Rudolf Stratz - Herzblut

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"Es war seltsam, welch eine Wandlung in Jakobe Ansold von dem Augenblick ab vorging, wo sie den Entschluß gefaßt hatte, in nächster Zeit das Haus ihres Mannes für immer zu verlassen. Sie wunderte sich selbst darüber, daß sie nun auf einmal ganz ruhig wurde. Sie begriff es nicht; nach all dem Sturm die plötzliche Stille – nach einem Seelensturm durch Monate hindurch, den niemand auf Erden kannte, niemand ahnte außer ihr – und am wenigsten ihr Mann." Besagter «Seelensturm» wurde ausgelöst durch die Begegnung mit dem jungen Erich von Wölsick im vorausgegangenen Sommer. Dabei ist zwischen den beiden «nichts» passiert, so viel die Leute in Berlin und überall auch munkeln, und beide sind fest entschlossen, einander niemals wiederzusehen. Als von Wölsick nach Berlin kommt und erfährt, dass sich Jakobe dort befindet, die nach dem Verlassen ihres Mannes bei ihrer alten Tante Fräulein Therese von Kritzing untergekrochen ist, bringt ihn das jetzt, wo er «diese Geschichte am Wickel hat», in ernste Schwierigkeiten und Seelennöte. Die Klatsch- und Gerüchteküche brodelt. Werden die beiden ihren Entschluss, sich niemals wiederzusehen, wirklich aufrechterhalten können? Und da ist auch noch die schöne junge Sophie Neerlage, die ihre ganz eigenen Pläne zu haben scheint … Ein «echter Stratz'», der auch hier wieder gekonnt den tieffühlenden Liebesroman mit dem entlarvenden Gesellschaftsroman verbindet.-

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So ruhig er sonst war, der Gedanke hatte ihn unwillkürlich erregt. Er schritt wieder rasch in dem Zimmer auf und nieder. Er bereute nicht, es seiner Schwester gesagt zu haben. Es dachten sich doch schon zu viele Leute ihr Teil über seinen Verkehr in dem Neerlageschen Haus in der Tiergartenstrasse. Davon hatte auch Frau von Teichardt schon genug gehört, denn nun frug sie schnell: „Also es ist wahr: du willst Fräulein Neerlage heiraten!“

„Vielleicht! ... wenn sie mich nimmt ...“

„Weisst du das denn noch nicht?“

„Na ... ich will jedenfalls vorher meiner Sache sicher sein! Ich gehöre nicht gern zu den Leuten, die mit einem Korb am Arm abziehen und — offen gestanden, Helme, ich kriege keinen Korb, weder von ihr noch von den beiden Alten — das haben mich Freunde des Hauses schon im Vertrauen erraten lassen — ich brauche mich nur noch zu erklären ... und das kann ja sehr bald sein ...“

Er warf einen Blick durch die angelehnte Tür in sein Toilettezimmer nebenan, um sich zu überzeugen, dass da Frack, Weste und weisse Binde bereit lagen — alles andere zur Gesellschaft Nötige hatte er bereits nach dem Bade angelegt — und fuhr dann ruhiger fort: „Warum du dabei so versteinerte Augen machst, Helme, verstehe ich nicht. Das ist eben eure Enge! In allen unseren Kreisen noch! Unser Geschlecht ist sechshundert Jahre alt! ich erwerbe mir nur ein Verdienst, wenn ich seinen Reichtum vermehre!“

„Das meine ich auch nicht!“ sagte seine Schwester. „Aber es ist so charakteristisch für dich, dass du immer nur von der Firma Neerlage sprichst ...“

„Firma ist es gar nicht! ... der alte Neerlage ist doch Teilhaber der Charlottenburger Bank, mindestens anderthalbdutzendfaches Aufsichtsrats-Mitglied ... und ...“

„Also gut ... dass du immer von dieser Bank sprichst und nie von dem Fräulein Neerlage selber ...“

„Ach ... das ist doch so ein vernünftiger Mensch!“

Weiter sagte Erich von Wölsick von ihr zunächst nichts. Er lächelte wieder mit der Zufriedenheit eines Mannes, der eine wichtige glücklich begonnene Sache ebensogut zu Ende zu führen im Begriffe steht. Endlich hub er an: „Ich bilde mir natürlich auch nichts Unnötiges ein. Wenn ich ihr ja auch selbstverständlich nicht direkt missfalle, so ist es doch mehr eine Verstandesheirat ...“

„Von deiner Seite? Das glaube ich dir aufs Wort!“

„Nein. Bei ihr auch! Sophie Neerlage ... — so wie sie ist, wird sie in gewissem Sinn allen Problemen des Lebens nur mit der Vernunft beikommen — unwillkürlich — auch der Ehe. Sie ist nun einmal eine innerlich sehr gleichmässige und überlegene Natur, bei all ihrer Lustigkeit ...“

„Nun ... dann passte sie ja zu dir ...“

„Das hoffe ich!“

„Aber sie muss doch ganz bedeutend viel jünger sein wie du!“

„Sie wird im Januar sechsundzwanzig ... Siehst du, das ist doch auch ein Beweis: wenn ein Mädchen mit dem Geld und dem Verkehr — und ihrem sehr angenehmen Äussern dazu — so lange ledig bleibt — dann ist sie kein gewöhnlicher Mensch — dann weiss sie schliesslich sehr genau, was sie tut ... und nun die Eltern ... immerhin ... wenn schon die Ahnenreihe ihr Loch kriegt — die Neerlages sind doch eine alte gute Patrizierfamilie, ursprünglich Pastoren aus Westfalen ... wissen bis zum Ur-Urgrossvater hinauf Bescheid ... ganz nett ... kurz ... ich glaube, ich bin da auf den rechten Weg gekommen — immer vorausgesetzt, dass es glückt ... man soll nichts berufen ...“

„Nein!“ sagte Frau von Teichardt sehr ernst.

