Siri Pettersen - Die Rabenringe - Fäulnis (Band 2)

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Die Rabenringe - Fäulnis (Band 2): краткое содержание, описание и аннотация

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Das Schicksal der Welten liegt jetzt in Hirkas Händen.
Die fulminante Fortsetzung der Fantasy-Reihe ›Die Rabenringe‹: Band 2 ›Fäulnis‹, der für den norwegischen Bokhandlerprisen nominiert war, handelt von Vorurteilen, Machtgier, Ängsten, Rache und Liebe.
Hirka ist in der fremden Welt der Menschen gestrandet. Hier trifft sie auf Menschenjäger und Totgeborene und sehnt sich nach Rime, ihrem echten Freund. Doch ihr Kampf ums Überleben verblasst, als sie die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt und verstehen lernt, dass die Quelle der Fäulnis seit über tausend Jahren nach Freiheit strebt. Das Schicksal zweier Welten und derjenigen, die sie liebt, scheeint immer mehr in Hirkas Händen zu liegen ....

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Sie stellte den Beutel auf dem Boden ab und beugte sich weiter vor. Von ihrem Atem beschlug die Scheibe.

Er drehte sich um und guckte sie direkt an. Hirka schnellte vom Fenster zurück. Sie bekam heiße Wangen. Kurz überlegte sie, ob sie winken oder weglaufen sollte. Sie lief weg.

Ihre Stiefel klatschten im Schneematsch, im Takt mit ihrem Herzschlag. War er der Einzige? Hatte sie nicht auch schon andere gesehen? Leute, die sie auf der Straße heimlich anstarrten? Leute, die sich an der Kirche herumtrieben, aber nicht hineingingen? Fiel sie wirklich so sehr auf, dass das ein Grund war, sie anzuglotzen?

Sie entdeckte plötzlich den Kirchturm und ihr fiel der Einkaufsbeutel wieder ein. Der war noch vor dem Café. Sie blieb stehen und erinnerte sich, dass ihr so etwas früher schon einmal passiert war.

Die Erinnerung kam. Vater im Rollstuhl. Die Hütte. Hirka hatte auf der Treppe gestanden und den Korb mit den Kräutern an der Alldjup-Schlucht vergessen. Bei der abgestürzten Tanne, von der Rime sie gerettet hatte.

Eine Kerbe für mich, wenn ich dich heraufziehe .

Die Bilder waren so lebendig, dass es ihr die Kehle zuschnürte. Sie schluckte. Das war in einem anderen Leben. In einer anderen Zeit. In der Welt, die sie nie wiedersehen würde.

Sie machte kehrt und ging zurück zum Café, vermied, andere anzusehen, starrte auf die gelben Stiefel hinunter, für den Fall, dass sie ihm über den Weg laufen sollte. Dem Mann mit dem Kapuzenpullover.

Der Einkaufsbeutel samt Inhalt stand da, wo sie ihn abgestellt hatte, gleich vor dem Fenster. Eine dünne Schneeschicht hatte sich daraufgelegt. Hirka linste ins Café. Er war nicht mehr da. Zum Glück. Erleichtert nahm sie den Beutel und machte sich auf den Weg zurück zur Kirche.

Plötzlich packte sie jemand, zog sie mit gewaltiger Kraft rückwärts, in eine dunkle Gasse zwischen zwei Häusern. Sie wollte schreien, doch der Schrei wurde von einer Hand auf ihrem Mund erstickt. Sie wurde an die Wand gedrückt, neben einem Müllcontainer. Seine Hand schmeckte nach Tabak. Hirka war wie gelähmt. Kalt. Ihr schlug das Herz bis zum Hals und sie rang nach Luft. Der Beutel glitt ihr aus der Hand und fiel zu Boden. Kekse und Äpfel rollten in den Schneematsch. Der Mann aus dem Café starrte sie wie ein wildes Tier an. Er sagte etwas, aber die Worte waren nicht zu verstehen. Hirka trat nach ihm. Er schob seine Hand zu ihrem Hals hinab und drückte zu, bis sie aufhörte, sich zu wehren. Das half. Sie durfte wieder atmen.

Sie warf einen Blick auf die Straße. Sie standen in einer Nische in der Wand, soweit sie das in ihrer Lage feststellen konnte. Leute gingen vorbei. Sie sahen nicht hin, konnten nicht helfen. Hirka beugte sich vor und schrie. Der Griff um ihren Hals wurde wieder fester. Eine Frau im Pelzmantel warf ihnen einen Blick zu und hatte es eilig weiterzukommen. Als habe sie nichts gesehen. Aber das hatte sie. Hirka wusste, dass sie sie gesehen hatte. Dennoch ging sie weiter. Das Gefühl der Hoffnung verfinsterte sich zu Verzweiflung.

Der Mann zog etwas aus seinem Gürtel und presste es ihr an die Schläfe. Etwas Kaltes. Aber es war kein Messer, das war das Wichtigste. Sie war etwas erleichtert. Er knurrte wieder Worte. Es klang wie eine Frage, aber er sprach viel zu schnell, als dass sie ihn hätte verstehen können.

