Edgar Allan Poe - Die Morde in der Rue Morgue und andere Erzählungen

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Die Morde in der Rue Morgue und andere Erzählungen: краткое содержание, описание и аннотация

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Edgar Allan Poe, der Meister des Unheimlichen, Grauenhaften und Grotesken, verfasste mehr als 70 Kurzgeschichten, von denen sich die bekanntesten 21 hier versammelt finden: «Die Grube und das Pendel» handelt von den grauenhaften Foltermethoden zur Zeit der Spanischen Inquisition, «Die Maske des Roten Todes» erzählt von der Unaufhaltbarkeit einer Seuche und «Das Fass Amontillado» von einem perfiden Racheakt.
Doch Poe konnte nicht nur das Unheimliche und Makabre in Worte fassen, er erschuf auch den ersten analytisch denkenden Privatdetektiv der Literatur: In «Der entwendete Brief» und «Die Morde in der Rue Morgue» stellt der exzentrische Le Chevalier C. Auguste Dupin seine scharfsinnigen Fähigkeiten unter Beweis. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.

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Kaum hatte ich meine Arbeit vollendet, als mich Schritte im Laderaum nötigten, Gebrauch davon zu machen. Ein Mann passierte mein Versteck mit kraftlosem, unsicherem Gang. Sein Gesicht konnte ich nicht sehen, bekam aber Gelegenheit, seine allgemeine Erscheinung zu betrachten. Sie zeugte von hohem Alter und von Gebrechlichkeit. Seine Knie wankten unter der Last seiner Jahre, sein ganzes Gerippe bebte unter dieser Bürde. Mit leiser, gebrochener Stimme murmelte er einige Worte in einer Sprache vor sich hin, die ich nicht verstehen konnte, und durchstöberte in einer Ecke einen Stapel einzigartig anmutender Gerätschaften und morscher Seekarten. Sein Gebaren war eine wilde Mischung aus der Launenhaftigkeit der zweiten Kindheit und der Ehrfurcht erweckenden Würde eines Gottes. Schließlich ging er auf Deck, und ich sah ihn nicht wieder.

***

Ein Gefühl, für das ich keinen Namen habe, hat von meiner Seele Besitz ergriffen – eine Empfindung, die keine Analyse gestattet, für die die Lehren vergangener Zeiten unzulänglich sind, und zu der, so fürchte ich, selbst die zukünftige Welt mir keinen Schlüssel bieten wird. Für eine Geisteshaltung wie die meine ist letztere Überlegung ein Übel. Niemals werde ich – niemals, das weiß ich – zufriedengestellt sein, was die Beschaffenheit meiner Eindrücke betrifft. Doch ist es nicht verwunderlich, dass diese Eindrücke unbestimmt sind, da ihr Ursprung in so gänzlich neuartigen Quellen liegt. Ein neuer Sinn – ein neues Sein wird meiner Seele hinzugefügt

***

Es ist lange her, seit ich das Deck dieses schrecklichen Schiffes erstmals betrat, und nun, glaube ich, werden die Strahlen meines Schicksals in einem Brennpunkt gesammelt. Unbegreifliche Männer! Eingehüllt in Grübeleien einer Art, die ich nicht erahnen kann, übergehen sie mich sang- und klanglos. Es ist meinerseits völlig töricht, mich zu verbergen, denn die Leute sehen nicht . Gerade eben erst ging ich genau vor den Augen des Maats an diesem vorüber – vor kurzem noch wagte ich mich in die Privatkajüte des Kapitäns hinein und entnahm daraus die Materialien, mit denen ich schreibe und geschrieben habe. Ich werde dieses Tagebuch von Zeit zu Zeit fortsetzen. Es ist wahr, dass ich keine Gelegenheit finden mag, es der Welt zu übermitteln, aber ich werde nicht versäumen, den Versuch zu machen. Im letzten Augenblick werde ich die Aufzeichnungen in einer Flasche verschließen und diese ins Meer werfen.

***

Ein Ereignis hat sich zugetragen, das mir neuen Anlass zu Überlegungen gab. Sind solche Dinge das Werk gesetzlosen Zufalls? Ich hatte mich auf Deck vorgewagt und mich, ohne irgendwelche Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, auf einen Haufen Tauwerk und alte Segel auf dem Boden der Jolle geworfen. Während ich über die Einzigartigkeit meines Schicksals nachsann, besudelte ich unbewusst den Rand eines sauber gefalteten Leesegels, das nahe mir auf einem Fass lag, mit einem Teerpinsel. Das Leesegel ist nun angeschlagen, und die gedankenlosen Pinselstriche vernetzen sich zu dem Wort ENTDECKUNG.

***

Ich habe in letzter Zeit viele Betrachtungen über die Konstruktion des Fahrzeuges angestellt. Obwohl es gut bestückt ist, ist es, glaube ich, kein Kriegsschiff. Seine Takelage, seine Bauart und seine allgemeine Ausrüstung widerlegen alle eine derartige Vermutung. Was es nicht ist , kann ich mit Leichtigkeit feststellen – was es ist , so fürchte ich, ist unmöglich zu sagen. Ich weiß nicht, wie es kommt, aber wenn ich das seltsame Modell und das einzigartige Spierengerüst betrachte, die gewaltige Größe und übermäßigen Leinwandflächen, den durchaus einfachen Bug und das veraltete Heck, durchfährt mich ab und zu blitzartig ein Gefühl von Vertrautheit, und immer sind solch undeutliche Schatten von Erinnerungen vermischt mit einem sonderlichen Gedenken alter, fremdländischer Chroniken und lang vergangener Zeiten.

