Jerry Cotton - Der Krimi an sich

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Eine spannende Krimi-Betrachtung mit satirischem Unterton!Von Jahr zu Jahr werden Krimis beliebter und kein Ort, keine Region und kein Beruf ist mehr sicher. Überall ist das Böse zu finden. Ein Fernsehabend ohne Kommissare? Das ist kaum noch auszudenken! Wo früher Sendungen wie «Der Blaue Bock» oder «Dalli Dalli» liefen und für Freude sorgten, dort werden heute Verbrechen geklärt. Doch was ist es, was die Menschen so an Krimis fasziniert? Und wie soll man sich bei dieser Vielzahl an Krimis noch orientieren? Dieses Buch liefert die Antworten auf diese und andere Fragen. Dabei lässt es sich der Autor aber nicht nehmen, seine Analyse mit Satire zu untermalen!-

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Wer jemals Peter Ustinov im Film gesehen hat, kann sich den Beifall vorstellen, den diese »listige Erfindung« (so Tacitus) fand. Gesagt, getan! Nero überredete Agrippina zu einer kleinen Seefahrt. Die irritierten Götter sandten freilich »eine sternhelle und bei unbewegter See ruhige Nacht ..., als ob sie die Schandtat enthüllen wollten.« Agrippina wurde von zwei Vertrauten begleitet, Crepereius Gallus und Acerronia. Auf ein verabredetes Zeichen stürzte das mit Blei beschwerte Dach der Kajüte herab. Crepereius war auf der Stelle tot. Die beiden Damen wurden dagegen durch die hervorstehenden Lehnen eines Ruhesofas geschützt. Das Schiff brach dann jedoch nicht wie geplant auseinander. So geht es immer. Schon Moltke hat darauf hingewiesen, daß der beste Kriegsplan die erste Feindberührung nicht überlebt. Alles geriet in Verwirrung, und »die Ausführenden (wurden) von der Menge der Uneingeweihten behindert« (Tacitus). Acerronia wurde irrig für Agrippina gehalten und erschlagen. 2 Agrippina sprang ins Meer und konnte sich schwimmend an das nahe Ufer und von da in ihr nahe gelegenes Landhaus retten. Sie dachte über alles nach und kam zu dem Ergebnis, daß dies kein gewöhnlicher Schiffbruch gewesen war. So sind sie, die Frauen, sie kriegen einfach alles raus! Nero beriet sich währenddessen mit seinem Erzieher Seneca, dem bereits erwähnten berühmten Philosophen, der für später schon auf seiner Liste stand, was dieser aber noch nicht wusste. Seneca kam auf die gänzlich unphilosophische Idee, nunmehr dem Befehlshaber der Prätorianer den Mord an Agrippina zu befehlen, was dieser aber offiziell aus Gründen des Soldateneides ablehnte (zu den inoffiziellen Gründen siehe oben). Immerhin war Agrippina die Tochter des Germanicus, der schon frühzeitig aus dem Weg geräumt worden war, und der als einziger aus der Julisch-Claudischen Sippe im Volk ein gewisses Ansehen genoß. Daraufhin bekam Anicetus den Mordbefehl. Als Freigelassener hatte er keinen Vorwand sich zu weigern. Er salutierte, klappte die Hakken zusammen, sprach »Jawoll, Majestät!« und drang in das Landhaus von Mama ein, wo er Mama gemeinsam mit seinen Mordgesellen zur Strecke brachte. Agrippina streckte dem Mörder ihren Schoß hin und sprach in klassischem Latein die Worte: »In den Leib stoße (der Nero getragen hat)“ 3 . So geschah es, und in dieser Art geht es bei Tacitus weiter. Nero hat öffentlich geweint, als ihm dieser Spruch gemeldet wurde. Lest Tacitus, Leute, den großen Geschichtsschreiber. Alle Mordmerkmale, die wir heute in §211 StGB versammelt haben (»Mordlust«, »Befriedigung des Geschlechtstriebs«, »Habgier« usw.), hatten die römischen Cäsaren bereits verwirklicht, und dazu noch viele weitere, die inzwischen in Vergessenheit geraten sind.

Der moderne Krimi etablierte sich seit dem frühen 19. Jahrhundert. In Deutschland gilt »Das Fräulein von Scuderi«, eine Novelle von E. T. A. Hoffmann (1776-1822) aus dem Jahre 1819 als erster Krimi. Ich muß Sie an dieser Stelle fragen: Wissen Sie, was eine Novelle ist? Falls ja, überschlagen Sie bitte das Folgende. Falls Nein, folgendes: (Für alle Plagiatsjäger: Ich zitiere hier aus einer Quelle, die ich hier nicht nenne, ohne Gänsefüßchen, einfach so. Falls Sie es aber wirklich wissen wollen, finden Sie die Fundstelle am Ende des Buches. 4 »Die Novelle ist eine eigene Kunstform die Ihren Namen aus dem Juristischen entlehnt hat. Bekanntlich ist das justinianische Gesetzgebungswerk vom Jahre 534 in der Folgezeit durch zahlreiche Einzelgesetze fortgeführt worden, und weil diese den Codex nicht nur ergänzten, sondern wichtige Teile ganz neu regelten, nannte man sie ›leges novellae‹. Das Merkmal des ›Neuen‹ ist es denn auch, was die Novelle als Form der erzählenden Dichtung (sie entstand im späten Mittelalter) mit diesen Gesetzesnovellen gemein hat, freilich in einem analogen Sinne: Die verkürzende und verdichtende Darstellungsweise läßt den für die Novelle charakteristischen Wendepunkt als etwas Unerwartetes, kausal nicht Ableitbares, ja als etwas Unerhörtes erscheinen. Goethe hat dafür eine sehr treffende Formulierung gefunden (in den ›Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten von 1794/95): ›Was gibt einer Begebenheit den Reiz? Nicht ihre Wichtigkeit, nicht der Einfluß, den diese hat, sondern die Neuheit. Nur das Neue scheint gewöhnlich wichtig, weil es ohne Zusammenhang Verwunderung erregt und unsere Einbildungskraft einen Augenblick in Bewegung setzt ...‹« (Ende des nicht zitierten Zitats).