Hirka schluckte, spürte, wie ihre Halsmuskeln gegen seine Umklammerung kämpften. »Ich versteh nicht … Ich spreche schlecht.«

Er wirkte plötzlich verunsichert. Ihr fiel eine Narbe auf, die seine Lippe auf einer Seite etwas nach oben zog. Er ließ ihren Hals los und drückte ihr seinen Daumen auf die Lippen.

»Nein!« Hirka warf den Kopf zur Seite, aber er drehte ihn wieder zurück. Er war stark. Er schob ihre Oberlippe mit dem Daumen hoch, starrte auf ihre Zähne. Er sah jetzt weniger bedrohlich, eher verwirrt aus. Das war so seltsam, dass Hirka kurz ihre Angst vergaß. Sie kam sich wie ein Pferd auf dem Viehmarkt vor.

Sie schob die Hand in die Tasche und umklammerte die Blutsteine. Die durfte sie nicht verlieren. Dann hätte sie nichts mehr. Nichts, was sich zu Geld machen ließe. Nichts von Wert.

Die Bewegung weckte seine Aufmerksamkeit. Er riss ihr die Hand wieder aus der Tasche. Hirka versuchte, eine Faust um die Steine zu machen, aber er hatte sie sich schon geschnappt. Er nahm sich nicht die Zeit, sie zu studieren, sondern steckte sie sich selbst ein. Blickte sich um, als sei er am falschen Ort.

Dann ließ er Hirka los, ging rückwärts. Dabei trat er aus Versehen auf eine Kekspackung und zuckte zusammen, als sie unter seinem Fuß zerdrückt wurde.

»Das macht nichts!«, sagte sie eilig. »Wir haben noch mehr.«

Er sah sie an, die Stirn gerunzelt, zog sich in die dunkle Gasse zurück, kehrte ihr dann den Rücken zu und verschwand draußen auf der anderen Straßenseite.

Hirka blieb gegen die Wand gelehnt stehen und atmete. Die Angst steckte ihr noch immer kalt in den Knochen, wollte nicht nachlassen. Sie erinnerte sich. An die Kerkerschächte in Eisvaldr. An den Mann, der sie mit Gewalt nehmen wollte. Damals bestand kein Zweifel, worauf er aus war. Jetzt hatte sie nicht den geringsten Schimmer, was ablief. Das war schlimmer. Sie wusste nichts. Und in einer ganz neuen Welt war alles möglich. Absolut alles.

Sie rutschte an der Wand hinab, sank auf den nassen Asphalt. Die Kekspackung lag vor ihr. An einem Ende platt getrampelt. Der Geruch von saurer Milch sickerte aus dem Container zu ihr hinunter. Sie wollte nach Hause, wollte einfach nur nach Hause. Nach Ymsland, nach Elveroa, zu Vater.

Vater ist tot. Die Hütte ist abgebrannt. Es ist vorbei.

Warum war sie hergekommen? Sie gehörte hier nicht her. Sie hasste diesen Ort. Hasste ihn. Das Licht. Die Gerüche. Die Geräusche. Den vielen Lärm. Und trotzdem war alles tot.

Ein Ort ohne Gabe. Eine kalte Welt voll fürchterlichem Leben.

Die Versuchung Sie waren offen gewesen Die Tore Rime hatte gesehen wie die - фото 6

Die Versuchung

Sie waren offen gewesen. Die Tore.

Rime hatte gesehen, wie die Landschaft zwischen den Steinen durchschimmerte. Hatte das Gras gesehen, wie es sich neigte im Sog von einem unbekannten Ort. Er war von der Leere verschluckt worden, wo die Welt aufhörte zu bestehen. Und er war im Ritualsaal wieder herausgekommen.

An einer Stelle hinein, an einer anderen hinaus. Die Tore waren wach gewesen und man müsste sie wieder aufwecken können. Nur für einen kurzen, ungefährlichen Augenblick. Des Beweises wegen. Des Wissens wegen.

Ihretwegen.

Rime schritt die Regalreihen in der Bibliothek auf der Suche nach einer Antwort ab. Ihm kam der Gedanke, dass man, wollte man die Geheimnisse des Rates verstecken, nichts weiter zu tun brauchte, als sie hier unterzubringen. In aller Öffentlichkeit. Es würde dennoch Mannesalter dauern, um sie zu finden.

Gespräche wurden hier nur wenige geführt, und die auch lediglich gedämpft. Durch eine angelehnte Tür drang das Kratzen von Federn auf Papier. Er fragte sich, was da wohl niedergeschrieben wurde und ob es der Wahrheit entsprach.

Rime ging zur Galerie, die den Schacht mit Tageslicht von den Dachfenstern umkränzte. Grau gekleidete Hirten und Hirtinnen kletterten auf langen Leitern zwischen den Stockwerken umher und segelten im ganzen Rund auf Gleitschienen dahin. Er hoffte, jemand von ihnen könnte ihm den richtigen Weg weisen, zu den Büchern über die Gabe. Rime hob die Hand, um zu fragen, als ihm eine Frau im untersten Stockwerk auffiel. Sie stach durch ein feuerfarbenes Kleid hervor, schaute sich mit geschmeidigen Bewegungen um, graziös, suchend. Ihr Blick traf seinen. Sie kam ihm bekannt vor. Rime merkte, dass er sie anstarrte, und drehte sich zu einem Lesepult am Geländer um.

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