhaltung (oder Predigt oder Vorlesung) das Wort „Gott“ beinhaltet, heißt das noch lange nicht, dass sie auch wahr ist. Der Engel weist Johannes nicht an, Informationen über Gott weiterzugeben. Er befiehlt ihm, das Wort Gottes aufzunehmen, sodass es sich ganz natürlich in seiner Syntax entfaltet, ganz so wie Nahrung, die wir essen, unbewusst in unsere Nerven und Muskeln eingeht und so zu Sprache und Bewegung wird.
Worte – gesprochen und gehört, geschrieben und gelesen – sollen in uns etwas bewirken, Gesundheit und Vollkommenheit, Lebensfreude und Heiligkeit, Weisheit und Hoffnung. Ja, iss dieses Buch.
Ich sagte bereits an früherer Stelle, dass Johannes nicht der erste biblische Prophet war, der ein Buch aß, als wäre es ein Marmeladenbrot. Sechshundert Jahre zuvor überreichte man Hesekiel ein Buch und befahl ihm, es zu essen (Hes 2,8–3,3). Hesekiels Zeitgenosse Jeremia aß ebenfalls Gottes Offenbarung, seine Version der Heiligen Schrift (Jer 15,16). Hesekiel und Jeremia lebten, genauso wie Johannes, zu einer Zeit, in der der Druck groß war, einem ganz anderen Text zu folgen als dem von Gott in seiner Heiligen Schrift offenbarten. Diese spezielle Bibel-Diät fand bei allen Dreien ihren Niederschlag in Sätzen von maximaler Kraft, Bildern voll flammender Klarheit und einem prophetischen Leben voll mutigem Leiden. Wenn wir in Gefahr sind (was wir selbstverständlich sind), dem allgemeinen Trend nachzugeben und die Heilige Schrift beiseitezulegen und sie durch den Text unserer eigenen Erfahrung zu ersetzen – unsere Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle – dann sollten uns diese drei raubeinigen Propheten – Johannes, Hesekiel, Jeremia –, die verantwortlich waren für die geistliche Erneuerung von Gottes Volk während seiner schlimmsten Zeit (Babylonisches Exil und Verfolgung durch die Römer) verbindliche Wegweisung durch unser alltägliches Leben sein und uns von dem überzeugen, was ihnen ein ureigenes Bedürfnis war: Ja, iss dieses Buch.
Christen haben eine beträchtliche Menge an Energie, Intelligenz und Gebet investiert, um zu lernen, wie man dieses Buch isst, und zwar genau so wie Johannes auf Patmos, Jeremia in Jerusalem und Hesekiel in Babylon. 13Wir müssen all das nicht in- und auswendig kennen, um am Tisch Platz zu nehmen. Allerdings hilft es, wenigstens ein wenig davon zu kennen, besonders weil dieses Buch für so viele unserer Zeitgenossen nur eine Vorspeise ist. Der Befehl des starken Engels ist auch eine Einladung. Komm zu Tisch und iss dieses Buch, denn jedes Wort in diesem Buch soll in unseren Seelen und Körpern etwas bewirken, Gesundheit und Vollkommenheit, Lebensfreude und Heiligkeit, Weisheit und Hoffnung.
12Siehe: Knox, Ronald A., Christliches Schwärmertum. Ein Beitrag zur Religionsgeschichte , Jakob Hegner, Köln/Olten 1957 (Originalausgabe: Ronald Knox, Enthusiasm , Collins Liturgical Publishing, London 1950).
13James Houston schreibt über diese „Energie, Intelligenz und Gebet“ in Elmer Dyck (Hrsg.): The Act of Bible Reading , InterVarsity, Downers Grove, Ill. 1996, S. 148–73.
KAPITEL 3
Die Heilige Schrift als Text: Gottes Offenbarung kennenlernen
Unser Leben, also alles, was wir erfahren – was wir brauchen, wollen und fühlen – ist wichtig für die Entfaltung des Lebens Christi in uns. Schließlich ist es unser Leben, das geformt werden soll. Doch es setzt seine Entwicklung nicht selbst in Gang. Neben vielen anderen Dingen bedeutet geistlich leben auch, uns selbst ernst zu nehmen. Es bedeutet, sich gegen den gesellschaftlichen Trend zu stellen, der uns unablässig auf unseren Status als Erzeuger und Leistende reduziert, so dass wir hinter den Siegeln unserer Abschlüsse und Gehälter nicht mehr als Mensch wahrgenommen werden. Wir sind doch so viel mehr als die Summe unserer Nützlichkeit und unseres guten Rufes, aller Orte, die wir besucht haben und der Menschen, die wir kennen. Es gibt ein einzigartiges, nicht kopierbares ewiges Ich, geschaffen im Ebenbild Gottes. Ein energisches Beharren auf der persönlichen Würde ist die Grundlage für geistliches Leben.
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