Tom Wright - Kleiner Glaube - großer Gott
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Im Buch Jesaja sehen wir also den wahren Gott und die falschen Gottheiten – den lebendigen Gott und die toten Götter – den redenden Gott und die stummen Götter – den allmächtigen Gott und die machtlosen, von Menschenhand erschaffenen Imitationen, die Götzen. Wir kommen nicht an der Frage vorbei: Wen beten wir an?
Hier geht es nicht um eine Frage, auf die es die richtige Antwort zu finden gilt, es geht nicht um ein Problem der akademischen Genauigkeit. Es geht um eine ganz praktische Angelegenheit. Der Prophet schrieb an Menschen, die sich von ihrem Gott im Stich gelassen fühlten – die das Gefühl hatten, das angedrohte Exil bedeutete, dass Gott sie vergessen hatte oder machtlos war, ihnen in dem Moment zu helfen, als sie es am meisten brauchten. In Wahrheit war das genaue Gegenteil der Fall. Sie hatten vergessen, wie ihr Gott war. Ihr Gott war zu klein – das war der Grund, warum Jesaja ihnen die gewaltige Vision von Gott als dem Schöpfer und Herrscher des Himmels und der Erde vermittelte. Denn dieser Gott ist nicht nur der souveräne Herrscher: Er ist der Gott, der seinem Volk Anteil an seinem eigenen Charakter gibt.
An dieser Stelle sind wir zurück, wo wir begannen. Es wird uns gezeigt, warum diejenigen, die auf den Herrn harren, neue Kraft bekommen. Er wird nicht müde (Vers 28); er gibt den Müden Kraft (Vers 29); er ermüdet nicht (noch einmal Vers 28); diejenigen, die müde und erschöpft sind, können neue Kraft bekommen, indem sie diese Kraft von ihm beziehen (Verse 29–31). Gott gibt denen, die auf ihn harren, Anteil an ihm selbst, an seiner Allmacht. Glaube ist nutzlos – besonders wenn es sich um Glauben an eine Gottheit handelt, die machtlos wie ein Stück Holz ist! Der Schöpfergott als Gegenstand des Glaubens – der zählt!
Wir könnten dieses Bild erweitern und zeigen, dass uns auch andere Eigenschaften Gottes zu Hilfe kommen, wenn wir sie brauchen. Wenn wir mit Verzweiflung ringen, müssen wir auf den Gott aller Liebe und Barmherzigkeit harren; wenn wir dem Tod ins Auge sehen, müssen wir uns erinnern, dass unser Gott der Gott ist, der Jesus von den Toten auferweckt hat. Das Leben des Christen ist kein Leben, das auf eigenen Füßen steht oder das sich auf den eigenen Glauben stützt. Es ist an jedem Punkt auf den Charakter Gottes gegründet, darauf, wie Gott ist. Und der Höhepunkt des Kapitels spricht zum gewöhnlichen Christen im Alltagsleben. Darauf ist oft hingewiesen worden. Auffahren auf Flügeln wie Adler ist schön und gut. Es ist oft einfacher, weiterzumachen, wenn wir etwas Aufregendes tun. Wenn unser Leben aus den immer gleichen alten Dingen besteht, nur Schritt für Schritt vorwärts geht und aus einem langsamen Spaziergang ohne überraschende Wendungen oder interessante Aspekte besteht, dann ist es nicht immer so leicht. In diesen Momenten müssen wir etwas von dem Gott wissen, der niemals müde wird. Bei Beerdigungen und in Neujahrsgottesdiensten wird oft über die Zeit nachgedacht und dass letztlich uns alle der Tod ereilen wird. Das ist eine Wahrheit, die der Betrachtung wert ist, besonders in einer Ära, in der kaum über den Tod gesprochen wird. Wir müssen dieser Wahrheit jedoch die andere Wahrheit beiseite stellen, die der Hymnus erwähnt: die Wahrheit, dass Gott wie ein unumstößlicher Felsen seine Söhne und Töchter zur Herrlichkeit führt. Seine Fürsorge steht im Hintergrund unserer Beharrlichkeit.
An dieser Stelle möchte ich eine Passage aus Kolosser 1 einbringen, in welcher der Apostel Paulus das, was Jesaja sagt, geschickt aufgreift und verstärkt. In Vers 11 betet Paulus, die Kolosser mögen „gestärkt werden mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut“. Paulus zögert nicht zu sagen: Christ zu sein ist keine leichte Sache, sondern erfordert kontinuierliche Arbeit und Wachsamkeit. Das ist jedoch kein Grund zur Verzweiflung. Im nächsten Vers heißt es: „Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht.“ Gott selbst macht uns also tüchtig, befähigt uns, gibt uns die Kraft, die uns zu Heiligen macht. Dies Geheimnis steckt schon in Vers 11: gestärkt mit aller Kraft durch seine herrliche Macht . Es heißt nicht: Gestärkt durch unsere Gefühle oder dadurch, dass wir fröhlich die bestimmte Aufgabe erfüllen, die uns momentan anvertraut ist. Das griechische Wort, das in der Lutherbibel mit „durch“ wiedergegeben ist, kann das Phänomen bezeichnen, wenn man von etwas im positiven Sinne mitgerissen wird – wenn man z. B. in einem Fluss stromabwärts schwimmt. Die Strömung nimmt den Schwimmer mit. Er oder sie muss natürlich auch selbst schwimmen, doch aufgrund der Strömung kann man weiter und schneller schwimmen und mit weniger Anstrengung, eben nicht alleine mit eigener Kraft. So ist es auch, wenn unsere Schwachheit im Strom der Allmacht Gottes schwimmt. Unser Gott ist der Gott, der den Müden Kraft gibt.
