Jules Verne - Der Kurier des Zaren
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„Aber kaufen Sie vielleicht so etwas?“ warf ein Perser ein, den Wortschwall des Reisenden unterbrechend.
„So wenig wie möglich, und nur das, was ich unbedingt selbst haben muss,“ antwortete dieser, mit den Augen zwinkernd.
„Das ist ein Bruder Lustig,“ sagte der Jude zu dem Perser.
„Oder ein Spion,“ antwortete dieser in gedämpftem Ton. „Wir wollen auf der Hut sein und nicht mehr sprechne, als nötig ist. Unter den obwaltenden Umständen ist mit der Polizei nicht gut Kirschen essen, und man weiss nicht, wen man da zum Reisegefährten hat.“
In einer anderen Ecke des Abteils wurde weniger über Handelsprodukte gesprochen, dagegen drehte sich die Unterhaltung mehr um den Tatareneinfall und seine misslichen Folgen.
„Die Pferde von ganz Sibirien werden requiriert,“ sagte ein Reisender, „und in den verschiedenen Provinzen Zentralasiens werden sich die Verkehrsverhältnisse sehr schwierig gestalten.“
„Steht es fest,“ fragte sein Nachbar, „dass die Kirgisen sich mit den Tataren vereinigt haben?“
„Es wird gesagt,“ antwortete der Reisende leise, „aber wer in diesem Lande kann sich schmeicheln, etwas genau zu wissen?“
„Ich habe gehört, dass an der Grenze Truppen zusammengezogen werden. Die Kosaken vom Don sind schon an der Wolga entlang vereinigt worden und sollen den aufständischen Kirgisen entgegengesandt werden.“
„Wenn die Kirgisen den Irtysch entlanggezogen sind, ist auch die Strecke nach Irkutsk nicht sicher,“ antwortete der Nachbar. „Übrigens habe ich gestern ein Telegramm nach Krasnojarsk gesandt, und das hat nicht befördert werden können. Es steht zu befürchten, dass bald die Tataren das östliche Sibirien völlig erobert haben werden.“
„Alles in allem, Väterchen,“ sagte wieder der, der zuerst gesprochen hatte, „haben diese Handelsleute recht, um ihren Handel und ihre Transaktionen besorgt zu sein. Wenn man erst die Pferde requiriert hat, wird man auch die Boote, die Wagen und alle Transportmittel requirieren, bis man zu guter Letzt im ganzen Reich keinen Schritt mehr wird tun dürfen.“
„Ich fürchte, die Messe in Nischni-Nowgorod wird nicht so glänzend enden, wie sie begonnen hat,“ antwortete der zweite kopfschüttelnd. „Aber die Sicherheit und Unversehrtheit des russischen Grund und Bodens geht vor allem. Die Geschäfte sind dabei Nebensache.“
Wenn in diesem Abteil das Gesprächsthema so ziemlich ein und dasselbe war, so verhielt es sich ebenso in den anderen Wagen des Zuges; aber überall hätte der Beobachter bemerken müssen, dass die Reisenden in all ihren miteinander gewechselten Reden äusserst zurückhaltend waren. Sobald sie sich einmal auf das Gebiet von Tatsachen wagten, so gingen sie doch niemals so weit, Vermutungen über die Absichten der russischen Regierung anzustellen oder gar Kritik zu üben. Dies fiel denn auch einem Reisenden auf, der in einem Wagen an der Spitze des Zuges sass. Dieser Reisende — wahrscheinlich ein Fremder — hatte die Augen überall und stellte eine Frage über die andere, auf die alle sehr ausweichend geantwortet wurde. Jeden Augenblick neigte er sich zum Fenster hinaus, dessen Scheibe er heruntergelassen hatte zum heftigen Verbruss seiner Reisegefährten, und beobachtete unausgesetzt den Horizont zur rechten Hand. Er fragte nach den Namen der unbedeutendsten Örtlichkeiten, nach ihrer Lage, ihrem Handel, ihrer Industrie, ihrer Einwohnerzahl, der mittleren Sterblichkeitsziffer beider Geschlechter und so weiter, und all das schrieb er in ein Notizbuch, das schon mit Schriftzeichen bedeckt war. Dies war der Korrespondent Alcide Jolivet, und wenn er auch so viele unbedeutende Fragen tat, so hoffte er inmitten so vieler Antworten, die auf seine Fragen kamen, irgendeine interessante Tatsache zu erhaschen, an der „seiner Cousine“ gelegen sein könnte. Aber natürlich hielt man ihn für einen Spion, und man sprach vor ihm kein Wort, das, die Ereignisse des Tages verraten hätte. Da er nun sah, dass nichts zu erfahren war, was auf den tatarischen Einfall Beziehung hatte, so schrieb er in sein Notizbuch: „Die Reisenden sind von grösster Zurückhaltung. Lassen über politische Dinge so gut wie nichts verlauten.“
