Gertrud Fussenegger - Der große Obelisk - Gedanken und Erfahrungen beim Lesen und beim Reisen

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Sieben Wochen war Gertrud Fussenegger in der ewigen Stadt und fasst diese Erlebnisse in zwei Essays zusammen. Eindrucksvoll und sprachgewandt beschreibt sie die Vorgeschichte Roms – zwischen Mythos und Legende – und verbindet ihre facettenreichen Beobachtungen und Gedanken zu einem poetischen aber auch poetologischen Werk. Fusseneggers Essays gestalten sich als anschauliche und klare Reiseberichte, und nehmen zugleich ihre Leser mit auf eine erzählerische Zeitreise in die Vergangenheit. Feinsinnig und ausdruckstark – und stets umgeben von dem Zauber, der dieser Stadt innewohnt.-

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Mit einer Art minderer Ersatzbefriedigung liest man dann noch am Ende, der Schiffer Bresca habe die Erlaubnis erhalten, die päpstliche Flagge zu führen … Nun gut, das war sicher das Äußerste, was von seiten des Sixtus zu erwarten war, eine Geste der Hochherzigkeit, die bei seiner sonstigen Strenge sympathisch berührt.

Damit ist die Anekdote zu Ende. Was können wir über sie sagen? Sie hat einen Ansatz zum Poetischen geleistet und hat ihn dann nicht durchgeführt. Hier erst müßte die Arbeit eines Dichters beginnen, der das poetische Fragment ausführt, der den poetischen Keim entfaltet. Hier müßte der Einfall erst erfolgen! – so wie er vielleicht einem Kleist, einem Brecht gelungen wäre, eine zugespitzte Szene zwischen dem Papst und dem Genuesen, ein Wortwechsel voll atemberaubender Wendungen … bei Kleist sicher ganz anders als bei Brecht, dort als geistreiche Vorform der Selbstvernichtung, hier als marxistisches Lehrstück: Aufreizung zur Aufsässigkeit, dort Michael Kohlhaas, hier Herr Keuner. Und wollten wir uns vorstellen, daß etwa auch der jüngere Günter Grass das Thema behandelt hätte, so müßten wir uns darauf gefaßt machen, daß er eine pantagruelische Unanständigkeit eingeflochten haben würde, und sollte sich schließlich ein Dichter konkreter Poesie je zu dem Thema verirrt haben, dann würde sich die Figur des Obelisken sicher als ein großes Rufzeichen oder als ein großes I vortragen, ein I, das das Ei der Seile dehnt, bis es sich im U des Ungehorsams wie in einer Zwinge stabilisiert und schließlich die Mitte und den Nabel des gewaltigen O bezeichnet, das die K-O-lonnaden des Bernini bilden.

Scherz beiseite. Ich habe lange genug von einem Beispiel gehandelt, das sich nur zur Hälfte als tauglich erwiesen hat, den Begriff des Poetischenzu beschreiben. Nur in einer Andeutung konnte ich ihn sichtbar machen.

Was mich allerdings selbst an dem Beispiel anzog, ist, daß ich in ihm etwas wie eine Beschreibung unserer Zeit fand, ein vereinfachtes Bild dessen, was wir erleben.

Auch wir haben uns sozusagen darauf eingelassen, das scheinbar Unverrückbare zu verrücken.

Wir haben uns darauf eingelassen, mit Mächten, Kräften und Massen der Natur zu manipulieren, die wir bis vor kurzem zwar gekannt, nicht aber zu unserer Verfügung gehalten haben.

Auch wir haben die Techniker damit betraut, diese Kräfte und Massen in unsere Welt hereinzuholen und sie an den für uns genehmen Platz zu unserer Benutzung heranzubringen.

Auch unsere Zeit hat dabei der Technik jede Hilfe gewährt und ihr jede Forderung von vorneherein bewilligt.

Es war zwar kein Verbot ausgesprochen, sich zu dem Vorgang zu äußern, aber das viel mächtigere Übereinkommen gleicher Gesinnung und gleicher Überzeugung verurteilte jede warnende Stimme zum Verstummen.

Auch das von uns geleistete Werk ist erstaunlich. Trotzdem trat, wie mir vorkommt, auch bei uns jener Augenblick ein, in dem sich die Apparaturen nicht mehr im richtigen Sinn bewegen, da die Arbeit stockt und die Erkenntnis um sich greift, daß alle Berechnungen, so großartig sie das Mechanische bewältigten, irgendeine wichtige Unbekannte nicht in Betracht gezogen haben. Man sagt, sie sei der Mensch … ich weiß es nicht, man müßte doch wohl erst darüber klargeworden sein, was in diesem besonderen Fall am und mit dem Menschen gemeint ist.

Wie dem auch sei: der Obelisk steht oben auf der Kippe – die Zuschauer auf der Ehrentribüne sind beunruhigt und stecken, verstört beratschlagend, die Köpfe zusammen. Sogar draußen hinter den Schranken hat sich das Gerücht schon verbreitet: Gefahr ist in Anzug. Wir warten. Wir warten auf Bresca.

Vermutlich muß jeder einzelne sein eigener Bresca werden.

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