Thomas Fuchs - Am Ball oder balla-balla?

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Wenn die Reporterlegende Dr. Laven in den 1920er Jahren auf Sendung ging, dann ließen die Leute alles stehen und liegen, um seinen Worten zu lauschen. Wenn im 21. Jahrhundert die ZDF-Fachkraft Béla Réthy ans Mikro tritt, dann dauert es gefühlte drei Millisekunden, bis im Netz der erste Kommentar erscheint, in dem gemosert wird.Was ist seit den glorreichen Reportertagen geschehen? Was macht das Wesen von guten Kommentaren aus? Was darf man erwarten? Was zu Recht kritisieren? Dieses Buch bietet einen unterhaltsamen und fundierten Überblick über die Welt der Fußballberichterstattung.

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Doch es gibt nicht nur die Spaßfraktion. Seiten unter dem Tenor „XY gefällt mir nicht“ sprießen alle Nase lang aus dem Boden. Eine kurze Suche bei Facebook bringt folgende Gruppen zutage [alle in ihrer Originalschreibweise übernommen, d. Autor]:

Anti Béla (Schwätzer) Réthy

Bela Rethy – Der Comedytator des ZDF

Béla Réthy – Nein Danke

Béla Réthy gefällt mir nicht

Bela Rethy Haters Club

Bela Rethy und Tom Bartels sollten im gehörlosen Fernsehen moderieren

Béla Réthy, halt Dein Maul !!!

best of béla réthy [ironisch gemeint, d. Autor]

Gegen Katrin Müller Hohenstein als sportstudio-Moderatorin

Halt’s Maul Béla Réthy [Ausrufezeichen]

KEIN Bela Rehty mehr… BITTE!

Kommentarverbot für Marcel Reif

Marcel Reif Rücktrittspetition

Marcel Reif, nein Danke

Moderationsverbot für Bela Rethy

Stadionverbot für Wolf-Christoph Fuss

Steffen Simon gefällt mir nicht

Steffen Simon ist der schlechteste Sportmoderator Deutschlands

Stoppt BELA RETHY

Stoppt Béla Réthy

Dazu gibt es Reporter-Checks und andere Kommentatoren-Beobachter, die die Arbeit der Journalisten mit unterschiedlicher Milde und Kompetenz auf den Prüfstand stellen.

Dabei fallen zwei Dinge ins Auge: Der Name Béla Réthy ist überraschend häufig richtig geschrieben, was bei Hatemails in der Regel nicht der Fall ist. Das ist entweder ein Zeichen für grundsolide Copy/Paste-Kompetenz oder für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema. Und: Manche Beiträge erreichen eine Schärfe, die bei Spielern und Schiedsrichtern in extremen Momenten dazu geführt hat, dass sie ihren Beruf aufgaben oder den Wohnsitz wechselten. Nun sollte man nicht jede Beleidigung auf die Goldwaage legen. Auch früher klangen Menschen morgens um drei an der Bar anders als vormittags im Büro, nur wird das heute eben dank Facebook & Co. für die Ewigkeit mit Zeitstempel dokumentiert.

Auch die Demokratisierung der Kritik ist grundsätzlich ein Fortschritt. Früher gab es beim ZDF das Zuschauerprotokoll, was aber nur die Chefs auswerten durften, insofern ist ein mehrstimmiges Feedback auf jeden Fall zu begrüßen. Und eines hat die Pöbelei im Netz für sich: Der Typ, der den ganzen Tag aus dem Fenster guckt, sein Aufschreiben der Falschparker nur unterbricht, um mal wieder einen geharnischten Brief an einen Fernsehsender zu schreiben, hat an Bedeutung stark verloren.

Aber dennoch stellt sich die Frage, warum Reportern eine Antipathie entgegenschlägt, die manchmal gar in Hass ausartet. Selbst wenn der Reporter – angeblich oder tatsächlich – ein Feind des eigenen Vereins ist und er das den Zuseher/Zuhörer in seinen Kommentaren – angeblich oder tatsächlich – spüren lässt, er wird das Ergebnis nicht beeinflussen. Von Wettpaten und ihren dubiosen Methoden hat man schon vieles gehört, aber dass jemand einen Reporter bestochen hat, um auf ein Spiel einzuwirken, so verrückt ist wohl niemand.

Meine erste Erklärung war, dass das Public Viewing die Schuld an dem Reporter-Bashing trägt. Sinnbild dafür das Stadion des Berliner 1. FC Union, der während der WM 2014 aus seinem Fußballfeld ein riesiges Wohnzimmer machte, wo man auf Sesseln und Sofas die Spiele verfolgen konnte – und natürlich auch erleben durfte, wie sich Kommentare zu den Kommentaren im Stadionrund verstärkten und fortpflanzten. Eine weitere These wäre, dass Reporter seit einiger Zeit vor allem deshalb so hart angegangen werden, weil der Fußball mittlerweile nicht mehr nur als Sport, sondern vor allem als Unterhaltungsevent gesehen wird. Und für diejenigen, die Unterhaltung suchen, sind die Rahmenbedingungen – also mithin der Kommentar – genauso wichtig wie das eigentliche Spiel. Und wenn die Reporter das Vergnügen stören, dann werden sie dafür in die Verantwortung genommen.