Das Neue, die »Novität«, stürzt also wie ein Falke aus heiterem Himmel in das Behagen des arglosen Lesers, und so haben die Literaten eine Falkentheorie entwickelt, die auch E. T. A. Hoffmann in seiner Novelle angewandt hat. Das Fräulein von Scuderi (Alter 73) dichtet am Hofe König Ludwigs XIV. In Paris treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Alle Opfer sind Männer, die mit einem Schmuckgeschenk auf dem Weg zu ihrer Geliebten erstochen werden, wobei stets der Schmuck gestohlen wird. Der König bespricht die Mordserie mit Fräulein von Scuderi. Sie, geistreich wie sie ist, produziert ein Bonmot »Un amant qui craint les voleurs, n’est point digne d’amour« (»Ein Liebhaber, der Diebe fürchtet, ist der Liebe nicht würdig«). Majestät sind beruhigt und verfügen die Einstellung der Ermittlungen. Daraufhin bebedankt sich der Serienmörder, indem er dem Fräulein anonym durch einen jungen Mann eines der geraubten Schmuckstücke zukommen lässt. Das Fräulein kriegt heraus, daß der Schmuck von René Cardillac, dem angesehensten Goldschmied der Stadt, stammt. Sie ruft ihn, er gibt die Taten zu und erklärt dem 73-jährigen Fräulein seine Liebe (bitte keine Zwischenrufe an dieser Stelle – wir sind mitten in der großen Literatur), nur für sie habe er geschmuckfertigt und gemordet. Nachdem das Fräulein mehrere Monate vergeblich an einem neuen passenden Bonmot gearbeitet hat, erscheint der Jüngling erneut bei ihr und fordert sie auf, den Schmuck zu Cardillac zurückzubringen, widrigenfalls er sich in ihrem Hause umbringen werde (fragen Sie nicht nach dem Grund für das letztere – es gibt keinen). Das Fräulein folgt der Aufforderung und erlebt bei ihrer Ankunft in Cardillacs Haus, daß dessen Leichnam gerade weggebracht und der junger Mann, ein Geselle von Cardillac namens Olivier Brusson, als dessen Mörder verhaftet wird. Soweit die Story. Und nun stürzen gleich mehrere Falken aus dem Himmel auf den arglosen Leser. Olivier und Cardillacs Tochter Madelon sind ein Liebespaar. Olivier ist der Sohn der ehemaligen Pflegetochter des Fräuleins. Er sagt aus, Cardillac habe seriengemordet, weil sich nie wirklich von seinen Kunstwerken habe trennen können. Olivier habe der Polizei aus Liebe zu Madelon nichts verraten. Cardillac sei bei seinem letzten Mordanschlag von einem Offizier in Notwehr getötet worden. Um nicht in Verdacht zu geraten, sei dieser geflohen. An seiner Statt sei Olivier als mutmaßlicher Mörder verdächtig worden. Wenn der Tatort im TV so weit gediehen ist und der Blick auf die Uhr Ihnen zeigt, daß es noch fünf Minuten bis zum Schluß dauert, wissen Sie, daß jetzt ein Geständnis fällig ist. Der Offizier, der Graf von Miossens, legt es bei der Scuderi ab, diese meldet es dem König, und der sorgt für die Freilassung von Olivier, der seine Madelon heiraten darf. Sicherheitshalber sorgt der König noch dafür, daß die beiden Frankreich verlassen und nach Genf ziehen – man kann ja nie wissen ...

In den USA begründete Edgar Allan Poe mit einer Kurzgeschichte namens »The Murders in the Rue Morgue« (1841) das Genre. Darin schuf er zwei wesentliche Elemente des modernen Krimis, den genialen Detektiv und die Technik des verschlossenen Raums. Der Detektiv heißt C. Auguste Dupin und der umschlossene Raum ist eine verschlossene Wohnung im vierten Stock eines ansonsten leerstehenden Hauses in Paris. Zwei Frauen werden dort bestialisch ermordet. Der einen wird mit einem Rasiermesser die Kehle durchschnitten. Die andere wird erwürgt. Türen und Fenster sind verschlossen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wie ist der Täter in die Wohnung und wieder heraus gekommen? Dupin löst das Rätsel. Der Täter ist ein Orang Utan, der seinem Halter, einem Seemann, entflohen ist. Der Affe hatte beim Rasieren zugeschaut und das Rasiermesser mitgenommen. Er war an der Außenfassade des Hauses hochgeklettert. Das alles erkannte Dupin mit Hilfe seines analytischen Detektivverstandes. »Morgue« bedeutet übrigens im Englischen wie Französischen Leichenschauhaus. Poe machte seine Sache gründlich.

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