Frederick Marryat - Der arme Jack

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Jack, Hauptfigur und Ich-Erzähler, berichtet die Geschichte seines Lebens. Im Jahre 1786 geboren, wächst er als Sohn eines Seefahrers auf und ist von Kindesbeinen an mit den Geschichten von Meer und Ferne vertraut. Älter geworden, fährt er selbst zur See, wird Matrose und steigt allmählich in der Hierarchie des Schiffswesens von Stufe zu Stufe auf. Doch muss er viele Schwierigkeiten und Gefahren überstehen, bis er am Ende die geliebte Frau findet und der «arme Jack» zu Reichtum kommt. Frederick Marryat, der von großen Schriftstellern wie Mark Twain, Ernest Hemingway, Joseph Conrad und C. S. Forester bewundert wurde und der die Welt, über die er schreibt, selbst in langen Seefahrer- und Kapitänsjahren gründlich kennengelernt hat, hat hier einen spannenden und berührenden Roman geschrieben, der Jung und Alt eine fesselnde Lektüre garantiert.-

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Ich muss sagen, dass ich sehr entrüstet über dieses Benehmen meiner Mutter war, denn sie hatte nicht nur keinen Anlass dazu, sondern nicht einmal die Strafe erhalten, die sie für ihren früheren Verrat mit Recht verdient hatte. Möglich übrigens, dass, wie bei den meisten Leuten, mein Urteil durch die üble Behandlung beeinflusst war, die sie mir hatte zu teil werden lassen. Ich machte mir eine Weile Gedanken, was wohl die Mutter zunächst thun würde, da sie doch wohl kaum im Hause bleiben und dem Zorne meines Vaters entgegentreten konnte, wenn er die Entdeckung machte. Wahrscheinlich suchte sie ihm zu entkommen, aber dies sollte sie nicht. Ich schlich daher leise in das Vorderzimmer und rüttelte an meinem Vater, um ihn zu wecken. Dies war lange Zeit eine vergebliche Mühe — er murrte, brummte, es schien unmöglich, ihn zu sich zu bringen. Auf dem Tische stand noch ein halbgefüllter Wasserkrug, den ich jetzt ergriff und allmählich in den Nacken meines Vaters ausgoss, da ich schon früher bemerkt hatte, dass man mit betrunkenen Matrosen ein ähnliches Verfahren vornahm. Dies übte nach ein paar Minuten die gewünschte Wirkung. Er wandte sich um, öffnete die Augen und sah mich, als ich den Finger an meine Lippen legte, um ihm Stillschweigen aufzuerlegen, mit stieren Blicken an. Die Zeit drängte. Ich hörte meine Mutter oben umhergehen und fürchtete, sie könnte das Haus verlassen, ehe mein Vater zur Besinnung gekommen wäre. Ich nahm daher den Zopf vom Boden auf und hielt ihm denselben vor die Augen. Dies schien ihn zu überraschen; er sah ihn ein paar Sekunden an und griff dann, als argwöhnte er endlich, was vorgegangen sei, mit der Hand nach der Hinterseite seines Kopfes, wo er die an ihm begangene Verstümmelung entdeckte. Plötzlich sprang er auf und schien mit einem Male ganz nüchtern zu werden. Den Zopf aus meiner Hand reissend, betrachtete er ihn, warf sich, als er den Verlust nicht mehr bezweifeln konnte, auf das Sofa und weinte wie ein Kind.

„Ich habe mitangesehen, Vater, wie es die Mutter that,“ flüsterte ich ihm ins Ohr.

Dies schien ihn zu sich zu bringen. Er raffte sich auf, wischte die Augen mit dem Rücken seiner Hand, knirschte mit den Zähnen und schüttelte den Kopf. Dann warf er seinen Zopf auf den Boden, betrachtete ihn, und eine tiefe Schwermut breitete sich über sein Gesicht. Nach einigen Minuten kreuzte er seine Arme und brach in folgende Klage aus:

„Nein, nie würde ich es geglaubt haben, wenn man mir gesagt hätte, dass wir beide uns einmal trennen sollten. Wie viel Jahre hat es bedurft, bis du zu deiner gegenwärtigen Länge heranwuchsest — wie oft habe ich dich geflochten, gekämmt und eingebunden. Mancher Aal wurde dir zu lieb abgezogen, und manche Elle Band hast du mich gekostet — du warst der Neid meiner Schiffsgenossen, die Freude der Weiber und der Stolz des armen Tom Sounders. Ich dachte, wir würden uns auf Erden nie scheiden, und hoffte, es werde mir, im Fall ich Vergebung meiner Sünden finde und ein sauberes Log zeigen könne, gestattet sein, dich auch in einer künftigen Welt zu tragen. Aber da bist du — abgetrennt für das ganze Leben, wie ein Glied, das im Treffen durch eine Kugel weggerissen wird und sich nie wieder splissen lässt. Was soll ich sagen, wenn ich wieder an Bord komme? Statt eines langen Zopfes bringe ich eine kurze Geschichte mit. Und das Weib meines Busens konnte dies thun! Nun, ich habe zu hoch hinauf geheiratet, und nun ist mir mein Stolz gelegt worden. Jack, heirate nie die Kammerjungfer einer gnädigen Frau, denn es scheint, dass das Vieh nur um so giftiger ist, je länger es seinen Namen dehnt.“

Er hatte kaum geendet, als ich meine Mutter die Treppe herunterkommen hörte: sie hatte Virginia angekleidet und wollte sie mitnehmen.