***

Ich habe mir die Balken des Schiffes angesehen. Es ist aus einem mir fremden Material gebaut. Das Holz hat eine seltsame Eigenschaft, die es mir untauglich für den Zweck erscheinen lässt, für den es verwandt wurde. Ich meine seine außerordentliche Porosität , unabhängig von dem wurmstichigen Zustand, der eine Folge der Fahrten in diese Gewässer ist, und abgesehen von der Fäulnis, die mit dem Alter einhergeht. Es mag vielleicht nach einer allzu gewagten Äußerung klingen, aber das Holz trüge jedes Merkmal spanischer Korkeiche, wäre diese durch irgendein unnatürliches Verfahren noch ausgedehnt worden.

Als ich obigen Satz gerade noch einmal las, erinnerte ich mich genau an einen sonderbaren Spruch eines alten, holländischen Seebären. »Es ist so sicher«, soll er gesagt haben, wenn irgendein Zweifel an seiner Glaubhaftigkeit gehegt wurde, »so sicher, wie es ein Meer gibt, auf dem die Schiffe selber an Umfang wachsen werden wie die lebenden Körper der Seeleute.«

***

Vor ungefähr einer Stunde erdreistete ich mich, in eine Gruppe der Besatzung vorzustoßen. Sie zollten mir keinerlei Aufmerksamkeit, und obwohl ich genau in der Mitte aller stand, schien ihnen meine Anwesenheit überhaupt nicht bewusst zu sein. Wie der eine, den ich als ersten im Laderaum gesehen hatte, trugen alle die Anzeichen uralter Greisenhaftigkeit. Ihre Knie zitterten vor Gebrechlichkeit; ihre Schultern waren vor Altersschwäche tief gebeugt; ihre verschrumpelte Haut raschelte im Wind; ihre Stimmen waren leise, zittrig und gebrochen; ihre Augen schillerten von der jahrelang abgesonderten Flüssigkeit; und ihre grauen Haare flatterten schrecklich in dem Unwetter. Um sie herum, überall auf dem Deck verstreut, lagen mathematische Instrumente von wunderlichster und altmodischster Machart.

***

Vor einer Weile erwähnte ich das Anschlagen eines Leesegels. Seit jener Zeit hat das Schiff, das dadurch genau vor den Wind geworfen wurde, seinen schrecklichen Kurs gen Süden beibehalten; jeden Fetzen Leinwand vom Flaggenknopf bis zu den unteren Fockspieren gehisst, schlingerte es alle Augenblicke mit den Raanocken des Bramsegels in die abscheulichste Wasserhölle, die sich ein Mensch nur vorstellen kann. Ich habe das Deck gerade verlassen, wo ich es unmöglich finde, festen Fuß zu fassen, wiewohl die Mannschaft wenig Unannehmlichkeiten zu verspüren scheint. Es kommt mir wie das Wunder aller Wunder vor, dass unser ungeheurer Brocken nicht sogleich und ein für alle Male verschlungen wird. Wir sind sicherlich dazu verdammt, immerfort vor den Pforten der Ewigkeit umherzukreuzen, ohne uns endgültig in die bodenlose Tiefe zu stürzen. Wogen, tausendmal ungeheuerlicher, als ich sie je gesehen habe, entgleiten wir mit der Leichtigkeit der pfeilschnellen Seemöwe; und die kolossalen Wassermassen bäumen sich über uns auf wie Dämonen der Tiefe, aber wie Dämonen, die auf einfache Drohungen beschränkt sind, denen Vernichtung verboten ist. Ich sehe mich veranlasst, dieses häufige Entkommen dem einzigen natürlichen Grund zuzuschreiben, mit dem sich solche Wirkung erklären lässt. – Ich muss annehmen, dass das Schiff unter dem Einfluss irgendeiner starken Strömung oder eines heftigen Soges steht.

***

Ich habe dem Kapitän von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden, noch dazu in seiner eigenen Kajüte – aber wie ich es erwartet hatte, schenkte er mir keine Aufmerksamkeit. Obwohl es an seiner Erscheinung in den Augen eines zufälligen Betrachters nichts gibt, das ihn mehr oder weniger als Mensch auszeichnet, so mischte sich dennoch ein Gefühl ununterdrückbarer Ehrfurcht und Scheu unter die Verwunderung, mit der ich ihn betrachtete. Seine Größe entspricht fast der meinen, das heißt ein Meter dreiundsiebzig. Er ist von kräftiger, stämmiger Statur, weder plump noch das Gegenteil. Aber es ist die Einzigartigkeit des Ausdrucks, der sein Gesicht beherrscht – es ist die fesselnde, die wunderbare, schauerliche Augenscheinlichkeit des so hohen, so außerordentlichen Alters, die in meiner Seele eine Vorahnung – ein unaussprechliches Gefühl erregt. Seine Stirn ist zwar nicht sehr runzlig, scheint aber von Myriaden von Jahren geprägt zu sein. – Seine grauen Haare sind Zeugnisse der Vergangenheit, und seine noch graueren Augen sind Weissagungen der Zukunft. Überall auf dem Kajütenboden verstreut lagen seltsame Folianten mit eisernen Verschlüssen, brüchige wissenschaftliche Instrumente und überholte, längst vergessene Karten. Sein Kopf war auf seine Hände heruntergebeugt, und er war mit feurigem, doch unstetem Blick in ein Papier vertieft, das ich für ein Dekret hielt und das auf alle Fälle einen königlichen Namenszug trug. Wie der erste Seemann, den ich im Laderaum gesehen hatte, murmelte er leise und mürrisch einige Silben in einer fremden Sprache vor sich hin, und obwohl der Sprecher nahe bei meinem Ellbogen saß, schien seine Stimme mein Ohr aus einer Meile Entfernung zu erreichen.

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