Rudolf Stratz - Herzblut

Здесь есть возможность читать онлайн «Rudolf Stratz - Herzblut» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Herzblut: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Herzblut»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Es war seltsam, welch eine Wandlung in Jakobe Ansold von dem Augenblick ab vorging, wo sie den Entschluß gefaßt hatte, in nächster Zeit das Haus ihres Mannes für immer zu verlassen. Sie wunderte sich selbst darüber, daß sie nun auf einmal ganz ruhig wurde. Sie begriff es nicht; nach all dem Sturm die plötzliche Stille – nach einem Seelensturm durch Monate hindurch, den niemand auf Erden kannte, niemand ahnte außer ihr – und am wenigsten ihr Mann." Besagter «Seelensturm» wurde ausgelöst durch die Begegnung mit dem jungen Erich von Wölsick im vorausgegangenen Sommer. Dabei ist zwischen den beiden «nichts» passiert, so viel die Leute in Berlin und überall auch munkeln, und beide sind fest entschlossen, einander niemals wiederzusehen. Als von Wölsick nach Berlin kommt und erfährt, dass sich Jakobe dort befindet, die nach dem Verlassen ihres Mannes bei ihrer alten Tante Fräulein Therese von Kritzing untergekrochen ist, bringt ihn das jetzt, wo er «diese Geschichte am Wickel hat», in ernste Schwierigkeiten und Seelennöte. Die Klatsch- und Gerüchteküche brodelt. Werden die beiden ihren Entschluss, sich niemals wiederzusehen, wirklich aufrechterhalten können? Und da ist auch noch die schöne junge Sophie Neerlage, die ihre ganz eigenen Pläne zu haben scheint … Ein «echter Stratz'», der auch hier wieder gekonnt den tieffühlenden Liebesroman mit dem entlarvenden Gesellschaftsroman verbindet.-

Herzblut — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Herzblut», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Mitten in dem Saal, in den er trat, stand Sophie Neerlage. Er wusste, dass sie jedes Jahr ein paarmal nach Wien fuhr oder ihren Vater auf einer Geschäftsreise nach Paris begleitete, um sich dort ihre Toiletten anfertigen zu lassen, Roben wie die, die da in schweren, weissschillernden Seidenfalten an ihrer ebenmässigen, beinahe überschlanken Gestalt herniederfloss. Sie wandte ihm den Rücken zu, während sie mit einem Haufen Herren, der sie umdrängte, sprach. Er sah das Diamantengeglitzer in ihrem reichen hellbraunen Haar, das Schimmern des Perlenkolliers um ihren weissen Nacken und dachte unwillkürlich wie stets, wenn er sie erblickte, dass sie mit ihrer hohen, einen ganzen Salon beherrschenden Erscheinung genau dem Bild entsprach, das er sich bisher für die Zwecke seiner Zukunft und seiner Karriere von seiner Frau gemacht.

Jetzt drehte sie im Geplauder das Haupt nach ihm und nickte ihm vertraulich zu, während er zuerst ihre Eltern begrüsste. Ihre ausdrucksvollen Züge waren nicht eigentlich schön, aber fesselnd, mit kühlen graublauen Augen. In denen war der beinahe herausfordernde Gleichmut der reichen Erbin. Und dazu stimmte das leise ironische Lächeln, das zuweilen, ohne dass sie selber es wusste, beim Reden und Zuhören im Gesellschaftskreise um ihre Lippen spielte.

Sie achtete nur wenig auf die Erzählung einer alten, vor ihr stehenden Exzellenz und sah zu Erich von Wölsick hinüber, der ihrer Mutter die Hand küsste und dann den jovialen Händedruck ihres Vaters, des Generalkonsuls empfing, der, klein, korpulent und kräftig, mit weissem Vollbart und elfenbeinerner Glatze zwischen seinen Gästen stand und meinte: „... ’nen Abend, lieber Herr von Wölsick ... na ... da sind Sie ja! ... ich dachte schon, Sie hätten’s verschwitzt ...“

Erich von Wölsick murmelte ein paar Worte, noch ganz betäubt. Und während dessen stand auf einmal Sophie Neerlage neben ihm, reichte ihm unbefangen die Hand und sagte, während er sich über die beugte, lachend: „Guten Abend, Herr von Wölsick! Wissen Sie, was Exzellenz,“ sie wies dabei auf den alten schwerfälligen Würdenträger, der ihr gefolgt war, „mich eben frug, wie Sie hereinkamen? ‚Wer ist denn der junge Herr da ohne die vielen Orden? Das muss ja etwas ganz Besonderes sein!‘“

Die anderen um sie, die grauköpfigen Geheimen Kommerzienräte und Generaldirektoren, stimmten in die Heiterkeit ein. Auch Erich von Wölsick zwang sich dazu. Er ärgerte sich, dass er es tat, und es tun musste, nachdem er ja nun einmal hier war. Er hätte zu Hause bleiben müssen und die Aufregung und Bestürzung in sich ebben lassen. Es wäre schliesslich gar nicht so schlimm gewesen, unter irgend einem Vorwand abzusagen. Gerade bei einem Herrenessen. Da verursachte ja die Platzfrage keine solche Schwierigkeiten. Besser hätte es sich jedenfalls gemacht, als dass er nun vor Sophie Neerlages Augen schweigsam und zerstreut dastand — er, der sonst so vollkommen Herr seines Willens und seiner Stimmung war.