„Bst!“ sagte sie leise zu Virginia, „sprich nicht, mein Kind, damit Du nicht Deinen taugenichtsigen Vater weckest.“

Sie hatte dies kaum ausgesprochen, als sie, Virginia auf dem einen und ein grosses Bündel auf dem andern Arme, eintrat. Sobald sie bemerkte, dass mein Vater wachte und die von ihr geübte Rache kannte, stiess sie einen lauten Schrei aus, liess Virginia samt dem Bündel fallen, eilte nach ihrer Stube hinauf und schloss sich ein.

Die arme kleine Virginia schlug mörderliches Gezeter über diesen sehr ungewöhnlichen (und ich glaube galgenwürdigen) Akt des Kinderfallenlassens von seiten einer Mutter an. Ich eilte auf sie zu und trug sie nach dem Sofa, während mein Vater mit zusammengepressten Lippen zuerst zwei oder drei Halbdeckschritte durch das Zimmer machte, dann die Hausthür verschloss, den Schlüssel in die Tasche steckte und die Treppe hinaufging, um meiner Mutter, die sich vermutlich recht gerne als „nicht zu Hause“ hätte melden lassen, einen Besuch zu machen. Es giebt übrigens zudringliche Leute, die keine Zurückweisung annehmen wollen. Mein Vater nahm daher einen Anlauf von drei oder vier Schritten und brachte das ganze Gewicht seines Fusses gegen die Thür, sodass diese aufflog.

Anfangs war meine Mutter nicht sichtbar, weshalb er glaubte, sie möchte entwischt sein; endlich aber erspähte er ihre Beine unter dem Bette. Sie an ihren Extremitäten packend, zog er sie ohne Rücksicht auf Schicklichkeit heraus, bis er sie, den Fuss auf ihren Leib aufgesetzt, in der Mitte des Zimmers hatte. Welch eine Lage für die Kammerjungfer einer gnädigen Frau! Ich hatte Virginia auf das Sofa niedergesetzt und war die Treppe hinaufgeschlichen, um zu sehen, was nun weiter stattfand. Mein Vater und meine Mutter waren in den erwähnten Stellungen, als ersterer folgendermassen anfing:

„Ich habe sagen hören, ein Mann soll sein Weib mit nichts Dickerem dreschen, als sein eigener Daumen ist. Das mag sein — und ich erinnere mich, dass der Zahlmeister zu dem ersten Leutnant, welcher den Matrosen die langen Haare wegsprechen wollte, sagte, dies sei eine Felonie, die unter den Akt der Verstümmelung gehöre. Ich weiss nicht, ob der erste Leutnant eine Felonie daraus gemacht haben würde oder nicht, aber so viel ist gewiss, dass er’s für Meuterei erklärt hätte. Du verdienst kein Erbarmen und sollst es auch nicht erhalten. Ich will jetzt diesen Zopf an Dir in Anwendung bringen — und wenn das Züchtigungswerkzeug schwer auffällt, so merke Dir wohl, dass Du es Dir selbst geschnitten hast. Du hörst vielleicht nicht zu der Zeit, wenn ich mit Dir fertig bin; deshalb will ich Dirs jetzt sagen. Ich werde das Ende spitzen, eine Maus an diesem meinem Zopf anbringen und mich nie davon trennen. Ich werde ihn aufbewahren zu Deinem eigenen besonderen Gebrauch und für niemand anders. Ja, und so oft ich zurückkomme, darfst Du sicher darauf zählen, dass Du diesen Zopf zu kosten kriegst, ohne zu schlucken, Du saubere Kammerjungfer einer gnädigen Frau.“

Nach dieser ungewöhnlich langen Rede, auf welche meine Mutter keine Antwort gab, da ihre Augen in starrem Entsetzen auf dem geschwungenen, fast armsdicken Zopfe hafteten, begann mein Vater seine Drohungen in Vollzug zu setzen. Schlag folgte auf Schlag, das Geschrei meiner Mutter wurde immer schwächer und schwächer, bis sie endlich augenscheinlich besinnungslos dalag. Dann eilte ich auf meinen Vater zu, klammerte mich an seine Kniee an und rief: „O, Vater, sie ist tot!“

Diese Bemerkung bewog ihn abzulassen. Er sah ihr ins Gesicht — ihre Augen waren geschlossen und ihre Kinnladen niedergesunken.

„Nun, sie hat für diesmal genug gehabt“, sagte mein Vater nach einer Pause. — „Vielleicht zu viel sogar. Aber wenn ich auf diesen Zopf in meiner Hand blicke, so ist’s mir, als könnte ich ihr noch mehr geben. Und wenn sie auch tot ist, so wird mich, glaube ich, der Richter nicht hängen lassen, wenn ich ihm zeige, was ich verloren habe. Lieber hätte ich jeden Tag in der Woche meinen Arm oder Bein hingegeben. Ist sie tot, so bin ich jedenfalls aufs bitterste gereizt worden — ein Heiliger im Himmel hätte da nicht an sich halten können!“

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