Jannis Linkelmann - Mein erster Stadionbesuch

Здесь есть возможность читать онлайн «Jannis Linkelmann - Mein erster Stadionbesuch» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Mein erster Stadionbesuch: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mein erster Stadionbesuch»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Für Prominente und 'normale' Fußballfans ist der erste Stadionbesuch ein unvergessliches Ereignis. Das 'erste Mal' kann ein großes Spiel gewesen sein, aber auch ein Kick auf dem Dorfplatz nebenan. Dabei geht es nicht um statistische Spielberichte, sondern einzig und allein darum, die besondere Atmosphäre undStimmung von damals noch einmal aufl eben zu lassen. Entstanden sind traurige und lustige, ernste und weniger ernste, aber immer sehr emotionale Erzählungen. Über das Internet und mit Unterstützung vieler großer Vereine haben die Herausgeber Fans dazu aufgerufen, ihre persönliche Geschichte einzusenden. Die besten Einsendungen bekannter wie unbekannter AutorInnen werden nun veröffentlicht. Zu den Prominenten gehören Horst Eckel aus dem Weltmeisterteam von 1954, Claudia Roth von den Grünen, die ihr erstes Spiel auf dem Sportplatz in Babenhausen erlebte, die Stadionsprecher vom 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach, Filmemacher Aljoscha Pause oder Journalisten wie Thomas Wark vom ZDF.

Mein erster Stadionbesuch — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mein erster Stadionbesuch», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Die Woche vergeht. Sein Zustand wird nicht wirklich besser. Am Dienstag besuche ich ihn. Er ist noch immer niedergeschlagen. Als er aber dann davon anfängt, dass er ohnehin nicht mehr heimkommen wird, werde ich wütend. Er soll sich nicht so anstellen und schon gar nicht so dumm daherreden, schimpfe ich los. Natürlich komme er nach Hause. Nach so einer großen OP ginge das halt nicht so schnell. Er müsse Geduld haben. Aufgewühlt und sauer fahre ich nach Hause. Es dauert eine ganze Weile, bis sich meine Aufregung und Wut legen. Meine Frau verspricht mir, Dad am nächsten Tag zu besuchen und noch mal mit ihm zu reden.

Mit der Mannschaft passiert etwas. Als ob sie die Worte meines Vaters gehört hätte, findet sie mit einem Mal ihr Spiel. Da sind sie wieder: »unsere Schalker« – macht- und kraftvoll. Der Gegner ist total überrascht von dieser Einheit, verliert den Rhythmus und das Spiel. Am Ende siegt der FC Schalke 04 mit 2:1! Als der Abpfiff ertönt, reißt mein Vater mich in seine Arme. Während er mich fast erdrückt, jubelt er immer wieder: »Siehste, Jung. Ich wusst, dat die heut für dich gewinnen!«

Für ihn und uns kam der Abpfiff überraschend und unerwartet. Als meine Frau wie versprochen am nächsten Tag ins Krankenhaus kommt, sagt man ihr, dass Vater noch mal zu einer Notoperation gemusst hätte und schickt sie zur Intensivstation. Dort wird sie von bedrücktem Personal und einem Arzt empfangen, der ihr mitteilt, dass mein Vater gestorben ist.

Unfassbar für uns! Keine Möglichkeit für ein Wort des Abschieds. Erst jetzt fällt uns ein, was wir alles nicht gesagt haben und vieles, was wir nie hätten sagen sollen. Vorbei – endgültig! Es bleibt die Hoffnung, dass er trotz allem gewusst hat, dass er geliebt wurde.

Heute haben wir ihn beerdigt. Der Sarg geschmückt mit »seinen« Vereinsfarben in blau und weiß.

Auf der Kranzschleife von mir und meiner Frau stehen nur zwei Worte:

»Tschüss Schalker!«

Unsere Stadt Unser Verein Unsere Leidenschaft

Jürgen Pflanzer geb 1971 Arzt für Innere Medizin Fan von Hannover 96 Am - фото 5

Jürgen Pflanzer

geb.: 1971

Arzt für Innere Medizin

Fan von Hannover 96

Am liebsten würde ich, wie in jedem schönen Märchen, mit einem »Es war einmal ein schöner Tag …« beginnen, dabei muss ich aber schon am Anfang relativieren und philosophieren. Und das über etwas so scheinbar Einfaches wie den ersten Stadionbesuch …

Vielleicht hat schon mal einer die Erfahrung im Leben gemacht, dass manch gewaltiger Prozess einen Anfang hat, der gar nicht so klar definiert ist und auch nicht besonders weltbewegend erscheint. Manchmal kann man gar nicht sagen, wo genau der Anfang wirklich anfängt.

Dreijährige, wie mein Sohn, den ich jetzt schon in der Hoff nung auf eine gute rote Erziehung ins Stadion mitnehme, werden sich eh nicht an den ersten Besuch erinnern und wahrscheinlich nur Fetzen von jedem Spiel behalten. Doch der erste Fetzen wird zugegebenermaßen schon mal vom ersten Spiel sein. Mein Sohn bekam damals das Objektiv meiner Kamera gegen den Kopf, als ich beim ersten der drei Tore meiner Roten beim Sieg gegen Bayern München zum Jubeln hochschoss, ohne daran zu denken, dass ich meinen Sprössling auf meinem Schoß durchaus zwei bis drei Reihen nach unten hätte katapultieren können.

