Hans Leip - Die unaufhörliche Gartenlust

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Leip - Die unaufhörliche Gartenlust» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die unaufhörliche Gartenlust: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die unaufhörliche Gartenlust»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"Alles Wunderbare dieser Welt verblasst neben dem Vormarsch des Lieblichen, neben der unaufhaltsamen, stillen, gewaltlosen Ausbreitung der Gärten", so lässt Hans Leip sein berühmtes Werk beginnen. Und über die Geschichte der Gärten erzählt er gleichzeitig auch die Geschichte der Stadt Hamburg. Das beginnt mit den ersten Gärten, die in den Anfängen der Stadt in der Zeit Karls des Großen angelegt worden sein sollen. In vielen weiteren Episoden begegnet einem beispielsweise der erste beurkundete Obstgarten der Stadt im Jahre 1331 und die im Laufe der Jahrhunderte angelegten Parks nahe der Elbe. Eine amüsante Perspektive auf das Leben und diese beeindruckende Stadt im Norden.-

Die unaufhörliche Gartenlust — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die unaufhörliche Gartenlust», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Strick

bindet

und befreit

zugleich. Niemand sprach

jemals laut vom Rausch der Fessel.

*

Fleurs du Mal

Keine Blume blüht

und kein Vogel singt

auf der schattenlosen See ...

Kein Wunder, daß auf der Vergnügungsseite des Hafens im kurzen Landeglück der Seefahrt der Umsatz an zarter Flora nicht unbedeutend ist. Eine „Vierländerin“, eine Blumenverkäuferin, in einer Tracht aussterbender Chinoiserie, geht mit flachem Henkelkorb von Tisch zu Tisch. Eine Ahnung allem Lärm entrückter seefahrtsferner Gärten mischt sich – so wie das angebliche Kind vom Lande unter die aufgezäumten Asphaltschönen – in den Dunst vegetabiler Aufbereitung, die da heißt: Tabak, Parfüm und Alkohol.

Nichts aber ist rührender auf dieser rauhen Erde, als wenn die Hand Hein Seemanns aus jenem Korbe wählt, einen Strauß Veilchen etwa oder Maiglöckchen, einen treibhausblassen Flieder, ein Bund knalliger Nelken, ein paar mit Spargelkraut verzierte, mit Draht gestützte Rosen, und er nun, unnennbar behutsam, zuinnerst überströmend und es sich selber verlegen, fast mürrisch nicht eingestehend, das Angebinde der flüchtigen Gefährtin überreicht.

O, stillste, verschämteste, innigste, wehmütigste aller Hamburger Gartenlust! Über die Lust des Fleisches triumphiert einen Pulsschlag lang die Zartheit der Blumen wie die Stimme des Engels über das Brodeln des Fegefeuers.

Und wenn auch die Holde unaufhaltsamer als jede Windsbraut schon in der nächsten Viertelstunde das Präsent gegen ein Geringes der Toilettenfrau überläßt und es als zufällig verloren meldet, indes es schon wieder im Korb der „Vierländerin“ landet, gemäß dem Kreislauf der Tide und allem, was die Drehscheibe des Hafens berührt ... dennoch: O Augenblick aus Ewigkeit, o fleurs d’amour! ...

Welch

Kult denn

o Seele

verkündet dir zart:

Seelen wandeln sich zu Blumen?

*

Zartgärten

Bis zur Entdeckung Amerikas fehlen uns Nachrichten über andere als Kohl- und Kräutergärten in Hamburg. Dennoch werden die „Zartgärtlein“ – im Süden des Vaterlandes seit der Gotik oft erwähnt – hier nicht ganz gefehlt haben, obschon die Ritterminne, die ihrer mit Rosen, Lilien und Geißblattlauben bedurfte, hier kaum blühte. Hatte man doch mit Köln guten Verkehr, das noch Überlieferungen römischer Gartenkultur pflog, und hatte sicher von des weltweiten Geistes Albertus Magnus Gärten gehört, der schon Gewächshäuser und im Januar blühende Violen besaß und Bäumchen mit reifem Obst zu Johanni.

Immerhin ergeben frühe Kämmereirechnungen, daß Amtsräume auf Kosten der Stadt mit frischen Sträußen geschmückt wurden. Diese wichtige Tatsache darf nicht übersehen werden. Doch wurden die Mittel dafür 1790 gestrichen. Erst heute beginnt man, die mehr als freundliche, die fürs Amtsgemüt äußerst dienliche Gewohnheit neu zu beleben.

In Staphorsts Kirchengeschichte heißt es 1496, daß man in Hamburg „enen lustbarlyken Garden, de dar ys vul Fyolen, Rosen unde Lilien“ wohl zu schätzen wisse. Und schon vorher besaß das Johanniskloster der Dominikaner dort, wo heute die Stelle des Ehrenmals sich erhebt, einen Alstergarten voll weißer Rosen.

Der Ausspruch des Erasmus von Rotterdam über seinen Garten zu Basel wird selbst den Kaufleuten der Wasserkante nicht fremd geblieben sein. Er besagt: Der Ort ist dem ehrbaren Vergnügen geweiht, die Augen zu ergötzen, die Nase zu erfrischen, den Geist anzuregen.

Alle alten Ansichten von Hamburg weisen es als Gartenstadt aus.

