Elisabeth Steinkellner - Esther und Salomon

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Erwachsen-Werden – in allen Dimensionen
Sonne, Strand, Meer, Vollmondnächte und die erste große Liebe: Esther und Salomon, zwei Jugendliche, zwei Lebenswelten, auf den ersten Blick könnten sie kaum unterschiedlicher sein. Und doch finden die beiden zueinander. Die eine, Esther, Urlaubsgast, Fotografin und Tochter von Eltern, die gerade dabei sind auseinanderzudriften und sich auch im Ferienparadies nichts mehr zu sagen haben. Der andere, Salomon, Sohn einer Angestellten, Zeichner, tief geprägt von Krieg und Flucht und höchst traumatisierenden Erlebnissen. Beide verantwortlich für zwei kleine Mädchen, die sich mit direkten Gefühlen und spontaner Zuneigung noch viel leichter tun. Und damit einen unbeschwerten, kindlich-naiven Gegenpol zu all den gravierenden Problemen der Erwachsenen bilden.
Den ersten Teil bis zum Ende des Urlaubs erzählt Esther und findet in Polaroids einen Ausdruck für ihre Gedanken und Gefühle. In Salomons Skizzenbuch wird die Geschichte weitererzählt – geht die zarte Beziehung weiter? Denn da ist auch die Angst vor der plötzlichen Verletzlichkeit, vor der Trennung, vor dem Getrennt-Sein. Und die dramatischen Ereignisse der Vergangenheit werden durch einen schweren Unfall wieder hochgespült …
Wieder gelingt es Elisabeth Steinkellner auf faszinierende Weise, die ereignisreiche Phase des Erwachsenwerdens in all ihren Dimensionen mit einem unglaublichen Gespür für ihre Figuren und ihre Realität einzufangen. Sie verpackt die schier unendliche Fülle an unterschiedlichen Emotionen – von strahlendem Glück über leise Hoffnung bis hin zu tiefer Verzweiflung – in einen Versroman, kombiniert mit ausdrucksstarken Fotos und feinen Zeichnungen (von Michael Roher).
Ein kraftvolles, berührendes und in jeglicher Hinsicht beeindruckendes Werk.

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in diesem Hotel

viel mehr Geld ausgeben,

als sie selbst in zwei Monaten

verdient.

Ob sie Kinder hat?

Ich wünschte,

ich wäre ebenso frei von Neid.

Neid auf die Kinder,

die eine Mutter haben,

die so fröhlich ist.

Am Morgen übergibt sich Flippa

mehrmals hintereinander,

vielleicht ein Sonnenstich.

Mama verordnet ihr

einen ruhigen Tag auf dem Zimmer,

Flippa tobt und protestiert,

doch Mama bleibt unerbittlich

und zieht die Vorhänge zu.

Flippa schlingt ihre Arme um mich,

so fest, dass ich kaum Luft kriege,

und fleht mich an,

bei ihr zu sein.

Ich hätte gerne ein bisschen Zeit

für mich alleine,

um durch die Stadt zu bummeln,

zum Leuchtturm zu laufen,

vielleicht zum Strand zu gehen.

»Bittebittebitte«, bettelt Flippa.

Was wünschst du dir am allermeisten Wir liegen auf Flippas Bett und schauen - фото 9

»Was wünschst du dir

am allermeisten?«

Wir liegen auf Flippas Bett

und schauen hinauf zur Decke,

eine Packung Kekse und das Krokodil

zwischen uns.

Sie muss keine Sekunde überlegen:

»Einen Delphin zum Freund,

ein Baumhaus,

mit dem man fliegen kann,

und dass Mama und Papa

sich wieder verstehen.«

Ich muss keine Sekunde überlegen,

um zu wissen:

Nichts davon

kann ich ihr je erfüllen.

»Schichtwechsel!«,

rufe ich,

als Mama das Zimmer betritt.

Ich küsse Flippa auf die Wange

und bin draußen,

bevor jemand

Einspruch erheben kann.

Links geht es in Richtung Stadt,

rechts zum Leuchtturm

und zum Strand geradeaus.

Mein Kopf spult

einen von Flippas Auszählreimen ab:

Ene, mene, muh

und raus bist du .

Links,

entscheidet der Reim.

Raus bist du noch lange nicht ,

musst erst sagen, wie alt du bist

Rechts,

entscheidet er diesmal.

Kindischer Blödsinn,

sage ich mir

und gehe geradeaus.

Aus welchem Grund,

bitteschön,

sollte ich den Strand

nach Aisha absuchen,

wo Flippa doch gar nicht

bei mir ist?

Der Grund lächelt mich an,

als wäre es das Normalste der Welt,

dass ich ganz alleine hier auftauche,

ohne Flippa

und ohne Badesachen,

und mich auf seinem Handtuch

niederlasse.

Als er mit Aisha ins Wasser geht,

bleibe ich am Ufer zurück.

Ich stehe im feuchten Sand,

lasse mir von den Wellen

die Füße umspülen

und spüre

das Sprudeln und Schäumen

bis hinauf

in mein Herz.