Während Alcide Jolivet seine Reiseeindrücke aufs peinlichste niederschrieb, war sein Kollege, der gleich ihm in diesem Zuge fuhr und zu demselben Zweck reiste, in einem anderen Abteil ebenfalls in fleissige Beobachtung vertieft. Sie hatten sich beide an diesem Tage auf dem Bahnhof nicht getroffen und wussten voneinander nicht, dass beide abgereist waren, um den Kriegsschauplatz zu besuchen. Nur hatte Harry Blount, der selbst wenig sprach, doch um so mehr horchte, bei seinen Reisegefährten nicht dasselbe Bedenken gegen seine Person erweckt wie Alcide Jolivet. So hatte man ihn auch nicht für einen Spion gehalten, und ohne sich zu scheuen, unterhielten sich die Leute in seinem Beisein und liessen sich mehr gehen, als eigentlich mit ihrer natürlichen Vorsicht vereinbar war. Der Korrespondent des Daily-Telegraph hatte daher erkennen können, wie sehr die Ereignisse die nach Nischni-Nowgorod fahrenden Handelsmänner beschäftigten und bis zu welchem Grade der Handel mit Zentralasien in seinem Fortgang bedroht war. So hatte er auch ohne Zögern in seinem Notizbuch die folgende berechtigte Bemerkung niedergeschrieben: „Die Reisenden sind äusserst beunruhigt. Es dreht sich alles nur um den Krieg, und sie sprechen darüber mit einem Freimut, der zwischen der Wolga und der Weichsel wundernehmen muss.“ Die Leser des Daily Telegraph wurden also in jedem Fall genau so gut unterrichtet wie die „Cousine“ von Alcide Jolivet.
Inzwischen lag es auf der Hand, dass die russische Regierung angesichts der ernsten Sachlage selbst im Innern des Reiches strenge Massregeln ergriff. Der Aufstand hatte sich noch nicht über die sibirische Grenze ausgedehnt, aber in den Wolgaprovinzen, die so nahe am Kirgisenlande gelegen waren, stand die Wirkung widriger Einflüsse schon zu befürchten. Die Polizei hatte die Spur Iwan Ogareffs nicht wieder auffinden können. Dieser Verräter, der, um seiner persönlichen Rachsucht Genüge zu tun, die Fremden herbeirief, hatte sich vielleicht mit Feofar-Khan zusammengetan, oder suchte er den Aufstand im Bezirk Nischni-Nowgorod anzufachen, das zu dieser Jahreszeit eine Bevölkerung von so viel verschiedenen Elementen in sich schloss? Hatte er nicht unter diesen Persern, Armeniern und Kalmücken, die zu dem grossen Markt herbeiströmten, Vertrauensmänner, die von ihm beauftragt waren, eine Bewegung im Innern wachzurufen? Zumal in einem Lande wie Russland waren alle diese Voraussetzungen möglich. Das weite Reich, das zwölf Millionen Quadratkilometer zählt, kann die Gleichartigkeit der Staaten Westeuropas nicht haben. Unter den verschiedenen Völkern, aus denen es sich zusammensetzt, bestehen notwendigerweise tief eingreifende Verschiedenheiten. Das russische Territorium, in Europa, Asien und Amerika, erstreckt sich vom 15. östlichen Längengrad bis zum 133. westlichen Längengrad, hat also eine Ausdehnung von über 200 Graden (annähernd 2500 Meilen), und vom 38. südlichen Breitengrad bis zum 81. nördlichen Breitengrad eine Ausdehnung von 43 Graden (etwa 100 Meilen). Man zählt über 70 Millionen Einwohner und spricht 30 verschiedene Sprachen. Die slavische Rasse herrscht zweifellos vor, sie umfasst aber ausser den Russen auch die Polen, Litauer und Kurländer. Hierzu kommen noch die Finnen, Esten, Lappen, Tschermissen, Tschuwaschen, Permjaken, Deutschen, Griechen, Tataren, die kaukasischen Stämme, die Mongolenhorden, Kalmücken, Samojeden, Kamtschadalen, Alëuten. Man wird begreifen, dass die Einheit eines solchen Riesenstaates nur schwer aufrechtzuerhalten ist, und dass dies nur ein Werk der Zeit und der Klugheit der Regierung sein kann.
