Jannis Linkelmann - Mein erster Stadionbesuch

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Für Prominente und 'normale' Fußballfans ist der erste Stadionbesuch ein unvergessliches Ereignis. Das 'erste Mal' kann ein großes Spiel gewesen sein, aber auch ein Kick auf dem Dorfplatz nebenan. Dabei geht es nicht um statistische Spielberichte, sondern einzig und allein darum, die besondere Atmosphäre undStimmung von damals noch einmal aufl eben zu lassen. Entstanden sind traurige und lustige, ernste und weniger ernste, aber immer sehr emotionale Erzählungen. Über das Internet und mit Unterstützung vieler großer Vereine haben die Herausgeber Fans dazu aufgerufen, ihre persönliche Geschichte einzusenden. Die besten Einsendungen bekannter wie unbekannter AutorInnen werden nun veröffentlicht. Zu den Prominenten gehören Horst Eckel aus dem Weltmeisterteam von 1954, Claudia Roth von den Grünen, die ihr erstes Spiel auf dem Sportplatz in Babenhausen erlebte, die Stadionsprecher vom 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach, Filmemacher Aljoscha Pause oder Journalisten wie Thomas Wark vom ZDF.

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Zu meinen außerfußballerischen Eindrücken, die man damals beim durchschnittlichen Spiel zuhauf hatte sammeln können, zählt die vage Erinnerung – die ich mir gerne heute von anderen Fans bestätigen lassen würde –, dass man von der Südtribüne des damaligen altehrwürdigen Niedersachsenstadions die Kuppel des wunderschönen Neuen Rathauses sehen konnte. Wie kann man da nicht durch und durch schwach, rot oder rotschwach werden! Das war das »eigentliche erste Mal«. Mehr konnte ich nicht mit nach Hause nehmen …

Zwischen dem eben beschriebenen und dem wahren ersten Mal liegen vier Jahre. In diesen Jahren ist nichts Wichtigeres passiert, als dass ich in dieser Zeit zu einem echten, stolzen Hannoveraner geworden bin.

Ja, mein Spruch ist immer: »Hannover is everywhere!«, denn ein Hannoveraner (Emil Berliner) – war es, der im Auftrag der Firma Bell Telephone das Telefon perfektionierte, nebenbei patentierte er das Mikrofon und entdeckte die LP sowie das Grammophon. Unser Leibniz erschuf die erste Rechenmaschine der Welt, die Basis und Urgroßmutter des Rechners, der Hannoveraner Werner von Siemens hat die elektrische Lokomotive und den Telegrafen erfunden, anschließend legte er mit dem elektrischen Aufzug und der Straßenbahn nach. Bei uns in Hannover erblickte das Pal-Fernsehen das Licht unserer schönen Stadt, sogar die CD wurde bei uns in Hannover entwickelt. Übrigens hat der Herr von Siemens uns Hannoveranern das beste Geschenk gemacht: Da 300.000 von den 526.000 Hannoveranern das Fahrrad benutzen, war es klar, dass der Dynamo von ihm erfunden wurde. Ich möchte jetzt wissen, was ein Braunschweiger beim Fahrradfahren denkt, wenn er wüsste, dass ihm eine hannoversche Erfindung seinen dunklen Weg erleuchtet.

Spaß beiseite: Was hat das alles mit Fußball zu tun? Da muss man uns Hannoveraner und unsere besondere Liebe verstehen. Der Spruch »Unsere Stadt – unser Verein – unsere Leidenschaft!« trifft bei uns ausnahmsweise voll zu!

Diese vergleichsweise kleine Großstadt, die unter den oben genannten Errungenschaften auch noch die größte Messe der Welt bietet, hat wirklich Großartiges geleistet und der ganzen Welt ihren so bescheidenen Stempel im Stillen aufgedrückt, dass man gar nicht weiß, wie hannoversch die Welt ist. Mal im Ernst, wäre Hannover ein Mensch, zugegebenermaßen stelle ich mir eine – dem Vergleich gebührend – schöne Frau vor, müsste man diese Person nicht lieben? Jemand, der so viel gibt, ohne eine Anerkennung zu verlangen – seit Mutter Teresa hat das nicht mal Frau Schreinemakers in ihren bewegenden Auftritten geschafft …

Ich verstand Hannover und die Hannoveraner und ich muss sagen, der Fußball hatte auch seinen Beitrag am Verstehensprozess dieser besonderen Liebe zu Hannover und der symbiotischen Liebe zwischen Stadt und Verein geleistet.

Schon die Vereinsfarben zeugen von der besonderen Verbindung zwischen dem Verein und der hannoverschen Seele. Während Schwarz und Weiß die Farben Preußens darstellten, wählten die Hannoveraner damals als dritte Farbe das Grün des Rasens. Eben diese Farbe, diese bescheidene Liebe zum Grün des Rasens ist heute das, was Hannover ausmacht. Die Hannoveraner schenkten ihrer besonderen Stadt ein schönes Gewand, so dass Hannover im Jahre 2010 zur grünsten Stadt Europas gewählt wurde. Und so leben sie bis heute mit dem Wäldchen vor der Haustür und dem grünen Gras der Roten im Herzen. Eine besondere Liebesverbindung …

Denn es gibt keine Liebe zum Verein ohne eine Liebe zur Stadt. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass für fast jeden Fan der Roten Hannover die schönste Stadt der Welt ist. Natürlich gibt es – objektiv gesehen – schönere, aber nicht »für uns«. Deswegen ist unsere Liebe zwar tief, unzerstörbar, leidenschaftlich, rein, aber doch sehr … regional!

