HIMMEL UND ERDE

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In diesem Bildband sind fünfundzwanzig surreale Collagen der Künstlerin Tatjana Frey zusammengetragen. Für ihre Kunstwerke löst sie vorhandene Bilder aus ihrem Kontext und setzt sie neu zusammen.
Frey: «Meist gehe ich so vor, dass mir beim Blättern durch Zeitschriften bestimmte Teile der Bilder ins Auge springen (…). Wie bei einem Puzzle lege ich verschiedene Ausschnitte zueinander. Dabei entsteht intuitiv etwas Neues, das mit dem Ursprungsbild nichts mehr zu tun hat.»
Die Autoren Manfred Lafrentz, Nele Sickel, Saza Schröder, Regina Schleheck, blume (michael johann bauer), Peter Zemla, Ruth Möbius-Hanssen, Anna Straetmanns, Jens-Philipp Gründler, Casjen Griesel, Peter Paul Wiplinger, Miriam Rieger, Karin Jacob, Oliver Henzler, C. H. Huber, Gerald Friese, Christian Gerhard, Carlo Maximilian Engeländer, Nadine Horn, Esther S. Schmidt, Peter Paul Wiplinger, Nele Sickel, Friedrich Bastian, Jens-Philipp Gründler haben sich von den Bildern inspirieren lassen: Sie nehmen Motive und Stimmungen der Collagen auf und erschaffen eigene Geschichten.

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Einige im Dorf hatten in jener Nacht vor langer Zeit gesehen, wie Kleiner Sohn den Meistern der Zeit folgte, wie Licht in ihm erstrahlte und er zum Himmel aufstieg. Legenden wurden erzählt, immer und immer wieder. Sie wurden nach und nach auf der ganzen Welt erzählt und weitergegeben, vom Vater auf den Sohn, von der Mutter auf die Tochter, von den Großeltern auf die Enkel. Alle Menschen kennen die Geschichte von Kleiner Sohn. Manche glaubten, er würde eines Tages zurückkehren, aber die meisten glaubten, er sei tot. Nur in dem Augenblick, in dem die Geschichte erzählt wurde, glaubten sie es nicht.

»Bist du der Geist von Kleiner Sohn?«, fragen die Kinder.

»Nein«, sagt er. »Geister gibt es nicht.«

Er zeigt auf die Welt, die sich durch die Samen der Wanderer verändert hat, die Schamlose Hexe verbreitet hat. Sie ist wie in einen Traum eingewickelt. Gras ist über sie gewachsen, Moos hat sich angesammelt und Äste haben sich über ihr verflochten. Sie ist eine überwucherte Welt geworden, wie die Wanderer sie lieben. Große Eidechsen streifen in ihr umher und predigen die Ankunft der Wanderer, die den Menschen Angst macht.

»Dies ist das Werk der Wanderer«, sagt Kleiner Sohn. »Ich bin den Meistern der Zeit gefolgt, und wir konnten nicht verhindern, was geschieht. Die Wanderer werden kommen und diese Welt in Besitz nehmen, wie sie alle Welten in Besitz nehmen.«

Er denkt an Schamlose Hexe, die er geliebt hat, wie er sonst nur die Sterne liebt. Und weil er sie geliebt hat, vergibt er ihr und verschweigt, was sie getan hat.

So träumen die Menschen den Wanderern entgegen.

Als sie kommen, an den Netzen herab, die sie zwischen den Sternen weben, und Kleiner Sohn sieht, wie die Menschen nach kurzer Zeit beginnen, sie zu verehren, fängt er an, Schamlose Hexe zu verstehen: Es ist die Zeit der Wanderer, die nun beginnt. Die Zeit der Götter.

Rückkehr zurück 2 Kuckuck Nele Sickel Ich glaube irgendwer hat allen - фото 3

Rückkehr (zurück 2)

Kuckuck | Nele Sickel

»Ich glaube, irgendwer hat allen Ernstes dein Gesicht«, rufst du über das Wummern der Musik hinweg.

»Was?« Ich starre dich halb erschrocken, halb amüsiert an. Es ist irritierend, dich so zu sehen. Im Halbdunklen mit dem Gesicht eines anderen. Doch deine Stimme gibt mir Sicherheit.

»Da hinten irgendwo«, sagst du in deiner üblichen warmen Tonlage und deutest an mir vorbei in die Menschenmenge, aus der ich gerade zu dir zurückgekehrt bin. Deine Hand wandert beiläufig hinter dein Ohr, berührt das Kontrollpanel deiner holografischen Maske. »Da hab ich es vorhin gesehen. Hast scheinbar einen heimlichen Verehrer.«

Ich schüttle den Kopf. Den Drink, den ich dir eigentlich reichen wollte, umklammere ich immer noch fest. »Kann ich mir nicht vorstellen. Wenn man jeder sein kann, wieso sollte man dann gerade ich sein wollen? Wie sollte irgendjemand überhaupt auf mein Bild kommen? Das ist doch bescheuert.«

»Wer weiß. Deine Maske hast du nicht abgesetzt?«

»Nein.«

Du zuckst die Schultern. »Dann muss ja jemand dein Bild für sich ausgesucht haben. Oder ich hab mir das eingebildet. Ist auch einfach verdammt viel los hier.«

»Ist es«, stimme ich zu und entspanne mich ein wenig. »Für die Drinks musste ich ewig anstehen.« Mein Blick fällt auf deinen Drink in meiner Hand. Ich reiche ihn dir, proste dir mit meinem eigenen Glas zu, dann trinke ich und sehe mich um.