Aber ist das wirklich fair? Und ist Nörgelei tatsächlich die ultimative Methode, sich an der Arbeit der Kommentatoren und Reporter zu ergötzen?

So entstand die Idee, das Wirken der Fußballreporter etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn obwohl viele sie kennen, fast jeder eine Meinung zu ihnen hat, hat man doch kaum ein umfassendes Bild über die vielen Aspekte ihrer Tätigkeit. Und wenn man mal in einer Fußgängerzone einer namenlosen deutschen Großstadt (okay, es war Bielefeld, aber das spielt eigentlich keine Rolle) erlebt hat, wie eine ehemalige Reportergröße versucht, den verblichenen Ruhm auf einer Rampe zu versilbern, indem er Dönekes aus längst vergangenen Tagen zum Besten gibt und dabei auf gepflegtes Desinteresse der Laufkundschaft trifft, dann kann man schon sagen: So ein Schicksal haben sie dann doch nicht verdient. Wohl kaum jemand geht in diesen Beruf, um Leute zu ärgern.

Aber was macht das Wesen von guten Reportern aus? Haben sich die Erwartungen im Laufe der Zeit geändert? Wenn ja, wie? Und wie hat eigentlich alles angefangen?

Hertz ist Trumpf

Wie Freunde der Dichtkunst spätestens seit Hermann Hesse wissen, wohnte jedem Anfang ein Zauber inne. Aber leider ist es genauso wahr, dass der Bruder des Zaubers Desinteresse heißt. So liegen die Anfänge des Fernsehens unter anderem deshalb teilweise im Dunkeln, weil buchstäblich kein Schwein hinsah. Das Radio war noch Anfang der zwanziger Jahre etwas für Nerds und Bastler gewesen, die mit ihren selbstgebauten Kisten irgendwelche Signale aus der Luft filterten, da konnte man kaum glauben, dass schon ein paar Jahre später die nächste industrielle Revolution auf der Lauer liegen sollte.

Erschwerend kommt für das Fernsehen hinzu, dass man es ursprünglich als eine Art Wurmfortsatz des Rundfunks betrachtete. Und selbst der war erst in den 1920ern in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gedrungen. In den Jahren 1887/1888 experimentierte der Physiker Heinrich Hertz an der Technischen Hochschule Karlsruhe mit elektromagnetischen Wellen. Eigentlich wollte er ganz was anderes erforschen, aber schließlich baute er eine primitive Antenne, mit der Funkwellen sage und schreibe 20 Meter weit übertragen werden konnten. Anfang des 20. Jahrhundert verbesserten unter anderem der Italiener Marconi und der Russe Popow das Verfahren. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs gab es zwischen Landstationen und großen Schiffen regelmäßigen Funkverkehr, im Krieg wurde die neue Technik militärisch genutzt und weiterentwickelt.

Da Deutschland den Ersten Weltkrieg verloren hatte, schränkten die Siegermächte die zivile Nutzung des Rundfunks ein. Erst am 24. Oktober 1923 wurde der Rundfunkempfang für private Nutzer freigegeben. Und fünf Tage später, am 29. Oktober 1923 meldete sich dann der erste Rundfunksender: „Achtung, Achtung, hier ist die Sendestelle Berlin im Vox-Haus auf Welle 400 Meter. Meine Damen und Herren, wir machen Ihnen davon Mitteilung, dass am heutigen Tage der Unterhaltungsrundfunkdienst mit Verbreitung von Musikvorführungen auf drahtlos-telefonischem Wege beginnt. Die Benutzung ist genehmigungspflichtig.“

Das Vox-Haus in Berlin stand damals in der Potsdamer Straße Nr. 10, und „genehmigungspflichtig“ bedeutete, dass jeder Hörer sich mittels eines Schreibens als rechtmäßiger Besitzer eines Radios ausweisen musste. Die erste Sendung dauerte eine Stunde, wurde von der „Deutschen Stunde AG“ finanziert und nannte sich: „An Alle“. Inhaltlich ging es um Musik, und das Ganze war so aufregend, wie man sich eine Show vorstellen kann, die von einem „Unterhaltungsrundfunkdienst“ veranstaltet wird. Am Flügel saß der möglicherweise zu Unrecht vergessene Otto Urack, außerdem wurden dem Hörer beschwingte Melodien aus der Oper „Der Troubadour“ ans Herz gelegt. Zum Ende der Sendung gab es ebenfalls noch eine Schallplatte. Die Kapelle des Infanterie-Regiments III/9 spielte unter der Leitung von Obermusikmeister Adolf Becker die Nationalhymne, die damals noch mit „Deutschland, Deutschland über alles“ begann.

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