Robert Heymann - Sing-Sang der Liebe

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Der Band umfasst über hundert Gedichte und Kurzprosatexte Heymanns, die in die Abschnitte «Ernte», «Zeitgenossen», «So sind die Frauen», «Von Pierrots und Colombinen», «Vorstadt», «Lügen der Zeit», «Tag der Rosen», «O München», «Landsknechtslieder», «galante Zeiten» und «Bayerische Soldatenlieder» unterteilt sind. Das bunte Buch von «Liedern, Ludern und Lastern» zeigt einen anderen Heymann als die meisten seiner Romane: einen empfindsamen, romantischen, zärtlichen, oft heiteren und oder aber auch nachdenklichen Seismographen der Schwingungen seiner Zeit, der menschlichen Befindlichkeiten und der geheimnisvollen Magie der Liebe.-

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Wenn nur die nötige Sorgfalt gewaltet, —

Und wäre ich nicht so frivol gewesen,

Hätte man mich noch viel lieber gelesen.

Und dann kommen die Damen ... na ja:

Die Naive fragt: Ist er noch da?

Kann man ihn denn vorher nicht mehr sehn?

Die Heroine meint, es wäre nicht schön,

Daß ich mich so hinweggestohlen,

Aber ich hätte mich immer französisch empfohlen.

Dann gibt es Tusch und ein Gloria,

Und ich fühl’ an der Wärme, mein Liebchen ist da.

Nun wird es dunkel, die Geschichte ist aus,

Die Leidtragenden fahren nach Haus.

Und in den Zeitungen steht zu lesen,

Was ich für ein Genie gewesen,

Ich hätte mich nur nie zu erkennen gegeben,

Sonst hätte man’s schon gemerkt im Leben.

Ich aber höre die Engel schon singen

Und grüße gerührt: Götz von Berlichingen ....

Der alte Weg

Man ging den Weg so Jahr um Jahr,

Als kleiner Fant, als junger Narr.

Das Herz ward weit, der Blick ward groß.

Man suchte in Fernen

Nach Göttern und Sternen

Uferlos ...

Wo Himmel und Erde zusammenfloß,

In aller Dinge werdendem Schoß,

Ein Blütenkelch im Himmelsblau, —

Stand lockend die Frau.

Da spannte die Seele die Flügel weit

Und flog in die helle Unendlichkeit.

Einmal aber, in horchender Nacht,

Hat uns das Grauen ins Fenster gelacht,

Eine Stimme rief: Halt!

Eine graue Gestalt

Stand

Und hob eine helle Hand.

Wir wurden alt .....

Und wandern wieder den Weg entlang,

Wo Nachtigall und Lerche sang,

Wir sind am Ziel. O Schicksal! O Zeit!

Wie dünkte der Weg so groß, so weit!

Und war doch nur ein Vogelflug!

Ein Atemzug,

Der eine Sehnsucht zu Grabe trug ...

Weisheit

Glaubt mir, es ist die Illusion,

Die Himmel und Erde erschaffen.

Der eine lobt Altar und Thron,

Der andre preist die Affen.

Der eine liebt, der andre döst,

Und alles ist Begriff.

Wie immer die Funktion ihr löst, —

Der Darm bleibt relativ.

Theorie und Praxis

Ich schrieb keine Liebesgedichte,

Ich haßte die Theorie.

Sie ist für ästhetische Wichte

Ein liebliches Paraplui.

Es singt der Harzer Roller

Die heißeste Sehnsuchtspein

In seinem Liebeskoller

Nur solo, ganz allein.

Doch stillt ihm ein Weibchen die Triebe,

So stellt er den Singsang ein.

Es soll in der Praxis die Liebe

Um vieles bekömmlicher sein.

Des Dichters platonische Meinung

Adelt die Literatur.

Doch zieh’ ich die runde Erscheinung

Vor der moralischen Spur.

Der Mensch

Er kann nicht anders sein als der ihn schuf,

Und der nur wieder Epigone war.

Und jeder folgte seines Zeugers Ruf

Seit mehr als sechs Millionen Erdenjahr’.

Und jede Untat in dem Leibe schlief

Vor Jahrmillionen in der Zeiten Tanz,

Da Venus noch auf allen Vieren lief

Und sieben Ellen maß der Affenschwanz.

Der Affe blieb, wenn auch der Schweif nicht paßt,

Die Äffin zwängt den Leib in ein Korsett.

Einst kam sie nieder auf dem Urwaldast,

Heut’ wirft die Affen sie im Ehebett.

Film

Liebe, rührselig verschandelt,

Ein versüßter Lebensbrei,

Jegliches Gefühl mißhandelt,

Ein Gewürzchen Schweinerei,

Und die Heldin, eine Venus —

Schweiget, was sie früher war!

