Der SCM Verlag ist eine Gesellschaft der Stiftung Christliche Medien, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.
ISBN 978-3-7751-7372-8 (E-Book)
ISBN 978-3-7751-5758-2 (lieferbare Buchausgabe)
Datenkonvertierung E-Book:
CPI books GmbH, Leck
© der deutschen Ausgabe 2017
SCM-Verlag GmbH & Co. KG · Max-Eyth-Straße 41 · 71088 Holzgerlingen
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Die Bibelverse sind, wenn nicht anders angegeben, folgender Ausgabe entnommen:
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 by SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten.
Umschlaggestaltung: Kathrin Spiegelberg, Weil im Schönbuch
Titelbild: Lightstock.com
Autorenfoto: Lea Barnowsky
Satz: typoscript GmbH, Walddorfhäslach
Für Sonja und Ulrich Schneider, meine Eltern,
die mir sehr liebevoll und bemerkenswert vor Augen führen,
was es heißt, Tränen und Triumphe zu teilen.
Über den Autor
Tabu Tren|nung – Wie man weiterlebt
Wo beginnt Scheidung? Bei der Liebe!
Manu – Alles eine Frage des Timings?
Der Ruf zum Abenteuer – Ein Zufall?
Rita und Björn – Einmal Scheidung und zurück
Die Begegnung mit dem Mentor – absichtslose Beratung?
Reiner Knieling – Voller Vertrauen gescheitert
Ein Leben zwischen Anspruch und Zuspruch
Sabine Maier – Eine Ehe oder der Versuch, verheiratet zu sein?
Gesellschaftliche Entwicklungen – Was ist richtig und was ist falsch?
Mickey Wiese – Es sind die Kleinigkeiten, die eine Ehe zermürben
Die Rückkehr mit dem Elixier – Unvollkommen und doch geliebt
Anmerkungen
[ Zum Inhaltsverzeichnis ] INHALT Über den Autor Tabu Tren|nung – Wie man weiterlebt Wo beginnt Scheidung? Bei der Liebe! Manu – Alles eine Frage des Timings? Der Ruf zum Abenteuer – Ein Zufall? Rita und Björn – Einmal Scheidung und zurück Die Begegnung mit dem Mentor – absichtslose Beratung? Reiner Knieling – Voller Vertrauen gescheitert Ein Leben zwischen Anspruch und Zuspruch Sabine Maier – Eine Ehe oder der Versuch, verheiratet zu sein? Gesellschaftliche Entwicklungen – Was ist richtig und was ist falsch? Mickey Wiese – Es sind die Kleinigkeiten, die eine Ehe zermürben Die Rückkehr mit dem Elixier – Unvollkommen und doch geliebt Anmerkungen
DANIEL SCHNEIDER, Jahrgang 1979, ist Journalist und Theologe. Er ist als Fernseh- und Radioautor, Sprecher und Moderator tätig - u.-a. beim WDR (Planet Wissen, Kirche in 1LIVE) und bei BibelTV (Bücherzeit). Er ist Autor mehrerer Bücher. Mit seiner Frau Eva-Lisa hat er zwei Töchter und einen Sohn. Sie wohnen in Löhne, Westfalen. Weitere Informationen auf seiner Website: www.danielschneider.org
[ Zum Inhaltsverzeichnis ] INHALT Über den Autor Tabu Tren|nung – Wie man weiterlebt Wo beginnt Scheidung? Bei der Liebe! Manu – Alles eine Frage des Timings? Der Ruf zum Abenteuer – Ein Zufall? Rita und Björn – Einmal Scheidung und zurück Die Begegnung mit dem Mentor – absichtslose Beratung? Reiner Knieling – Voller Vertrauen gescheitert Ein Leben zwischen Anspruch und Zuspruch Sabine Maier – Eine Ehe oder der Versuch, verheiratet zu sein? Gesellschaftliche Entwicklungen – Was ist richtig und was ist falsch? Mickey Wiese – Es sind die Kleinigkeiten, die eine Ehe zermürben Die Rückkehr mit dem Elixier – Unvollkommen und doch geliebt Anmerkungen
TABU TREN|NUNG – WIE MAN WEITERLEBT
EINFÜHRUNG
Liebe ist die stärkste Macht der Welt und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.
Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich selbst zu verletzen.
Mahatma Gandhi
Ich habe lange überlegt, ob es eine gute Idee ist, mit so einem Kraftausdruck in ein Buch zu starten. Ein gewisser Teil meines Unterbewusstseins hat versucht, es mir auszureden. »So verscherzt du es dir sofort mit den werten Lesern«, tönte es in mir. »Fang lieber mit ›Mist!‹ oder ›So ein Ärger aber auch‹ oder ›Das ist ja schlimm‹ an.« Doch als ich diese fast verzweifelten Bemühungen in mir selbst als letzte Versuche entlarvte, ein Buch über Trennungen mit verbalen Abstrichen zu beginnen, musste ich fast lächeln.
Das Fazit meiner Überlegungen: Es ist keine gute Idee, mit so einem Kraftausdruck in ein Buch zu starten, aber es gibt einfach keine andere Möglichkeit, als so in dieses Buch zu starten. Ich setze noch zwei zusätzliche Ausrufezeichen hinter mein erstes Wort.
Dieses Buch handelt von dem, was uns Menschen den Schlaf raubt, obwohl es uns in Sicherheit wiegen sollte. Hier geht es um etwas, was unfassbare Verletzungen auslöst, obwohl es eigentlich als Lebenselixier und Balsam für Herz und Seele gedacht ist.
Und gleichzeitig dreht sich dieses Buch um etwas Alltägliches, was ständig und immer wieder bei uns und in unserem Umfeld passiert. Etwas, das zum Leben gehört. Ungefragt und ohne Einladung ist es schon immer dagewesen.
Es geht um Beziehungen, die scheitern, um Ehen, die zerbrechen. Es ist ein Buch über Scheidungen und Trennungen. Ich schreibe es, weil ich an das Lebenskonzept von Liebesbeziehungen, Ehen und Partnerschaften, die auf Lebenszeit angelegt sind, glaube. Und das tun viele andere Menschen auch. Nicht umsonst steigt die Anzahl der Hochzeiten wieder an. Viele Menschen binden sich bewusst aneinander, ohne dass sie der erschreckende Blick in die Scheidungsstatistiken davon abhält:
Und trotzdem kommt es zu Trennungen. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 163 335 Ehen geschieden, das waren 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach den derzeitigen Scheidungsverhältnissen werden etwa 35 Prozent aller in einem Jahr geschlossenen Ehen im Laufe der kommenden 25 Jahre geschieden. 1
Die durchschnittliche Dauer der im Jahr 2015 geschiedenen Ehen betrug knapp 15 Jahre. Ist das ein guter Wert? Statistisch gesehen?
Warum werden so viele Ehen geschieden?
Aus tausend verschiedenen Gründen. Ich möchte mir nicht anmaßen, über die einzelnen Gründe zu urteilen.
Sehr, sehr wenige Menschen starten in eine auf Dauer angelegte Beziehung, um irgendwann mal einen seelischen Scherbenhaufen zusammenzukehren. Es geht darum, mit dem anderen alt zu werden. Immer noch. Und heutzutage erst recht.
Aber eine Beziehung, die schiefläuft, in der der eine, die andere oder beide Seiten Schmerzen davontragen und sich selbst verlieren, ist doch genauso unnütz.
Es ist kompliziert. Ich komme zu dem Entschluss, dass ich das erst mal sehr tragisch finde. Weil uns zerbrochene Beziehungen nicht guttun. Aber noch viel tragischer als die Beziehungskrisen an sich finde ich die Tatsache, dass wir, und damit meine ich vor allem die sprichwörtlichen »christlichen Kreise«, Probleme in Beziehungen und Ehekrisen immer noch als Tabuthema behandeln.
Das macht mich wütend. Denn ein so existenzielles Gut wie die Liebesbeziehung nur von der einen Medaillenseite zu behandeln, sprich die Ehe und die funktionierende Beziehung als Nonplusultra zu glorifizieren und den Menschen, deren Beziehungsflagge aus welchen Gründen auch immer auf Halbmast hängt, das Gefühl zu geben, im gesellschaftlichen Niemandsland zu dümpeln, sorgt erst recht dafür, dass Beziehungen vor die Wand fahren.
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