Aber nun konnte er nicht wieder weg und sass bei Tisch zwischen zwei Herren, deren Namen er bei der Vorstellung nicht einmal verstanden hatte und von denen jeder, seine Unergiebigkeit bemerkend, nach rechts und links zu seinem anderen Nachbar sprach, und vermochte kaum etwas zu essen, und hörte ganz benommen um sich herum das gedämpfte Gemurmel, in dem die hellen Stimmen der Frauen fehlten, das Gerede über Reichsbankdiskont und Kurse und Emissionen, das Schlürfen und leise Tellerklappern, und sah die vielen Glatzen, die Kettchen und Sterne unter weissen Schlipsen, ein paar breite farbige Bänder quer über steifen, porzellanfarbenen Hemdeinsätzen — und schaute stumm und missmutig zu Sophie Neerlage hinüber. Sie war eigentlich doch schön — sie hatte wenigstens alle Mittel, sich schön zu machen — eine Kleidung von reichster Einfachheit — den erlesensten Schmuck — die tannenschlanke, hohe Erscheinung — und sie benutzte diese Hilfen und sah blendend aus — eine Frau, die, wo sie auch erschien, den Mittelpunkt bildete. Gewiss, so musste seine Frau sein. Es gab vielleicht ein paar Kleinigkeiten an ihr zu ändern. Sie scherzte und lachte ein bisschen zu laut mit den alten Herren um sie herum — sie hörte oft nicht recht zu, wenn man sprach, sondern war mit den Augen wo anders und mit den Gedanken an einem dritten Ort — sie urteilte oft trotz ihrer Klugheit obenhin — aber wie sollte sie denn auch anders sein nach acht Jahren Ausgehens? Das bisschen Nervosität und Fahrigkeit gab sich von selber.

Und doch wunderte er sich, wie er überhaupt dazu kam, heute Ausstellungen an ihr zu machen. Das war, weil er seine Gedanken von Jakobe Ansold nicht los brachte. Alles, was er um sich hörte, bezog er wider seinen Willen auf sie und diesen unglücklichen Zwischenfall. Neben ihm sprachen sie von irgend einem Geschäft, und ein dicker alter Herr sagte kauend: „Unter uns: er ist ein dummer Kerl und bleibt’s“ — und Erich von Wölsick fuhr es durch den Kopf: Natürlich ist der Hauptmann Ansold ein Dummkopf! Aber solche Leute sind zäh! — und als gegenüber jemand versetzte: „I wo — die Generalversammlung wird ganz ruhig verlaufen!“ hatte er sofort die Vorstellung: Wird der alte General, Jakobes Vater, sich ruhig verhalten oder auch mit seinen Söhnen in die Geschichte mischen: So oder so ... es kommt von allen Seiten ...

Schliesslich musste er sich beherrschen. Er konnte nicht immer so stumm dasitzen und verwickelte seinen Nachbar zur Rechten in ein Gespräch, einen grossen, blonden, schmalschultrigen Mann mit einem weichen, regelmässigen Gesicht und träumerischen blauen Augen, offenbar auch ein Mitglied der Hochfinanz. Denn er redete über den Tisch hin etwas vom Textilexport nach den Vereinigten Staaten — aber mit einem gewissen nachsichtigen Lächeln, als komme es eigentlich wenig darauf an, und gleich darauf von einer Vorlesung über Frührenaissance an der Berliner Universität, so als ob er sie selber hörte — und von einer Neuerwerbung der Nationalgalerie. Und der Herr zur Linken Erich von Wölsicks nannte ihm auf seine halblaute Frage den Namen des anderen: Dr. Schmidt von Wildenwarth, aus einer sehr reichen, kürzlich erst geadelten Eisen-, Erz- und Kohlenfirma mit dem Sitz in Brünn — und er deren Berliner Vertreter, oder eigentlich mehr ein unabhängiger, seinen Privatstudien und künstlerischen Neigungen lebender Mensch! Seine Gemäldesammlung in seiner Villa in Wannsee, gerade neben Neerlages, sei bekannt ... teure Sachen darunter ... davon verstände er etwas ...

Erich von Wölsick sagte: „So, so!“ und vergass es sofort wieder und wartete ungeduldig, bis endlich die Tafel aufgehoben wurde und man sich in den anstossenden Gemächern verteilte. Und während er da, die Kaffeetasse in der Hand, zwischen den anderen Herren stand und um ihn die ersten Zigarrenwolken in die Luft stiegen, kam plötzlich der Trotz über ihn. Die beste Deckung war doch der Hieb. Wie — wenn er gleich sein Glück versuchte — heute abend noch — bei Sophie Neerlage?

Sein Herz begann zu klopfen. Er stellte seine Tasse behutsam auf einen Kaminsims, legte seine Zigarette weg, und ging dann leise, förmlich auf den Fussspitzen, als dürfe er kein Geräusch machen, über den dicken Teppich in den grossen Salon hinüber.

Dort hatte er vorhin den beiden Damen des Hauses nach der Mahlzeit die Hand geküsst. Jetzt kam allmählich die Zeit, wo sie sich zurückzogen und die Herren unter sich liessen. Frau Neerlage sass noch da, aber Sophies schlanke, hohe Gestalt sah er nur noch wie einen weissen Schimmer in dem anstossenden halbdämmrigen Boudoir. Sie ging ganz langsam, zögernd, durch das hin, so als ob sie etwas suchte, und er durfte sich nicht beeilen, ihr zu folgen. Das wäre aufgefallen. Erst nach ein paar Minuten war er wie unabsichtlich auch an die Schwelle des kleinen Raums geraten und schlenderte, anscheinend um ein Bild an der Wand zu besichtigen, hinein und ging, da er sie nicht mehr fand, weiter durch die folgenden, ganz menschenleeren Gemächer.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Herzblut»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Herzblut» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Herzblut»

Обсуждение, отзывы о книге «Herzblut» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x