Axel Rudolph - Die Eisfrau

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Ein Luftschiff überfliegt die Arktis. In der Führergondel wendet der Funker den Kopf und sieht den Kapitän fragend an; es gibt plötzlich keine Funkverbindung. Das Flugzeug mit Passageren und Besatzung befindet sich in einer 'Zone des Schweigens', in dem es angeblich ein 'Loch im Äther' gibt.Für die Passagiere ändert sich nichts, denn das Luftschiff gleitet ruhig und unverändert weiter seine Bahn. Die Augen der Offiziere im Führerstand werden aber gespenstisch wach, die Nerven spannen sich. Der Kapitän und seine Mannschaft warten atemlos darauf, dass sie die Stimmen der Welt wieder hören können. Unten im Eis sieht einer die Passagiere plötzlich ein gigantisches Frauantlitz. Eine einsame Eisskulptur, die eine unglaubliche Geschichte besitzt…-

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Erich Thornberg hatte sich warm geredet. Vergessen war der Tote im Nebenzimmer. Nur noch die Arktis war da, das gewaltige Reich des Eises oben im Norden, drohend, kalt und herrlich wie keines in der Welt. Und darüber die Flagge des Deutschen Reiches.

Frau Britta hatte aufmerksam zugehört. Ein ganz kleines, geringschätziges Lächeln lag um ihren Mund. Wie der Mann sich hatte! Sonderbar, daß ein Mann, der so energisch und gut aussah wie dieser Thornberg, überhaupt mit so kindischen Phrasen kommen konnte. Er begeisterte sich anscheinend förmlich daran. Nein, eine Britta Kreß hatte nicht viel Verständnis für solche patriotische Sentimentalität. Aber Thornbergs Stimme gefiel ihr. Wenn sie zuerst etwas verlegen geklungen hatte, jetzt rauschte sie in dunklen schwingenden Tönen tief aus der Brust herauf. Es hörte sich gut an. Und dann die Sache mit den Kohlenfeldern. Das war eine reale Angelegenheit, die sich überlegen ließ. Nur müßte man die Gewißheit haben, daß die Kosten nicht den zu erwartenden Gewinn überstiegen.

„Ich danke Ihnen, Herr Thornberg.“ Frau Britta stand auf und auch Thornberg erhob sich. „Und mein Mann interessierte sich für dieses Geschäft, sagen Sie?“

„Es schien so, gnädige Frau. Jedenfalls erhielt ich in Neapel, wo ich mich gerade aufhielt, einen Brief des Herrn Geheimrats, in dem er mir eine Unterredung hier in Kairo vorschlug.“

„Gut.“ Frau Britta nahm eine kleines, ledergebundenes Buch von ihrem Schreibtisch und reichte es Thornberg. „Schreiben Sie mir Ihre Berliner Adresse hier in mein Merkbuch. Ich werde mich, sobald ich daheim bin, über die Sache informieren. Sie hören dann von mir.“

Erich Thornberg stand, etwas benommen, wieder auf dem Hotelflur. Seine Gedanken waren so intensiv bei der Polarexpedition und der schönen gelassenen Frau da drinnen, daß er den Bankier Friedenauer gar nicht bemerkte, der eben aus dem Fahrstuhl stieg. Wohl aber erspähten Friedenauers flinke Wieselaugen den Forscher, und er ging rasch den entgegengesetzten Seitengang entlang, jedoch nur, um gleich wieder umzukehren, als Thornberg im Lift verschwunden war.

Nachdenklich bummelte der Bankier den Flur entlang, der zu Frau Brittas Zimmer führte. Friedenauer war nicht nur eine Nummer in seinem Fach, er hatte auch ein Herz hinter seinen Fettpolstern. Die Herren unten hatten schon recht: Es war wirklich nicht passend, Frau Kreß jetzt mit Geschäften zu behelligen. Aber wenn sie es selbst tat? Wenn es sie nicht störte, warum sollte es dann ihn stören? Und er hätte gar zu gern gewußt, ob Frau Kreß irgend etwas Positives mit dem Thornberg vereinbart hatte oder nicht.

Er hielt einen vorüberkommenden Boy an und ließ sich melden. Er wurde ohne weiteres angenommen und begann gleich von der Sache Thornberg zu sprechen. Eine gute Sache, ein vorzügliches Geschäft. Nur, daß ein bißchen Unternehmungsgeist dazu gehörte.

Frau Britta ließ ihn aussprechen, blieb aber kühl.

„Sie sind also der Ansicht, Herr Friedenauer, daß die Kohlenfelder, von denen Herr Thornberg mit mir sprach, wirklich vorhanden sind?“

„Ohne Zweifel, gnädige Frau. Die Gutachten der Sachverständigen über die Ergebnisse der Forschung sind einwandfrei. Ich kenne sie alle. Wenn Sie die Sache mit Thornberg machen wollen, ich wäre nicht abgeneigt, mich finanziell daran zu beteiligen.“

„Sehr liebenswürdig.“ Frau Britta hob leicht die Schultern. „Aber ich glaube kaum, daß ich mich für diese Angelegenheit interessieren werde. Sie ist mir ein bißchen zu abenteuerlich.“

Friedenauers kluge Augen wurden schmal. Er schwenkte augenblicklich um. „Natürlich, gnädige Frau. Es liegt ja etwas abseits von unseren Geschäften, und ein Risiko ist es ja immerhin.“ Dabei dachte er befriedigt: Sie hat nicht angebissen. Ich werde das Geschäft mit Thornberg allein machen können. Das ist noch besser.