Das bringt mich zum Anfang zurück. Der Glaube ist kein allgemeines Vertrauen in irgendetwas oder irgendjemanden. Glauben heißt: unsere Situation und unsere Schwäche im Lichte dessen anschauen, wer Gott ist und was er für uns getan hat. So ist auch unsere Hoffnung kein vager Optimismus. Hoffnung heißt: Die Zukunft im Lichte desselben Gottes zu sehen und im Lichte dessen, was er verheißen hat, für uns zu tun. Er verfolgt seine Absichten, und das wirkt sich aus, Jahr um Jahr. Dieser Glaube und diese Hoffnung ermöglichen uns, „des Herrn würdig zu leben“ (Kolosser 1,10). Zwei Haltungen gilt es zu vermeiden: Auf der einen Seite die Vorstellung, Gott würde uns „alles abnehmen“, sodass wir uns zurücklehnen und alles ihm überlassen können. Auf der anderen Seite die götzendienerische Vorstellung, unser Gott sei nicht wirklich in der Lage, sich um uns zu kümmern und uns die Kraft zu geben, die wir in der Arbeit für ihn brauchen. Wenn wir auf den wahren Gott schauen und auf ihn harren, werden wir entdecken: Wenn es gilt aufzufahren, dann können wir es auf den Flügeln des Adlers tun; wenn es gilt zu laufen, können wir es tun, ohne matt zu werden; und wenn es gilt zu wandeln, können wir das tun – des Herrn würdig und ohne müde zu werden.
3
Nicht im Schauen
WIR KÖNNEN UNS NUN EINE ganz zentrale Passage in der Bibel anschauen, die den Glauben behandelt. Es handelt sich um Hebräer 11. Dort sagt der Autor: „Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen“ (Vers 6).
Wenn wir nicht aufpassen, entsteht in unserem Kopf das Bild von Gott als einer Art himmlischem Prüfer. Dieser hat ziemlich willkürlich entschieden: Es gibt nur einen einzigen Maßstab, an dem sich entscheidet, ob man die Prüfung besteht oder durchfällt. Wer Glauben hat, besteht; wer keinen Glauben hat, fällt durch. Das scheint jedoch nicht nur willkürlich zu sein. Wenn wir davon ausgehen, dass die Allgemeinheit unter „Glaube“ nicht viel mehr als „Gutgläubigkeit“ versteht, dann ist das auch noch ausgesprochen unfair. Warum sollen einige Menschen bevorzugt behandelt werden, nur weil sie zufällig fähig sind, bestimmte Vorstellungen mit Haut und Haaren zu schlucken, die andere Menschen, vielleicht die Mehrheit, um keinen Preis akzeptieren kann?
Nach allem, was bisher gesagt wurde, wird es keine Überraschung sein, dass ich mich gegen diese Auffassung vom Glauben wenden werde. Ich werde dafür sorgen, dass der Autor des Hebräerbriefes seine eigene Verteidigung übernehmen kann.
Das erste, was es zu registrieren gilt, richtet sich besonders an diejenigen, die sich vorstellen, der Glaube sei eine vollkommene Gewissheit über den Sinn des Lebens, eine vollständige und klare Gotteserkenntnis, die den glaubenden Menschen befähigt, ruhig durch das Leben zu marschieren, ohne mit der Wimper zu zucken angesichts all der Probleme und Schwierigkeiten, mit denen es die meisten von uns zu tun haben. Wer meint, dass der Glaube so ist wie gerade beschrieben, wird gewöhnlich entweder in krasser Selbsttäuschung enden oder sich verwundert fragen, warum der Glaube scheinbar so schwierig ist – und das gilt für Christen wie für Nichtchristen. All diesen Leuten sagt der Hebräerbrief rundheraus: Nein, ihr liegt falsch. Glaube ist das Gegenteil von Schauen . „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft , und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht “ (Hebräer 11,1). Daher der Titel dieses Kapitels, mit einem Seitenblick auf 2. Korinther 5,7. Der Glaube ist keine mysteriöse Fähigkeit, mit einem geheimen Schlüssel durch das Leben zu schweben, der alle Türen öffnet. Der Glaube ist die Bereitschaft, auf der Basis dessen zu denken und zu handeln, was wir von Gott wissen (was sehr wenig sein kann), und ihm zu vertrauen, dass er uns nicht im Stich lässt. Das trifft gleichermaßen auf Menschen zu, die jahrelang an Gott geglaubt haben, aber den Glauben brauchen, um den nächsten Tag zu überstehen, und auf Menschen, die sich nie sicher waren, ob sie an Gott glauben oder nicht, also auf Menschen, die diesen Glauben wirklich zum ersten Mal brauchen.
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