Aber nun zum zweiten, bzw. zum eigentlichen ersten Stadionbesuch …

Normalerweise ist man beim zweiten Mal zwar nicht unbedingt erfahrener und routinierter, dafür aber irgendwie nüchterner. Bei mir hingegen war es fast bis zum Schluss einfach nur kalt! Zumindest gegen Abend. Und der wurde lang und länger! Nix mit: »Es war ein schöner Tag …«

Denn mein eigentlich erstes Mal war das Relegationsspiel zum Aufstieg in die 2. Bundesliga gegen Tennis Borussia Berlin an einem Tag im Mai 1998. Wir wählten die Stehplätze der Nordtribüne. Wahrscheinlich war wieder der finanzielle Anreiz ausschlaggebend, Studenten konnten damals für zehn Mark übrig gebliebene Plätze bekommen. Das Niedersachsenstadion füllte sich mit etwa 50.000 Zuschauern und ich muss sagen, man hat gemerkt, was uns Rote kennzeichnet: Wenn uns die Mannschaft braucht, dann schreien wir um unser Leben.

Volle Tribünen mit Menschen einer großartigen Stadt, Flutlicht und die Möglichkeit, seine Mannschaft zu pushen – wer denkt da schon an eine Niederlage? Besonders wenn man die Leidenschaft der Hannoveraner für ihre Stadt kennt. Betrunken von der »Alte(n) Liebe« (unsere Vereinshymne heißt »Alte Liebe«), durstig nach Sieg und verletzt in unserer roten Seele, da unsere großartige Stadt die ihr zustehende fußballerische Anerkennung immer noch nicht fand, waren wir in unseren Rufen und Siegeswillen ein geschlossenes Herz.

Auf dem Platz und in den Tribünen atmete man buchstäblich die hannoversche Seele. Man war da für diese Lebensaufgabe, die schönste und angenehmste, ein Hannoveraner, ein Roter zu sein. Wieder aus dem Verfügbaren das Maximale zu machen, für seine geliebte Stadt. Denn unsere Roten spielten gegen eine Millionentruppe, die in ihrer Liga über 80 Tore erzielte, nur insgesamt sieben kassierte und pro Spiel nie mehr als ein Tor reinließ. Das Hinspiel ging aus unserer Sicht mit 2:0 verloren und wir sollten diese »Stars« der »Göttinger Gruppe«, die selbst von Hannover 96 Spieler einkauften, zumindest mit 2:0 besiegen! Unsere Mannschaft war der klare Underdog.

Doch die Nummer 12 spielte alle in Grund und Boden und wir waren keine disperse Masse, sondern eben eine Nummer 12. Auf dem Platz waren die Hannoveraner verbissen. Man konnte die Dampfwolke von Kampf und Dramatik förmlich spüren, die vom Stadion ausging. Es war ein temporeiches Spiel. Bei Hannover musste schließlich ein Verteidiger zugunsten eines Stürmers den Platz verlassen, als es in der 70. Minute immer noch nur 1:0 stand. Erst in der 84. Minute fiel das erlösende Tor. Dass Jubel einem Pulverfass gleichen kann, habe ich schon bis dahin erahnen können. Doch das, was nach diesem Tor kam, war von den Bewohnern einer Stadt, die mit Hiroshima verbrüdert ist, politisch inkorrekt. Zum Schluss hieß es also wieder 2:0, diesmal allerdings für die Roten. In der Verlängerung spielte Hannover, nach einer Verletzung und ausgeschöpften Auswechselmöglichkeiten nur noch mit zehn Spielern. Als ein Tor der Berliner fiel, ist für alle im Stadion die Welt zusammengekracht, doch glücklicherweise wurde der Treffer aufgrund eines Fouls nicht gegeben. Auch die Verlängerung brachte keine Veränderung des Spielstands, also kam es zum Elfmeterschießen. Wir erinnerten uns daran, dass wir unseren Pokalhelden Sievers haben, der uns den Pokalgewinn 1992 im Elfmeterschießen sicherte, und ich dachte, dass bisher alle wirklich einschneidenden Fußballereignisse meines Lebens etwas mit Elfmetern zu tun haben. Damals mit Steaua auch. Also war ich des Sieges fast schon sicher, zumal einem die Rufe »Sievers, du Fußballgott!« ohnehin ein LSD-Feeling samt Punkerfrisur bescherten.

Doch die Pfiffe, als die Berliner dran waren, waren überwältigend. Ich war mir sicher, dass hier »gleich ein paar Glasaugen zerspringen«, mein Bier im Glas zeigte schon konzentrische Wellen. Die Pfiffe müssen auch in meiner Blase für Schwingungen gesorgt haben, was höchstwahrscheinlich auch der Grund dafür war, warum ich mir bei der Atmosphäre fast in die Hosen pinkelte. »Hier kann doch keiner treffen!«, prophezeite ich halb unprofessionell, denn soweit ich weiß, verfehlte nur ein Berliner sein Ziel, zwei hielt unser »Fußballgott«.

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