5. Kapitel.

Erich Thornberg wohnte mit seiner jungen Frau im Westen Berlins. In einem der ruhigen vornehmen Häuser in der Nähe der Corneliusbrücke. Er hatte als Polarforscher keine Schätze sammeln können. Er besaß kein Auto, und sein Bankkonto war schmal genug. Aber ein Heim besaß er. Es gab keine Perserteppiche darin und keine Van Goghs. Es war auch nicht übermäßig groß. Aber es besaß in seiner ganzen Einrichtung die stille gediegene Vornehmheit eines alten kultivierten Hauses. Die Möbel, die wenigen Gemälde, der Bechsteinflügel stammten noch von Großvater und Urgroßvater her, mit Liebe im Laufe der Jahrzehnte gesammelt. Und Frau Ingeborg hatte durch allerlei mit sicherem Geschmack ausgesuchte Neuanschaffungen eine neue, helle Note in den alten Haushalt gebracht.

Die Thornbergs lebten sehr zurückgezogen. Eigentlich waren es nur zwei Gäste, die regelmäßig ihr Heim besuchten und die auch stillschweigend und selbstverständlich als dazu gehörend betrachtet wurden: Thornbergs Vater, der Professor und Kustos am Staatlichen Museum, und der junge Arnaluk.

Arnaluk gehörte zu Thornberg wie das Eis zur Arktis gehörte. Er war Grönländer. Seine Mutter war gestorben, als er 18 Jahre alt war und noch in Tassinork Kajak- und Renntierbilder in die Messerscheiden schnitzte. Der dänische Professor Wesenberg, der seit Jahren regelmäßig mit der „Hans Egede“ Grönland besuchte, hatte ihn damals mit nach Kopenhagen genommen. Arnaluks Gestalt und Züge hatten nichts Grönländisches. Sein ovales, hageres Gesicht, sein flachsblondes, langsträhniges Haar, seine großen, hellblauen Augen und seine hochgewachsene Gestalt trugen alle Merkmale einer germanischen Rasse. Wer’s nicht besser wußte, hielt ihn für einen Dänen oder Norweger, und Erich Thornberg sagte manchmal, wenn er den langen blonden Jungen und seine kleine blonde Frau beisammen sah, lächelnd, Ingeborg hätte eigentlich Arnaluk heiraten sollen, ein Scherz, über den Arnaluk und Ingeborg jedesmal in herzliches Gelächter ausbrachen.

Nun, auch Professor Wesenberg ruhte längst auf dem Vester-Friedhof in Kopenhagen. Arnaluk hatte die Schule in Kopenhagen besucht und war dann nach Deutschland gegangen. In Berlin hatte er Unterricht bei einem Bildhauer genommen, und sein Talent hatte sich rasch entwickelt. Er hatte mehrere beachtenswerte Arbeiten ausgestellt und verkauft, und es gab in Fachkreisen Leute, die ernstlich mit dem jungen Grönländer rechneten.

Er fühlte sich wohl in Berlin, aber die Sehnsucht nach Mitternachtssonne und Nordlicht war in ihm lebendig geblieben. Als Erich Thornberg vor vier Jahren seine erste Polarexpedition ausrüstete, war der junge Bildhauer eines Tages bei ihm erschienen und hatte ihn flehentlich gebeten, mitmachen zu dürfen. Und seither hatte Arnaluk Erich Thornberg auf jeder Fahrt begleitet. Er war einfach unentbehrlich geworden. Er sprach grönländisch, war der beste Hundeschlittenführer, den man sich denken konnte, der schnellste Kajakfahrer. Er kannte die Arktis, ihre Gefahren und Tücken, und er störte nie, denn er liebte die gewaltige Stille der Arktis. Das Letztere war es wohl gewesen, was ihn mit Thornberg so innig verbunden hatte.

Als Erich Thornberg vor zwei Jahren Ingeborg geheiratet hatte, die Tochter des kleinen Rostocker Reeders, der ihm das erste Schiff zur Nordlandfahrt anvertraut hatte, da hatte Arnaluk als Trauzeuge am Altar gestanden. Und als Frau Ingeborg ein Jahr später am Grabe ihres Vaters stand, da stand Arnaluk neben Erich Thornberg vor dem offenen Grabe. Er gehörte eben zur Familie.

Frau Ingeborg trug kein Verlangen nach der großen Welt, obwohl sie erst 24 Jahre zählte. Von ihrem Wesen ging eine stille, wohltuende Freundlichkeit aus. Damals, als Thornberg von seiner ersten Fahrt zurückkehrte, hatte sie ein paar Wochen lang das Leben in seinen Strudel gezogen. Thornberg war gefeiert worden. Er und seine Frau hatten Einladungen erhalten zu Banketts und Bällen. Aber jedesmal, wenn man von so einer Festlichkeit spät nachts heimkehrte, hatte Frau Ingeborg mit zärtlichem Aufatmen auf ihr kleines Reich geschaut und sich vor dem Schlafengehen noch einmal wohlig und zufrieden in ihre Lieblingsecke gedrückt. Dann war die Sensation Thornberg allmählich verrauscht und das stille häusliche Leben wieder eingekehrt. Frau Ingeborg war es zufrieden. Sie besaß keinen Ehrgeiz. Das Schicksal hatte ihr den größten Wunsch ihrer Mädchenzeit erfüllt: Der Polarforscher Erich Thornberg, den sie mit fanatischer Schwärmerei verehrte, war ihr Mann geworden. Was konnte es sonst noch geben auf der Welt?

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