Wie dem auch sei, Iwan Ogareff hatte es bisher verstanden, allen Nachforschungen zu entgehen und war höchstwahrscheinlich zur tatarischen Armee gestossen. Aber auf jeder Station, wo der Zug hielt, erschienen Polizeiinspektoren, und alle Reisenden mussten sich einer ziemlich peinlichen Untersuchung unterziehen; denn auf Befehl des Polizeichefs war man auf der Suche nach Iwan Ogareff. Die Regierung glaubte nämlich zu wissen, dass dieser Verräter noch nicht das europäische Russland verlassen habe. Jeder Reisende, der verdächtig erschien, hatte sich auf dem Polizeiamt auszuweisen. Der Zug fuhr inzwischen weiter, ohne sich irgendwie um den Zurückbleibenden zu bekümmern. Bei der russischen Polizei, die sehr rücksichtslos war, hatte es nicht den geringsten Zweck, sein Recht geltend machen zu wollen. Die Polizeibeamten hatten hier militärischen Rang und handelten militärisch. Dies war übrigens das Mittel, widerspruchslosen, unbedingten Gehorsam zu erzielen für einen Fürsten, der das Recht hatte, an die Spitze seiner Regierungserlasse die folgende Formel zu setzen: „Wir, von Gottes Gnaden, Kaiser und Selbstherrscher aller Reussen, von Moskau, Kiew, Wladimir und Nowgorod, Zar von Kasan und Astrachan, Zar von Polen, Zar von Sibirien, Zar von Taurien und Cherson, Landesherr von Pskoff, Grossfürst von Smolensk, Litauen, Wolhynien; Podolien und Finnland, Fürst von Estland, Livland, Kurland und Semgallen, Bjelostok, Karelien, Tschugrien, Perm, Wjatka, Bulgarien und mehreren anderen Ländern, Landesherr und Grossfürst der Territorien von Nischni-Nowgorod, Tschernigoff, Rjäsan, Polozk, Rostoff, Jaroslawl, Bjelosersk, Udorien, Obdorien, Kondinien, Witebsk, Mstislawl, Machthaber, über die nordischen Regionen, Landesherr von Iberien, Kartalinien, Grusien, Kabarda, Armenien, Erb- und Oberlehnsherr der Tscherkessenfürsten, derer vom Berge wie der anderen, Erbe von Norwegen, Herzog von Schleswig-Holstein, Stormarn, Dithmarschen und Oldenburg.“ Wahrlich ein mächtiger Herrscher, dessen Wappen einen zweiköpfigen, Zepter und Erdkugel haltenden Adler darstellte, umgeben von den Wappenschildern Nowgorods, Wladimirs, Kiews, Kasans, Astrachans, Sibiriens, umschlossen von der Kette des St. Andreasordens und überragt von einer königlichen Krone.
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