Der Schlangenkreis

Kultur und Mode, abseits aller Gewalttaten, sind das Reizvolle an der Menschheitsgeschichte; die leise luftige Entwicklung, die neben den mühsamen Stiefeln der Politik einhertänzelt, sie allein bleibt dem Weisen beachtenswert. In dieses Gebiet gehören auch die Gärten.

Welche Flut schöner Vorstellungen erwacht beim Blick auf die Entwicklung der Gartenkunst! Vom Gehege zum Hof, vom Zartgärtlein zum Park, von den Terrassen der Semiramis zum Lustgarten des poetischen Ratsherrn Brockes, vom Schnurgarten zur freien Landschaftsanpassung.

Soweit die unabsehbare Gartenfülle bis ins Dunkel des Altertums zu verfolgen ist, geht wellenförmig der Wechsel zwisehen Enge und Weite, Strenge und Lockerung, Regelmäßigkeit und Landschaftlichkeit, Architektonik und Park.

Kunst, Mode, Weltanschauung und Regierungsformen laufen dem parallel.

Unsere modernen Stadtplanungen sind teils den babylonischen Wolkenkratzern, teils den riesigen persischen Gartenstädten näher als irgendwelchen Siedlungsgründungen zwischen damals und jetzt.

Auf einer Schlangenlinie bewegt sich der kulturelle Fortschritt im Kreise.

Halb

nur ist

alle Form.

Sie zu ergänzen,

schon harrt in ihr der Gegensatz.

Wesen und Anwesen

Seit je haben wohlhabende Städter Neigung gespürt, verschuldete Bauernhöfe zu erwerben und sie für ihre Sommerfreuden herzurichten. Den nahrhaften Betrieb überließ man gewöhnlich einem Pächter, ließ für diesen das alte Strohdachhaus stehen und setzte ein bequemes Landhaus daneben. Solches geschah in Hamburg zuerst an der Bille und an der Elbe oberhalb der Stadt.

Die Häuser waren anfangs in Fachwerk errichtet, oft noch mit Reet, später mit Pfannen gedeckt, mehrstöckig, mit steilem Kreuzdach, die vier Giebel über den First verlängert, die Spitzen mit Geknaufe verziert. Die Fenster waren vorerst Butzenscheiben. Um in der Einsamkeit sicherer zu sein, umgab man den Besitz an der Landseite gern mit Planke und Wassergraben, fügte auch manchmal, in Anlehnung an die holsteinischen Rittergüter, eine Zugbrücke hinzu.

Ein Gärtnerhaus mit Stallung schloß sich an; denn Wagen und Pferde mußten untergebracht werden, und der Garten bedurfte der fachmännischen Pflege. Ein zierliches Laubenzelt, Treibhäuser und Orangerien fügten sich ein, und bald überwog die Kunst die Natur. So, in den weiten Marschenwiesen erhoben sich die sonderbaren Oasen der Städter und dehnten sich auch bald auf den Geestrücken aus, der von Oben Borgfelde über Hamm und Horn gen Bergedorf führt.

Man nannte solch ländliches Gartengrundstück ein „Wesen“, und das war in einer Zeit, da dieses Wort noch den alten Sinn des „Innewohnenden“ hatte. Heute sagt man „Anwesen“ oder „Gewese“. Es scheint damit die innere Beziehung zu derartigen Gartenbesitzungen dem Worte nach veräußerlicht und, wenn auch kaum bewußt, vergangenheitlicht zu sein, was an der wachsenden Zwiespältigkeit des menschlichen Befindens auch in anderen Beziehungen zum Dasein seit Mitte des vorigen Jahrhunderts erkennbar wird.

Memento te esse florem

Johannes Rist, Pastor zu Wedel und namhafter Poet dazu, pflegte seine Verehrer im Laubengange seines Gartens zu bewirten. Es wurde ländlich gespeist zu Zerbster Bier oder einem Gläschen roten Franzenwein mit einem selbstgebrauten himmelblauen Aquavit vorauf, und die Hausfrau verschönte die schlichten Schüsseln durch prächtigen Tafelschmuck, so daß unter den windhuschenden Spalierschatten alles auf Blüten zu schaukeln schien.

Danach traten zwei Gärtner mit Körben voll kleiner Kränze aus Rosen hinzu, davon Rist jedem Gaste einen auf die Perücke drückte, feierlich sprechend: Memento te esse florem! Gedenke, daß du eine Blume bist! Indes der Organist aus der nahen Kirche ein heiteres Pastorale erbrausen ließ.

1642 wurden Haus und Gärten zu Wedel durch die Kriegsvölker verwüstet. Pastor Rist ergab sich der Schwermut, als Wohlbeleibter aber zirkulär von heftigen Ausbrüchen der Lebenslust übermannt. Er fand Gesellschaft in einem trunksüchtigen Gutsverwalter und dessen leichtlebiger Ehehälfte und von letzterer viel Anbetung, zumal wegen seiner Komödie Adam und Eva im Paradies, die sie mit ihm, wenn ihr Mann nicht zu Hause war, vor fidelen Gästen „ganz abgekleidet, auch die Hemder ausgezogen“ gelegentlich aufgeführt haben soll. Es war Krieg, die Moral nicht stabil, selbst bei Pastoren und Poeten nicht.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die unaufhörliche Gartenlust»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die unaufhörliche Gartenlust» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die unaufhörliche Gartenlust»

Обсуждение, отзывы о книге «Die unaufhörliche Gartenlust» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x