„Und wenn ich abergläubisch wäre, hätte ich überhaupt lieber nichts davon verraten, solange es noch im Werden ist ... was machst du denn für ein Gesicht, Helme ...?“

Seine Schwester rückte sich auf dem Stuhl zurecht. „Ich danke dir für dein Vertrauen!“ sagte sie. „Aber nun erlaube mir ein paar Worte! im Auftrag von Mama. Sie hat mir aus Sommerwerk geschrieben und mich gebeten, es an ihrer Stelle zu tun ... angenehm ist mir’s nicht ...“

Erich von Wölsick stand vor ihr und rang in komischer Verzweiflung die Hände.

„Was ist denn das nur heute mit dir für eine Druckserei, Helme! ... Komm doch heraus mit der Sprache ... ich beisse dich doch nicht! ... Worum handelt es sich denn?“

„Um Frau Hauptmann Ansold!“

Im selben Augenblick verschwand der lässig liebenswürdige Ausdruck von den Zügen des anderen. Sie umwölkten sich. Sie wurden hart und verdrossen. Er versetzte schroff: „Seid so gut und lasst mich damit in Ruhe, du sowohl wie Mama! Ich habe die ganze Geschichte, weiss Gott, schon oft genug bereut. Es hat mir nachträglich vieles darin leid getan. Aber das Geschehene lässt sich nicht ändern. Es liegt nun einmal hinter einem!“

„Ja — das ist deine Lebensmaxime! Was dir unbequem wird, hört auf, für dich zu existieren! Sehr einfach! aber dass ...“

Erich von Wölsick machte eine ungeduldige Handbewegung. „Verschone mich bitte mit deinen Strafpredigten!“ sagte er finster, „erstens hast du keine Legitimation dazu und zweitens verstehst du das nicht! Es gibt Fälle im Leben, wo eine gewisse Grausamkeit in Wahrheit eine Wohltat für beide Teile bedeutet, weil sie eine unhaltbar gewordene Sachlage am raschesten und sichersten löst ...“

„Und wie bitter weh das dem andern tut, daran denkst du nicht!“

Erich von Wölsick ging ärgerlich im Zimmer auf und nieder. Seine Schwester merkte, wie peinlich ihm die Erwähnung dieses Zwischenfalls vom vorigen Sommer war, und wie viel schwerer, als sie geglaubt hätte, der doch noch auf seinem Gewissen lastete.

„... als ob ich mir keine Vorwürfe gemacht hätte,“ versetzte er endlich, „ich war überhaupt unbesonnen in der ganzen Sache, von Anfang bis zu Ende! ... das gebe ich alles zu! aber was sollt’ ich denn nun machen? ... es blieb doch nur der eine Weg!“

„Schön! dadurch ist für dich die Sache aus der Welt! aber die junge Frau ...!“

„Mein Gott ... die wird allmählich ihre Ruhe auch wiederfinden! oder hat es vielmehr schon!“

„Woher weisst du denn das?“

„Dessen bin ich sicher! sonst hätte ich doch nicht so gehandelt!“

„Dessen bist du gar nicht sicher, sondern du hast dir einfach nicht die Mühe genommen, darüber nachzudenken, was aus ihr wird! Das hätte dir unbehaglich werden können — da wären dir peinliche Bilder gekommen — so was liebst du nicht — also dekretierst du einfach: ‚Frau Ansold verhält sich in Zukunft so und so! denn das ist mir am bequemsten!‘ ...“

„Weisst du etwa das Gegenteil?“

„Ja.“

„Wieso?“

Er trat näher auf seine Schwester zu. Sie kreuzte die Arme über der Brust, sah ihn fest an und sagte langsam, in dem Vollgefühl ihrer Überlegenheit und einem inneren Triumph, ihn endlich einmal demütigen zu können: „Da ist Mamas Brief. In dem steht alles! ich lasse ihn dir da, damit du ihn nachher noch einmal durchlesen kannst. Frau Ansold hat schon in der ersten Hälfte September, also vor gut sechs Wochen sich von ihrem Mann getrennt und will um keinen Preis zu ihm zurück. Er hat mit ihr gesprochen. Umsonst! Er hat ihr einen Monat Bedenkzeit gegeben. Umsonst. Er war wieder bei ihr. Umsonst. Sie bleibt dabei, sich scheiden zu lassen ... das weiss nun schon die ganze Garnison und die Nachbarschaft.“

„Ja ... um Gottes willen ...“ Erich von Wölsick setzte sich auf den nächsten Stuhl und griff sich mit der Hand an die Stirn. „Da müsste ich aber doch der erste sein, der das wüsste! Das hätte sie mir doch geschrieben! mir wurden doch alle meine Briefe nach Schottland nachgeschickt! ... es war nie eine Zeile von ihr darunter.“

„Nun eben! es scheint, dass sie, nachdem du nichts mehr hast von dir hören lassen, dir auch nichts mehr mitzuteilen hat. Erklären kann ich es auch nicht. Ich kenne sie ja gar nicht. Aber getan hat sie’s! fort ist sie! das steht fest!“

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