Der Club war voll, als wir kamen, aber irgendwie hat er es geschafft, noch voller zu werden. Mensch an Mensch überall. Nun ja, mehr oder weniger. Die Masken machen das Bild vom Hals an aufwärts deutlich bunter. Mensch an Fuchs an Geist an Sonnenblume an Drache. Alles ist vertreten. Ich selbst bin ein Kuckuck, ein wütend dreinblickender grauer Vogel. Hab ich in einer der unbekannteren Datenbanken gefunden. Steht mir! Und es ist definitiv ein Alleinstellungsmerkmal.

Die maskierten Gestalten um uns herum trinken, lachen und tanzen ausgelassen zum unsteten Rhythmus der Musik. Sie scharen sich um die wenigen Lichtquellen: das holografische Lagerfeuer im Zentrum des Raumes und die vielen kleineren Flammen, die von akrobatischen Fackelträgern durch die Enge der Menge gewirbelt werden. Ich beobachte, wie ihr Flackern Schatten auf die Masken der Tänzer wirft. Dank der Holotechnologie machen die Dinger jede Regung mit, jede Mimik. Verzückte Gesichter und wilde Augen überall. Viele sind sich nah. Alle sind berauscht.

Beiläufig lehne ich mich zu dir hinüber, bis ich das Kribbeln spüre, das durch die statische Rückkoppelung zweier sich überlappender Masken entsteht. Für andere müssen wir jetzt so aussehen, als wären wir mit den Köpfen aneinander gewachsen. Ich lächle bei der Vorstellung. Irgendwie passend, wo wir doch auch sonst beinahe unzertrennlich sind.

»Dein Gesicht habe ich hier aber auch schon mindestens fünf oder sechs Mal gesehen.« Ich muss laut sein, um mich über die Musik hinweg verständlich zu machen, aber ich versuche, es dennoch wie ein Raunen klingen zu lassen.

»Was, echt?« Ich brauche nicht hinsehen, um zu wissen, dass du dich anspannst. Wir stehen so dicht, dass ich es fühlen kann.

»Echt!«, bestätige ich und zeige in die Menge. Nicht weit von uns tanzt jemand mit dem Gesicht von Nana Lex, deinem Lieblingsschauspieler. Es ist das gleiche Gesicht, das auch du heute Abend trägst.

Es vergehen zwei oder drei Herzschläge, ehe du erkennst, was ich meine. Dann brummst du abfällig. Ich erwarte eigentlich, dass du mich sanft boxt, wie du es immer tust, wenn ich mir einen Spaß mit dir erlaube, doch heute gibt es keine spielerische Gewalt, keine Berührung.

»Du bist doof«, sagst du nur.

Ich stimme zu.

»Gruselig, oder?«, frage ich nach einer Weile. »Die Vorstellung, berühmt zu sein. So wie Nana. Dein Gesicht überall …«

Ich habe gehofft, dass du die Gelegenheit nutzt, mich beruhigend in den Arm zu nehmen. Doch du lehnst dich von mir weg und zuckst die Schultern. »Klar, aber nicht das Gruseligste, was ich heute gehört habe.«

»So?« Ich weiß nicht, was ich von deiner Stimmung halten soll.

»Während du weg warst, hatte ich hier Gesellschaft von einer Dame mit Schlangengesicht. Die hatte ein paar gute Geschichten drauf.«

»Die wollte sicher flirten.« Ich spüre einen kleinen Stich Eifersucht.

Der Rhythmus wechselt, die Musik wird lauter.

»Weißt du eigentlich, was wir hier feiern?«, schreist du.

Ich lege den Kopf schief, denke nach. »Keine Ahnung, Erntedank oder so?«

»Nicht wirklich, eigentlich leiten wir die Fastenzeit ein.«

»Fastenzeit?«

»Da isst man weniger. Also hat man zumindest früher, als dieser religiöse Quatsch noch verbreiteter war.«

»Ah, jeder haut noch mal rein, bevor es nichts mehr gibt?«

»So in etwa.«

Ich grinse und schaue in die Richtung der Bar. Hinter den vielen schwingenden, zuckenden Körpern ist von der Theke nichts zu sehen. »Vielleicht sollten wir uns dann auch was gönnen.« Mein Magen knurrt. Obwohl unser Abendessen noch nicht allzu lang her ist, habe ich Hunger.

Bevor ich noch etwas sagen kann, spüre ich wieder das statische Kribbeln an der Wange und lächle. Doch als ich deinen Arm berühren will, greife ich ins Leere. Ich drehe den Kopf. Da stehst du immer noch. Mindestens einen halben Meter von mir entfernt. Ich muss mich geirrt haben, als ich dachte, dein Gesicht an meinem zu spüren. Wieso bist du mir heute Abend so fern?

»Jedenfalls meinte die Schlangenfrau, es heißt, dass zum Karneval manchmal noch andere Dinge kommen und … naja … die Stimmung nutzen und … sich auch den Bauch vollschlagen.«

»Andere Dinge?« Beiläufig rücke ich näher.

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