Alle Wirkung liegt im Genus,

Ihren Vogel nennt man Star.

Denn das Volk will seine Helden,

Und kastriert ist das Genie,

Sieh, es kreisen alle Welten,

Um Herrn Siegfried Simili.

Nicht mehr strömt im masculino

Schäumend, wild der rote Saft.

Mensch, es ist doch alles Kino!

Feminin liebt man die Kraft.

Einen Bock hat jede Ziege,

Und sein Dreß ist dernier cri!

Schon als Muse an der Wiege

Stand die Fee Crambamboli.

Turmhoch steigt die Dividende,

Goethe geht beschnitten um.

Gebt der Kunst die Alimente —

Zahle, Hure Publikum!

Und ich selber? Meine Lieder

Sind erfroren und krepiert.

Doch im Film siehst du mich wieder,

Wo mich goldner Lorbeer ziert.

Hätt’ ich nur die Not getragen,

Grüb’ man mich als Dichter ein —

Besser doch, mich drückt der Magen

Als der schönste Leichenstein.

Wissenschaft

Ein Stück verschimmelter Käse —

Mikroben im bunten Gewühl,

Das Hirn im fatalen Gekröse,

Die Leber geschwellt von Gefühl —

Da habt ihr das Erdengebilde,

Gebläht vom gelehrten System.

Und die umnebelte Gilde

Zergrübelt nun das Problem.

Ihr löst mit vielem Getöse

Die Rätsel Natur und Zeit,

Diese besorgt eure These,

Und jene die Sittlichkeit.

Die Säcula säculorum

Umräuchern Altar und Thron,

Jedoch in puncto punktorum

Dominiert die Darmfunktion.

Ein Stück verschimmelter Käse

Wird nie ein göttlicher Stern.

Und was der Magenwind bläse

Wird nie ein Lob des Herrn.

Piano, ihr Käsepartikel,

Mit eurem Trärä und Tschintschin!

Gebären kann jedes Karnickel,

Auch ohne höheren Sinn.

Und flötet mir nicht von Ästhetik,

Von Liebe und göttlicher Gunst!

Ihr seid mir physisch zu tätig,

Und für einen Gott zu verhunzt.

Mein Fräulein, ich bin despektabel,

Den Engel leget ins Spind —

Die Spur am irdischen Nabel

Verrät Sie, mein schönes Kind!

Letztes Lied

Weiß keiner, was ich litt,

Weiß keiner, wie ich stritt

Um meines Lebens Ziel.

Weiß keiner, wie ich fiel

Auf Schritt und Tritt.

Ich stand in keinem Sold,

Ich achtete kein Gold,

Ich wollte sein kein Knecht,

Und focht für Ehr’ und Recht,

Bis mich der Teufel holt.

Mir jagt kein Büttel ab,

Was ich nicht willig gab.

Ich stand in Schild und Wehr

Für aller Frauen Ehr’

Und hielt es bis ans Grab.

Das Gold stand feindlich auf,

Mit ihm der Narren Hauf’,

Das war kein ehrlich Spiel,

Ich gab mein Blut und fiel.

So ist der Dinge Lauf.

Nun steh’ ich müd und wund,

Ich armer Schweinehund.

All meine Lust und Not

Liegt in dem Straßenkot

Als eitel Schund.

Es ist kein’ gute Sach’,

Gibt man vom Recht nicht nach,

Der liebe Gott heißt Geld,

Der Lumpe lenkt die Welt,

Die Dummheit baut das Dach.

Weiß keiner, was ich litt,

Weiß keiner, wie ich stritt,

Nun bin ich bald zu Haus.

Will ruhen lang mich aus

Und seh’ die Krämer nit.

Will liegen alle Zeit

An meiner Fraue Seit’ —

Und kommt der Jüngste Tag,

Ich nimmer aufstehn mag,

Mir ist der Schwindel leid.

* * *

I

Als wir uns zuerst begegnet,

Erkannten wir uns kaum;

Nun hab’ ich die Stunde gesegnet

Wie einen heiligen Traum.

Sie gleitet auf silbernen Sohlen

Vor meinen Gedanken einher —

Und würden sie mich jetzt holen,

Mir würde das Sterben nicht schwer.

Du aber sollst Narrenherden

Nicht laden zum Zeitvertreib,

Nicht schmücken mit Sklavengebärden

Den königlichen Leib.

Laß deine Augensterne

Leuchten in Tag und Nacht,

Wo weit in flammender Ferne

Ein blindes Schicksal wacht.

Gib mir mit zuckendem Munde

In aller Sterne Schein

Die ewig heilige Kunde:

Ich will dein Eigen sein.

II

Du hast mir deine Lippen gegeben,

Weich wie Samt.

Ich trank aus ihnen lockendes Leben.

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