Der Himmel verdunkelt sich,

Wind kommt auf,

da zieht ein Gewitter heran.

Die meisten Badegäste beginnen,

ihre Habseligkeiten zusammenzuraffen.

»Was denkst du?«, frage ich.

Er sieht nach oben

und zuckt mit den Schultern.

»Ich denke,

wir haben noch Zeit.«

Als Wetterfrosch taugst du nicht schreie ich gegen das Prasseln an Schon - фото 10

»Als Wetterfrosch

taugst du nicht!«,

schreie ich

gegen das Prasseln an.

Schon eher als Rennpferd.

Aisha sitzt auf seinen Schultern,

sie ruft: »Galopp, Galopp!«

Und Salomon, 14,

mit der Startnummer 2,

geht mit Abstand als Erster

durchs Ziel.

Ein flüchtiger Abschiedsgruß,

dann sind sie schon

durch die Drehtür ihres Hotels

verschwunden.

Ich winke ihnen hinterher,

aber die Tür ist verspiegelt.

So winkt mir nur

meine eigene tropfnasse Gestalt

zurück.

Bei unserem Hotel

angekommen

springe ich

mitsamt meiner Kleider

in den leeren Pool

und tauche

eine ganze Länge.

Ich muss das tun,

sonst platze ich.

»Duhuu, Esther,

zu wem wirst du ziehen,

zu Papa oder zu Mama?«

Flippa sieht mich so ernsthaft an,

dass ich mich nicht traue,

ihre Frage einfach wegzuwischen.

»Ich möchte dort wohnen,

wo du wohnst«,

fährt sie fort,

»dann können zumindest

wir beide eine Familie sein.

Oder?«

Ich schlucke

und nicke

und nehme sie in den Arm.

Niemals ist ein Wort

in diese Richtung gefallen,

keiner hat je was von Trennung gesagt.

Aber Flippa ist ja nicht blöd,

sie hat Augen und Ohren

und Gedanken im Kopf,

die zu schwer

für eine Fünfjährige sind.

»Was hast du denn so gemacht,

während ich weg war?«

»Nichts«, meint Flippa,

»nur ein bisschen gemalt.«

Sie sieht traurig aus.

»War Mama denn nicht hier bei dir?

Oder Papa?«

»Doch«, murmelt sie,

»sie waren sogar beide da.

Aber dann musste Mama weglaufen,

weil Papa ihr so auf die Nerven ging.

Und dann musste auch Papa weglaufen,

weil er sich so über Mama geärgert hat.«

Ich weiß nicht, was ich erwidern soll.

»Ist das Arielle?«, frage ich daher

und deute auf ihre Zeichnung.

Flippa nickt.

»Hat Arielle sich die Haare schwarz gefärbt?«

Sie verdreht die Augen.

»Sie hat sich die Haare verbrannt ,

Blödi.«

»Unter Wasser?«, frage ich.

»Nein«, ruft Flippa aufgebracht,

»doch nicht unter Wasser,

natürlich hier im Hotel!«

Würde ich ein Los besitzen,

das lebenslanges Glück garantiert,

wäre ich bereit,

es meiner Schwester zu schenken,

anstatt mir selbst

den Gewinn zu holen?

Denkt ihr eigentlich auch nur eine Sekunde lang mal an Flippa fauche ich - фото 11

»Denkt ihr eigentlich

auch nur eine Sekunde lang

mal an Flippa?«,

fauche ich sie an,

noch bevor sie

das Zimmer betreten können,

in dem Flippa gerade

eingeschlafen ist.

»Rauft euch zusammen

oder lasst euch scheiden,

mir egal,

aber Flippa braucht

eine Mutter und einen Vater,

keine zwei

Erziehungsberechtigten

auf dem Papier.«

Ich stürme aus dem Zimmer

und die Tränen

schießen mir in die Augen,

denn natürlich gilt das

nicht nur für Flippa,

sondern ganz genauso

auch für mich.

Wieso glauben bloß

so viele Paare

ineinander

die wahre Liebe

gefunden zu haben,

nur, um ein paar Jahre spatter

als Feinde

gegeneinander

in den Kampf zu ziehen?

In der Morgendämmerung

erwache ich,

schlüpfe leise

auf den Balkon hinaus

und horche.

Von fern:

Musik,

Gesprächsfetzen,

Automotoren.

Dazwischen:

das Brausen der Flut,

das Atmen des Windes,

das Wachsen der Zypressen.

Flippa erwacht quietschvergnügt sie hat von einer Hüpfburg aus Pudding - фото 12

Flippa erwacht

quietschvergnügt,

sie hat von einer Hüpfburg

aus Pudding

geträumt.

Sie reißen sich heute

tatsächlich zusammen.

»Weißt du noch«,

sagt Papa,

und spricht von einer Zeit,

als Mama und er

irgendwelche Abenteuer erlebten.

Mama schaut verträumt

und lacht.

Ich traue der Idylle nicht.

Ein paar schöne Erinnerungen

an bessere Zeiten

retten sie wohl nicht

aus der Misere

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