Ich selbst war nicht mal ein Kind bei meinem ersten Stadionbesuch, und eigentlich sollte man meinen, dass der erste Besuch nun mal der erste ist, daran lässt sich nichts ändern, drehen oder rütteln. Jedoch war bei mir erst der zweite Besuch der eigentlich erste richtige Stadionbesuch. Und vielleicht sinniert man dann über die Beziehung zwischen einem bewussten Stadionbesuch und Identitätsfindung. Da dies wahrscheinlich schwer nachzuvollziehen ist, hole ich mal aus, und darf vielleicht ausnahmsweise über zwei Erlebnisse berichten.

Hannover 96 hat den Zusammenhalt neu entdeckt Hierzu gehört eine besonders - фото 6

Hannover 96 hat den »Zusammenhalt« neu entdeckt. Hierzu gehört eine besonders innige Verbindung mit den Fans. Meine Familie, die jetzt mit dem »Roten Virus« angesteckt wurde, und unser geliebter Stürmer »Moa« Abdellaoue.

Der erste Besuch war an einem schönen Herbsttag. Es war der 5. September 1993 – den Internetrecherchen sei Dank kann ich das Datum des durch mein Gedächtnis eigentlich geächteten »Ersten« benennen. In Bukarest geboren, kam ich mit meiner Familie 1987 nach Deutschland. Nach etwa anderthalb Jahren Süddeutschland war ich 1989 in Norddeutschland mit fast 18 Jahren ein »Hinzugekommener« und in der Fußballlandschaft noch kein leidenschaft licher Fan. Nicht, dass mir Fußball fremd war. Ich feierte als 16-Jähriger – zwar nicht im Stadion, sondern vorm Fernseher – mit Steaua Bukarest schon den Gewinn des europäischen Meistercups, in dem ein gewisser deutschstämmiger Torwart Helmuth Duckadam vier Elfer hintereinander hielt und Steaua an die Spitze des europäischen Fußballs brachte. Und anstatt eines erneuten Elfers schnappte er sich logischerweise den Nimbus einer Fußballlegende.

Auch bis 1993 war ich noch kein leidenschaft licher Fan. Mir gefiel zeitweise der schöne Fußball der Dortmunder. Ob da die kurze Bekanntschaft mit einer Ruhrpott-Schönheit nur zufällig zeitlich zusammenpasste, mag jetzt unkommentiert bleiben. Doch damals stand schon fest, dass, zumindest was den Fußball anbelangt, mein Herz schließlich doch nicht so leicht zu vergeben war.

In den letzten Monaten meines Zivildienstes fieberte ich im September 1993 dem Anfang meines Medizinstudiums entgegen, das einen Monat später in Hannover beginnen sollte. Und mit ihm eine beispiellose und in ihrer Art besondere Liebe zur schönsten Stadt der Welt.

Freunde, die Bayern-Fans waren, nahmen mich mit zum Spiel des Traditions- HSV gegen den VfL Bochum. Für die Außenstehenden: Gemeint ist Hannover 96, nicht unsere Freunde des jüngeren Hamburger SV, mit denen wir 96er schon viele Jahre eine Fanfreundschaft unterhalten. Das eigentliche Gründungsjahr des Hamburger SV ist das Jahr 1919. Da der Verein jedoch angibt, die Tradition der Vorgängervereine fortzusetzen, steht in der Satzung als Gründungstag derjenige vom SC Germania, und zwar der 29. September 1887.

Zurück zum damaligen Spiel: Meine Freunde behaupteten also, Bayern hätte eine Fanfreundschaft mit Bochum. Seit dem damaligen »Aha« blieb es bis heute beim selben Kenntnisstand. Einerseits da mich Fanfreundschaften von Bayern nicht interessieren, andererseits will ich die Kenntnisse meines Freundes über seinen FCB nicht in Frage stellen, zumal ich meine eigene Meinung über bemitleidenswerte Fans vom FCB hier im hohen Norden habe …

Das Spiel war nicht sehr attraktiv. Nach der ersten Halbzeit zogen wir von den Stehplätzen der Nordtribüne, die wir damals nur aus finanziellem Grund wählten, zur Südtribüne, da die bedauernswerten »Fans auf Identitätssuche« näher am Fanblock der Bochumer sein wollten.

Komischerweise keimte neben den Bochum-Fans schon das erste Mal der Rote in mir auf. Ich fragte mich, was ich da sollte. In einem Monat würde Hannover meine Heimat sein. Ob nun die geringer gewordene Nähe zur historischen Ausstrahlung der Westkurve, die auf hannoverschen Tränen und Blut gebaut wurde (die Westtribüne steht auf den Ruinen Hannovers aus dem Zweiten Weltkrieg), dazu beitrug, dass ich ad hoc eine besondere Abneigung gegen die Bochum-Fans um mich herum entwickelte, oder doch eher die beleibte Dame aus Bochum, die beim »Bochum! Bochum!«-Rufen aussah wie eine Kröte beim Quaken – das lässt sich nicht mehr genau eruieren. Heute habe ich nichts mehr gegen die Bochumer Fans, mir taten sie sogar ein bisschen leid, als sie 2010 nach der 3:0-Niederlage im eigenen Stadion gegen Hannover den Weg in die zweite Liga antreten mussten. Zwar hätten wir ohne diesen Sieg für die zweite Liga planen können, doch seitdem gönne ich ihnen ein Wiedersehen in der ersten Liga.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Mein erster Stadionbesuch»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mein erster Stadionbesuch» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Mein erster Stadionbesuch»

Обсуждение, отзывы о книге «Mein erster Stadionbesuch» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x